In Vorbereitung auf die Präsentation für den Kurs Hochsensibilität und Kommunikation im Juni 2026 in Brandenburg beschäftigte ich mich u.a. intensiver mit Stress. Was hängt mit welchen Dingen zusammen? Die Krankenschwester in mir hat ein Grundverständnis von Anatomie. Was gibt es für Inspirationen? Beim Schreiben reflektierte ich mich. Was praktiziere ich? Welches Wissen ignoriere ich? Was stresst mich? Einiges wusste ich schon, habe es aber vergessen. Heute beschränke ich mich auf Allgemeines. Zu einem anderen Zeitpunkt wird es persönlicher. Ich teile Texte, Gedichte und Blogbeiträge. Noch stresst mich die Vorstellung. Mal schauen, wie es mir gelingt, öfter meinen Vagusnerv zu entspannen und mich dann konzentrieren zu können.
Hochsensible bauen Adrenalin und Cortisol langsamer ab, weil ihr Nervensystem stärker reagiert und länger im Alarmmodus bleibt. Entscheidend ist deshalb: den Körper in Sicherheit bringen, nicht „sich zusammenreißen“.
Adrenalin Das ist ein Akut‑Alarmhormon. Es schießt in Sekunden hoch, wenn der Körper Gefahr wittert. Wirkung: Herz schneller, Atem schneller, Muskeln bereit. Es macht dich sofort handlungsfähig – Fight, Flight oder Freeze.
Cortisol Das ist dein Langzeit‑Stresshormon. Es hält dich über Stunden „wachsam“, wenn Belastung anhält. Wirkung: Energie bereitstellen, Entzündungen dämpfen, Fokus erhöhen. Zu viel über längere Zeit → Erschöpfung, Schlafprobleme, Reizbarkeit.
Kurz gesagt: Adrenalin = Blitz
Cortisol = Dauerfeuer
Der Vagusnerv ist der Gegenspieler von Adrenalin und Cortisol. (dazu später mehr)
Abbau von Adrenalin und Cortisol
Atmung:der schnellste Weg aus dem Stressmodus Der Vagusnerv ist der Gegenspieler von Adrenalin und Cortisol.
Wirksam:
4 Sekunden einatmen
6–8 Sekunden ausatmen
1–2 Minuten wiederholen
Der verlängerte Ausatem senkt messbar den Stresspegel. Es schaltet den Parasympathikus ein.
Co-RegulationHochsensible beruhigen sich besonders gut über freundliche Resonanz. Der Vagus reagiert stark auf Verbindung.
kurze Nachricht an eine vertraute Person
freundliocher Blickkontakt
sanfte ruhige Stimme
Umarmung (wenn gewünscht)
Soziale Co‑Regulation
Für Hochsensible oft der stärkste Beruhiger. Das senkt Cortisol stärker als jede Technik.
Erdung holt den Körper aus dem Alarmmodus:
Füße fest auf den Boden
Gewicht spüren
Hände auf den Bauch
3 Dinge im Raum benennen
Das bringt das Nervensystem zurück in die Gegenwart.
Kälte (kurz!)Ein kurzer Kältereiz aktiviert den Vagus.
kaltes Wasser ins Gesicht
kaltes Glas an die Wange
Hände unter kaltes Wasser Nur wenige Sekunden.
Körperliche Bewegung – aber sanf. Adrenalin will „verbrannt“ werden. Für Hochsensible reichen kleine Impulse:
5–10 Minuten zügiges Gehen
Arme ausschütteln
Dehnen
sanftes Dehnen
Schultern kreisen
Treppen steigen
Nicht viel – aber regelmäßig. Wichtig: kein Hochleistungssport, der wieder Stress erzeugt.
Schlaf & Rhythmus Cortisol sinkt nur, wenn der Körper sich sicher fühlt:
feste Schlafzeiten
kein Blaulicht vor dem Schlaf
Abendrituale
warme Dusche vor dem Schlafen
Schreiben Schreiben entlastet das Nervensystem:
2 Minuten „alles raus“
nicht schön, nicht korrekt
danach Papier weglegen
Das reduziert nachweislich Stresshormone
Stille & ReizreduktionDer Vagus braucht Pausen.
Licht dimmen
Geräusche reduzieren
2 Minuten Augen schließen
Handy weg
Stille ist Medizin.
Wärme signalisiert dem Körper: „zug, um Stresshormone abzubauen:
Licht dimmen
Geräusche reduzieren
Handy weg
5 Minuten in Stille oder mit geschlossenen Augen
Das Nervensystem fährt spürbar herunter.
Zuckerarme, eiweißreiche Snacks Cortisol beeinflusst den Blutzucker. Stabile Energie beruhigt:
Nüsse
Joghurt
Käsewürfel
Hafer
Vermeiden: Süßes → Cortisol steigt wieder.
Der Vagusnerv
Der Vagusnerv beruhigt den Körper und schaltet vom Alarm‑ in den Sicherheitsmodus.
So fühlt er sich an: ruhiger Herzschlag, tiefere Atmung, entspannte Muskeln, klarer Kopf, warme Brust, innere Weite. Viele Hochsensible sagen: „Ich komme wieder bei mir an.“
Was er steuert: Herz, Atmung, Verdauung, Immunsystem, Muskeltonus, Gefühle, Stressabbau.
Warum wichtig für Hochsensible: Sie reagieren schneller und stärker auf Reize – mehr Stresshormone, längere Erregung, langsamerer Abbau.
Fazit
Je mehr ich über Stresshormone und Hochsensibilität lerne, desto deutlicher wird mir: Wir brauchen Sicherheit, nicht Härte. Adrenalin und Cortisol zeigen mir, wann ich mich verliere – der Vagusnerv zeigt mir, wie ich zurückfinde.
Vielleicht können diese Überlegungen andere ermutigen, ihre Feinfühligkeit nicht als Belastung zu sehen, sondern als Einladung, achtsamer mit sich umzugehen. Denn wenn wir unseren Körper verstehen, wird Selbstfürsorge plötzlich einfach: ein Atemzug, ein Moment Stille, ein bisschen Wärme – und wir kommen wieder bei uns an. Mehr dazu wie gesagt folgt.
Während des Lockdowns bekam meine Tochter die Hausaufgabe, ob und inwieweit die Infektionsschutzverordnungen im Widerspruch zum Grundgesetz stehen. Ich las beides sehr aufmerksam und einige Punkte fielen mir damals auf. Vor ein paar Tagen war in einer Runde wieder einmal das Grundgesetz Thema. Anlass für mich, die KI nach der Verbindung zwischen den der Hochsensibilität und dem Grundgesetz zu recherchieren. Sie stellte auch zu meinen Blogbeiträgen
Das Grundgesetz ist die Verfassung Deutschlands. Es legt fest, welche Rechte jeder Mensch hat und wie der Staat aufgebaut ist. Es schützt unsere Würde, unsere Freiheit, unsere körperliche und seelische Unversehrtheit, unsere Meinung, unsere Berufswahl und vieles mehr. Das Grundgesetz gilt seit dem 23. Mai 1949 und bildet bis heute die Grundlage unserer Demokratie.
Verbindung zwischen Hochsensibilität und dem Grundgesetz
Hochsensibilität ist keine Diagnose, sondern eine menschliche Veranlagung – und genau deshalb fällt sie unter die Grundrechte, die allen Menschen gleichermaßen zustehen. Das Grundgesetz schützt die Würde, die Vielfalt und die körperliche wie seelische Unversehrtheit jedes Menschen. Für hochsensible Menschen bedeutet das:
Artikel 1 – Die Würde des Menschen ist unantastbar: Hochsensible haben das Recht, mit ihrer intensiven Wahrnehmung respektiert zu werden. Abwertungen wie „zu empfindlich“ oder „stell dich nicht so an“ widersprechen dem Grundgedanken der Menschenwürde. Hochsensibilität ist Teil der menschlichen Vielfalt – und Vielfalt ist ein Menschenrecht.
Artikel 2 – Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit Hochsensible dürfen so sein, wie sie sind: tief fühlend, fein wahrnehmend, gründlich denkend. Sie haben das Recht, ihre Sensitivität zu leben, Grenzen zu setzen und Arbeits‑ oder Lebensbedingungen zu wählen, die ihnen guttun. Jeder Mensch hat das Recht, so zu sein, wie er ist. Hochsensible dürfen: langsamer oder tiefer verarbeiten intensiver fühlen, kreativ, empathisch, analytisch sein, Grenzen setzen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Das ist gelebte Selbstbestimmung.
Artikel 2 (2) – Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit: Reizüberflutung, Dauerstress oder aggressive Kommunikation können hochsensible Menschen stärker belasten. Das Grundgesetz schützt ihr Recht auf Gesundheit, Ruhe, Sicherheit und angemessene Rahmenbedingungen.
Artikel 3 – Gleichheit vor dem Gesetz Hochsensible dürfen nicht benachteiligt werden – weder im Beruf noch in Bildung, Familie oder Gesellschaft. Ihre Veranlagung gehört zur menschlichen Vielfalt und ist gleichwertig. Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Für Hochsensible heißt das: Schutz vor dauerhaftem Lärm, Reizüberflutung, aggressiver Kommunikation, Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen, Pausen, Rückzugsmöglichkeiten, Reizmanagement
Artikel 5 – Meinungsfreiheit Hochsensible dürfen ihre Wahrnehmungen, Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken – auch wenn sie intensiver oder differenzierter sind als bei anderen.
Artikel 7 Gleichberechtigung und Nichtdiskreminierung Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten. Hochsensible erleben oft: Missverständnisse, Abwertung, Pathologisierung („zu schwach“, „nicht belastbar“) Menschenrechte erinnern daran: Niemand darf wegen seiner Sensitivität benachteiligt werden.
Artikel 12 – Berufsfreiheit Jeder Mensch hat das Recht, einen Beruf zu wählen, der zu seiner Sensitivität passt. Hochsensible dürfen Arbeitsbedingungen einfordern, die ihre Gesundheit schützen und ihre Stärken fördern.
Artikel 23 & 26: Recht auf Bildung & faire Arbeitsbedingungen Arbeit, Bildung, Teilhabe. Für hochsensible Menschen bedeutet das: Lern- und Arbeitsumgebungen, die Konzentration ermöglichen, klare Kommunikation statt Druck, Schutz vor Mobbing, Überforderung, Dauerstress, Raum für ihre besonderen Stärken: Empathie, Kreativität, Genauigkeit, moralische Sensibilität. Wenn diese Rechte ernst genommen werden, können Hochsensible aufblühen.
Artikel 25: Recht auf Gesundheit Jeder hat das Recht auf Gesundheit und Wohlbefinden. Hochsensible brauchen: Reizpausen, psychische Sicherheit, wertschätzende Beziehungen, Umgebungen, die nicht permanent überfordern. Das ist kein „Extra“, sondern ein Menschenrecht.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
Das Grundgesetz schützt hochsensible Menschen nicht weil sie hochsensibel sind, sondern weil sie Menschen sind. Ihre Sensitivität ist Teil ihrer Persönlichkeit – und Persönlichkeit ist grundrechtlich geschützt. Hochsensibilität zeigt, wie wichtig Menschenrechte im Alltag sind. Sie macht sichtbar, was jeder Mensch braucht – nur etwas deutlicher: Respekt, Sicherheit, Würde, Verständnis, Selbstbestimmung, Schutz vor Überforderung. Hochsensible sind wie Seismografen für Menschenwürde. Wenn sie leiden, stimmt etwas Grundsätzliches nicht – nicht nur für sie, sondern für alle.
Meine Blogbeiträge mit Verbindung zum Grundgesetz
1. Blogbeiträge, die direkt Menschenwürde & seelische Unversehrtheit berühren (Art. 1 & 2 GG) Diese Texte sprechen über Würde, Schutz der Persönlichkeit, innere Sicherheit, seelische Gesundheit – alles Kernbereiche des Grundgesetzes.
2. Beiträge, die Gleichbehandlung & gesellschaftliche Teilhabe berühren (Art. 3 GG) Hier geht es um Sichtbarkeit, Nicht‑Benachteiligung, faire Bedingungen.
Hochsensibilität – warum Fachkräfte mehr Wissen brauchen – Gleichbehandlung, Schutz vor Fehlinterpretation
Was es kostet, Hochsensible zu übersehen – Benachteiligung, Gleichwertigkeit
Hochsensibilität und Arbeit – faire Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung
Hochsensibel in Berlin – gesellschaftliche Teilhabe, Sichtbarkeit
3. Beiträge, die Meinungsfreiheit & Ausdrucksrechte berühren (Art. 5 GG) Texte über Stimme, Sichtbarkeit, Ausdruck, Schreiben, Öffentlichkeit.
Hochsensibilität als Stärke – Interview – öffentliche Stimme, Sichtbarkeit
Worte verschenken – Licht im Dunkeln – Ausdruck, Sprache, Öffentlichkeit
Mein hochsensibler Weg – persönliche Freiheit, Ausdruck, Identität
Stimme der Stillen – es muss doch auch leise gehen – Recht auf Ausdruck, Sichtbarkeit
WIE GEHT ES DIR WIRKLICH? – ehrlicher Ausdruck, innere Wahrheit
4. Beiträge, die Berufsfreiheit & faire Arbeitsbedingungen berühren (Art. 12 GG) Hier geht es um Berufung, Arbeitswelt, faire Chancen.
Jobcoaching für Hochsensible Teil 2 – berufliche Teilhabe, faire Chancen
Hochsensibilität und Arbeit – Arbeitsbedingungen, Schutz vor Überforderung
Was es kostet, Hochsensible zu übersehen – Arbeitsmarkt, Gleichbehandlung
5. Beiträge, die gesellschaftliche Verantwortung & Demokratie berühren Nicht direkt Grundgesetz, aber klar im Themenfeld Menschenrechte, Verantwortung, Öffentlichkeit.
Hochsensibilität im Dialog – gesellschaftliche Stimmen, Teilhabe
1. Tag der Hochsensibilität in Berlin – Sichtbarkeit, gesellschaftliche Anerkennung
Kurz gesagt, die KI findet in diesen Beiträgen zum Grundgesetz.
Du hast viele Beiträge, die eine Verbindung zum Grundgesetz haben – weil du immer wieder über Würde, seelische Unversehrtheit, Gleichbehandlung, Sichtbarkeit, Teilhabe, freie Entfaltung, Ausdruck, Berufsfreiheit schreibst. Das ist genau das Herz des Grundgesetzes.
Fazit
Hochsensibilität zeigt, wie wichtig Würde, Klarheit und seelische Unversehrtheit sind. Beim Lesen des Grundgesetzes und der Verordnungen habe ich gespürt, wie eng unsere Bedürfnisse als feinfühlige Menschen mit diesen Rechten verbunden sind.
Eine Freundlichkeitskette entsteht, wenn eine kleine Geste der Freundlichkeit weitergegeben wird und sich fortsetzt. Ein Lächeln, ein Danke, ein Miniimpuls, ein kurzer Moment echter Aufmerksamkeit – und jemand anders trägt diese Wärme weiter. So kann ein stilles Netz aus Verbundenheit entstehen. Die Tage werden heller gemacht. Freundlichkeit wirkt ansteckend. Unser Gehirn liebt positive Mikro‑Erlebnisse. Gute Gefühle verbreiten sich wie Wellen.
Ich hörte vor vielen Jahren das erste Mal durch Vera F. Birkenbihl von der Freundlichkeitskette. Mich wärmte und freute die Idee.Sie nannte das oft „Infizieren mit guter Laune“ oder „positive Viren“ – kleine, freundliche Handlungen, die sich weiterverbreiten, ohne dass man es erzwingen muss.
Meist grüße ich weiterhin Busfahrer und finde freundliche Worte an der Kasse beim Einkaufen. Ich gebe zu, dass es sonst nachgelassen hat. Es ist so oft ermüdend in Berlin, so selten auf offene aufmerksame Menschen zu treffen. Ja ich lasse mich anstecken von dem Verhalten der anderen. Schon verrückt, dass es mir da auffiel, dass im Supermarkt andere mich wahrnahmen und mir Platz machten. Mein Dank darüber freute sie. Eine hochsensible Coachingkundin war begeistert von dem Gedanken, wie wirksam und hilfreich Freundlichkeit ist. Das motiviert mich dazu, diesen Blog zu schreiben.
Vision einer Berliner Freundlichkeitskette
Am Morgen hält eine Frau am S‑Bahnhof einem Mann die Tür auf. Er ist hochsensibel, nimmt die Geste tief wahr und atmet zum ersten Mal an diesem Tag weicher.
Er bedankt sich warm und überlässt einer Mutter mit Kind seinen Sitzplatz.
Die Mutter lächelt überrascht und schenkt dem Fahrer beim Aussteigen ein freundliches „Danke fürs Fahren“
Der Busfahrer, sonst eher wortkarg, winkt einem Radfahrer an der Ampel großzügig durch. Der Radfahrer hebt die Hand, fährt weiter und hilft einer älteren Dame, ihren Einkauf hochzutragen.
Die Dame strahlt, und im Späti um die Ecke sagt sie zum Verkäufer: „Dit war aber nett heute.“ Der Verkäufer, selbst hochsensibel, fühlt sich gesehen und gibt der nächsten Kundin ein echtes Kompliment mit.
Eine Freundlichkeitskette ist wie ein stiller Strom durch die Stadt. Hochsensible sind darin oft die Verstärker: Sie spüren die Wärme tiefer, geben sie bewusster weiter und machen Berlin ein bisschen weicher. Man darf noch träumen auch in Berlin. Vielleicht kann ich ja anstecken.
Ich habe keine Vorurteile
Im Park in Pankow setzt sich eine ältere sehr elegant gekleidete Dame zu mir. Topp die Frisur und rosa Kunstnägel. Kilometerweit entfernt von meinem ungeschminkten pragmatischen Stil. Als sie dann noch sagt, dass sie am Kudamm lebt, landet sie im Schubkasten – typisch Wessi. Nein ich habe keine Vorurteile, Trotzdem reden wir miteinander. Und dann erfahre ich ihre Geschichte.
Geboren und aufgewachsen in Pankow. Der erste Versuch, in den Westen fliehen, missglückte und sie landete im Gefängnis. Dafür bekommt sie inzwischen die Opferrente nach dem SED‑Unrechtsbereinigungsgesetz. Beim 2. Mal gelang abenteuerlich die Flucht. Ihr Mann liegt inzwischen in Pankow auf dem Friedhof. Da möchte sie auch irgendwann beerdigt werden.
Bis dahin geht sie wöchentlich u.a. zum Friseur. Sie gibt zu, dass das einer ihrer Speens ist. Sie schenkt allen Menschen ein Lächeln und ihre Ernte an schönen Momenten ist groß. Ich gebe zu, dass ich es vernachlässigt habe, mit einem freundlichen Gesicht durch Berlin zu gehen. Sie reist furchtlos durch die Welt. Sie mag schwule Männer, weil die einen nicht antatschen. Ich genieße ihr Berliner Mundwerk. Wir kommen vom 100sten ins 1000sten. Stellen fest, dass wir beide etwas verrückt sind und das Anderssein tolerieren. Irgendjemand nannte mich vor Jahren mal Tolerantje. Wir fragen, erzählen und hören uns zu. Wir verabschieden uns einem dankbaren Lächeln mit kräftigem Händedruck für unsere Begegnung. Mal schauen, ob wir unser Gespräch mal fortsetzen. Und Nein, ich habe wirklich keine Vorurteile.“
Nach dieser überraschenden Begegnung im April 2026 teile ich wieder großzügiger mein Lächeln.
Ansteckend
Als ich über die Freundlichkeitskette schrieb, fiel mir plötzlich eine schöne Parallele auf: Vera F. Birkenbihl sprach von „positiven Viren“ – kleinen Gesten, die gute Laune weitertragen.
Ganz unabhängig davon habe ich mein Hörbuch „Ansteckend“ genau aus derselben Absicht heraus so genannt: weil meine Texte und Gedichte kleine Funken sind, die sich weiterverbreiten können. Worte, die wärmen. Worte, die ein Lächeln auslösen. Worte, die ansteckend wirken – im besten Sinn.
Diese Verbindung zu entdecken, hat mich gefreut. Zwei Wege, eine Idee: Freundlichkeit breitet sich aus. Gesten bei ihr. Worte bei mir. Und manchmal reicht ein einziger Satz, um etwas Helles weiterzugeben.
Fazit
Freundlichkeit wirkt leise, aber weit. Ein Lächeln, ein warmer Satz, ein kleiner Moment echter Aufmerksamkeit kann eine ganze Kette auslösen – gerade in einer Stadt wie Berlin. Hochsensible verstärken diese Impulse oft, weil sie Wärme tiefer spüren und bewusster weitergeben.
Vielleicht braucht es gar nicht viel: ein freundlicher Blick, ein offenes Wort, ein kleines Gedicht. Manches breitet sich aus, ohne dass wir es merken. Freundlichkeit ist ansteckend. Alles muss klein beginnen.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
Gebrauchsanleitung für den Umgang mit Hochsensiblen
Als ich das erste Mal davon hörte „Gebrauchsanleitung für Hochsensible“ schmunzelte ich über die Idee. Beim Schreiben ist mir das Lachen vergangen, weil ich die Folgeschäden bei mir und vielen hochsensiblen Menschen immer wieder erlebe. Ich wünsche mir ein achtsameres miteinander. Hier sind einige Ideen. Da wir facettenreich sind, gelten nicht alle Punkte für alle. Sie dienen als Auswahl für mehr Verständnis um mit Hochsensiblen in s Gespräch zu kommen. Es gibt leider noch so viel Vorbehalte, Unverständnis. Das Ausbrechen in Tränen nervt und überfordert.
Hunger macht mich wortarm, reizoffen und schneller erschöpft. Wenn ich sage „Ich brauche etwas zu essen“, dann ist das kein Luxus. Es ist Selbstregulation.
Ich bin sehr empathisch. Ich bin nicht verantwortlich für alle Gefühle im Raum. Auch wenn ich sie wahrnehme. Bitte erinnere mich daran, wenn ich beginne, zu viel zu tragen.
Ich brauche Struktur und eine Orientierung, was mich erwartet.
ich fühle intensiver, Nimm es ernst, ohne es groß zu machen.
Ich fühle nicht „zu viel“. Ich fühle einfach.
Im Restaurant brauche ich einen Sitzplatz, an dem ich mich wohl und sicher fühle.
Kritik braucht Achtsamkeit. Ich nehme Worte tief auf. Wenn du etwas ansprichst, tu es konkret, respektvoll und ohne Härte.
Lass mich bitte ausreden und beziehe dich auf das, was ich sage.
Reich mir bitte ein Taschentuch, wenn ich weine. Weinen ist ein heilsames Ventil.
Sag, was du meinst — und sag es liebevoll.
Smalltalk strengt mich an. Ich liebe tiefe und echte Gespräche.
So wie Blicke töten können, können wohlwollende warme mich entspannen.
Sprich bitte leise mit mir,
Überraschungen bitte nur in homöopathischen Dosen.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
Wir sind facettenreich. Mir sind inzwischen sehr viele Hochsensible mit vielseitigen Geschichten und Erfahrungen begegnet. Das Umfeld hat einen riesigen Einfluss. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Gebrauchsanleitung als Brücke wirken könnte. Ergänzungen und Fragen sind willkommen.
Am 07.05. 2026 wurden 20 Jahre Aktionsbündnis Seelische Gesundheit gefeiert. Seit 2019 biete auch ich im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit Veranstaltungen an. Ich bin begeistert wieviel Engagement es von zahlreiches Akteuren es gibt. Aus den Reden und der Podiumsdiskussion nehme ich aus der Fülle für mich mit:
Stigmatisierung entsteht – durch Fremdheit, Unwissen, Othering, Polarisierung, Geringschätzung oder schlichte Nichtbeachtung.
Ideen zur Entstigmatisierung wurden geteilt. Menschen sehen, verstehen und verbinden sich. Wenn Wissen Angst ersetzt. Wenn Sprache würdiger wird. Wenn Betroffene mitreden. Wenn wir als Gesellschaft Verantwortung übernehmen.
Es passiert viel, um psychische Erkrankungen sichtbarer zu machen.
ein Drittel der Bevölkerung ist psychisch belastet. Die Individualisierung nimmt zu. Wünschenswert ist eine seelenfreundliche Gesellschaft
Es wurde betont, wie wichtig Selbstregulation, zwischenmenschlicher Trost, Verbundenheit und Relatability sind.
Menschen brauchen wirkliche Begegnungen, Geschichten und echte Verbindungen,
Es stellten sich auch junge Menschen der Mutmachleute‑Initiative ihre Aktion und die dazugehörige Ausstellung vor. Ihre Präsenz war wichtig und berührend – sie machten sichtbar, wie mutig und kraftvoll die Stimmen der jungen Generation sind, wenn es um psychische Gesundheit und Entstigmatisierung geht.
Neu war für mich Selbststigmatisierung.
Der oft verletzende Sprachgebrauch („narzisstisch“, „toxisch“) kamen zur Sprache.
Genesungsexperten bringen in die Arbeit ihre eigenen Erfahrungen ein – und genau diese gelebte Praxis macht sie so wertvoll und glaubwürdig.
Vor einem leckeren Buffet gab es noch Genuss für die Ohren. Der Chor „Singing Shrinks“, schenkte uns 3 ihrer Lieder. Es ist weltweit der einzige Chor aus Fachleuten der Psychiatrie und Psychologie. „Creep“ von Radiohead berührte mich. Mein Englisch reicht nicht, um alles zu verstehen, deshalb ließ ich es mir übersetzen.
Erklärungen
Relatability bedeutet, dass sich Menschen in etwas wiederfinden können – in Worten, Geschichten, Gefühlen oder Erfahrungen. Kurz gesagt: Etwas ist „relatable“, wenn es in uns ein leises „Ja, genau so kenne ich das auch“ auslöst. Es schafft Nähe, Vertrauen und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Selbststigmatisierung heißt: Ich übernehme die abwertenden Bilder der Gesellschaft – und richte sie gegen mich selbst.“
Mental Health bedeutet seelische Gesundheit – also wie wir fühlen, denken, mit Stress umgehen und Beziehungen gestalten. Es beschreibt den inneren Zustand, der uns ermöglicht, klar zu denken, Gefühle zu regulieren und das Leben zu bewältigen.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
In dieses Kindergedicht verliebte ich mich in meiner Jugend. Ich lernte es auswendig und teile es immer wieder mit Menschen, für die Anders sein eine Herausforderung ist. Ich sehe hier eine Verbindung zur Stigmatisierung.
Deine Puppe fiel auf die Backe. Jetzt hat sie ‘ne Macke und jetzt sagst du „Kacke!“ Und: Aus ist‘s mit dem Schöngesicht! Nun wein mal nicht!
Um Macken und Wunden, um Narben und Schrunden, um Dellen und Beulen soll man nicht heulen. In einem Puppen-Großkaufhaus sieht eine wie die andre aus. Doch mit ‘ner Macke irgendwo am Kopf, am Bein oder Popo und mit ‘nem Riss im Seidenkleid ist sie eine Besonderheit.
Auch bei uns Menschen ist es so: Hast du ‘ne Macke, dann sei froh, dann kannst du hier auf Erden kaum mehr verwechselt werden!
Josef Reding 1929 bis 2020
Fazit
Die Logos berühren mich: Ich bin begeistert, wie breit und engagiert das Netzwerk für seelische Gesundheit heute ist. Jede Organisation bringt ihre eigene Stimme ein – gemeinsam entsteht ein starkes, sichtbares Zeichen für Offenheit, Mut und Verbundenheit. Diese Vielfalt macht Hoffnung. Sie zeigt: Wir sind viele. Wir stehen zusammen. Und wir bewegen etwas. Mich motiviert es, weiter zu machen, auch wenn es nicht so leicht ist.
Ich war ein freches und lustiges Kind (natürlich nicht durchgehend), Ich brachte immer gern Menschen zum Lachen. Ich war in der Schule der Klassenclown, nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern um die Schwere im Raum zu lösen. Mache ich heute noch so, aber es hat sich leider viel verändert. Immer wieder genieße und brauche ich die Erinnerung an das Positive. Das ist nicht so leicht, bei allem rundherum. Im Lockdown schrieb ich um mich an Begeisterung, Mut, Zuversicht uvm. zu erinnern.
„Zuversicht, geht grad nicht, oder doch gerade noch.“, „Zuversicht geht grad nicht oder doch, gerade noch, weitermachen es gibt wieder was zu lachen, Schwerkraft lässt sich überwinden Zuversicht heut wiederfinden.“ „Ich habe meinen Mut verloren, wo hatte ich ihn das letzte Mal.?“ (Wirksame Worte 2021) Mir fällt auf, dass es so viele Worte für Belastung gibt, so wenige für das Schöne. Unterwegs begegnen mir nur ganz selten positive Menschen. Gespräche drehen sich meist um Schweres. Seltener teilt jemand etwas Schönes. Ich fand gerade meine Unterlagen wieder über den Kurs zur Positiven Psychologie 2019. Ich möchte mich und mein Publikum wieder an das Positive erinnern.
Die Geschichte der Positiven Psychologie
Die Positive Psychologie entstand Ende der 1990er‑Jahre, als Martin Seligman– damals Präsident der American Psychological Association – einen Wendepunkt setzte. Er kritisierte, dass die Psychologie sich fast ausschließlich mit Leid, Störungen und Defiziten beschäftigte. Sein Anliegen war es, den Blick zu erweitern: Was lässt Menschen aufblühen? Was stärkt sie? Was gibt ihnen Sinn, Hoffnung und Verbundenheit?
Diese Haltung hat mich sofort angesprochen, denn genau solche Fragen energetisieren mich. Ich habe mich darin wiedergefunden: im Fokus auf Stärken, Sinn, Resilienz, gelingende Beziehungen, Dankbarkeit, Mitgefühl und Selbstwirksamkeit. Themen, die mir schon immer näher waren als das endlose Kreisen um das Schwere.
Mihaly Csikszentmihalyi (1934–2021) war einer der bedeutendsten Psychologen und Mitbegründer der Positiven Psychologie unserer Zeit und der Forscher hinter dem Flow‑Konzept. Sein großes Interesse galt einer Frage, die viele Menschen intuitiv kennen: Warum gibt es Momente, in denen wir völlig aufgehen in dem, was wir tun – und dabei tief erfüllt sind?
Aus jahrzehntelanger Forschung entwickelte er das Konzept des Flow: einen Zustand, in dem wir so konzentriert, vertieft und verbunden mit einer Tätigkeit sind, dass Zeitgefühl, Selbstzweifel und äußere Ablenkungen verschwinden. Wir sind ganz da, ganz bei uns, ganz im Tun.
Flow entsteht, wenn:
eine Aufgabe herausfordernd, aber machbar ist, klare Ziele vorhanden sind, wir unmittelbares Feedback bekommen, wir uns frei, sicher und getragen fühlen, Fähigkeiten und Anforderungen im Gleichgewicht sind
In diesem Zustand erweitern sich Kreativität, Problemlösefähigkeit und innere Ruhe. Csikszentmihalyi zeigte, dass Flow nicht nur angenehm ist, sondern ein zentraler Baustein für Wohlbefinden, Sinn und Lebenszufriedenheit.
In den 2000er‑Jahren entstanden weltweit Forschungsprogramme, Universitätslehrstühle und praktische Anwendungen – von Coaching über Pädagogik bis hin zu Gesundheitsförderung. Die Positive Psychologie wurde zu einer ernstzunehmenden Disziplin, die zeigt: Wohlbefinden ist nicht Zufall, sondern kann kultiviert werden.
Positive Emotionen – was sie bedeuten und warum sie wichtig sind
Positive Emotionen sind nicht einfach „gute Gefühle“. In der Positiven Psychologie gelten sie als Kraftquellen, die unser Denken erweitern, unser Nervensystem beruhigen und unsere Fähigkeit stärken, Beziehungen, Kreativität und Resilienz aufzubauen.
Barbara Fredrickson, eine der wichtigsten Forscherinnen, beschreibt sie als „Mikromomente des Aufblühens“. Dazu gehören Gefühle wie: Freude, Dankbarkeit, Interesse, Hoffnung, Gelassenheit, Inspiration, Verbundenheit, Liebe.
Diese Emotionen wirken nicht nur im Moment selbst. Sie haben einen Aufbau‑Effekt: Sie erweitern unsere Wahrnehmung, machen uns offener, klarer, kreativer und stärken langfristig unsere psychische und körperliche Gesundheit.
Meine Positive Poesie
Wenn ich schreibe, folge ich keiner Methode – und doch entdecke ich immer wieder, wie sehr meine Poesie mit den Grundideen der Positiven Psychologie verwoben ist. Ich schreibe über das, was Menschen stärkt: kleine Lichtblicke, Humor, Resonanz, Selbstmitgefühl und neue Perspektiven. Genau das spiegelt sich in den Rückmeldungen zu meinen Büchern wider.
Viele Menschen erzählen mir, dass meine Poesie für sie , Oasen, innere Kompasse oder kleine Anker im Alltag sind. Für mich ist das der Kern der Positiven Psychologie: Momente schaffen, die weiten, beruhigen, verbinden und Mut machen Mikromomente des Aufblühens.
In meinen Gedichten und Texten arbeite ich intuitiv mit dem, was die Forschung beschreibt – mit positiven Emotionen, Resonanz, Stärkenorientierung und Sinn. Ich merke, wie meine Worte Räume öffnen, in denen Menschen sich selbst wiederfinden, manchmal klar, manchmal überraschend neu. Positive Poesie
Mut verloren
by Antje Remke | Wirksame Worte
Verbindung zwischen Positiver Psychologie und Hochsensibilität
Positive Psychologie und Hochsensibilität berühren sich auf natürliche Weise. Die Positive Psychologie fragt: Was stärkt Menschen? Was lässt sie aufblühen? Was gibt ihnen Sinn, Verbundenheit und innere Stabilität? Hochsensible Menschen nehmen genau diese Bereiche intensiver wahr: Stimmungen, Feinheiten, Resonanz, Bedeutung.
Dadurch entsteht eine besondere Nähe:
Positive Emotionen wirken bei Hochsensiblen oft tiefer und können das Nervensystem beruhigen.
Stärkenorientierung hilft ihnen, ihre Sensibilität nicht als Belastung, sondern als Ressource zu sehen.
Sinn und Werte sind für viele Hochsensible zentrale Orientierungspunkte – genau hier setzt die Positive Psychologie an.
Resonanz und Verbundenheit sind für HSP essenziell, und die Positive Psychologie beschreibt sie als Grundpfeiler menschlichen Wohlbefindens.
Selbstmitgefühl und Selbstwirksamkeit unterstützen Hochsensible darin, sich nicht zu überfordern und ihre Kraft bewusst einzusetzen.
Für hochsensible Menschen wird die Positive Psychologie damit zu einem Ansatz, der nicht regulieren oder „robuster machen“ will, sondern das Feine, Tiefe und Resonante als Stärke würdigt. Sie zeigt Wege, wie Sensibilität zu innerer Stabilität, Klarheit und Lebensfreude beitragen kann.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
Wenn ich zu Lesungen oder Vorträgen eingeladen werde
Wenn sich andere bei mir bedanken
Wenn ich gesehen werde
Wenn Menschen wirklich zuhören und Interesse haben
Wenn ich durch Austausch wieder erinnert werde, was ich bereits weiß
Wenn ich Kurse, Vorträge und Kurse vorbereite
Wenn ein neuer Blogbeitrag wächst
Wenn mich andere an Positives erinnern und mich zum Schreiben inspirieren.
Ich habe keine Vorurteile
„Im Park in Pankow setzt sich eine ältere sehr elegant gekleidete Dame zu mir. Topp die Frisur und rosa Kunstnägel. Kilometerweit entfernt von meinem ungeschminkten pragmatischen Stil. Als sie dann noch sagt, dass sie am Kudamm lebt, landet sie im Schubkasten – typisch Wessi. Nein ich habe keine Vorurteile, Trotzdem reden wir miteinander. Und dann erfahre ich ihre Geschichte.
Geboren und aufgewachsen in Pankow. Der erste Versuch, in den Westen fliehen, missglückte und sie landete im Gefängnis. Dafür bekommt sie inzwischen die Opferrente nach dem SED‑Unrechtsbereinigungsgesetz. Beim 2. Mal gelang abenteuerlich die Flucht. Ihr Mann liegt inzwischen in Pankow auf dem Friedhof. Da möchte sie auch irgendwann beerdigt werden.
Bis dahin geht sie wöchentlich u.a. zum Friseur. Sie gibt zu, dass das einer ihrer Spleens ist. Sie schenkt allen Menschen ein Lächeln und ihre Ernte an schönen Momenten ist groß. Ich gebe zu, dass ich es vernachlässigt habe, mit einem freundlichen Gesicht durch Berlin zu gehen. Sie reist furchtlos durch die Welt. Sie mag schwule Männer, weil die einen nicht antatschen. Ich genieße ihr Berliner Mundwerk. Wir kommen vom 100sten ins 1000sten. Stellen fest, dass wir beide etwas verrückt sind und das Anderssein tolerieren. Irgendjemand nannte mich vor Jahren mal Tolerantje. Wir fragen, erzählen und hören uns zu. Wir verabschieden uns einem dankbaren Lächeln mit kräftigem Händedruck für unsere Begegnung. Mal schauen, ob wir unser Gespräch mal fortsetzen. Und Nein, ich habe wirklich keine Vorurteile.“ 20.04.2026
Seit dieser Begegnung gehe ich wieder mit mehr Offenheit durch Berlin und ich werde belohnt. Scherzhaft erklärte ich es früher manchmal so: Ich bin aus rein egoistischen Gründen ein freundlicher Mensch, da ich mir positive Reaktionen erhoffe.
Fazit
Für mich verbindet die Positive Psychologie genau das, was ich als hochsensibler Mensch brauche: Sinn, Stärken, Resonanz und Zuversicht. Sie erinnert mich daran, dass Leichtigkeit kein Zufall ist, sondern etwas, das wir pflegen können – im Denken, im Fühlen und im Alltag. Meine Hochsensibilität ist dabei kein Hindernis, sondern ein Zugang: zu Tiefe, zu Bedeutung, zu feinen Nuancen. Und die Positive Psychologie gibt mir Worte und Konzepte für das, was ich schon lange intuitiv lebe – im Schreiben, im Begleiten, im Humor und in den kleinen Momenten des Aufblühens. Beides zusammen zeigt mir: Es gibt immer wieder etwas zu entdecken, zu fühlen, zu hoffen – und manchmal reicht ein einziger Satz, um die Schwerkraft ein Stück zu überwinden.
2001 lernte ich die Suggestopädie durch eine Ausbildung kennen. Beim Durchblättern der Unterlagen fand ich Verbindungen zur Hochsensibilität, meiner Art der Wissensvermittlung, meiner Art mir Sachen zu merken und meiner Art zu schreiben. Diese Zusammenhänge faszinieren mich. Bei der Recherche half mir die KI. Weiter unten zeige ich meine Verbindung.
Was ist Suggestopädie?
Suggestopädie ist eine lernfreundliche Methode, die mit Musik, Bildern, Geschichten und einer entspannten Atmosphäre arbeitet, um Lernen leichter, tiefer und stressfreier zu machen. Sie verbindet kognitive Inhalte mit Emotionen, Sinnlichkeit und inneren Bildern – dadurch wird Lernen nicht nur effektiver, sondern auch angenehmer und nachhaltiger.
Verbindung zwischen Suggestopädie und Hochsensibilität
ist erstaunlich eng – fast so, als wären beide füreinander gemacht. Wenn man sie zusammendenkt, entsteht ein Lernraum, der sanft, tief, multisensorisch und nervensystemfreundlich ist. Genau das, was viele hochsensible Menschen brauchen, um wirklich aufzublühen.
Suggestopädie arbeitet mit Sinnlichkeit – HSP nehmen Sinnlichkeit intensiver wahr. Suggestopädie nutzt: Musik, Farben, Bilder, Geschichten und Atmosphäre. Hochsensible Menschen verarbeiten Reize tiefer und feiner. → Das heißt: Die suggestopädische Lernumgebung wirkt bei ihnen besonders stark – im positiven wie im herausfordernden Sinn.
Verbindung: HSP profitieren enorm von ästhetischen, stimmigen Lernräumen, weil sie sich dort sicherer und aufnahmefähiger fühlen.
Suggestopädie setzt auf emotionale Resonanz – HSP lernen über Resonanz Suggestopädie weiß: Emotion + Bedeutung = nachhaltiges Lernen. Hochsensible Menschen haben eine starke emotionale Wahrnehmung, ein tiefes Bedürfnis nach Sinn und eine hohe Resonanzfähigkeit. Suggestopädie trifft genau diesen Kanal.
Verbindung: HSP lernen besonders gut, wenn Inhalte emotional eingebettet sind – Geschichten, Bilder, Metaphern, Musik.
Suggestopädie reduziert Stress – HSP brauchen Nervensystem‑Sicherheit. Suggestopädie arbeitet mit: Entspannung, angenehmer Atmosphäre, humorvollen Elementen und spielerischen Zugängen HSP geraten bei klassischem Frontalunterricht schnell in Übererregung. Suggestopädie dagegen beruhigt und öffnet.
Verbindung: Ein entspanntes Nervensystem ist für HSP die Voraussetzung für Lernen – und genau das schafft Suggestopädie.
Suggestopädie nutzt Bilder und Metaphern – HSP denken bildhaft Suggestopädie arbeitet mit Symbolen, inneren Bildern, Geschichten, Rollen und Visualisierungen Hochsensible Menschen haben oft ein ausgeprägtes inneres Bilddenken.
Verbindung: Metaphorische Zugänge sind für HSP nicht nur angenehm, sondern ihr natürlicher Denkstil.
Suggestopädie ist ganzheitlich – HSP verarbeiten ganzheitlich Suggestopädie verbindet: Körper, Emotion, Kognition und Kreativität. HSP verarbeiten Informationen tief, vernetzt und ganzheitlich.
Verbindung: Suggestopädie entspricht der Art, wie HSP ohnehin denken und fühlen.
Suggestopädie schafft genau die Lernbedingungen, die hochsensible Menschen brauchen: sicher, ästhetisch, resonant, spielerisch, tief. Hochsensible Menschen bringen genau die Fähigkeiten mit, die Suggestopädie nutzt: Bilddenken, Empathie, Resonanz, Kreativität, Tiefenverarbeitung.
Was ist metamorphisches Denken
Metaphorisches Denken ist im Kern die Fähigkeit, eine Sache durch das Bild einer anderen Sache zu verstehen. Es verbindet zwei Bereiche, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben – und genau dadurch entsteht Bedeutung, Tiefe, Erkenntnis.
Was metaphorisches Denken ausmacht
Über Bilder zu denken statt über Fakten. (Nicht: „Ich bin erschöpft“, sondern: „Mein inneres Feuer ist nur noch eine Glut.“)
Komplexes in etwas Einfaches zu übersetzen. (Ein Konflikt wird zu einem „Knoten“, der sich lösen lässt.)
Unsichtbares sichtbar zu machen. (Trauer wird zu „Wellen“, die kommen und gehen.)
Emotionen in Form zu bringen. (Unsicherheit wird zu „Nebel“, der sich lichtet.)
Distanz zu schaffen, sodass man über Schwieriges sprechen kann, ohne überwältigt zu werden. (Gerade in sensiblen Kontexten – du nutzt das intuitiv in deiner Arbeit.)
Warum Metaphern so kraftvoll sind
Metaphern wirken, weil sie:
das Nervensystem beruhigen (Bilder sind weniger bedrohlich als direkte Aussagen)
Selbstzugang ermöglichen („So fühlt es sich an…“)
Resonanz erzeugen (Menschen erkennen sich in Bildern wieder)
kreative Lösungen öffnen (Wenn etwas ein „Weg“ ist, kann man ihn auch anders gehen)
Ambivalenzen halten können (Ein Bild darf widersprüchlich sein)
Wie metaphorisches Denken entsteht
Es ist keine Technik, sondern eine innere Haltung:
Du schaust auf das Wesentliche, nicht auf die Oberfläche.
Du spürst Atmosphären, nicht nur Inhalte.
Du denkst in Zusammenhängen, nicht in Einzelteilen.
Du lässt Bilder auftauchen, statt sie zu konstruieren.
Was sind Methaphern?
Metaphern sind sprachliche Bilder, die etwas Unsichtbares, Komplexes oder Gefühltes greifbar machen. Sie verbinden Wissen mit Emotionen – genau das, was in der Suggestopädie so wirksam ist.
Eine Metapher sagt nicht nüchtern „Ich bin überfordert“, sondern: „Mein Kopf ist voller Zettel.“
Sie öffnet innere Bilder, erleichtert Zugang zu Inhalten und schafft Resonanz – besonders für hochsensible Menschen, die feine Nuancen stark wahrnehmen.
Ja ich spinne
by Antje Remke | Wirksame Worte
Beispiele:
Bei meinen Lesungen im Seniorenheim lade ich mein Publikum immer wieder ein, bei meinen Gedichten den passenden Reim zu finden – sie genießen es, mitzudenken. Wir lachen herzlich, wenn ein Vorschlag danebenliegt, und freuen uns umso mehr, wenn er genau trifft.
Crossover
Frage: als welches Tier möchte ich alt werden? Meine Antwort: Als farbenfrohes Zebra
Frage: als welche Pflanze siehst du dich? Meine Antwort eine Pfefferminze
Ich genieße es, Blogbeiträge erst zu schreiben und diese zu gestalten.
Ich gestalte PowerPoint Präsentationen mit eigenen und auch generierten Fotos
Ich liebe es originell. Wortkreationen zum Beispiel von der BSR
Ich liebe Kinderbücher. Da gibt es Bilder, Text und meist Geschichten von Außenseitern, die zum Ende oft eine Lösung finden.
Ich poste auf Instagram sowohl Events, als auch Dinge die ich entdecke.
Ich sorge für ruhige wohlwollende und vertrauensvolle Atmosphäre und reagiere darauf an anderen Orten.
Ich teile Lieder. Eine Kundin musste bei Gabrielas Song stundenlang zu Hause weinen. Sie fühlte sich stark verbunden und ihre Trauer fand so auch ein Ventil.
Im Coaching und bei Kursen nutze ich meine Poesie als Tool.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
Für mich zeigt sich immer deutlicher: Suggestopädie und Hochsensibilität gehören zusammen. Als ich 2001 damit in Berührung kam, verstand ich plötzlich vieles an mir selbst besser – meine Art zu lernen, zu vermitteln, zu erinnern und zu schreiben. Ich arbeite intuitiv mit Bildern, Atmosphäre, Humor, Musik und kleinen Geschichten – genau den Elementen, die die Suggestopädie nutzt. So entsteht für mich ein Lernraum, der leicht, tief und nervensystemfreundlich ist. Ein Raum, in dem Sensibilität nicht bremst, sondern trägt. Und genau solche Räume gestalte ich heute bewusst weiter.
Ich liebe Wortkreationen. Gerade las ich Netiquette. Das weckte meine Neugierde. Netiquette steht für Regeln für respektvolles Verhalten im Internet. Der Begriff setzt sich aus Net (Internet) und Etikette (Umgangsformen) zusammen.
Was Netiquette genau ist
Netiquette beschreibt empfohlene Verhaltensregeln für die Kommunikation im digitalen Raum – also in Chats, sozialen Medien, E‑Mails, Foren oder Kommentaren. Sie ist nicht gesetzlich bindend, aber sie sorgt dafür, dass Online‑Gespräche freundlich, klar und sicher bleiben.
Die wichtigsten Grundprinzipien der Netiquette
Diese Regeln tauchen in fast allen Netiquette‑Leitfäden auf:
Höflich und respektvoll bleiben – auch bei Meinungsverschiedenheiten. (Online gelten dieselben Umgangsformen wie im echten Leben.)
An den Menschen hinter dem Bildschirm denken – Worte wirken online oft härter.
Sachlich bleiben und nicht beleidigen – Beleidigungen können sogar strafbar sein.
Lesen, bevor man antwortet – Missverständnisse vermeiden.
Andere Meinungen akzeptieren – Diskussion statt Eskalation.
Privatsphäre respektieren – keine Daten anderer veröffentlichen.
Eigene Privatsphäre schützen – bewusst teilen, was sichtbar sein darf.
Keine Großbuchstaben für ganze Sätze – das wirkt wie „Anschreien“.
Keine Spam‑Beiträge oder Werbung – stört die Kommunikation.
Quellen nennen, wenn man Informationen teilt.
Hintergrund
Die Netiquette entstand ursprünglich im Usenet und wurde später auf alle digitalen Kommunikationsformen übertragen. Ein frühes, weithin anerkanntes Dokument ist RFC 1855, das Hinweise zu Diskussionskultur und technischem Verhalten gibt.
Umgangsformen digital und analog
Die Netiquette ist für mich viel mehr als ein Regelwerk für das Internet. Als ich die Regeln entdeckte, fand ich ich Vebindungen zu dem, worüber ich mir seit Jahren schreibend Gedanken mache: über Umgangsformen, Kommunikation, Respekt und die Art, wie wir miteinander umgehen. Ich freue mich über einige Parallelen zu meinen (un)veröffentlichen Texten, die ich hier teile.
Neue Regeln 2025
Behalte immer deine Smartphone im Blick.
Bezieht euch auf keinen Fall auf das, was jemand anderes erzählt, redet immer nur von euch.
Bitte und Danke sind streng verboten.
Bloß nicht lächeln, das könnte anstecken.
Fallt anderen ununterbrochen ins Wort.
Guckt euch nicht an.
Kommt auf jeden Fall unpünktlich und entschuldigt euch nicht dafür.
Macht keine Komplimente, das fördert für Unwohlsein.
Nehmt niemals Rücksicht aufeinander.
Perfektioniert euch im Beleidigtsein.
Reagiert am besten nie auf Fragen.
Redet aggressiv von Horrorszenarien.
Sagt Verabredungen einfach kurzfristig ab.
Sei beleidigt, dann müssen sich die anderen etwas einfallen lassen.
Teilt Destruktives, dass garantiert schlechte Stimmung.
Übernehmt nie Verantwortung.
Übt euch in inkongruenten Verhalten.
Vermeidet es, den Standpunkt des anderen verstehen zu wollen.
Versprecht Sachen, die ihr nicht haltet.
Worte und Mimik dürfen niemals zusammen passen.
Spektakulär 2025
Die Kraft des Lächelns wurde wieder entdeckt.
Es wurde erwiesen, dass Lachen ansteckt.
Menschen begegnen sich wohlwollend.
Menschen gehen offen durch die Welt und können nicht genug davon bekommen.
Menschen zeigen Interesse aneinander und sind überrascht, was sie lernen.
Sie gönnen einander wieder Gutes.
Sie haben einander im Blick.
Sie lassen ihren Tränen freien Lauf und finden Trost.
Sie nehmen sich Zeit einander zuzuhören.
Wirkung der Komplimente erforscht und an Versuchspersonen erfolgreich getestet.
Düstere Aussichten Crossover 2022
Die Menschen perfektionierten sich darin, sich das Leben schwer zu machen. Es gab da verschiedene Disziplinen. Beliebt war es, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Immer vom Schlimmsten ausgehen war auch verbreitet. Höflich miteinander umgehen, ging gar nicht mehr. Sich wirklich in die Augen zu schauen, kam auch nicht mehr vor. Angesagt war das Kommunizieren ausschließlich von Destruktivem. Auf keinen mal ehrlich teilen, wie es einem wirklich geht.
Die Menschen stellten sich selbst und andere nicht mehr die Frage. Reagieren auf Wünsche selbstverständlich total verpönt, wäre ja noch schöner, dem anderen einen Gefallen zu tun. Alle lebten isoliert und bewegten sich schwerfällig durch die Zeit. Sie vergaßen, was Spaß machte. Die Bereitschaft, einander zu verstehen, war erloschen. Wer es am längsten mit Schweigen und Ignorieren aushielt, galt als Held.
Nur ganz wenige Menschen hielten sich nicht an die Regeln und verwirrten die Massen mit ihrem Verhalten. Ob sie was ausrichten können?
360 Standpunkte Wirksame Worte 2021
360 Standpunkte gleichmäßig auf einen riesigen Teigkreis verteilt. Ist das ein Gewusel. Ich umringt von ihnen. Reden durcheinander, einer lauter als der andere. Manche haben Megafone mitgebracht. Furchtbar. Und ich keine Ohrenschützer dabei. Als ich dem Auftrag zur Mediation vor 2 Tagen zustimmte, hatte ich keine Ahnung, auf was ich mich da einließ. Und jetzt das. Und nur unter uns, Mediator war ich erst seit einem Monat. Bitte mich nicht verraten.
Wo anfangen? Die Standpunkte feuerten nur so Beleidigungen und Vorwürfe herum. Wie mir Gehör verschaffen? Mein Puls raste, ich spürte wie meine Angst Flecken grösser und grösser wurden. Der Schweiß lief mir den Rücken runter. Panik Panik und auf einmal war er – der ersehnte Gedankenblitz, der mir eine Idee sandte. Ob es funktionieren würde?
Ich guckte mich um und blickte auf einmal in die weisen, liebevollen verstehenden Augen eines Standpunktes. Es zog mich an und auch er bewegte sich ein Stück auf mich zu, ganz langsam und bedächtig. Er war auch nicht mehr der Jüngste. Flüsternd teilte ich meinen Plan mit. Er schmunzelte und nickte mir begeistert zu. „Stille Post“ schrieb ich auf ein großes Blatt Papier. Nur die nächsten Standpunkte konnten das lesen. Manche streckten neugierig die Köpfe zu uns. Manche ahnten was. Um uns herum wurde es endlich etwas leiser. Ein in frischen Sommerfarben gekleideter Standpunkt winkt mir freudig zu. Okay der sollte es also sein.
Ich flüsterte ihm etwas ins Ohr, nur 3 Worte. Er strahlte und ging auf einen Nachbarn zu. Auch seine Augen leuchteten und so ging es langsam im Kreis herum. Die Megafone verstummten, die Wartenden spürten die Veränderung. Stiller und stiller wurde es. Bei manchen sah ich Tränen in den Augen. Ich musste mich selbst auch sehr beherrschen.
Und dann ein letztes Mal. Unser sommerfrischer Standpunkt, der den Auftrag kannte, war gespannt wie ein Flitzebogen, was die Nachbarn sagen würde. Die Blicke aller anderen waren auf ihn gerichtet. Er riss die Arme wonach oben und jubelte. Die Übertragung hatte auf dem langen Weg fehlerfrei funktioniert.
Ich selbst erschöpft und zufrieden wie schon lange nicht mehr mit mir. Ach die 3 Worte noch. Okay ich verrate euch das Geschenk meines Geistesblitzes.
Erfahrungen aus vielen Abschieden zeigen: Hochsensible finden tröstliche Wege, wenn sie ihrer Intuition folgen. Diese Seite sammelt Mut, Inspirationen und persönliche Beispiele, die ermuntern, Abschiede auf die eigene, stimmige Weise zu gestalten
Beim Lesen der Regeln nickte ich zustimmend und entspanne mich. Was für ein Geschenk. Diese Regeln sind leider aus der Mode gekommen. Sprache kann gerade Hochsensible sehr stressen, verletzen und verunsichern.
Klare, respektvolle und achtsame Kommunikation kann Sicherheit schenken kann. Für mich ist die Netiquette eine Weg, zu einem friedlichen wohlwollenden Miteinander. Ich hoffe, dass sich die Regeln großflächig verbreiten.
Bei der ersten Beerdigung war ich 12. Da starb mein Opa. Die Trauerrede hielt ein Pfarrer, der uns vertraut war. Eine persönliche und warme Ansprache richtete sich an meinen Bruder und mich. Ich habe sie noch. Inzwischen war ich über 20 Mal bei sehr unterschiedlichen Beisetzungen dabei. Ich hielt 4 Trauerreden. Die letzte für unseren Vater. Mehr dazu gibt es hier. Seitdem bin ich im Austausch (vor allen mit Hochsensiblen) über die vielseitigen Erfahrungen in der Gestaltung vom Abschied. Ich möchte mit unseren Beispielen ermutigen, dem Bauch zu vertrauen, auch wenn es für das Umfeld oft erstmal befremdlich ist. Viele erzählen von positiven Reaktionen. Ich entschiede mich für die ICH oder WIR Perspektive.
Ich war auch wieder zu Gast im Sensiblen Podcast mit Jennifer Kersten zum Thema Hochsensibilität und Trauer.
Was wir etwas anders machten
„Uns war es wichtig, den Verstorbenen nochmal zu sehen, ihn zu berühren, um zu begreifen, dass er tot ist.“
„Ich hatte ein Wochenende den Zugang zum Aufbewahrungsraum, um mich in Ruhe zu verabschieden. Ich fotografierte ihn, und spielte laut unser Lieblingslied ab.“.
„Er liebte Whisky, Wir stießen im Friedwald auf ihn an. Er bekam auch ein Glas noch ins Grab.“
„Auf dem Sarg stand ein Bierglas, als er zum Lied Trink, trink Brüderlein trink, lass doch die Sorgen zu Haus hinabgelassen wurde.“
„Ich verbánd mit ihm Rosinen und er bekam welche mit ins Grab.“
„Wir haben seine Urne gemeinsam getöpfert.“
„Wir haben die Trauerschleife individuell gestaltet.“
„Wir fanden ein Bestattungsunternehmen, dass uns die Urne gab und wir entschieden, wo die Asche verstreut wird.“
„Ich habe die Urne meines Mannes zu Hause.“
„Wir teilten während der Trauerfeier Zettel mit der Bitte, Erinnerungen an die Verstorbene zu teilen.“
„Ich sammelte vorab Erinnerungen und ließ sie in die Rede mit einfließen.“
„Es war eine sehr berührende Trauerfeier und Dank dir, auch mit viel Schalk und Herzlichkeit, auch wenn sicher nicht alles eitel Sonnenschein war. Ein Mensch und doch so vielseitig. Viele schöne Erinnerungsgeschichten wurden da zusammen getragen. Danke dir für diese etwas andere Möglichkeit einer Trauerfeier.“
Um Mithilfe wird gebeten
Weitere Erfahrungen sind willkommen. Entweder in den Kommentaren oder als Nachricht, wenn ich sie anonym veröffentlichen soll.
Erfahrungen aus vielen Abschieden zeigen: Hochsensible finden tröstliche Wege, wenn sie ihrer Intuition folgen. Diese Seite sammelt Mut, Inspirationen und persönliche Beispiele, die ermuntern, Abschiede auf die eigene, stimmige Weise zu gestalten
Viele hochsensible Menschen tragen eine enorme Stärke in sich: Tiefgang, Empathie, Genauigkeit, Kreativität, Verantwortungsgefühl. Und gleichzeitig erleben sie den Arbeitsmarkt oft als Ort, der zu laut, zu schnell, zu fordernd oder zu widersprüchlich ist. Besonders dann, wenn jemand seit Jahren nicht mehr im Arbeitsleben war, entsteht ein Gefühl von Unsicherheit: Wo gehöre ich hin? Was kann ich noch? Was ist realistisch? Und wie schaffe ich den Wiedereinstieg, ohne mich zu überfordern?
Gut zu wissen
Das Coaching kann für Sie komplett kostenfrei sein. Wenn das Jobcoaching über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit gefördert wird, ist die Teilnahme für Kund*innen vollständig kostenfrei. Der AVGS kann unkompliziert beantragt werden — hier sind weitere Details.
Warum ein spezielles AVGS Coaching für Hochsensible?
Hochsensibilität ist keine Schwäche und keine Diagnose – aber sie beeinflusst, wie Menschen arbeiten, denken, fühlen und Entscheidungen treffen. Viele meiner Coachees berichten:
„Ich fühle mich schnell überfordert.“
„Ich nehme zu viel wahr.“
„Ich zweifle an mir, obwohl ich eigentlich viel kann.“
„Ich weiß nicht, welcher Job wirklich zu mir passt.“
„Ich habe Angst, wieder in alte Muster zu rutschen.“
Ein klassisches Jobcoaching greift hier oft zu kurz. Hochsensible brauchen einen anderen Zugang: mehr Ruhe, mehr Tiefe, mehr Verständnis für innere Prozesse – und weniger Druck.
Was kann das Ziel eines Jobcoachings sein?
Die Ziele sind so individuell wie die Menschen, die zu mir kommen. Häufig geht es um:
Selbstvertrauen zurückgewinnen nach langer Arbeitslosigkeit
Stärken sichtbar machen, die oft überdeckt sind
berufliche Orientierung: Welche Tätigkeiten passen zu meiner Sensibilität?
Überforderung reduzieren und innere Stabilität aufbauen
realistische Perspektiven entwickeln, die nicht überfordern
Bewerbungsunterlagen, die authentisch und professionell wirken
Vorbereitung auf Gespräche, ohne sich zu verstellen
ein berufliches Selbstbild, das trägt und stärkt
Viele hochsensible Menschen brauchen nicht „mehr Aktivierung“, sondern mehr Klarheit. Nicht mehr Druck, sondern mehr Selbstwirksamkeit.
Hochsensible bringen wertvolle Kompetenzen in die Arbeitswelt – doch fehlendes Verständnis führt zu Stress, Ausfällen und hohen Kosten. Der Beitrag zeigt, warum Sensibilität ein Wirtschaftsfaktor ist und wie Unternehmen Bedingungen schaffen können, in denen Hochsensible aufblühen.
Weil ich die innere Logik der Hochsensibilität kenne. Ich weiß, wie es ist, wenn:
Reize zu viel werden
Perfektionismus blockiert
Selbstzweifel laut werden
alte Erfahrungen nachwirken
sich nicht verstanden zu fühlen
nicht ernst genommen zu werden
man sich fragt, ob man „zu empfindlich“ ist
Ich arbeite achtsam, strukturiert und ohne Überforderung. Ich nehme Zwischentöne wahr. Und ich helfe Menschen, ihre Sensibilität nicht als Hindernis zu sehen, sondern als Kompetenz. Gerade nach mehreren Jahren ohne Arbeit ist es entscheidend, dass jemand nicht nur „aktiviert“, sondern verstanden wird.
Wie läuft das Coaching ab?
Erstgespräch und Zielklärung
Stärkenanalyse und biografische Reflexion
Erarbeitung passender Tätigkeitsfelder
Umgang mit Stress, Reizüberflutung und Unsicherheiten
Strukturaufbau und kleine Schritte
Bewerbungscoaching, wenn gewünscht
Begleitung im eigenen Tempo
Das Coaching findet in Berlin Pankow oder online statt.
Für wen ist das Coaching geeignet?
Für Menschen, die:
seit langer Zeit nicht arbeiten
sensibel, feinfühlig oder introvertiert sind
sich im Arbeitsleben oft fehl am Platz fühlten
unter Ängsten, Erschöpfung oder Selbstzweifeln leiden
neue berufliche Wege suchen
Unterstützung brauchen, um wieder Mut zu fassen
Fazit: Hochsensibilität braucht einen eigenen Raum
Ein Jobcoaching für hochsensible Menschen ist kein „Spezialprogramm“, sondern eine notwendige Form der Unterstützung, die die Realität dieser Menschen ernst nimmt. Es schafft einen Raum, in dem Entwicklung möglich wird – ohne Druck, ohne Überforderung, aber mit Klarheit, Struktur und echter Stärkung.
Warum Fachleute mehr Wissen über Hochsensibilität brauchen
Was fehlt, wenn Fachkräfte nicht lernen, Hochsensibilität zu erkennen? Mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Seit 2015 weiß ich, dass ich hochsensibel bin – und seitdem erlebe ich in Coaching, Supervisionen, Fortbildungen für Tagesmütter und Kitas, in Schulen, Elternakademien, Hochschulen und Volkshochschulen immer wieder dasselbe Muster: Hochsensible Kinder, Jugendliche und Erwachsene begegnen uns überall, doch in Ausbildung und Studium kommt das Thema kaum vor.
In Kitas, Schulen, Kliniken, Beratungsstellen und Praxen arbeiten engagierte Menschen, die täglich mit hochsensiblen Persönlichkeiten zu tun haben – ohne je gelernt zu haben, woran man sie erkennt, was sie brauchen und wie man Überforderung vermeidet. Das führt zu Missverständnissen, unnötigen Konflikten und zu Belastungen auf beiden Seiten.
Dass Hochsensibilität in pädagogischen und therapeutischen Kontexten noch immer kaum eine Rolle spielt, ist kein kleines Detail. Es prägt Biografien. Menschen, die sich nie gesehen fühlten, lernen auch nicht leicht, andere zu sehen. Und es kostet: Kraft, Zeit, Nerven – und manchmal die Freude an der Arbeit mit kleinen und großen Menschen.
Dieser Beitrag zeigt, warum sich das dringend ändern muss.
Was passiert, wenn Fachkräfte Hochsensibilität nicht kennen?
1. Fehlinterpretationen Hochsensibilität wird verwechselt mit:
ADHS
Autismus
Trotz
Schüchternheit
Vermeidungsverhalten
mangelnder Belastbarkeit
Das führt zu falschen Zuschreibungen und unnötiger Pathologisierung.
2. Überforderung auf beiden Seiten Fachkräfte verstehen das Verhalten nicht – hochsensible Kinder und Erwachsene fühlen sich falsch, schwierig oder „zu viel“.
3. Verletzungen, die sich ein Leben lang fortsetzen Ein scharfer Satz, ein übersehenes Bedürfnis, ein zu lauter Raum, ein ungeduldiger Blick – all das prägt bei Hochsensiblen tiefer.
4. Stille Kinder werden übersehen Sie melden sich nicht. Sie stören nicht. Sie funktionieren. Und genau deshalb erkennt niemand, wie viel sie innerlich leisten.
5. Lernfreude geht verloren Ohne passende Bedingungen entstehen Stress, Rückzug, Leistungsabfall und Selbstzweifel.
6. Erwachsene landen später in Therapie – wegen früher Missverständnisse Nicht, weil sie „krank“ sind, sondern weil sie nie verstanden wurden.
Ein Fachartikel über Hochsensibilität im Dialog: Perspektiven von Hochsensiblen, Expert*innen, Angehörigen und Psychiatrieerfahrenen. Mit Geschichte, Merkmalen, Herausforderungen, Stärken und Impulsen für ein besseres Verständnis, sichere Räume und unterstützende Begleitung
Was sind die Folgen, wenn Fachkräfte HSP nicht kennen und ernst nehmen?
1. Biografische Brüche Unwissen über Hochsensibilität prägt Lebenswege – oft über Jahrzehnte.
2. Scham und Selbstabwertung Viele Betroffene entwickeln früh das Gefühl: „Mit mir stimmt etwas nicht.“
3. Beziehungsschäden Wenn Fachkräfte nicht verstehen, warum jemand weint, dichtmacht oder überfordert wirkt, entstehen Abwertung, Druck und Distanz statt Verbindung.
4. Erschöpfung und Burnout – bei Betroffenen und Fachkräften Hochsensible brauchen andere Rahmenbedingungen. Fachkräfte brauchen Wissen, um nicht selbst auszubrennen.
5. Verpasste Potenziale Hochsensible bringen enorme Ressourcen mit – Wahrnehmungsschärfe, Empathie, Beziehungsfähigkeit. Ohne Wissen darüber bleiben diese Stärken unsichtbar.
Warum dieses Wissen in Ausbildung & Studium fehlt – und warum das ein Problem ist
In Erzieherinnen‑Ausbildung, Pädagogik, Sozialarbeit, Therapie und Medizin kommt Hochsensibilität kaum vor. Dabei begegnen Fachkräfte hochsensiblen Menschen jeden Tag:
in Kitas
in Schulen
in Jugendhilfe
in Beratung
in Therapie
in Medizin
in Familienarbeit
Ohne Grundlagenwissen entstehen Missverständnisse, Überforderung und unnötige Konflikte.
Zart im Herz – Akademie für Hochsensibilität (Online) Weiterbildungen für Coaches, Pädagoginnen, Therapeutinnen; HSP‑Coach‑Ausbildung. https://www.zartimherz.de
Deutscher Fachverband Hochsensibilität (DFH) Fachtage, Workshops, Fortbildungen für psychosoziale Berufe. https://www.dfh-verband.de
HSP‑Akademie (Online) Praxisorientierte Weiterbildungen für Beratung, Coaching, psychosoziale Arbeit. https://www.hsp-akademie.de
Paracelsus Schulen (Deutschlandweit) Seminare zu Hochsensibilität im therapeutischen Kontext. https://www.paracelsus.de
Volkshochschulen (z. B. Berlin, Hamburg, München) Zunehmend Kurse zu Hochsensibilität für pädagogische Fachkräfte. https://www.vhs.de (bundesweite Suche)
bei Fortbildungen erkennen Tagemütter dass sie auch hochsensibel sind
eine Schülerin erzählt, dass ihre Lehrerin sie auf eine mögliche Hochsensibilität angesprochen hat
die Supervision regt an, in der Familenberatung Tests auf Hochsensibilität mit zur Anamnese einzufügen
„Ihnen ist es gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der ich mich sicher gefühlt habe.“
„Vielen Dank für diesen Abend in der Belle Etage von Prenzlkomm zum Thema Hochsensibilität. Mich hat einiges in Ihrem Vortrag bewegt und mich zum Nachdenken angeregt.“
Einige meiner Coachingkundinnen erzählen, dass sie sich von Therapeuten unverstanden fühlten. Die Erkenntnis, dass sie hochsensibel sind hat bei vielen etwas verändert.
Wünsche hochsensibler Menschen an Fachkräfte
An Ärztinnen und Ärzte
Wir wünschen uns, dass Sie uns aufmerksam zuhören und uns Zeit geben, unsere Wahrnehmungen zu schildern.
Wir wünschen uns eine ruhige, klare Kommunikation und transparente Informationen zu jedem Untersuchungsschritt.
Wir wünschen uns, dass Sie unsere Empfindsamkeit ernst nehmen, auch wenn sie nicht messbar ist.
Wir wünschen uns einen ganzheitlichen Blick, der körperliche und seelische Faktoren verbindet.
An Erzieherinnen und Erzieher
Wir wünschen uns, dass Sie unsere Signale feinfühlig wahrnehmen, bevor Sie unser Verhalten bewerten.
Wir wünschen uns Rückzugsorte, wenn uns die Reize zu viel werden.
Wir wünschen uns langsame, gut begleitete Übergänge im Tagesablauf.
Wir wünschen uns, dass unsere starken Gefühle respektiert und nicht abgetan werden.
An Pädagoginnen, Pädagogen und Lehrer*innen
Wir wünschen uns eine strukturierte, möglichst reizärmere Lernumgebung.
Wir wünschen uns Zeit, um Informationen tief zu verarbeiten.
Wir wünschen uns, dass Sie unsere leisen Stärken sehen: Empathie, Kreativität, Genauigkeit.
Wir wünschen uns klare, ruhige Anweisungen und wertschätzende Rückmeldungen.
An Therapeutinnen und Therapeuten
Wir wünschen uns ein behutsames Tempo, das unserer emotionalen Tiefe gerecht wird.
Wir wünschen uns, dass unsere Wahrnehmungen validiert werden, ohne sie zu pathologisieren.
Wir wünschen uns Transparenz über den therapeutischen Prozess.
Wir wünschen uns einen sicheren, reizarmen Raum, in dem wir uns öffnen können.
Übergreifende Wünsche an alle Fachkräfte
Wir wünschen uns Empathie statt Etiketten.
Wir wünschen uns Respekt für unsere Grenzen und unser Tempo.
Wir wünschen uns einen sensiblen Umgang mit Kritik, da wir sie intensiv verarbeiten.
Wir wünschen uns, dass unsere Sensibilität als Ressource gesehen wird – nicht als Schwäche.
Fazit
Hochsensibilität zu übersehen ist kein Randthema, sondern ein blinder Fleck in vielen pädagogischen, medizinischen und therapeutischen Arbeitsfeldern. Wenn Fachkräfte nicht lernen, hochsensible Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu erkennen, entstehen Fehlinterpretationen, unnötige Konflikte und Verletzungen, die sich oft über Jahre fortsetzen. Stille Kinder bleiben unsichtbar, Lernfreude geht verloren, Erwachsene landen später in Therapie – nicht, weil sie krank sind, sondern weil sie nie verstanden wurden. Gleichzeitig bleiben wertvolle Potenziale wie Empathie, Wahrnehmungsschärfe und Beziehungsfähigkeit ungenutzt.
Der Beitrag zeigt, dass fehlendes Wissen über Hochsensibilität nicht nur einzelne Situationen erschwert, sondern ganze Biografien prägt. Fachkräfte brauchen deshalb fundiertes Wissen, um Überforderung zu vermeiden, Beziehungen sicher zu gestalten und die Stärken hochsensibler Menschen sichtbar zu machen. Erst wenn Hochsensibilität in Ausbildung, Studium und Praxis selbstverständlich mitgedacht wird, können alle Beteiligten – Fachkräfte wie Betroffene – ihre Arbeit und ihr Leben mit mehr Klarheit, Leichtigkeit und gegenseitigem Verständnis gestalten.
Hochsensibilität: Was frühe Erfahrungen mit uns machen
Durch meine Trauer um meinen Vater kam ich mit verschiedenen Menschen ins Gespräch. Der Austausch war ehrlicher, offener, tiefer, verletzlicher. Alle teilten ihre Verlusterfahrungen. Mir wurde der Zusammenhang zwischen facettenreichen Herausforderungen als Kind und dem hochsensiblen Erwachsensein noch deutlicher. Ich möchte weiter auf die Hochsensibilität aufmerksam machen. Vielleicht wächst so etwas das Verständnis für unser Anders Sein. Vielleicht wird mehr Rücksicht genommen.
Kind sein, ohne gesehen zu werden
Das ist eine Sammlung von Kindheitserfahrungen aus meinem eigenen Erleben und dem anderen hochsensiblen Menschen aus meinem beruflichen und privaten Umfeld die uns prägten. Beim Schreiben fühle ich meine und die Geschichten unzähliger Kinder. Das berührt mich, stimmt mich traurig und motiviert mich, darüber zu schreiben.
Bedürfnisse, die niemand erkannte.
behinderte Geschwister, die besondere Fürsorge brauchten.
Depression der Eltern
Eltern, die durch den Schmerz und die eigene Trauer Kinder nicht trösten konnten.
Eltern, die selbst so verletzt waren, dass sie ihre Kinder nicht trösten konnten.
„Heul nicht!“
keine Bezugspersonen, die ihnen Stabilität und Schutz boten
keine Eltern, die ehrlich ihre Gefühle teilten
Krankheit der Eltern
Mutter in der Psychiatrie
narzisstische Eltern
Scheidung
„Sei nicht so laut.“
Tod eines Elternteils (Suizid)
Viele Kindern wurde vermittelt, dass mit ihnen stimmt etwas nicht. Sie lernten nicht ihrer Intuition zu vertrauen. Die kindliche Neugierde wurde gebremst. Viele bauten Mauern auf, um sich zu schützen. Bei mir war es der Humor. In meiner Kindheit gab es 2 ältere Frauen, in deren Gegenwart ich mich sicher fühlte und mich entspannen konnte.
Ich beobachte unterwegs, dass ganz selten Eltern ihre Kinder sehen, mit ihnen im Austausch sind.
Aus hochsensiblen Kindern werden Erwachsene
Eine Auswahl aus Erfahrungen
Beziehungen mit narzisstischen Partnern
Beziehungen, die plötzlich abkühlen oder abbrechen.
Einsamkeit
Eltern, die einen nicht verstehen
Experten (Ärzte, Therapeuten etc.) die einen nicht ernst nehmen)
Ich habe das auch erlebt. Meine Ideen wurden ignoriert, Ablehnung, Abkühlung und Abbruch von Beziehungen die mal nah und intensiv waren. Unverbindlichkeit, fehlende Bereitschaft zur Verständigung
Ein berührender Text über Resonanzsehnsucht, echtes Gesehenwerden und die Kraft von Begegnungen. Mit Impulsen zu „Sawubona“, Einsamkeit, Kompetenzdemenz und den Geschenken, die entstehen, wenn Hochsensible sich sicher fühlen und aufblühen
Ein persönlicher Beitrag über die Frage „Wie geht es dir – wirklich?“: über echtes Interesse, Erschöpfung, Rückzug und die Sehnsucht nach aufmerksamen Begegnungen. Mit Gedanken zu Sichtbarkeit, Hochsensibilität und dem Mut, sich ehrlich mitzuteilen.
Was fehlt, wenn Fachkräfte nie lernen, Hochsensibilität zu erkennen?
Dass Hochsensibilität in Kitas, Schulen, im Studium, in Therapie und Medizin noch immer kaum eine Rolle spielt, ist kein kleines Detail – es prägt Biografien. Menschen, die sich nie gesehen fühlten, lernen auch nicht leicht, andere zu sehen. Im nächsten Blogbeitrag schreibe ich darüber, warum genau das so folgenreich ist – und was sich dringend ändern muss.“
Fazit
Frühe Erfahrungen prägen hochsensible Menschen tief – besonders dann, wenn ihre Bedürfnisse übersehen, ihre Wahrnehmung abgewertet oder ihre Gefühle nicht gehalten wurden. Wer als Kind keinen sicheren Platz hatte, trägt diese Unsicherheiten oft bis ins Erwachsenenleben weiter: in Beziehungen, in die Arbeit, in die eigene Selbstwahrnehmung.
Doch genau darin liegt auch die Chance: Wenn Hochsensibilität verstanden und ernst genommen wird, können alte Muster heilen. Menschen finden Worte für das, was sie lange allein getragen haben. Sie erleben Resonanz statt Zweifel, Zugehörigkeit statt Rückzug.
Hochsensibilität sichtbar zu machen bedeutet deshalb mehr als Aufklärung – es bedeutet, Biografien zu entlasten und Räume zu schaffen, in denen Menschen sich endlich richtig fühlen dürfen.
Das Schreiben war und ist für mich auch Poesietherapie
Ich schreibe schon seit vielen Jahren. Vieles ist lustig. Ich reime sehr gern. Irgendwann beim Leiten einer Schreibgruppe, wählte ich als Impulse oft etwas, was in Verbindung zum Coaching war. Da veränderte sich die Qualität. Mit dem Beginn des Lockdowns konnte ich mich nicht so entfalten und meine Inspirationen live teilen. So dachte und fühlte ich schreibend. Die Texte und Gedichte fanden ihren Weg in Bücher Wirksame Worte und Crossover. Einiges lese ich vor im Hörbuch Ansteckend Immer wieder teile ich intuitiv im Coaching das eine oder andere. Immer wieder gibt es dann Tränen, strahlende Augen, Nicken und Gänsehautmomente. Mir war nicht klar dass sich gerade hochsensible und traumatisierte Menschen, sich darin wieder finden. Bei einer Lesung kam jemand auf mich zu und sagte: „Es ist immer wieder eine Heldenreise. Du beschreibst das Problem und es gibt aber eine Idee zur Lösung.“ Eine Frau machte mich mit der Poesietherapie vertraut. Da fühlte ich, welch therapeutische Wirkung auch mein Schreiben hat. Das teile ich sehr gerne.
Die Texte erfüllen zentrale Wirkprinzipien der Poesietherapie:
Sie arbeiten mit Metaphern statt Überwältigung Metaphern schaffen Distanz und ermöglichen Zugang zu Gefühlen, ohne sie direkt benennen zu müssen. Sie aktivieren Selbstwahrnehmung Kurze, klare Bilder helfen Menschen, innere Zustände zu spüren, ohne überfordert zu werden. Sie regulieren das Nervensystem. Ruhige Sprache, Rhythmus, Wiederholungen → wirken stabilisierend und erdend. Sie ermöglichen Identifikation ohne Retraumatisierung Betroffene erkennen sich wieder, aber in einem sicheren, poetischen Rahmen. Es ist Sprache als sanftes Werkzeug für Selbstkontakt. Sie öffnen sichere Resonanzräume. Das bedeutet: behutsamer Zugang zu Gefühlen, kein Überwältigt werden, ein Gefühl von „Ich bin nicht allein“, erste Schritte aus emotionaler Taubheit. Manchmal öffnet ein einzelnes Gedicht oft mehr als lange Gespräche.
Poesie kann in der Traumatherapie wie ein sanfter, sicherer Begleiter wirken. Gedichte sprechen in Bildern und Metaphern, schaffen Abstand und ermöglichen es, belastende Themen zu berühren, ohne sie direkt aussprechen zu müssen. Das gibt Menschen mit Trauma ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit.
Die poetische Sprache wirkt regulierend auf das Nervensystem: Rhythmus, Ruhe, klare Bilder und eine heitere, manchmal humorvolle Leichtigkeit helfen, Überforderung zu vermeiden. Poesie aktiviert Ressourcen, erdet, beruhigt und öffnet einen Raum, in dem Gefühle spürbar werden dürfen, ohne dass sie sofort benannt oder erklärt werden müssen.
Weil traumatische Erfahrungen oft sprachlos machen, bieten Gedichte eine Sprache, die nicht verletzt, sondern öffnet. Sie spiegeln innere Prozesse warmherzig und nicht wertend, stärken Selbstwahrnehmung und Selbstmitgefühl und erlauben kleine, dosierte Schritte — ideal für Menschen, die schnell überflutet werden.
Gemeinsames Lesen schafft Resonanz und Verbindung: Viele erleben erstmals, dass sie mit ihren Empfindungen nicht allein sind. Metaphern öffnen neue Bedeutungsräume und unterstützen Reframing, Integration und Sinnfindung.
Themen in den Texten und Gedichten
Überforderung & Reizflut Wie zu viel wird, was andere kaum bemerken.
Nicht‑Gesehen‑Werden Die stille Wunde, wenn Resonanz fehlt.
Scham & Selbstzweifel Innere Stimmen, die klein machen.
Bindung & Verlust Frühe Erfahrungen, die bis heute wirken.
Körpergedächtnis Wie der Körper erinnert, bevor Worte kommen.
Zartheit & Stärke Die paradoxe Kraft der Sensibilität.
Heilung & Selbstmitgefühl Wege zurück zu sich selbst.
Grenzen & Selbstschutz Die Kunst, sich nicht zu verlieren.
Natur & Stille Orte, an denen Nervensysteme sich regulieren.
Diese Themen sind traumasensibel, sprachlich reduziert, emotional präzise – ideal für therapeutische Kontexte.
Verbindung zur Heldenreise
Die Texte spiegeln viele Stationen der Heldenreise wider – aber in einer leisen, sensiblen, nicht‑heroischen Form:
Ruf: Das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. „Ich fühle mich gesehen.“
Schwelle: Mut, sich der eigenen Geschichte zuzuwenden. „Ich traue mich, hinzuschauen.“
Prüfungen: Überforderung, alte Muster, innere Kritiker. „Ich erkenne Muster und Fassade.“
Abstieg: Kontakt mit Schmerz, Scham, alten Wunden.
Wandlung: Selbstmitgefühl, neue Bedeutung, Integration. „Ich entdecke neue Perspektiven.“
Rückkehr: Ein Leben, das sich stimmiger anfühlt. „Ich nehme Sätze mit in meinen Alltag.“
Die Poesie begleitet Menschen durch diese inneren Stationen, ohne Druck, ohne Pathos – sondern mit Zartheit, Klarheit und Würde.
Mut verloren
by Antje Remke | Wirksame Worte
Fazit
Poesie kann in der Traumatherapie ein sanfter, wirksamer Begleiter sein. Gedichte schaffen Abstand, ohne zu distanzieren, und Nähe, ohne zu überfordern. Durch Metaphern, klare Bilder und eine ruhige, warmherzige Sprache öffnen sie Räume, in denen Gefühle spürbar werden dürfen – behutsam, heiter, manchmal humorvoll, und dennoch tief ernsthaft.
Die poetische Form reguliert das Nervensystem, stärkt Selbstwahrnehmung und ermöglicht Identifikation, ohne zu retraumatisieren. Sie schafft Resonanzräume, in denen Menschen erleben: Ich bin nicht allein. Oft öffnet ein Gedicht mehr als viele Worte – weil es Zartheit, Klarheit und Würde verbindet.
Poesie begleitet Menschen durch innere Prozesse wie eine leise Heldenreise: vom ersten Spüren über das Erkennen bis hin zu neuen Bedeutungen und einem stimmigeren Alltag. Sie ist ein sanftes Werkzeug für Selbstkontakt, Heilung und Integration – gut dosierbar, traumasensibel und tief menschlich.
Hochsensibilität und Arbeit – dieses Thema hat viele Schichten. In meinem letzten Beitrag ging es darum, wie wenig Raum hochsensible Menschen in der Arbeitswelt oft bekommen und wie sehr ihnen Verständnis und passende Bedingungen fehlen. Danach stellte sich mir eine weitere, drängende Frage: Was bedeutet es eigentlich finanziell, wenn all die Kompetenzen hochsensibler Menschen ungenutzt bleiben?
Denn dort, wo Sensibilität nicht verstanden wird, verkümmern Fähigkeiten (Kompetenzdemenz), die Unternehmen und Gesellschaft dringend brauchen. Und das hat Folgen – menschlich, kulturell und ganz konkret volkswirtschaftlich.
In diesem Beitrag geht es darum, was es kostet, Hochsensible zu übersehen – und was Arbeitgeber tun können, um dieses Potenzial nicht länger zu verlieren.
Inhalt:
Was es kostet, Hochsensible zu übersehen
Was Arbeitgeber für Hochsensible Menschen tun können
Kompetenzdemenz
Fazit
Was es kostet, Hochsensible zu übersehen
Verlust eines enormen Kompetenzpotenzials
Hochsensible Menschen bringen Fähigkeiten mit, die in modernen Arbeitswelten dringend gebraucht werden:
Empathie
Präzision
ethisches Denken
Kreativität
Konfliktsensibilität
Feine Wahrnehmung von Risiken und Stimmungen
Wenn diese Menschen ausfallen, verliert die Volkswirtschaft genau jene Kompetenzen, die Teams stabilisieren, Innovation ermöglichen und Qualität sichern
Steigende Gesundheitskosten
Unverständnis, Überforderung und fehlende passende Arbeitsbedingungen führen bei Hochsensiblen überdurchschnittlich oft zu:
Burnout
Depressionen
Angststörungen
psychosomatischen Erkrankungen
Das verursacht hohe Kosten:
Langzeittherapien
Reha
Krankengeld
Erwerbsminderungsrenten
Viele Hochsensible berichten von Jahren in Therapie, nur um „wieder zu funktionieren“. Das ist teuer – und vermeidbar.
Produktivitätsverluste durch Fehlbesetzung
Wenn hochsensible Menschen in Arbeitsumfeldern landen, die nicht zu ihrem Nervensystem passen, entstehen:
hohe Fehlzeiten
innere Kündigung
Leistungsabfall
häufige Jobwechsel
Abbrüche von Ausbildungen und Studiengängen
Das kostet Unternehmen und Volkswirtschaft Milliarden
Fachkräftemangel verschärft sich
Gerade in sozialen, pädagogischen, therapeutischen und kreativen Berufen sind Hochsensible überdurchschnittlich vertreten. Wenn sie ausfallen, fehlen genau dort Menschen, wo:
Beziehung
Feinfühligkeit
Präzision
Verantwortung
ethische Haltung
entscheidend sind. Innovationskraft sinkt
Hochsensible sind oft:
Querdenker*innen
Visionär*innen
kreative Problemlöser*innen
Menschen, die früh Risiken erkennen
Wenn sie nicht arbeiten können, verliert die Gesellschaft jene Stimmen, die früh warnen, anders denken und neue Wege sehen.
Soziale Folgekosten steigen
Wer sich nicht gesehen fühlt, verliert Vertrauen in Systeme. Das führt zu:
Rückzug
Isolation
geringerer Teilhabe
höherem Unterstützungsbedarf
Verlust von Lebensqualität
Auch das hat volkswirtschaftliche Folgen.
Fehlende Rahmenbedingungen kosten mehr als sie sparen
Es wäre günstig und einfach:
reizärmere Arbeitsplätze
flexible Arbeitszeiten
klare Kommunikation
wertschätzende Führung
psychologische Sicherheit
Verständnis für unterschiedliche Nervensysteme Doch weil dieses Wissen fehlt, entstehen hohe Folgekosten – für Unternehmen und Gesellschaft.
Was Arbeitgeber für hochsensible Menschen tun können
Reizarme Arbeitsbedingungen schaffen
ruhige Arbeitsplätze oder Rückzugsorte
Homeoffice‑Optionen
klare Strukturen statt ständiger Unterbrechungen
Meetings bündeln statt dauernd ad hoc
Klare, wertschätzende Kommunikation
eindeutige Erwartungen
transparente Abläufe
Feedback respektvoll und konstruktiv
keine Ironie, kein „stell dich nicht so an“
Stärken bewusst nutzen
Hochsensible glänzen besonders in:
Qualitätssicherung
Empathie‑basierten Aufgaben
Konfliktwahrnehmung
kreativen Prozessen
Beratung, Begleitung, Teamkultur
Arbeitgeber können diese Stärken gezielt einsetzen.
Pausen und Regeneration ermöglichen
kurze, regelmäßige Pausen
flexible Arbeitszeiten
keine Dauer‑Erreichbarkeit
Erlaubnis, sich kurz zurückzuziehen
Psychologische Sicherheit fördern
Raum für leise Stimmen
Ideen ernst nehmen
keine Abwertung sensibler Reaktionen
Fehlerkultur statt Schuldkultur
Führungskräfte sensibilisieren
Schulungen zu Hochsensibilität
Verständnis für unterschiedliche Nervensysteme
Erkennen von Überlastung
wertschätzende Gesprächsführung
Teamkultur stärken
ruhige, respektvolle Meetingkultur
klare Rollen
verbindliche Absprachen
weniger Multitasking, mehr Fokus
Individuelle Lösungen anbieten
Job‑Crafting (Aufgaben an Stärken anpassen)
flexible Arbeitsmodelle
klare Prioritäten statt Dauerstress
Coaching oder Mentoring ermöglichen
Kurz gesagt
Arbeitgeber müssen Hochsensible nicht „schützen“ – sie müssen sie verstehen. Dann werden sie zu Mitarbeitenden, die Teams stabilisieren, Konflikte früh erkennen, Qualität sichern und Kultur prägen.
Hochsensible bringen wertvolle Kompetenzen in die Arbeitswelt – doch fehlendes Verständnis führt zu Stress, Ausfällen und hohen Kosten. Der Beitrag zeigt, warum Sensibilität ein Wirtschaftsfaktor ist und wie Unternehmen Bedingungen schaffen können, in denen Hochsensible aufblühen.
Viele leiden leider darunter. Das Krankheitsbild ist noch nicht umfassend erforscht. Über die Ursachen gibt es bis jetzt erste Vermutungen. Der Einfluss vom Umfeld der Patienten ist ausschlaggebend. Besonders anfällig sind per se unsichere Menschen.
Vorhandene Kompetenzen werden angezweifelt, so dass sich der Patient selbst in Frage stellt. In einer unmusikalischen Familie wird das Gesangstalent eines Kindes nicht erhört. Wenn in einem rationalen Klima ein sensibler Mensch immer als Weichei abgestempelt wird, kann es die Prognose ungünstig beeinflussen. Die Unterstellung es sowieso nicht zu können, ist nicht unerheblich. Andersseits wird diese Form der Demenz gefördert durch ein jahrelanges Nichtnutzen der Kompetenzen. Wenn Menschen permanent gehindert sind Ihrs zu leben, ist ein chronischer Verlauf wahrscheinlicher.
Die Auswirkungen sind fatal. Kompetenzen verstecken sich und vergessen selbst, wie genial sie sind. Ungepflegt verkümmern und vertrocknen sie. die Menschen resignieren, verstummen verzweifeln. Grausam diesen Verlauf mit anzusehen.
Chance auf Heilung? In einer Studie sind erste Erfolge dokumentiert. therapeutisch wirksam waren folgende Ansätze.Wechsel der Umgebung. Umgang mit zuversichtlichen positiven Menschen. auch Kompetenzunterstellung stärkte zahlreiche Patienten. Oftmals reichte ein Gegenüber, dass an einen glaubte. Manche reagierten positiv auf Hypnose. Sie fanden so wieder Zugang zu ihren Kompetenzen.
Am besten halfen Gelegenheiten, in denen Menschen wieder einmal ihr Können zeigen konnten. ach ja, einige reagierten auch auf liebevolle Provokation, um der Erinnerung wieder auf die Sprünge zu helfen. Es wird unterstellt, dass die Krankheit als heilbar bewertet wird. die Vorfreude auf bahnbrechende Erfolge wächst.
Hochsensible Menschen sind kein Kostenfaktor – sie sind ein ungenutzter Gewinn. Doch solange ihre Bedürfnisse übersehen werden, entstehen stille Verluste: Kompetenzen verkümmern, Gesundheit leidet, Teams verlieren Qualität und die Volkswirtschaft trägt die Folgekosten. Dabei wäre es so einfach, Sensibilität als Ressource zu begreifen: durch passende Rahmenbedingungen, wertschätzende Kommunikation und Führung, die unterschiedliche Nervensysteme versteht.
Ich stärke Hochsensible auf ihrem Weg und runterstütze Unternehmen dabei, genau diesen Perspektivwechsel zu ermöglichen – mit Vorträgen, Workshops und Impulsen, die Wissen schaffen, Zusammenarbeit erleichtern und Räume öffnen, in denen Hochsensible zeigen können, was in ihnen steckt. Denn wenn sie gesehen werden, profitieren alle: Menschen, Teams und Organisationen.
Hochsensible Menschen sind keine Ausnahmeerscheinung. Etwa 15–20 % der Bevölkerung verfügen über eine erhöhte Wahrnehmungs- und Verarbeitungstiefe. In der Arbeitswelt bleiben sie jedoch oft unsichtbar – und werden missverstanden. Viele Arbeitgeber kennen das Persönlichkeitsmerkmal noch nicht oder verwechseln es mit „Empfindlichkeit“, „Schwierigkeit“ oder „mangelnder Belastbarkeit“.
Dabei ist Hochsensibilität keine Schwäche, sondern eine neurobiologische Besonderheit, die – richtig eingesetzt – ein enormer Gewinn für Teams und Unternehmen sein kann.
Diese Reaktionen sind keine „Überempfindlichkeit“, sondern das Ergebnis einer intensiveren Reizverarbeitung. Hochsensible nehmen mehr wahr, denken tiefer und fühlen stärker.
Berühmte hochsensible Menschen
Albert Einstein – sehr sensibel, empathisch und innerlich stark bewegt.
Johann Wolfgang von Goethe – reizoffen, natur- und gefühlsintensiv.
Lady Diana – Hohe Empathie, starke emotionale Resonanz.
Robin Williams – Intensives emotionales Erleben, hohe Sensitivität.
Was hochsensible Mitarbeitende Unternehmen schenken können
Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind sie außergewöhnlich wertvoll:
hohe Empathie und feines Gespür für Stimmungen im Team
Akribie, Genauigkeit und Qualitätsbewusstsein
originelle Ideen, Kreativität und ungewöhnliche Lösungswege
analytische Tiefe und schnelles Erkennen von Systemlücken
hohe Loyalität, Zuverlässigkeit und Verantwortungsgefühl
starke soziale Kompetenz
differenzierte Wahrnehmung, die Risiken früh erkennt
hohe Leistungsbereitschaft, wenn sie sinnvoll arbeiten dürfen
Es finden sich unter den Hochsensiblen Scannerpersönlichkeiten, mehr Introvertierte als High Sensation Seeker und Synästhetinnen*. Immer wieder auch in Kombination mit Hochbegabung, ADHS und Autismus
Warum sich Offenheit lohnt
Ein hochsensibler Mensch im Team bedeutet:
mehr Menschlichkeit
mehr Qualität
mehr Innovation
mehr Verantwortungsbewusstsein
mehr Feinfühligkeit in Konflikten
mehr Tiefe in Entscheidungen
Unternehmen, die Hochsensibilität verstehen, gewinnen Mitarbeitende, die mitdenken, mitfühlen und mittragen.
Scannerpersönlichkeit
Eine Scannerpersönlichkeit ist ein Mensch mit vielen Interessen, hoher Lernfähigkeit und großer Neugier. Scanner arbeiten nicht eindimensional, sondern breit, vernetzend und kreativ. Sie sind Vielbegabte, die schnell verstehen, querdenken und Innovationen anstoßen.
Was Arbeitgeber wissen sollten
Scannerpersönlichkeiten …
lernen extrem schnell
bringen frische Ideen und neue Perspektiven
verknüpfen Wissen aus verschiedenen Bereichen
arbeiten motiviert, wenn Abwechslung und Sinn vorhanden sind
sind ideal für Projekte, Entwicklung, Kommunikation, Kreativ‑ und Schnittstellenrollen
Was sie brauchen, um gut zu arbeiten
klare Ziele, aber Freiheit im Weg dorthin
Abwechslung statt monotone Daueraufgaben
die Möglichkeit, Neues auszuprobieren
Wertschätzung für ihre Vielseitigkeit
Warum sie ein Gewinn sind
Scannerpersönlichkeiten bringen Innovation, Flexibilität, Kreativität und Problemlösungskompetenz ins Unternehmen. Sie sehen Chancen, bevor andere sie sehen – und verbinden Bereiche, die sonst getrennt bleiben.
Introvertierte Hochsensible
Introvertierte hochsensible Mitarbeitende sind ruhig, gründlich und sehr fein wahrnehmend. Sie arbeiten am besten in strukturierten, ruhigen Umgebungen und liefern hohe Qualität.
Was sie auszeichnet
denken tief und sorgfältig
nehmen Stimmungen und Details früh wahr
arbeiten konzentriert und zuverlässig
brauchen weniger Small Talk, mehr Klarheit
Was sie brauchen
ruhige Arbeitsbereiche
klare Kommunikation
Zeit zum Nachdenken
respektvollen Umgang
Warum sie wertvoll sind
Sie bringen Tiefe, Genauigkeit, Empathie und vorausschauendes Denken ins Team – leise, aber wirkungsvoll.
High Sensation Seeker
Ein High Sensation Seeker (HSS) ist ein Mensch, der hochsensibel UND neugierig auf neue Erfahrungen ist. Er braucht geistige Anregung, Abwechslung und sinnvolle Herausforderungen – sonst langweilt er sich schnell.
Was Arbeitgeber wissen sollten
High Sensation Seeker …
lernen schnell und denken kreativ
bringen frische Ideen und Innovationskraft
arbeiten motiviert bei neuen Projekten
mögen Abwechslung statt monotone Routine
sind sensibel, brauchen aber gleichzeitig Input
Was sie brauchen
klare Ziele
Gestaltungsspielraum
abwechslungsreiche Aufgaben
Pausen zur Reizverarbeitung
Warum sie ein Gewinn sind
Sie verbinden Mut + Sensibilität, Kreativität + Tiefgang und bringen Teams dadurch spürbar voran.
Hochbegabte
Hochbegabte Mitarbeitende denken schneller, vernetzter und analytischer als der Durchschnitt. Sie erfassen komplexe Zusammenhänge in kurzer Zeit, stellen kluge Fragen und finden oft ungewöhnlich effiziente Lösungen.
Was sie auszeichnet
sehr schnelle Auffassungsgabe
starkes analytisches und logisches Denken
hohe Lernfähigkeit
ausgeprägte Kreativität und Problemlösungskompetenz
Bedürfnis nach geistiger Herausforderung
Was sie brauchen
klare, sinnvolle Aufgaben
Raum für eigenständiges Denken
Abwechslung statt monotone Routine
wertschätzende, offene Kommunikation
Warum sie wertvoll sind
Hochbegabte bringen Innovation, Präzision, strategisches Denken und Qualität ins Unternehmen – besonders in Rollen, die Tiefe, Struktur oder Kreativität verlangen.
Synästhetinnen
Synästhetinnen erleben Sinnesreize gekreuzt: Ein Klang kann eine Farbe auslösen, ein Wort kann einen Geschmack haben, Zahlen können räumlich erscheinen. Ihr Gehirn verknüpft Informationen automatisch auf mehreren Ebenen.
Was sie auszeichnet
außergewöhnlich kreative und bildhafte Wahrnehmung
starke Detailgenauigkeit
oft hohe Merkfähigkeit
ungewöhnliche Ideen und Perspektiven
Was sie brauchen
klare Kommunikation
ruhige Arbeitsumgebung
Raum für kreative oder analytische Aufgaben
Warum sie wertvoll sind
Synästhetinnen bringen originelle Lösungen, präzise Wahrnehmung und kreative Verknüpfungen ins Team – ein Gewinn für Innovation, Gestaltung und komplexes Denken.
ADHS
ADHS ist keine „Unruhe-Störung“, sondern eine neurobiologische Besonderheit, bei der Aufmerksamkeit, Impulssteuerung und Aktivierung anders geregelt sind. Viele Erwachsene mit ADHS sind kreativ, schnell denkend, lösungsorientiert und energiegeladen – brauchen aber passende Rahmenbedingungen.
Was ADHS auszeichnet
schnelles, vernetztes Denken
hohe Kreativität und Problemlösungskraft
starke Fokussierung bei Interesse („Hyperfokus“)
Schwierigkeiten mit Routine, Monotonie und langen Wartezeiten
Ablenkbarkeit in reizintensiven Umgebungen
Was sie brauchen
klare, kurze Anweisungen
strukturierte Abläufe
ruhige Arbeitsbereiche
Aufgaben mit Sinn und Abwechslung
ehrliche, wertschätzende Kommunikation
Warum sie wertvoll sind
Menschen mit ADHS bringen Innovation, Tempo, Ideenreichtum und unkonventionelle Lösungen ins Team – besonders in dynamischen, kreativen oder projektorientierten Bereichen.
Autismus
Autismus ist eine neurobiologische Variante. Autistische Mitarbeitende denken oft logisch, klar, direkt und strukturiert. Sie nehmen Details präziser wahr, arbeiten konzentriert und zuverlässig – besonders in ruhigen, gut strukturierten Umgebungen.
Was sie auszeichnet
klare, direkte Kommunikation
starke Detailgenauigkeit
hohe Konzentrationsfähigkeit
Verlässlichkeit und Ehrlichkeit
tiefes Fachwissen bei Interessen
Was sie brauchen
klare Anweisungen und Erwartungen
ruhige Arbeitsbereiche
transparente Abläufe
wenig spontane Änderungen
respektvollen, direkten Umgang
Warum sie wertvoll sind
Autistische Mitarbeitende bringen Präzision, Fokus, analytische Stärke und Loyalität ins Team – oft mit außergewöhnlicher Qualität.
Wenn du möchtest, formuliere ich dir auch eine Mini‑Version in einem Satz oder eine Gegenüberstellung für Arbeitgeber.
Kurze Orientierungshilfe
Diese Beschreibungen sind nur kurze Orientierungshilfen. Sie ersetzen keine umfassende Auseinandersetzung mit den jeweiligen neurodiversen Profilen. Arbeitgeber, die mit hochsensiblen, hochbegabten, neurodivergenten oder synästhetischen Mitarbeitenden arbeiten, sollten sich selbstständig weiter informieren, um ein wirklich passendes, respektvolles und professionelles Arbeitsumfeld zu schaffen.
Was Arbeitgeber tun können
Oft reichen kleine Anpassungen, um großes Potenzial freizusetzen:
Hochsensible bringen wertvolle Kompetenzen in die Arbeitswelt – doch fehlendes Verständnis führt zu Stress, Ausfällen und hohen Kosten. Der Beitrag zeigt, warum Sensibilität ein Wirtschaftsfaktor ist und wie Unternehmen Bedingungen schaffen können, in denen Hochsensible aufblühen.
Konkrete Wünsche hochsensibler Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber
Klare, ruhige Kommunikation: Bitte sagen Sie mir deutlich, was Sie brauchen – ohne Andeutungen oder zwischen den Zeilen. Geben Sie mir Informationen frühzeitig, damit ich sie in Ruhe verarbeiten kann. Feedback gern wertschätzend und konkret, nicht zwischen Tür und Angel.
Realistische Aufgaben & Prioritäten: Bitte sagen Sie mir, was wirklich wichtig ist – und was warten kann. Multitasking überfordert mein Nervensystem. Ich arbeite besser, wenn ich Dinge nacheinander erledigen darf. Ich brauche klare Prioritäten statt ständiger spontaner Zusatzaufgaben.
Ein ruhiger Arbeitsplatz Ein Einzelbüro oder ein ruhiger Bereich hilft mir, konzentriert und fehlerfrei zu arbeiten. Lärm, ständige Unterbrechungen oder hektische Umgebungen erschöpfen mich schnell.
Pausen, die wirklich Pausen sind Ich brauche kurze Momente der Ruhe, um Reize zu verarbeiten. Das macht mich nicht weniger leistungsfähig – im Gegenteil: Danach arbeite ich präziser und kreativer.
Transparenz bei Veränderungen Plötzliche Änderungen stressen mich. Wenn möglich, informieren Sie mich vorher, damit ich mich innerlich darauf einstellen kann.
Wertschätzender Umgang Ich nehme Stimmungen, Tonfall und unausgesprochene Spannungen sehr intensiv wahr. Ein respektvoller Umgangston hilft mir, mein Potenzial voll einzubringen.
Raum für Tiefe Ich arbeite am besten, wenn ich Sinn in meiner Aufgabe sehe. Geben Sie mir gern Projekte, bei denen Qualität, Menschlichkeit oder Kreativität gefragt sind.
Konkrete Wünsche an Kolleginnen und Kollegen
Bitte nehmen Sie es nicht persönlich, wenn ich mich zurückziehe und Pausen alleine verbringe Ich brauche manchmal Ruhe, um mich zu sortieren – das hat nichts mit Ablehnung zu tun.
Sagen Sie mir offen, wenn etwas unklar ist Ich nehme viel wahr, aber ich kann keine Gedanken lesen. Direkte Kommunikation erleichtert uns beiden das Miteinander.
Hektik und Lautstärke sind für mich anstrengend Ich arbeite besser, wenn wir uns gegenseitig Rücksicht schenken.
Ich mag echte Gespräche Small Talk fällt mir schwer, aber ich liebe ehrliche, tiefe Gespräche, wenn die Zeit passt.
Bitte sagen Sie mir freundlich, wenn ich etwas falsch verstanden habe Ich denke viel nach und nehme Kritik schnell zu Herzen – ein wertschätzender Ton hilft mir sehr.
Ich sehe oft Dinge, die andere übersehen Wenn ich Hinweise gebe, ist das nie Kritik, sondern ein Beitrag zur Qualität.
Warum diese Wünsche kein „Extra“ sind Sie sind keine Sonderbehandlung, sondern schaffen Bedingungen, unter denen hochsensible Menschen konzentrierter, kreativer, zuverlässiger, empathischer und nachhaltiger arbeiten können. Das kommt dem ganzen Team zugute.
Praxis Beispiel: Die Herausforderung einer Hochsensiblen in der Arbeitswelt
Das Jobcoaching zeigt exemplarisch, wie komplex die Situation hochsensibler Menschen im Berufsleben sein kann. Die Klientin bringt enorme Stärken mit – Empathie, Kreativität, Tiefgang, Verantwortungsbewusstsein, analytische Fähigkeiten – und gleichzeitig kämpft sie mit Belastungen, die viele Hochsensible kennen: Reizüberflutung, Perfektionismus, starke emotionale Reaktionen, Erschöpfung, familiäre Verantwortung, fehlende Grenzen und ein Nervensystem, das schnell in Alarmbereitschaft geht.
Über Monate wurde sichtbar:
Dauerstress und Überforderung hatten ihren Akku nahezu leer gemacht.
Familiäre Verantwortung (Pflege, Unterstützung, ständige Bereitschaft) führte zu chronischer Anspannung.
Hochsensibilität zeigte sich in tiefer Verarbeitung, starker Empathie, intensiven Reaktionen auf Konflikte und Ungerechtigkeit.
Berufliche Erfahrungen im sozialen Bereich waren sinnvoll, aber gleichzeitig überfordernd – ein typisches „Sowohl als auch“.
Bürokratie, Zeitdruck und starre Strukturen lösten Stress und Blockaden aus.
Multitasking, Lärm, Tempo und Erwartungen führten zu Überstimulation.
Selbstzweifel und alte Muster („Ich muss alles halten“, „Ich darf nicht zu viel sein“) erschwerten Entscheidungen.
Trauer und Erschöpfung hatten keinen Raum gefunden und wirkten im Hintergrund weiter.
Gleichzeitig zeigte das Coaching eindrucksvoll:
wie wichtig klare Grenzen, realistische Arbeitszeiten, ruhige Arbeitsumfelder, wertschätzende Kommunikation, strukturierte Aufgaben, Pausen und Rückzugsmöglichkeiten sind.
Erst durch diese Rahmenbedingungen kann eine hochsensible Person ihre besonderen Fähigkeiten wirklich einbringen: analytische Tiefe, Kreativität, Empathie, Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen.
Dieses Beispiel macht deutlich: Hochsensible scheitern nicht an der Arbeit – sie scheitern an Arbeitsbedingungen, die nicht zu ihrem Nervensystem passen. Mit passenden Rahmenbedingungen werden sie zu hochwertigen, loyalen, kreativen und tief denkenden Mitarbeitenden, die Teams bereichern und Qualität sichern.
Fazit
Ganz selten erzählen mir hochsensible Menschen bislang von wirklich positiven Erfahrungen in der Arbeitswelt. Vieles wird noch nicht verstanden. Oft fehlt es an Bereitschaft, sich einzulassen, zuzuhören und Rücksicht zu nehmen. Und viele scheuen sich noch immer, offen zu sagen, dass sie hochsensibel sind – aus Sorge vor Missverständnissen oder Nachteilen.
Gerade deshalb ist Aufklärung so wichtig. Ich unterstütze Unternehmen dabei, Sensibilität als Ressource zu erkennen: mit Vorträgen, Workshops und Impulsen, die Verständnis schaffen, Zusammenarbeit erleichtern und neue Perspektiven öffnen. Firmen können mich dafür buchen – für mehr Wissen, mehr Miteinander und mehr Raum für unterschiedliche Nervensysteme.
Coach Antje Remke bringt Brandenburg zum Nachdenken
Die Chemie zwischen Antonia Wünschmann vom Meeting Point Brandenburg/ Havel und mir stimmte auf Anhieb. Ich freute mich über die Gelegenheit, wieder über die Hochsensibilität zu reden. In einer Stunde haben wir sehr viel besprochen. So fasste sie es zusammen.
Die 57-jährige Antje Remke aus Berlin sensibilisiert derzeit in Brandenburg an der Havel für Hochsensibilität – eine Eigenschaft, bei der Betroffene Reize intensiver wahrnehmen. Die im Havelland geborene Expertin, die selbst hochsensibel ist, bietet seit 2023 Seminare an Volkshochschulen an, zuletzt am 10. und 15. November in der VHS in der Upstallstraße 25. „Hochsensible brauchen Mut, aufeinander zuzugehen“, betont Remke, die durch Kontakt zu VHS-Mitarbeiter Ralf Schindler ihre Kurse in die Havelstadt brachte. Meetingpoint hat mit ihr tiefer über das Thema gesprochen und gefragt, was ihre Botschaft an hochsensiblen Menschen ist.
Vor zehn Jahren lernte Antje Remke das Thema kennen, als eine Frau sie zu einer Veranstaltung in Pankow einlud. „Ich habe mich oft nicht verstanden gefühlt, konnte mich für viele Dinge begeistern und brauchte eine größere Welt“, beschreibt sie ihre Kindheit. Schon früh schrieb sie Gedichte – in der 5. Klasse über Weihnachten, ihre Mama und Sport –, später nutzte sie Schreiben als Poesie-Therapie, besonders während des Corona-Lockdowns: „Der war eine Katastrophe, weil ich mich nicht entfalten konnte.“ Entfaltung ist für hochsensible Menschen ein wichtiges Thema. Oberflächliche Gespräche zum Beispiel sind etwas, das Hochsensible oft nicht mögen oder gar meiden, berichtet Remke. Sie weiß aus Erfahrung, dass Tiefgründigkeit etwas ist, das Hochsensible brauchen und dafür braucht es Raum und Zeit – nicht immer einfach in einer schnelllebigen Zeit.
Ihr erstes Seminar über Hochsensibilität in Brandenburg an der Havel fand im Jahr 2023 statt und hatte zehn Teilnehmer. Mittlerweile folgen im Frühling und Herbst je zwei Kurse. Remke berichtet über das selbstgegründete Netzwerk „Die Havelfeen“ mit vier Frauen, die sich durch ihre Kurse gefunden und nun vernetzt haben, um mutiger mit dem Thema umzugehen.
Im Fachkräftemangel sieht Remke Chancen, denn sie arbeitet auch als Jobcoach: „Hochsensible brauchen es gefragt zu werden, was sie zum Arbeiten benötigen.“ Sie warnt vor alten Denkmustern wie „Jetzt hab dich mal nicht so und sei doch nicht so sensibel“ und rät zu eigenem Raum, Vertrauen und Abgrenzung statt Kontrollblicken vom Chef. In ihren Jobcoaching-Berichten für Ämter benennt sie bewusst die Hochsensibilität ihrer Klienten offen, um Passgenauigkeit zu fördern und das Thema Stück für Stück in dieses System zu bringen.
„Ressourcen schonen, Grenzen kennen – und Humor hilft“, fügt sie hinzu. Eine Teilnehmerin ihres Kurses an der VHS lobte: „Dein tiefsinniger Witz bringt Abstand zu schweren Themen.“ Remke wird sich auch in Zukunft für mehr Sichtbarkeit einsetzen: „In Amerika gibt es den 1. November als Hochsensibilitätstag – bei uns fehlt das noch.“
Antje Remke sucht „Oasen-Menschen“ und spricht überall darüber – sogar ein Filmprojekt über Hochsensibilität brodelt, wie sie kürzlich erfahren hat. Ihre Botschaft: Hochsensibilität als Gabe nutzen, durch Austausch und Strategien. Wer will, kann Antje Remke anfragen für Lesungen, Vorträge oder Workshops. An der VHS Brandenburg an der Havel wird sie im Mai 2026 ihre nächsten Kurse anbieten.
In meiner Jugend in der DDR (geb. 1968) war ich ein großer Fan vom Liedermacher Gerhard Schöne (geb. 1952). Ich besuchte viele Konzerte, hüte seine ersten 3 Langspielplatten und konnte vieler Lieder mitsingen. Da steckt so viel drin, was mich immer wieder berührt und noch so aktuell ist. Ich fühle viel von dem, was er singt. Meine Vermutung ist, dass er auch zu den hochsensiblen Menschen gehört. Es ist ein Genuss auf alte Ossis zu treffen, die die Erinnerungen und Gefühle teilen. Immer wieder spiele ich Lieder im Coaching oder in Kursen vor. Sehr viele schätzen seine facettenreiche Sprache und finden sich auch darin wieder. Mein IKIGAI ist die Inspiration. Deshalb stelle ich Gerhard Schöne hier vor. Vielleicht kann ich ja das Interesse wecken, mehr von ihm zu entdecken.
Meine facettenreiche Playlist
Manche der Lieder sind mit, manche ohne meine Geschichten dazu. Alle Titel sind verlinkt, um leicht reinhören zu können. Viel Freude dabei.
Alles muss klein beginnen – hatte ich im Kopf, als ich im August 2025 die Idee hatte, einen Infotag Hochsensibilität zu initiieren. Tief berührte es mich, dass das Lied am 03.10.2025 vor dem Berliner Dom beim Singen für Europa auch zum Repertoire gehörte und so viele es gemeinsam sangen.
Die Alte auf dem Spielplatz – „Oma willst du schaukeln, ja komm und gib mir Schwung mein Herz, dann werd ich wieder jung.“. Ich lese seit Januar regelmäßig in einem Seniorenheim. Vor kurzem spielte ich ihnen zwischendurch dieses Lied vor. Es war ein Geschenk ihnen beim Lauschen zuzusehen.
Der Märchenprinz – War einmal Motto für eine Rede beim Redeclub für Frauen Reden bei Paula Panke. Die Überlegung, warten wir auf den Märchenprinz oder was nehmen wir selbst in die Hand?
Ich bin im Fernsehn aufgetreten – 2024 bin ich ganz kurz bei Terra xplore im Fernsehen in der Dokumentation „Hochsensibilität: Wenn viel Gefühl zur Chance wird“ aufgetreten.
Eine Jugendfreundin, die davon erfuhr, schickte mir den Link zum Lied. Diese gemeinsame zeit prägte.
Tagebuch – „Wenn du 15 bist und dir das herz fast überläuft und keiner scheint das zu verstehen, hilft dir manchmal nur das Tagebuch, um nicht völlig durch zudrehen.“
Vielleicht wird´s nie wieder so schön Für mich ist dieses Lied ziemlich melancholisch, über all das, was es vielleicht nie wieder geben wird. Beim Reden darüber kam uns die Idee. Es wird anders schön. Ja und die Vorstellung fühlt sich wohlig an.
Wellensittich und Spatzen „Als mein gelber Wellensittich aus dem Fenster flog, hackte eine Schar von Spatzen auf ihn ein, denn er sang wohl etwas anders und war nicht so grau wie sich, und das passt in Spatzenhirne nicht hinein.“ Immer wieder teile ich es bei Hochsensiblen, für die ihr Anderssein oft eine riesige Herausforderung ist.
Weil ich Geburtstag hab – viele Jahre hörte und sang ich dieses Lied morgens zum Geburtstag.
Für die, die sich in die Texte vertiefen wollen oder beim Hören auch mitsingen wollen. Die Texte gibt es hier.
Für mich steckt so vieles drin
Achtsamkeit & Anders sein & Außenseiter & Dankbarkeit etwas wahrnehmen zu können & Demenz & Es selber in die Hand nehmen & Hochsensible weinende Jungen & Kinderaugen & Lebendigkeit & Mut klein anzufangen & Nostalgie & Sich unverstanden fühlen & Sowohl als auch & Star sein & Startchancen & Träumen & Verrücktheiten & Vorurteile & Wehmut & Wünsche & Zärtlichkeit.
Und?
Was fühlst und denkst du beim Hören und Lesen? An was erinnert es dich? Bin sehr gespannt.
Kleiner Nachtisch
Am 10.01. 2002 erschien anlässlich seines 50. Geburtstag dieser Artikel über ihn.
Im Oktober 2024 begleitete mich meine 20 jährige Tochter zu einem Konzert mit Gerhard Schöne. Das war schon etwas Besonderes ihn nach vielen Jahren einmal wieder live zu erleben.
Kurz vor der Veröffentlichung des Blogbeitrags kam ich „zufällig“ ins Gespräch mit einer Frau, die auch von ihm durch die Jugend begleitet wurde. Auch sie hat nur ein Gefühl zu den ersten Schallplatten. Sie schenkte mir eine Erklärung. Es veränderte sich alles mit der Wende 1989.
„Zufällig“ traf ich am gleichen Tag eine hochsensible Frau. Wir kennen uns eine ganze Weile. Auch sie hat zu den ersten Liedern ein anderes Gefühl. Schon verrückt.
Dezember 2025 Weihnachtsspaziergang Insel der Jugend Treptower Park.
Literatur als Impuls für Kreativität und für neue Denkwege
Inhalt
Wie komme ich auf die Idee, dass meine Bücher auch in den Deutschunterricht passen?
Beschreibung
Stilistische Formen
Poesietherapie als Ansatz
Viel Mehr zu den Inhalten
Titelübersicht
Schüler:innen Feedback
Rückmeldungen aus Lesungen und Veranstaltungen
Kosten
Wie komme ich auf die Idee, dass meine Bücher auch in den Deutschunterricht passen?
Neben meinem erwachsenen Publikum gibt es immer wieder auch Kinder und Jugendliche, die in meinen Bücher gelesen haben. Sie fanden manches lustig, in manchem fanden sie sich wieder. Manche fühlten sich motiviert, selbst etwas zu schreiben. Bei meinen ersten Gedichten war ich in der 5. Klasse. (ergänzen).
Mir begegnen immer wieder Deutschlehrer:innen (u.a. auch Hochsensible), die sich meine Bücher schon kauften und die Inhalte vereinzelt im Unterricht nutzen. Ich schreibe meist alltagstauglich und natürlich. Ich mache mir über vieles Gedanken. Gerade im Lockdown habe ich mir kreative Inspirationen überlegt. Inzwischen weiß ich, dass es auch meine eigene Poesietherapie war. Einiges erinnert mich immer wieder
„Weitermachen, es gibt wieder was zu lachen.“, „Mir gefällt es, wie ich´s mache, über meine Zweifel lache.“, „Wiederbeleben, alles war starr, Bewegung nicht da, Menschen durften sich nicht sehen, keiner vor die Haustür gehen.“ Ich höre von vielen Seiten, dass es auch SchülerInnen nicht einfach ist. Am meisten erschütterte mich ein Suizid eines Schülers. Wir alle brauchen Erinnerungen an Verbundenheit, Zuversicht, Hoffnung und Leichtigkeit.
Antje Remkes Texte regen Schüler:innen zu Diskussionen, Projekten und Perspektivwechseln an – Literatur als Motor für Kreativität.
Lebensnahe Themen die Texte greifen Hochsensibilität, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Herausforderungen, wie Einsamkeit auf. Schüler*innen finden darin eigene Erfahrungen und Gefühle gespiegelt, was Identifikation und Verständnis fördert.
Sprachliche und stilistische Vielfalt die Bücher verbinden klare Sprache mit poetischen Nuancen. Sie eignen sich hervorragend, um Sprachbewusstsein und Ausdruckskraft zu schulen.
Gesellschaftliche Relevanz Themen wie Sucht, Depression, Hochsensibilität und Empowerment sind hochaktuell. Schüler*innen lernen, Literatur als Spiegel gesellschaftlicher Fragen zu begreifen.
Förderung von Empathie und Perspektivwechsel Die Texte regen dazu an, Menschen mit besonderen Wahrnehmungen oder Belastungen besser zu verstehen. Das stärkt soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz – zentrale Bildungsziele.
Impulse zum „Denken neu lenken“ die Bücher sind nicht nur Literatur, sondern auch Anstoß für Diskussionen und kreative Projekte. Sie laden dazu ein, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und neue Denkwege zu erkunden.
Fazit
Die Bücher von Antje Remke sind mehr als Lesestoff: Sie sind Werkzeuge für Selbstreflexion, gesellschaftliches Lernen und sprachliche Entwicklung. Damit passen sie ideal in den Deutschunterricht – gerade in einer Zeit, in der Schüler*innen nach Orientierung und Inspiration suchen.
Stilistische Formen in Antje Remkes Büchern – Einsatz im Deutschunterricht
Lyrik & Poesie
Gedichte mit Metaphern und Wortspielen & Verdichtete Sprache, die Emotionen direkt erfahrbar macht
Einsatz: Analyse von Bildsprache, Rhythmus und Klang
Kurzprosa & Alltagsbeobachtungen
Pointierte Miniaturen und kurze Erzählungen & Humorvolle Dialoge (z. B. mit dem „Schweinehund Aljoscha“)
Einsatz: Schreibübungen zu Alltagsreflexion und Perspektivwechsel
Autobiografische Reflexion
Persönliche Erfahrungen zu Hochsensibilität, psychischer Gesundheit und Empowerment & Authentische, lebensnahe Sprache
Einsatz: Diskussion über Selbstreflexion und gesellschaftliche Themen
Humor & Ironie
Spielerische Elemente, die ernste Themen leichter zugänglich machen
Einsatz: Analyse von Stilmitteln wie Ironie und Humor in ernsten Kontexten
Empowerment- und Coaching-Sprache
Texte als Appell zum Perspektivwechsel und zur Selbststärkung
Einsatz: Kreative Projekte, Diskussionen über Sprache als Werkzeug für Veränderung
Pädagogischer Nutzen
Förderung von Sprachbewusstsein und Ausdruckskraft & Spiegelung eigener Erfahrungen → Identifikation & Empathie & Literatur als Impuls für Diskussionen und kreative Projekte
Poesie-Therapie
Die Gedichte und poetische Texte können Gefühle verdichten, benennen und dadurch entlasten.
Nutzen im Unterricht: Schüler:innen und Klient:innen lernen, eigene Emotionen sprachlich zu fassen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Stilistische Form: Texte und Gedichte verbinden klare Sprache mit poetischen Bildern – ideal für Reflexion, Selbstwahrnehmung und kreative Verarbeitung.
Therapeutischer Mehrwert: Förderung von Empathie, Resilienz und emotionaler Intelligenz durch literarische Auseinandersetzung.
Die Bücher sind nicht nur Literatur, sondern auch Werkzeuge für Poesie-Therapie – sie regen zur Selbstreflexion an und eröffnen heilende Denk- und Sprachräume.
Schüler-Feedback
Selbstzweifel„Manchmal denke ich, ich bin zu empfindlich. In den Gedichten finde ich Worte, die mir zeigen: Hochsensibilität ist keine Schwäche, sondern eine Stärke.“
Empathie„Die Texte helfen mir, andere besser zu verstehen. Ich merke, dass viele Gefühle, die ich habe, auch andere kennen.“
Motivation„Die Geschichten machen mir Mut. Sie zeigen, dass man trotz Schwierigkeiten kreativ sein und neue Wege gehen kann.“
Lassen Sie Ihre Schüler:innen entdecken, wie die Bücher „Wirksame Worte“ und „Crossover! Sprache, Empathie und Lebensnähe verbinden – und machen Sie Literatur zu einem lebendigen Werkzeug im Unterricht. Kontaktieren Sie mich gern bei weiteren Fragen. Tel. 0179.7932906 oder info@denken-neu-lenken.de Antje Remke
Seit 2017 werde ich von Selbsthilfegruppen in Berlin und Brandenburg eingeladen, um interaktive Vorträge zu gestalten. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Hochsensibilität – einem Bereich, der viele Menschen bewegt und oft noch wenig verstanden wird.
Aufklärung und Inspiration
In meinen Vorträgen geht es nicht nur um die Grundlagen der Hochsensibilität, sondern auch um die Überschneidungen mit anderen Themen wie Depressionen, Angststörungen, Fibromyalgie und Suchterkrankungen Erkrankungen. Gerade diese Verbindungen eröffnen neue Perspektiven und helfen Betroffenen, ihre Erfahrungen besser einzuordnen, sich und andere besser zu verstehen.
Meine Arbeit in Selbsthilfegruppen und Kontaktstellen
Ich durfte bereits mit ganz unterschiedlichen Gruppen an 3 Orten in Berlin und Brandenburg zusammenarbeiten, unter anderem:
Angehörige von Suchtkranken
Selbsthilfegruppen zu Ängsten und Depression
Selbsthilfegruppen mit Schwerpunkt Depression
Gruppen für Menschen mit Fibromyalgie
Gruppen für Hochsensible Menschen und Menschen mit ADHS
Selbsthilfegruppen für Menschen mit seelischen Problemen
Sehr gerne komme ich auch zu Ihrer Gruppe – ob in Berlin oder im Land Brandenburg. Gemeinsam schaffen wir Räume für Austausch, Inspiration und neue Sichtweisen. Ich freue mich darauf, Ihre Gruppe kennenzulernen und gemeinsam neue Impulse zu setzen.
Impulse zum „Denken neu lenken“
Neben Hochsensibilität greife ich eine Vielzahl weiterer Themen auf, die für Selbsthilfegruppen relevant sind. Ziel ist es, konstruktive Impulse zu geben, die zum Nachdenken anregen und neue Wege eröffnen – ganz im Sinne meines Mottos: Denken neu lenken.
Beispiele: Mut, Motivation, Kommunikation, Resilienz (seit 1998 leite ich Workshops und Gruppen an verschiedenen Orten und zu unzähligen Themen).
Ja ich habe die KI befragt, warum meine Bücher Wirksame Worte, Crossover und das Hörbuch Ansteckend wohlige Geschenke sind. Die KI hat die Rückmeldungen der letzten Jahre passend zusammengefasst. Viele meiner Texte und Gedichte sind seit dem Lockdown entstanden. Es sind kreative teils sehr persönliche Überlegungen im Umgang mit vielseitigen unbekannten Herausforderungen. Jetzt ist weiter Vieles ungewiss, dunkel und schwer. Das ist Schwerstarbeit auch für hochsensible Menschen, die so viel fühlen. Wir brauchen Licht im Dunkeln. Für mich sind es auch die Momente, wenn ich etwas von meinen Texten und Gedichten anderen vorlese, wenn geschmunzelt wird, ich in strahlende Augen sehe, wenn Tränen fließen, manche Gänsehaut bekommen, ich höre, dass Hochsensible mein Buch verschenken an Menschen, denen es nicht gut geht, und sie erzählen, dass sie immer wieder darin blättern und sich reinspirieren. Auch für mich sind es immer wieder Erinnerungen an meinen Mut, ans Weitermachen, die Zuversicht, an den Umgang mit der Dunkelheit etc.
Tiefsinniger Witz
„Was für ein sprudelnd inspirierender Abend. Es ist eine Freude Dich mit Herz und Humor aus Deinen Büchern lesen zu sehen und zu hören. Und dadurch die Vielschichtigkeit und den tiefsinnigen Witz zu ergründen.“
Die Bücher und das Hörbuch von Antje Remke sind ideale (Weihnachts)Geschenke, weil sie Herzenswärme, Humor und Tiefgang verbinden. Sie schenken Inspiration, Trost und Leichtigkeit – genau das, was Menschen in der oft hektischen Weihnachtszeit brauchen.
Gründe, warum Antje Remkes Werke perfekte Weihnachtsgeschenke sind
Worte, die berühren und stärken Leser*innen berichten, dass die Texte wie kleine Anker im Alltag wirken und auch in dunklen Zeiten Licht spenden. Sie öffnen Räume für Selbstreflexion, Mitgefühl und neue Perspektiven – ein Geschenk, das lange nachklingt.
Humorvolle und lebensnahe Sprache Neben Tiefgang und Poesie sind die Texte geprägt von Humor und Leichtigkeit, die gerade zu Weihnachten Freude schenken. Ob Gedichte, Geschichten oder Impulse – sie bringen ein Lächeln und Nachdenken zugleich.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten Die Bücher werden von Therapeutinnen, Coaches und Selbsthilfegruppen* genutzt – als Impulsgeber, Gesprächsanstoß oder kreative Inspiration. Sie eignen sich sowohl für Einzelne als auch für Gruppen, was sie zu einem universellen Geschenk macht.
Hörbuch für gemütliche Wintertage Das Hörbuch auf Spotify wird als kreativ, humorvoll und inspirierend beschrieben. Ideal für Menschen, die sich in der Weihnachtszeit gerne zurücklehnen und Worte wirken lassen.
Resonanz aus der Praxis Leserinnen nennen die Texte „Dosen Lichtenergie im grauen Winter“ oder „Herzensgeschenke*“. Viele verschenken die Bücher bereits an Familie, Freundinnen oder Kolleginnen** – mit großer Freude und Dankbarkeit.
Fazit
Die Bücher und das Hörbuch von Antje Remke sind mehr als Geschenke: Sie sind Begleiter voller Wärme, Humor und Inspiration, die Menschen durch die Weihnachtszeit und darüber hinaus tragen.
und mehr noch in den Blogbeiträgen, Instagram und YouTube zu entdecken.
Stimmen aus meinem Inneren
„Ich habe beim Lesen oft Tränen in den Augen – nicht aus Traurigkeit, sondern weil ich mich so tief berührt und verstanden fühle. Ihre Worte treffen mich dort, wo ich sonst kaum jemanden hinlasse.“ „Die Texte sind wie ein Spiegel für meine Gedankenwelt. Ich entdecke mich selbst darin – manchmal klarer, manchmal überraschend neu.“ „Ich spüre beim Lesen eine Art inneres Aufatmen. Als würde jemand sagen: Du bist okay, genauso wie du bist. Das ist für mich als hochsensible Person unglaublich heilsam.“
Kosten:
Wirksame Worte: Gedruckt 10.69 Euro, Ebook 6,66 Euro bestellbar bei Amazon
Crossover bestellbar 12 Euro, Ebook 5,99 Euro in jedem Buchladen und online
Über die Jahre teilten viele meiner hochsensiblen Coachees auch ihre Therapieerfahrungen. Viele berichten, dass die Hochsensibilität noch nicht bei allen Therapeuten bekannt ist und oft noch belächelt wird. Mich schmerzen die Geschichten. Ich habe Fragen gestellt. Vielleicht kann es etwas dazu beitragen, dass Hochsensibilität ernster genommen. Es wäre eine Geschenk. Hier ist der 1. ausführliche Erfahrungsbericht.
Welche Erfahrungen hast Du mit welchen Therapien gesammelt?
Ich persönlich hatte die Diagnose Depression erhalten. Ich glaube mich zu erinnern, dass es sich um eine mittelgradige depressive Episode gehandelt hat. Ganz genau weiß ich das nicht mehr. Ich in meinem Fall bin auch der Meinung, dass diese Diagnose nicht richtig war. Diese wurde von meiner Allgemeinärztin gestellt als ich vollkommen erschöpft zu ihr ging. Keiner der darauffolgenden Fachärzte hat die Diagnose in Frage gestellt, sondern diese einfach weiter verwendet. Das hat auch etwas mit der Abrechnung mit der Krankenkasse zu tun. Es braucht eine Diagnose aus dem ICD-10 (jetzt ja 11), um Maßnahmen und Behandlungen abrechnen zu können. Ich sollte dann in eine Reha gehen, die ich nach einem Tag beendet habe. Ich sollte dort an einem Schlaftraining teilnehmen, weil ja Depressive Probleme mit dem Schlaf haben. Ich hatte aber gar kein Problem mit meinem Schaf. Es wird meiner Erfahrung nach oft eine Diagnose aufgedrückt, um somit die Leistungen bestmöglich abrechnen zu können.
Man hat mir auch Tabletten verordnet, da man das bei einer solchen Diagnose so macht. Diese haben mein Wohlbefinden in keiner Form verbessert oder verändert. Ich wollte sie auch gar nicht. Man sagte mir, ich müsse diese nehmen, damit es mir besser gehen kann. Und ich wollte ja, dass es mir wieder besser geht. Die Tabletten haben mir eher das Gefühl gegeben noch weniger Zugang zu mir selbst zu haben und wie unter einem Schleier zu leben. Aber machen wir uns nichts vor, das ist ja auch der Sinn des Ganzen: Menschen sollen schnellstmöglich wieder arbeitsfähig gemacht werden. Egal wie. Ich war meiner Meinung nach einfach erschöpft von meinem an die „normale“ Gesellschaft angepassten Leben. In einem Job, den ich furchtbar fand. Jeden Tag allein mit den Herausforderungen des alltäglichen Lebens fertig werden, ohne Pause und Rückzug. Wie eine Lok (ist ein Lied von Peter Fox-Lok auf zwei Beinen) durch mein Leben rennend. Ohne wahrzunehmen was ich möchte und brauche, ohne Grenzen zu setzen. Da hat mein Körper dann halt irgendwann gestreikt. Finde ich eine ganz normale Reaktion.
Aber keine gut abrechenbare Diagnose. Da gibt eine Depression viel mehr Spielraum. Ich habe eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht. In der ich gelernt habe, mich noch besser anzupassen. Ich habe von Modellen gehört, die ich anwenden soll was mir (außer später eine 1,0 in der klinischen Psychologie) für mein Wohlbefinden nichts gebracht hat. Ich habe die Dinge nicht gefühlt. Ich sollte den sachlichen Umgang mit meinen Emotionen lernen, um so ein angepasster Teil der Gesellschaft zu sein. Ich habe wie eine Wilde alles befolgt, bearbeitet und angewendet aber ich habe mich dadurch nur noch immer mehr verloren und mir ging es nicht besser. Ich hätte einfach mal Ruhe und Schlaf gebraucht, denke ich. Ich habe natürlich auch schon eine Reha-Maßnahme durchgezogen. Dort habe ich getöpfert, sollte Körbe flechten (was ich nicht gemacht habe, da ich da für mich keinen Sinn drin sah), Kunsttherapie, Musiktherapie, Ergotherapie im Allgemeinen, Gruppentherapie (fand ich ganz furchtbar- ich wusste immer nicht wie viel ich sagen durfte uns sollte, um nicht den anderen Teilnehmenden die Zeit wegzunehmen). Dann habe ich ganz viel Sport gemacht, da es hieß, davon würde die Erschöpfung weg gehen. Ich muss überlegen, ich bekomme glaube ich alles gar nicht mehr zusammen, was ich ausprobiert habe. Achtsamkeitstraining (MBSR und MBCT). Körperpsychotherapie, Schamanin…
Was hat Dir geschadet?
Die kognitive Verhaltenstherapie und die Medikamente waren meiner Meinung nach absolut nicht gut für mich. Da ich mich dadurch nur noch mehr an ge- und erwünschte Strukturen anzupassen versucht habe und mich immer weiter von mir entfernt habe und mich selbst dadurch immer mehr verloren habe. Diese Form der Therapie habe ich immer als defizitär empfunden. Mir wurde sozusagen vermittelt, dass etwas mir mir nicht stimmt und ich habe an mir zu arbeiten, um dies zu ändern. Es liegt sozusagen an mir, das ich komisch bin und, wenn ich das abstelle, wird alles gut.
Mittlerweile weiß ich, aus meinem Studium heraus, dass 50 % der kognitiven Verhaltenstherapien den Patienten nicht helfen. Ich kenne auch niemanden, der sagt, das ihm das geholfen hätte. Daher bin ich, außer bei einigen Erkrankungen wie bestimmten Angsterkrankungen, kein großer Fan dieser Therapieform. Aber auch hier ist es so, dass diese Therapie von den KK am ehesten unterstützt wird. Auch werden die meisten Psychotherapeuten hierin noch ausgebildet. Zum Glück zeichnet sich hier langsam ein Umschwung ab (siehe Buch von Nike).
Auch geht man davon aus, dass ein Großteil der Patienten, die sich in Psychotherapie begeben, hochsensibel sind. Da diese Menschen an dem Versuch sich immer während an das erwünschte Verhalten anzupassen, ins Straucheln geraten. Nur benötigen diese oft ein ins Fühlen kommen und keinen weiteren Änderungswünsche an ihr Verhalten und keine weitere Person, die ihnen sagt, dass sie komisch sind.
Diagnosen für eine Kurzzeittherapie
Ich selbst bin auch seit 2001 Heilprakterin für Psychotherapie. Mehr dazu hierF 43.2 Anpassungsstörungen
F 43.0 akute Belastungsreaktion (in Übergangssituationen)
F 48.0 Neurasthenie (Erschöpfungssyndrom)
Welche Bedeutung hatte die Erkenntnis, dass Du hochsensibel bist?
Ich würde das aus meiner Sicht mit keiner besonderen Bedeutung sehen. Zuerst war es ein aha- Erlebnis. Für mich hat sich dadurch einiges, was mir so im Leben passiert ist und nicht gut getan hat, erklärt. Mittlerweile sehe ich es als ein Persönlichkeitsmerkmal, so wie es ordentliche und eher unordentliche Menschen gibt. Ich weiß nun, dass ich eine bestimmte Umgebung benötige, um mich wohl fühlen zu können und auch Leistung im beruflichen Kontext abrufen zu können. Durch diese Erkenntnis kann ich manches besser bewerten und einen für mich passenderen Umgang damit finden. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Haben Dich Therapeuten darauf aufmerksam gemacht?
Nein, nie. Unter Therapeuten war das Thema immer nicht so gern gesehen. Es gibt auch heute noch einige, die das etwas kritischer betrachten auch vor dem Hintergrund, dass es ein so gerade „modernes“ Thema in den Medien ist.
In wie weit wurdest Du ernst genommen?
Von den Therapeuten? Als ich Therapie machte, wusste ich noch nichts von diesem Persönlichkeitsmerkmal bei mir. Daher kann ich darauf bezogen nichts dazu sagen. Ich kann nur sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass mir die Therapie zeigen sollte, welche Defizite ich habe und wie ich diese beseitigen kann. Das war für mich im Nachhinein betrachtet ein Nicht-Ernst- Nehmen meiner Persönlichkeit und somit auch dem Merkmal der Hochsensibilität.
Seit wann weißt Du es?
Seit 2021. In meinen Aufzeichnungen konnte ich jedoch auch Hinweise finden, dass ich mich bereits 2019 einmal damit beschäftigt hatte.
Wissen, kann ich aber eigentlich auch nicht so sagen. Ich vermute es. Ich habe den Test von Elaine Aron gemacht. Und, wenn ich Bücher und Studien zu diesem Thema lese, kann ich mich in vielem wiederfinden. Wobei der Test von Elaine Aron nicht von jedem als wirklich wissenschaftlich fundiert eingestuft wird. Es gibt auch viel Kritik daran, dass die Fragen zu allgemein formuliert seien und dadurch sehr viele Menschen zu einem hohen Ergebnis gelangen würden.
Hierzu gibt es auch eine Folge eine Podcasts von Dr. Leon Winterscheid (Betreutes Fühlen- Bin ich Hochsensibel) und Axel Schröder worin auch Kritik an dem Test geäußert wird. Ich finde nicht alles gut, was dort gesagt wird, aber ich fand es gut, um mir ein umfassenderes Bild machen zu können. Und bezüglich des Tests kann ich ihm teilweise recht geben. Ich finde ihn zum Teil auch ein wenig zu allgemein zutreffend formuliert. Es gibt aber derzeit noch nichts wirklich besseres in diesem Bereich. Daher wird er weiter verwendet.
Was hättest Du Dir von Therapeuten gewünscht?
Von meiner Therapeutin hätte ich mir gewünscht, dass sie erkennt, dass die kognitive Verhaltenstherapie nicht die passende Therapieform für mich ist. Ich hätte mir weiterhin gewünscht nicht an den Schwächen herumzudoktern sondern die Stärken meiner Persönlichkeit herauszuarbeiten und zu nutzen.
Was sollte sich ändern?
Es sollte sich meiner Meinung nach ändern, dass Therapeuten und Krankenkassen nicht nur eine Therapieform präferieren. Sondern die passende für den Patienten suchen und finden. Das umfasst auch das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität. Es nützt nichts Geld für die 10. VT auszugeben, wenn neun schon nicht erfolgreich und hilfreich waren. Auch sollte die Therapieform nicht vom Ego des Therapeuten abhängen sondern dem Wohl und der Lebensqualität des Patienten dienen.
Hochsensible Erfahrungen mit Therapie – Fortsetzung folgt
Ganz in meiner Nähe ist der Friedhof 3 in Berlin Pankow. Er ist mir sehr vertraut. Am Freitag kam mir dort die Idee, diesen Text hier zu teilen. Gestern war der 8. Todestag meiner Mutter. Heute ist Totensonntag. Im September war dort „Tag des Friedhofs“. In der Vorbereitung gab es die Einladung Texte zu schreiben. So ist der Text entstanden. Er wurde nicht ausgewählt für die Lesung. War nicht schlimm. Mich berührte die Erinnerung an „meine“ Toten. Sie fehlen, aber ich bin ihnen auch für so viel dankbar. 23.11.2025
Mein Dank gilt den Toten
Ihr seid schon ganz schön viele. Schön ist das nicht wirklich. Aber es ist Realität. Eure Namen bleiben ungesagt, anders der vielseitige Einfluss, den ihr auf mein Leben hattet. Für so Vieles sage ich DANKE.
Du hast mich vom Ertrinken gerettet.
Du hast mir das Schwimmen beigebracht. Leider verpasste ich die Beerdigung.
Bei Ihnen sah ich als Kind das erste Mal Farbfernsehen. Sie haben sich das Leben genommen.
Du warst eine junge Frau, bist Männern frech und selbstbewusst begegnet, und schwanger bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt.
Du hast mit mir Kindergeburtstag gefeiert. Du hattest Mukoviszidose. Deine Stimme habe ich immer noch im Ohr.
Du hast mir aus dem Westen „Emil und die Detektive“ geschenkt. Ich liebte es. Mein Sohn heißt Emil.
Du warst für mich ein etwas verrückte Kind gebliebene alte Frau, die gerne Canasta spielte und in Berlin Pankow lebte.
Du hast konsequent Frühsport gemacht. Ich mache es nicht.
Du hast meine Motivation geweckt, als Kind Englisch zu lernen und mir gezeigt, dass die Welt größer ist.
Durch Sie bekam ich als Kind Zugang zu Rüstzeitreisen. Ich erlebte kreative Workshops mit Singen, Basteln, dichtem noch viel mehr. Meine Neugierde auf Neues konnte ich so stillen.
Sie freuten sich diebisch, als sie eine Patientin mit Akupunkturnadeln wie von Zauberhand heilten.
Sie sagten zu mir. „Schwester Antje: Sie sind hier noch Mensch“. Ich war Krankenschwester in einer Rettungsstelle. Aus Liebeskummer nahm sie sich die Ärztin sich das Leben.
Sie waren ein höflicher stiller Arzt. Ich schätzte Sie sehr. Auch er starb durch einen Suizid.
Du warst ein lustiger wortgewandter Schulfreund meines Vaters. Es war ein Vergnügen mit dir dusseliges Zeug zu reden. Sein Ende war dramatisch.
Du hast beim Schwimmen über die Havel auf mich aufgepasst, hast gekämpft mit mir, bist mit mir Tanzen gegangen, hast mich deinen Trabi fahren lassen, als mein Führerschein noch frisch war. Ende Suizid.
Sie schenkten mir einen nur kurzen, aber intensiven Blickkontakt und waren ein bekannter Schauspieler.
Wegen dir nahm ich Sprechtraining, weil ich dich mit meiner Stimme nicht erreichte.
Du warst immer für mich. Du hast mich bekocht, für mich genäht und hast mir Geborgenheit geschenkt. Du fehlst mir besonders.
Du hast oft an mich gedacht und mich immer wieder Kleinigkeiten geschenkt. Sie erinnern mich an dich. Mir war es ein Bedürfnis, die Trauerrede zu halten.
Sie waren immer für einen Scherz zu haben. Wir teilten die Freude am Dichten. Wir waren einander Publikum und vor ihrer letzten Vorstellung auf dem Friedhof lernte ich Sie von ihrer Familie viele Seiten noch kennen, die mich berührten und freuten.
Du gabst mir die Chance, mich beruflich auszuprobieren.
Du hast mir vermittelt, dass ich richtig bin. Davon zehre ich heute noch.
Nach einem traumatischen Erlebnis waren Sie für mich da und halfen so, zu heilen.
Du schenkest mir viel Aufmerksamkeit für mein Leben und Dinge, die mich oft an dich erinnern
Dir verdanke ich die Inspiration für ein Gedicht.
Durch dich lernte ich mich abzugrenzen.
Deine warme Art und Interesse ließen mein Herz höherschlagen. Ich liebte deine Kreativität.
Stopp. Vom langen Erinnerungsbad, gemeinsam mit so vielen Menschen ist meine Haut ist schon ganz schrumpelig. Dunkelbunt bleibt die Erinnerung an all die Dinge, Momente, Gefühle und Erinnerungen mit eurem Leben und Tod. Ich fühle mich reich beschenkt. Ihr habt mich inspiriert, getröstet. motiviert, bereichert, gestärkt, bestätigt, gesehen und ermutigt. DANKE. Ich mache noch mit dem Leben weiter hier. Ich wende mich wieder dem JETZT und der ZUKUNFT zu. Ob ich auch ein Geschenk für andere bin? Wer weiß.
Bei meinem Ende lasst es krachen Sollt ihr weinen und auch lachen Was gab es für verrückte Geschichten die kann der Tod doch nicht vernichten Kann ja sein, es ist beschissen Vielleicht gibt’s Schmerzen des Vermissen Dann lasst Sekt und Tränen fließen Remember me – bitte genießen Bitte macht lebendig weiter neben Trauer auch viel heiter.
Dr. Elaine N. Aron, die Pionierin der Hochsensibilitätsforschung feiert ihren 81. Geburtstag.
vor 17 Jahre Start meiner Selbständigkeit
1. Infotag zur Hochsensibilität in Berlin. Laut meiner Recherche gab es so einen Tag vorher noch nicht. So kam es dazu.
Vor dem 1. Impulsvortrag
Ich hatte wenig geschlafen, da wir (Marion Rodenwald und ich) keine Ahnung hatten, was und wie viele Menschen kommen würden. Möglich war zwischen keine Interesse und Menschenmassen, die uns überfordern würden.
Wie angekündigt gab es eine Bücherauswahl zum Thema. Ich kam gar nicht dazu, mal in eins hineinzuschauen. An verschiedenen Stellen in der Bibliothek am Wasserturm gab es stille Ecken.
Die ersten kamen und gleich begann ein leiser Austausch miteinander. So blieb es den ganzen Tag. Wunderbar.
11 Uhr Der 1. Impulsvortrag
Publikum aus ca. 25 vertrauten und neuen Gesichtern. Neben meinem Input gab es lebhaften Austausch. Details gibt es später.
12 Uhr Mittagspause
Ich stillte meinen Hunger und gönnte mir kleine Präsenzauszeit. Spürte Müdigkeit und wusste, dass ich mit meiner Energie haushalten muss.
13 Uhr Lesung
Jennifer Kersten las aus ihrem Buch Libellen auf der Autobahn. Es geht um die Hochsensibilität in der Arbeitswelt
Marion Rodenwald teilte ihre berührende stille Lyrik aus ihrem Buch Zwischenstand
Ich las sowohl aus meinen Büchern, als auch Aktuelles.
15 Uhr 2. Impulsvortrag
Im Publikum zahlreiche neue Gesichter. Im ganzen ca. 25 Menschen. Mir fiel es nach diesem intensiven Tag nach der Fülle an Sinnesreizen, Gesprächen etwas schwerer mich zu konzentrieren. Es funktionierte aber.
Puzzleteile von diesem Tag
Menschen kamen u.a. durch die Gruppe Meet up, meine Einladung über Meet5, das HSS Treffen in der Brotfabrik, wurden von anderen mitgebracht und über den Aushang an der Bibliothek.
Vater und Sohn von der Filmproduktion Bärensprung. Vor 3 Wochen lernte ich die beiden bei einem Event von Ab unter die Erde kennen. Es ergab sich ein sehr intensives Gespräch auch über die Hochsensibilität. Sie haben ein sehr großes Interesse einen Dokumentarfilm über die Vielfalt der Hochsensibilität zu machen. Sie kamen mit vielen ins Gespräch, stellten viele gute Fragen, hörten zu, sammelten Eindrücke.
Ehepaare, bei denen „nur“ die Frau hochsensibel ist,
Eine Freundin überraschte mich mit einem Blumenstrauß.
Viele Männer, einer darunter, der auch ein Treffen für Hochsensible leitet.
Eine frage, ob Schwerhörigkeit teilweise ein Schutz ist gegen die Reizüberflutung ist.
Einer teilt, dass ihn das Details sehen so überfordert, dass es im besser geht, wenn es keine Brille aufsetzt, und so es reicht, wenn er nicht alles sieht.
Tränen der Berührung umgeben von vielen anderen Hochsensiblen.
Rückmeldungen
„Wenn dich im Auditorium 30 Menschen glücklich anstrahlen, wenn du von wildfremden Menschen dankbar umarmst wirst, wenn Lachen und Weinen gleichzeitig stattfindet und ganz viel Energie fließt, dann hat sich ein zusätzlicher Arbeitskraft und der Kraftaufwand gelohnt. Marion Rodenwald.“
Liebe Antje, seit vielen Jahren engagierst Du Dich jetzt schon für das Thema Hochsensibilität und hast bereits hunderten Menschen die Augen geöffnet bzw. eine ganz neue Welt offenbart. Auch ich bin über einen Deiner Volkshochschulkurse von Dir in diese Thematik eingeführt worden – dafür jetzt nochmals ganz lieben Dank! Indem Du jetzt den Tag-der-Hochsensibilität ins Leben gerufen hast, hast Du für die gesamte HSP-Community einen neuen Meilenstein geschaffen. Ich bin mir sicher, dass dies der Anfang einer neuen Tradition ist und noch viele solcher Tage folgen werden. Denn dieses Zusammenkommen so viele toller Menschen war wirklich herzöffnend. Mit Deinen vielen Ideen und Deiner Dir ganz eigenen Art (z.B. Deiner Begeisterung für Sprache) gelingt es Dir immer wieder, ein passendes Umfeld zu schaffen, wo Raum für jeden und jede ist und wo man sein darf, wie man ist. Bitte mach weiter so – Du bist ein Geschenk für die Welt!
Liebe Antje, ich danke dir von Herzen, dass du diese Veranstaltung gemacht hast. Dadurch bringst du Bewegung in die Gesellschaft, auch wenn diese erst am Anfang ist. Rom wurde auch nicht von heute auf morgen aufgebaut. Alles hat mal klein angefangen.
„Der Tag der Hochsensibilität, den du organisiert hast, war super. Für nächstes Jahr dann bitte den Tag in Uber Arena verlegen, damit die 700.000 Hochsensiblen aus Berlin auch in den Genuss deiner Vorträge kommen ;)“
„Hallo liebe Antje vielen, vielen Dank dir für die einfühlsame Organisation des „Tag der Hochsensibilität“ und das wunderschöne, bereichernde Gespräch gestern. Es war spürbar, wie viel Herz und Achtsamkeit in diesen Tag gelegt wurde – und wie wohltuend die Atmosphäre dadurch wurde.“
„Guten Morgen liebe Antje, ich hoffe Du hast den gestrigen Tag gut überstanden. Ich bin Dir zu Tiefs dankbar, dass Du diese Veranstaltung in die Wege geleitet hast. Ich bin mir sehr sicher, dass Du nicht nur mir sondern auch anderen Menschen dadurch Türen geöffnet hast und auch mehr Verständnis für sich selbst. Es fühlt sich einfach nur schön an, wenn man weiß, dass man damit nicht allein ist.“
„Liebe Antje, Danke Euch für diese gute Veranstaltung! und „Fühlverantwortung“ Liebe Grüße“
„Eine tolle Veranstaltung an einem schönen Ort! Sehr beeindruckend.“
Und nun?
Bin ich, sind wir gespannt, wie es weiter geht.
Wird es einen Film geben für die Sichtbarkeit der Hochsensibilität geben?
Werden an anderen Orten andere auch in die Öffentlichkeit gehen?
Werden wir mehr geschätzt und ernstgenommen?
Wird es mehr reizarme Orte geben?
Werden mehr Hochsensible ihr Potential in die Welt bringen können?
Wird es irgendwann mal einen offiziellen Tag der Hochsensibilität geben?
Werden wir „Promis“ finden, die sich als Hochsensible „outen“? Noch habe ich keinen gefunden?
Pause von der Welt – Oasennachmittag für hochsensible Menschen
Manchmal braucht es nur einen geschützten Moment, um wieder bei sich anzukommen. Einen Ort, an dem nichts erwartet wird und alles sein darf. Einen kleinen Zwischenraum zwischen Alltag und Innenwelt – leise, freundlich, wohltuend.
Der Oasennachmittag ist genau so ein Ort. Eine Pause von der Welt. Ein sanftes Auftanken für hochsensible Menschen, die sich nach Ruhe, Resonanz und einem achtsamen Miteinander sehnen.
Wir lassen den Trubel draußen und schaffen gemeinsam eine Atmosphäre, in der du durchatmen kannst. Im Austausch, in Stille, durch kleine kreative Impulse oder sanfte Aktivitäten, die dich vom Kopf zurück in deinen Körper führen.
Jedes Treffen hat einen eigenen thematischen Akzent – leicht, inspirierend, wohltuend. Nichts muss. Alles darf. Einfach sein.
Nächster Oasennachmittag:
03.05.26
„Streicheleinheiten für die Seele – bekommen und verschenken“
Was bestärkt mich, was nährt mich, was bringt mich in meine Mitte? Und wie kann ich auch andere bestärken ohne mir selbst Energie zu nehmen? Das wollen wir an diesem Nachmittag erforschen, durch Gespräche und Übungen aber auch durchs Hineinspüren und in unseren Körper hören.
Oasennachmittage 2026 jeweils 14 -17 Uhr
05.07.26
06.09.26
08.11.26
Energieausgleich 20 Euro Es gibt Tee und kleine Snacks
IdeenReich. Wir möchten einen Raum für Visionen öffnen, die durch Verbundenheit und sensible Wirkkraft von HSP mit HSP für HSP entstehen. Wo sich Menschen begegnen, die ihre Feinfühligkeit als Quelle von Kreativität, Tiefe und Verbundenheit erleben und daraus etwas erschaffen möchten.
Menschen, die bereits Angebote zur Hochsensibilität machen oder gerne welche erschaffen oder unterstützen möchten kommen hier zusammen. Wir tauschen uns aus, spinnen Ideen und Netzwerkfäden, stärken uns gegenseitig – achtsam, ehrlich und mit Herz. Wie wir die Zukunft träumen und gestalten wollen und welche Angebote und Räume es hierzu vielleicht braucht. Mit unserer Intuition als Kompass.
2024 schrieb ich bei einen Schreibworkshop der Böllstiftung mein 1. Slam – Poem. Vorher waren meine Texte und Gedichte immer viel kürzer. Sich mal ein ganzes Wochenende sich Zeit für ein Projekt zu nehmen, war eine schöne neue Erfahrung. 2025 ging es dann um das Facettenreich der Hochsensibilität. Und 2026? Mal schauen, wie es weitergeht.
Alles im Stau
schade schade die Blockade
schon seit langem strömt es nicht geb den Sorgen viel Gewicht
alles ist trübe zerbrech mir die Rübe
wo find ich wieder meinen Flow wirklich ich vermisse ihn so
mein Lebensfluss ist sehr verschmutzt wozu wohl dieser Dreck so nutzt?
ich denke nach und bin verdutzt mein Wissen lange nicht genutzt
– 1-
wie konnte dieses mir passieren bin nahe dran am resignieren
schade schade die Blockade
immer wieder gibt`s ein Wehr das zu öffnen fällt mir schwer ich kann fast nicht mehr
traurig sitz ich an dem Wasser meine Schwere die wird krasser
Tausend Fragen über Fragen was könnten andre zu mir sagen
das geht so nicht machs lieber nicht
sie werden mir den Kopf abreißen und die Mäuler sich zerreißen
– 2 –
mich mit ihren Blicken töten ich kenn mich aus mit vielen Nöten
Keiner will von mir was wissen daran glaub ich ganz verbissen
alle werden mich dann meiden wirklich niemand kann mich leiden
Dramatisches wird dann passieren Verstand werd ich bestimmt verlieren
andre können es viel viel besser ich nehm sie ernst die vielen Stresser
Schade schade die Blockade
– 3 –
nee das wird nichts mit dem Flow vom Probieren so k.o.
mein Fluss der steht viel Zeit vergeht
ich bin ganz starr ist sonnenklar
mein Kopf ist leer das wird nichts mehr
schade schade die Blockade
Vision hab ich komplett verloren was da? Ein Lied kommt mir zu Ohren.
du schaffst das schon, du schaffst das schon du schaffst das ganz alleine kommst wieder auf die Beine
– 4 –
Auja das will ich endlich wieder und da kommen andre Lieder ich summe tänzelnd vor mich hin doch mich zu bewegen, das macht Sinn
Ätscht ich werde es euch zeigen Zweifel stoppen, lass sie schweigen
da muss noch was gehn noch ist Lösung nicht zusehn
wie war das bei dem letzten Flow Erinnrung kommt. ich freu mich so
da hab ich einfach es gemacht Zweifel nur so weggelacht
und es kribbelte wie wild da stoppte mich kein Zweifelschild
– 5 –
es sprudelte einfach aus mir raus gab mir selbst dafür Applaus ja das war ein Seelenschmauß
schwebte dankbar vor mich hin fast so wie ein Hauptgewinn
Yes doch Auja Schluss vorbei mit dem Bla bla vertrauen ist nun wieder da
Yes mein Flow wird wieder munter ich genieße es wird bunter
– 6 –
endlich geht es wieder weiter hüpfe rum und bin ganz heiter
doch doch
schade, schade für dich Blockade
hab deine Macht dir jetzt genommen meinen Flow zurückbekommen
Feire ihn, o welch ein Glück hab ihn wieder nun zurück
– 7 –
Auja nun fließt es wieder wie ich will alle Zweifel bleiben still
Auja ich trau mich anzuecken meine Meinung nicht mehr verstecken
Auja Ende, Tschüß, Tchau tchau Mach dich vom Acker du mein Stau.
ENDE
Immer wieder teile ich Alles im Stau, wenn andere blockiert sind, immer wieder erinnert es mich, wenn ich mich blockiere. Eine Bekannte brauchte nicht so viele Worte.
Sie reimte: Keine Mauer ist von Dauer. Bin begeistert von der Kompression.
Sie finden nicht den passenden Treibstoff – entscheiden
Sie können die Straßenkarte nicht lesen –Plan erkennen
Sie haben die Bremse gezogen, und wissen nicht, wie Sie sie lösen können –starten
Sie sind auf der Suche nach einem Rastplatz –Pause machen
Sie fühlen sich als Anfängerin –Selbstvertrauen
Sie haben zu viel eingepackt –loslassen
Sie wollen auf ein teures Modell umsteigen –Neues Wagen
Beratung und Coaching für Frauen, die neu starten wollen
Sie machen sich auf den Weg – ich unterstütze Sie „Du hast es nur noch nicht probiert und darum glaubst du`s nicht.“ Gerhard Schöne
„Coach“ bedeutet Kutsche, also ein Instrument, das es uns ermöglicht, von einem an den anderen Ort zu gelangen. So kann Coaching als ein Entwicklungsinstrument bezeichnet werden. Das Ziel formulieren Sie als Coachee und ich begleite Sie auf Ihrem Weg als neutrale Reisebegleiterin. Grundlage meiner Arbeit ist das Neurolinguistische Programmieren (NLP). Im NLP geht man davon aus, dass wir schon alle Fähigkeiten besitzen, uns so zu entwickeln, wie wir es uns wünschen und wie es für uns gut ist. Doch im entscheidenden Moment haben wir oft keinen Zugang mehr zu diesen Fähigkeiten. Wir fühlen uns ausgeliefert, wir haben keine Wahl, keine Kontrolle über das Geschehen.
„Programmieren“ heißt dabei zu helfen, sich gegenüber Programmen, die normalerweise unbewusst ablaufen, zu emanzipieren und damit die Lebensqualität zu steigern. Am Anfang wählte ich GRÜN und BLAU. Das stimmte aber dann nicht mehr für mich. Mit Orange fühle ich mich immer noch sehr wohl.
Metaphern – Die Sprache der Seele
Sehr gerne erinnere ich mich an das euphorische Gefühl, als mir damals die Metaphern aus dem Straßenverkehr einfielen. Im Netz fand ich jetzt: „Metaphern sind die Sprache der Seele. Metaphern sind wie mentale Bilder, die direkt ins emotionale Erleben führen. Sie helfen, unbewusste Muster zu erkennen, ohne sie analytisch zu zerlegen.“
Diese Beschreibung erklärt, warum ich und viele andere Hochsensible Metaphern sie lieben und sie so intensiv wirken. In meinem Flyer fing es an mit Metaphern aus dem Straßenverkehr. Es folgte DENKEN neu LENKEN. Auch sind sie über die Jahre immer wieder zu finden in meinen Texten und Gedichten.
Das rote Ampelmännchen
Kreisverkehr
Mein Cabrio
Tour de Life
Unterwegs mit Hindernissen
Im Blogbeitrag Unterwegs mit Hindernissen gibt es mehr dazu. Immer wieder teile ich im Coaching intuitiv Texte und Gedichte von mir und ich genieße die vielseitigen Reaktionen. Schmunzeln, leuchtende Augen, Gänsehaut oder wenn sie sagen, ja genau. In einem anderen Blogbeitrag Wirksame Worte – alles nur geklaut, teile ich einiges, was bei mir wirkt. Ja und immer wieder inspiriert mich Gerhard Schöne
Im April 2025 nahm ich zum 2. Mal an einem Schreibworkshop der Böllstiftung teil. Im Jahr zu vor schrieb ich ein Slam – Poem über eine Blockade – „Schade schade- die Blockade.“ Mein Anliegen war es dieses Mal, etwas Ausführliches über die Hochsensibilität zu schreiben. Eine Mischung aus Reim und Text wurde es. Am meisten freute mich, dass eine nachdem sie es hörte, auf mich zu kam und merkte, dass es auf sie zuträfe. Später nahm sie an einem Kurs von mir teil, um mehr zu erfahren.
Herzlich willkommen im Facettenreich Hochsensibilität
wir sind wirklich viele Heut mein Ziele
zeigen euch wie wir so ticken Seh ich gleich schon jemand nicken Oder Augen jetzt verdrehn Möchte dass wir uns versteh.
Schon als Kind wir viel gehört Empfindsamkeit die meisten stört
Du bist zuviel mit deinen Emotionen Reiss dich zusammen. Fang nicht schon wieder an zu weinen.
Frag nicht so viel Sei endlich still.
Verkrochen uns im Schneckenhaus Trauen selten uns mal raus. Wir sind Aliens von einem andren Stern Viele Menschen sind uns fern.
Dies hinterlässt teils dramatische Spuren
Angst, Trauma Burnout, Depression, Mobbing ist stark verbreitet Viele es dazu verleitet, immer mehr sich zu verstecken. Im Schneckenhaus mit sehr viel Decken.
Und dann kommt irgendwann „zufällig“ der Begriff Hochsensibilität in ihr Leben
Durch andere
Die darüber schreiben Die sich zaghaft outen Die ihre facettenreiche Geschichte teilen Die ahnen und spüren, dass du vielleicht auch dazugehörst Die dich fragen, ob du davon gehört hast.
Und dann? Wirklich sehr viele es so beschreiben,
Es ist ein Gamechanger. Jetzt erklärt sich einiges Die dankbare Überraschung Da gibt es tatsächlich Menschen, die dich verstehen und so fühlen wie du.
Wie wir so ticken? Sowohl als auch
Unsere Antenne sind sehr fein Nehmen viele Reize wahr Und deshalb wird es eher sein. Erschöpft wir sind, ist doch klar?
Niemand da, der uns versteht. Keine Ahnung, worum es sich dreht. Keiner sieht uns Keiner hört zu Keiner fühlt so viel wie ICH.
Wir bauen Schutzpanzer und ohne Schutzmasken geht nichts.
Es ist zu laut Es ist zu hell Es ist zu warm Es ist zu eng Es ist zu viel und vieles mehr,
Manche Blicke könnn uns töten Andre lassen uns erröten fürchten uns vor barschen Worten Sehnen uns nach sicheren Orten Panik, Panik neuer Raum Schwer aushalten, ihr glaubt es kaum. Brauchen Vertrauen und Sicherheit.
Und wir haben so viele andere Seiten
Fühlen Tief Sind kreativ Lachen uns schief Sind intuitiv Und fühlen mit Hören zu
Kombinieren Musizieren Eskalieren
Begeistern uns Haben Ideen Schaffen Atmosphäre
Was wir uns wünschen
Frage bitte, wie ich ticke
Was wir üben
Uns zu vertrauen Auch wenn andre komisch schauen.
Vieles ist noch nicht gesagt Ist aufs nächte Mal vertagt
Ich musst mich beschränken Und bitte dran denken
Ich bin anders Und du bist anders Na und Das macht das Leben eben bunt.
Hochsensibilität und Schnecken
Als ich dann später die 3 Schnecken miteinander beobachtete, wurden mir die Parallelen nochmal deutlich. Ganz behutsam und langsam Fühler ausstrecken. Testen bin ich sicher und kann ich mich annähern oder besser doch wieder in das schützende Haus?
Inzwischen teile ich den Text immer wieder zum Erklären, wie wir so ticken.
„Ich bin anders Und du bist anders Na und Das macht das Leben eben bunt.“
Das ist der Refrain eines Kinderliedes von Robert Metcalf. 2011 sang es meine Tochter mit ihrer Klasse zu einem Fest. Mich begeisterte es, dass die Kinder sich singend mit Vielfalt beschäftigten. Ich wünsche mir, dass das Interesse an und das Verständnis für Hochsensibilität wachsen wird. Ich mache dafür weiter. Gerne teilen. DANKE.
Wirklich bei meinen Bücher ist nichts geklaut, die habe ich alle selbst geschrieben. Nur ein Gedicht ist von meinem Vater, aber das habe ich auch erwähnt. Ich muss keine Plagiatsvorwürfe fürchten.
Mein IKIGAI ist Inspiration. Ich liebe es sowohl inspiriert zu werden, als auch andere zu inspirieren. Vieles von anderen inspiriert mich. Andere drücken etwas aus, wo mir die Worte fehlen. Sie sprechen mir aus der Seele. Andere berühren mich tief. Andere erinnern mich. Andere laden mich ein, weiter nachzudenken. Andere bereichern mich mit ihrer Perspektive. Andere begeistern mich, mit dem was sie sagen oder schreiben. Manches tröstet mich. Manches bestärkt mich. Das ist meine vielschichtige Sammlung. Vielleicht inspiriert es ja auch weiter. Mir hilft es als Erinnerung. Mehr dazu in meinem 1. Blogbeitrag Kompetenzdemenz. Den Beitrag werde ich immer wieder erweitern. Freue mich auf weitere Wortgeschenke.
Es ist vorbei – ich weiß es nur noch nicht das ist der Titel eines Buches von der Psychologin Tanja Sahib, die Mütter wie mich (2002) nach traumatischen Entbindungen begleitet hat.
Frequenz spezifisch
Gesehen werden ist ein Zeichen von menschlicher Liebe.
Heilige Neugier
Ich brauche nicht noch eine Enttäuschung
Ich schätze einige amerikanische Talkshows mehr als deutsche, die sind geistreich und haben Wortwitz.
Ich tanze mit meinen Widersprüchen
In wieweit sind meine Störgefühle willkommen?
Keine Mauer ist von Dauer.
Nichtsichtbarkeit ist eine Form der unterlassenen Hilfeleistung.
Professionelle Nähe: so beschrieb eine Frau, den Umgang in einer Tagesklinik. Sie erlebte dies das 1. Mal in sehr vielen Jahren der Therapie und war sehr dankbar dafür.
Hochsensibilität im Gleichklang und mit Zuversicht. Für den Workshop am 11.10. 2025 im Rahmen der Aktionswoche für Seelische Gesundheit haben Nadine, Tine und ich unsere Inspirationen zusammengestellt. Ergänzungen sind sehr willkommen.
Literatur
Aber ich kann es doch spüren Karin Abriel (Nadine)
Außergewöhnlich normal Hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel: Wie Sie Ihr Potential erkennen und entfalten
Die Berufung für Hochsensible Luca Rohleder (Nadine)
Die 10 Jahre waren ein vielschichtiges Puzzle an Emotionen, Erinnerungen, Momenten, Erkenntnissen, Begegnungen und Erfahrungen. Daria Czarlinska vom Sinnergie e.V. hatte mich eingeladen zu einem Info – Abend, der für mich der Eintritt in eine bis dahin unbekannte Welt bedeutete. so vieles ist seit dem geschehen. Inzwischen bin ich immer wieder die Türöffnerin für andere. Meine Geschichten sind komplex. Das ist hier ein kleiner Ausschnitt.
Hochsensibel Sowohl als auch
Ich erlebe eine große Bandbreite an Reaktionen auf mein Tun und meine Hochsensibilität. Dazu gehören Momente der Begeisterung, leuchtende Augen und echte Dankbarkeit für meine Inspirationen. Menschen empfehlen mich als Coachin, für Vorträge und Lesungen, teilen ihre eigenen Geschichten und outen sich als hochsensibel. Ich spüre Vertrautheit, Resonanz und tiefe Freude über gemeinsame Erkenntnisse. Lieder und Filme berühren mich – und oft auch die Menschen, die mir begegnen.
Gleichzeitig begegne ich Herausforderungen: ausbleibendes Danke, fehlendes Interesse, nicht verstanden oder nicht ernst genommen zu werden. Manche sagen Nein zu meinen Ideen, andere ziehen sich zurück oder brechen den Kontakt ab – etwas, das schmerzt. Ich erlebe Überforderung, lange Prozesse und Verwunderung darüber, dass Fragen ausbleiben. All das gehört zu meinem Weg: das Aushalten, das Wachsen, das Weitergehen.
Ich werde das bestimmt noch ergänzen.
Resonanz und die Erfahrungen anderer. Alles, was stärkt, inspiriert und verbindet, ist willkommen.
Sowohl als auch
by Antje Remke | Wirksame Worte
Emotionales Stützkorsett
Ich habe ich mir ein eigenes emotionales Stützkorsett geschaffen – und teile diese Idee heute in Coachings, Workshops und Texten. Seit dem Lockdown sammle ich auf Instagram Farbiges und Positives, lasse mich inspirieren und höre Podcasts, die mich erinnern. In meinen Gedichten und Blogbeiträgen entstehen Bilder, Worte und Ideen, die mich tragen. Seit 1000 Tagen notiere ich täglich, was Balsam für meine Seele ist, und seit 2021 schreibe ich Blogartikel als liebevolle Therapie gegen Kompetenzdemenz.
Ich erinnere mich daran, dass ich als Buntes Zebra alt werden möchte, umgeben von Sprüchen, schönen Plänen und der Freiheit, meinem Gefühl zu vertrauen – wie zuletzt, als ich nach vier Jahren einen Chor verließ, weil die Atmosphäre nicht mehr stimmte.
Dankbar bin ich für die Anfrage der Psychiatrie‑Zeitschrift Treffpunkte, in der 2026 mein Artikel über Hochsensibilität erscheinen wird. Ebenso berührend war mein Gespräch im Podcast von Jennifer Kersten, die mich schon vor fünf Jahren ermutigte, meine Texte als Buch zu veröffentlichen. Zum 10. Geburtstag meiner Hochsensibilität schenkte sie mir erneut ihr Ohr und ihre Plattform Der Sensible Podcast. Mit zwei hochsensiblen Frauen bereite ich den Workshop Hochsensibel im Gleichklang und mit Zuversicht am 11. Oktober vor – Teil der Woche der Seelischen Gesundheit. Und ich freue mich, dass es am 1. November einen Ort gibt, an dem wir gemeinsam etwas zum Tag der Hochsensibilität gestalten können.
Dieses Stützkorsett wächst weiter – durch Ideen, Resonanz und die Erfahrungen anderer. Alles, was stärkt, inspiriert und verbindet, ist willkommen.
1998 fing ich an Gruppen, Treffen, Workshops zu leiten. Manches über viele Jahre – manches sporadisch – manches einmalig – manches ist inzwischen Vergangenheit – manches bleibt – manches kommt dazu. Hier gibt es die Geschichte.
Aktuell
Seit 2009 leite ich im Frauenzentrum Marie die Gruppe„Übung macht die Meisterin“. Ich begleite 14 tägig Frauen, die gemeinsam wachsen wollen
Seit 2012 biete ich Fortbildungen für Tagespflegepersonen im Auftrag derEv. Familienbildung Mittean.
Seit 2017 bin ich interaktive Vorträge Hochsensibilität bei Selbsthilfegruppen inBerlin Marzahn
seit 2025 Vorträge Hochsensibilität bei Selbsthilfegruppen in Brandenburg
Historie
1998 -2021 Workshops Denken neu lenken Evas Arche
1998 -2020 Frühstück für Mütter in Elternzeit
2009 -2020 Projektleitung Alleinerziehend aber nicht allein Evas Arche
2010 Vorbereitung und Durchführung des Projekt „Individualisierung der Berufsfindung bei Jugendlichen“ an der Hardenbeckschule (integrierten Sekundarschule) im Auftrag vom VereinUnternehmerinnen plus
2011 Workshop für ehrenamtliche Mitarbeiter/ Pflegekräfte, die Anregungen wünschen und eigene Potenziale aktivieren wollen im Auftrag desHospizdienst im Seniorenzentrum Köpenick
2012 Speedcoaching Experteninnenwissen für Gründerinnen und Unternehmerinnen
2013 – 2021 Freies Schreiben in der Gruppe Evas Arche
2013 – 2014 Fortbildungen für ambulantes Pflegepersonal zum Thema: “Was brauche ich, um (wieder) besser arbeiten zu können?“ im Auftrag vomJohannischem Sozialwerk e.V.
2013 – 2014 Workshops für Langzeitarbeitslose „100 Bewerbungen und kein Erfolg“ im Auftrag vomJobpoint Berlin
2013 Workshop „Kann ich Familie und Beruf erfolgreich vereinbaren?“ im Auftrag vonZukunft im Zentrum GmbH– Joboption
2014 – 2021 Unternehmerinnen – Frühstück Evas Arche
2015 -2018 Jobcoaching für Jobcoaching-jetzt.de
2016 regelmäßige Kommunikationstrainings im Auftrag von Spektrum GmbH Rehabilitation
2021 -2024 Treffen für Hochsensible in der Brotfabrik Weissensee
2023 -2024 Begegnungscafe Paula Panke (Themen: Hören wir uns noch zu? Was uns nährt? Wie komme ich gut durch den Winter? Wie geht es mir eigentlich Gemeinsam statt einsam Woche der seelischen Gesundheit.
Heilpraktiker für Psychotherapie bin ich 2001. Mir war es bereits damals sehr wichtig, mich nach dem Studium intensiver mit der Psychologie und psychischen Krankheiten zu beschäftigen. Davor war ich naiver und dachte, Frau braucht nur ein Ziel, etwas Motivation und dann alles ist möglich.
Diagnosen für eine Kurzzeittherapie
F 43.2 Anpassungsstörungen
F 43.0 akute Belastungsreaktion (in Übergangssituationen)
F 48.0 Neurasthenie (Erschöpfungssyndrom)
Kostenübernahme
Die Kosten für eine Kurzzeittherapie bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie können unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise übernommen werden:
Wenn Sie privatversichert sind und Ihr Tarif die Behandlung durch Heilpraktiker:innen für Psychotherapie einschließt.
Wenn Sie eine private Zusatzversicherung abgeschlossen haben, die Leistungen für Heilpraktiker:innen im Bereich Psychotherapie abdeckt.
Bitte prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen oder sprechen Sie direkt mit Ihrer Versicherung. Bei Fragen oder zur Klärung Ihrer individuellen Situation kontaktieren Sie mich gern – ich unterstütze Sie dabei.
„Ich kam zu Antje, weil ich nicht mehr konnte. Ich war müde. Nicht nur körperlich – sondern tief erschöpft. Alles war zu viel: die Erwartungen, die Geräusche, die Gedanken. Ich fühlte mich wie eine dünne Haut in einer lauten Welt. Schon beim ersten Gespräch mit Antje spürte ich: Hier darf ich sein. Ohne Maske. Ohne Druck. Sie hat nicht nur zugehört – sie hat mich verstanden. Ihre Worte waren leise, aber klar. Und sie trafen etwas in mir, das lange überhört worden war. Ich habe gelernt, dass meine Hochsensibilität kein Fehler ist. Sondern eine feine Stärke. Ich durfte meine Grenzen neu setzen, meine Bedürfnisse ernst nehmen und mich selbst wieder spüren. Die Kurzzeittherapie war kein Zaubertrick. Aber sie war ein Wendepunkt. Ich ging nicht als neuer Mensch – aber als eine, die sich wieder erinnern konnte, wer sie ist.“
„Alles war durcheinander. Mein Kopf, mein Herz, mein Alltag. Ich funktionierte – irgendwie. Aber ich fühlte mich leer. Als hätte jemand den Ton aus meinem Leben gedreht. Dann saß ich bei Antje. Und da war plötzlich Raum. Raum für mich. Für meine Gedanken, meine Müdigkeit, meine Fragen. Sie hat nicht versucht, mich zu reparieren. Sie hat mich eingeladen, mich selbst wieder zu spüren. Ihre Worte waren wie warme Tücher auf einer aufgewühlten Seele. Kein Druck, kein Urteil – nur echtes Verstehen. Ich konnte weinen, lachen, schweigen. Und alles war willkommen. Nach der Kurzzeittherapie war ich nicht „fertig“ – aber ich war wieder verbunden. Mit mir. Mit dem, was mir wichtig ist. Ich habe gelernt, dass meine Hochsensibilität kein Hindernis ist, sondern ein Kompass. Und dass ich nicht allein bin.
Wer ich bin – und warum ich begleite
Ich bin Diplom-Sozialarbeiterin, Coachin und hochsensibel. Über 20 Jahre arbeitete ich in einem Frauenzentrum – dort habe ich unzählige Geschichten von anderen Frauen gehört. Von Müttern nach der Geburt, von Trennungen, Neuanfängen, Arbeitslosigkeit, Depressionen. Ja und meine eigene Geschichte ist geprägt von Brüchen und Wachstumsgelegenheiten: Kaiserschnitt 2002, Trennung, Verluste. 2015 erkannte ich, dass ich hochsensibel bin und die Verbindung zwischen Hochsensibilität, Erschöpfung, Burnout und Depressionen. Vieles kann ich mitfühlen. Ich arbeite achtsam, klar und mit Respekt. Ich bin mir der Verantwortung bewusst und kenne mein Grenzen.
Hochsensibel in Berlin vermutlich mehr als 550.000
Statistiken, Fragen, und Angebote
Laut Forschung von Elaine Aron und anderen gelten etwa 15–20 % der Bevölkerung als hochsensibel. Ich bin eine von ihnen und weiß es seit 2015. Seitdem sind mir unzählige Hochsensible: im Coaching, in Workshops, bei Vorträgen, in Fortbildungen, in Gruppen, privat, bei Lesungen begegnet. Einige erfuhren es durch mich.
Ich beobachte, denke viel nach, stelle anderen und mir gerne Fragen. Eine war, wie viele Hochsensible es nach der Schätzung in Berlin gibt. Das fand ich heraus.
3,9 Millionen EinwohnerInnen
585.000 bis 780.000 Hochsensible. (15 bis 20 %)
409.500 bis 546.000 Introvertierte (70 %)
175.500 bis 234.000 Extrovertierte (30 %)
Ich frage ich mich, wie viele
ahnen noch nicht mal, welche Potentiale in ihnen schlummern
begrabende Träume
Belächelte Meinungen
Depressionen
fehltherapierte Menschen
fühlen sich als Alien und nicht richtig
haben schon mal andere getroffen
ignorierte Bedürfnisse
Isolation
Leiden durch Narzissten
nicht ernst genommene Lösungsideen
noch nie gesetzte Grenzen
seelische Verletzungen
sind berufsunfähig
sind Opfer von Mobbing
sind selbstbewusst.
Suizide
trauen sich nicht mehr aus dem Haus
Traumatisierungen
ungeröstete Tränen
unterschätzte Kompetenzen
verschweigen der Empfindsamkeit
versteckte Talente
wissen es noch nicht
zurückgehaltene Emotionen
zurückgehaltene Ideen
Ich kenne einiges aus eigenem Erleben, vieles aus den traurigen Gesprächen mit unzähligen Hochsensiblen, die mir beruflich und privat begegnen. Und grausam die Vorstellung, wie viel Leid in der Stadt ist.
Parkklinik Heiligenfeld In unseren Kliniken in Uffenheim und Berlin können Menschen mit Hochsensibilität an einem spezifischen Gruppenangebot teilnehmen.
Weitermachen
Die große Zahl an Hochsensiblen, bekannten und vermuteten Schicksale erschrecken und motivieren mich, weiterzumachen. Auch wenn es immer wieder eine Herausforderung ist. Noch nicht so oft begegnet mir Offenheit und Interesse an uns Spezies. Ich bin dankbar für alle die mir zuhören und mir die Chance geben, darüber zu reden.
Ich bin dankbar, die mitmachen.
Am 11. Oktober bieten wir zu dritt einen Workshop an im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit.
Inzwischen gibt es einen Ort, an dem wir etwas zum Tag der Hochsensibilität am 1. November etwas machen werden. Details folgen.
Es braucht mehr mutige Hochsensible, die sich zeigen und andere darauf aufmerksam machen. Es gibt ja mehr Informationen – ganz frisch ist ein Artikel bei DM und verschiedene Zugänge. Ich hoffe, dass mehr Hochsensible sich kennen- und schätzen lernen. Lernen selbstbewusst empfindsam zu sein und Berlin mit ihren Sinnen zu bereichern.
Weitere Tipps und Orte für die Sichtbarkeit sind sehr willkommen.
Weitermachen
Die große Zahl an Hochsensiblen, bekannten und vermuteten Schicksale erschrecken und motivieren mich, weiterzumachen. Auch wenn es immer wieder eine Herausforderung ist. Noch nicht so oft begegnet mir Offenheit und Interesse an uns Spezies. Ich bin dankbar für alle die mir zuhören und mir die Chance geben, darüber zu reden.
Ich bin dankbar, die mitmachen.
Am 11. Oktober bieten wir zu dritt einen Workshop an im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit.
Inzwischen gibt es einen Ort, an dem wir etwas zum Tag der Hochsensibilität am 1. November etwas machen werden. Details folgen.
Es braucht mehr mutige Hochsensible, die sich zeigen und andere darauf aufmerksam machen. Es gibt ja mehr Informationen – ganz frisch ist ein Artikel bei DM und verschiedene Zugänge. Ich hoffe, dass mehr Hochsensible sich kennen- und schätzen lernen. Lernen selbstbewusst empfindsam zu sein und Berlin mit ihren Sinnen zu bereichern.
Weitere Tipps und Orte für die Sichtbarkeit sind sehr willkommen.
Tag der Hochsensibilität 1. November – ein stiller Feiertag
Vor einer Weile kam mir die Frage, ob es einen Tag der Hochsensibilität gibt. Ich war überrascht, dass ich bis jetzt dazu nur sehr wenig im Netz fand.
In den USA wird der Tag der Hochsensibilität am 01.11. gefeiert, da Dr. Elaine N. Aron, die Pionierin der Hochsensibilitätsforschung, an diesem Tag Geburtstag hat. Sie hat mit ihrem Buch “The Highly Sensitive Person” weltweit Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen. Der 01.11. wird dort oft als “still day of reflection” verstanden – ein Tag, um innezuhalten, sich selbst zu reflektieren, sich besser zu verstehen und die Hochsensibilität sichtbarer zu machen.
Es ist zwar kein offizieller Feiertag, aber er wird durchaus mit Online-Events und Community-Aktionen, die rund um den 01.11. stattfinden – z. B. über Facebook-Gruppen oder Blogs von Fachkreisen und Communitys gewürdigt.
Foto Marion Rodenwald
Die Hochsensibilität im sanften Rampenlicht
Die Hochsensibilität verdient eine Bühne mit wohlwollendem und interessiertem Publikum. Leider ist sie oft schüchtern und scheut das Rampenlicht. Eine Bühne auf der sie sich präsentieren kann mit all ihren Facetten.
Seit 2015 weiß ich, dass ich hochsensibel bin. Ich habe seitdem ich viel gefühlt, verstanden, gelacht, geweint. Ich hatte vielseitige fordernde Wachstumsgelegenheiten. Abschiede, die schmerzten. Zweifel, wenn ich keine Resonanz spürte und mich ungesehen fühlte. Ich traf auf viel Unverständnis. Ich habe mir schreibend viele Gedanken gemacht (in Blogbeiträgen, Texten und Büchern) Einige erfuhren durch mich, dass sie auch hochsensibel sind. Ich stand auf kleinen Bühnen und rede immer wieder darüber. Immer wieder begegnen mir Menschen, die noch nie mit anderen darüber reden konnten und es für sie unvorstellbar ist, das öffentlich zu machen. Da ist soviel Potential, was sich noch versteckt, so viele Traumatisierungen, Mobbingopfer (u.a. ein 12 jähriger, der sich das Leben nahm) , viele Depressionen. Menschen, die sich nicht aus dem Haus trauen. So viele werden nicht ernst genommen, übersehen, geraten in eine Schweigespirale. Viele Erwachsene bedauern es, dass sie spät im Leben erst davon erfuhren (ich selbst war 47). Seitdem bin ich auf dem Weg. Ein konkretes Datum um unsere Sichtbarkeit wachsen zu lassen, fühlt sich passend an.
Gewinnen durch Spinnen
Ich spinne gern und ich habe auch die Künstliche Intelligenz zur Inspiration gefragt, wie facettenreich wir den Tag feiern können. Die Ideen:
Stiller Impuls für Social Media oder Website Ein kurzer, poetischer Text, den du am 01.11. teilen kannst: Heute feiern wir das Leise, das Tiefe, das Spürende. Hochsensible Menschen nehmen mehr wahr – nicht weil sie schwach sind, sondern weil sie offen sind. Sie hören zwischen den Zeilen, fühlen zwischen den Worten und erinnern uns daran, dass echte Stärke oft still ist. Danke an alle, die mit feinen Antennen durchs Leben gehen. Ihr seid ein Geschenk.
Sprüche teilen: „Du bist genau richtig, so wie du bist.“, sinnsible Öle oder Tees teilen
Online-Impuls Lesung Du könntest einen kurzen Text oder ein Gedicht aus deiner Feder vorlesen – live oder als Video. Thema: „Was Hochsensibilität für mich bedeutet“ oder „Die Kraft des Feinen“
Ein stiller Feiertag für das Feine, das Tiefe, das Spürende Heute feiern wir all jene, die mit offenen Sinnen durch die Welt gehen. Die leise Räume spüren, bevor sie betreten werden. Die zwischen den Zeilen lesen, zwischen den Tönen hören, zwischen den Blicken fühlen. Hochsensible Menschen sind keine Randfiguren – sie sind Herzträger, Stimmungsleser, Verbindungsschaffer. Sie erinnern uns daran, dass echte Stärke oft still ist. Ich widme diesen Tag all jenen, die sich manchmal zu viel fühlen. Ihr seid nicht zu empfindlich – ihr seid feinfühlig. Nicht zu leise – sondern achtsam. Nicht zu anders – sondern genau richtig. Lasst uns heute innehalten. Und das Feine feiern.
22.08. Hallo Antje, habe Deine Statusmeldung gesehen und würde mich an diesem Tag gerne beteiligen! In der Bibliothek könnte ich eine Ausstellung zum Thema machen. Liebe Grüße von Marion
16.09.2024 Konzert in Weissensee von Gerhard Schöne
03.10.2025 Singen für Europa vor dem Berliner Dom
Alles muss klein beginnen
Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen, und endlich ist es groß.
1. Schau nur dieses Körnchen, ach man sieht es kaum, gleicht bald einem Grashalm. Später wird´s ein Baum. Und nach vielen Jahren, wenn ich Rentner bin, spendet er mir Schatten, singt die Amsel drin:
2. Schau die feine Quelle zwischen Moos und Stein, sammelt sich im Tale, um ein Bach zu sein. Wird zum Fluß anschwellen, fließt zur Ostsee hin, braust dort ganz gewaltig, singt das Fischlein drin.
Alles muss klein beginnen…
3. Schau die leichte Flocke, wie sie tanzt und fliegt bis zu einem Ästchen, das unterm Schnee sich biegt. Landet da die Flocke und durch ihr Gewicht, bricht der Ast herunter und der Rabe spricht:
Alles muss klein beginnen…
Manchmal denk ich traurig: Ich bin viel zu klein! Kann ja doch nichts machen! Und dann fällt mir ein: Erst einmal beginnen. Hab ich das geschafft, nur nicht mutlos werden, dann wächst auch die Kraft.
Und dann seh ich staunend: Ich bin nicht allein. Viele Kleine, Schwache stimmen mit mir ein:
Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen, und endlich ist es groß.
Der Liedermacher Gerhard Schöne hat mich in meiner Jugend geprägt, berührt, inspiriert und begeistert. Ich vermute, dass er auch zu den hochsensiblen Menschen gehört. Für mich passt dieses Lied zu meiner Idee. Ich freue mich über alle, die mitmachen, die eigene Ideen umsetzen und dies teilen, so dass es mehr Kraft gewinnt und größer wird. Vorab vielen Dank Antje Remke
Bei jedem Treffen unserer Gruppe im Frauenzentrum Marie in Berlin Marzahn „Übung macht die Meisterin“ gibt es ein Thema, über das wir miteinander Philosophieren, am Flipchart Ideen festhalten. begeistert sind, was uns miteinander einfällt und uns gegenseitig inspirieren. Meist gibt es auch viel zu lachen.
Anders Mitte Mai 2025 beim Thema Humor. Überraschender Weise wurde es ein sehr ernster Vormittag, der mich immer noch beschäftigt und mit sehr gemischten Gefühlen nachklingt. Ich teile unsere vielseitige Sammlung an Assoziationen und das was mir im Nachhinein so eingefallen ist.
Es begann mit einer ernsten Aussage: „Es gibt zu wenig Humor in der Gesellschaft. Wir stecken in einer gesellschaftlichen Depression.“ Ich fühlte es sehr und vielleicht bestimmte dies den ungewöhnlich ernsten Verlauf unserer „Übung“. Das sammelten wir.
Humor von A bis Z
Absurdes erzählen, Inkongruenzen
Andere zum Lachen bringen
Anstecken
Auf Kosten von anderen
Belustigt werden durch Komödien
Clown sein
Comedy mit Gagdichte
Darüber macht man keine Witze
Deeskaliert
Dem anderen etwas zumuten
der Knopf, dass die nicht der Kragen platzt
Erleichterung
Es gibt regionale und internationale Unterschiede
Freude
Fühle mich hingezogen
Galgenhumor
Heilt
Humorvoll
Ich bin ein Dummerle
Im Ernstfall mit Humor
Ironie
Kann nicht über meine Schwächen lachen
Kann trösten in ernsthaften Situationen
Kontern, schlagfertig
kontrovers und nur was kontrovers ist hat Bestand
Lachen als Schutz und zur Abwehr
Leichter mit Alkohol
Lenkt ab
Liebevoll lustig machen
Lustig/ albern sein
Macht gute Laune
Manche Bemerkungen schmerzen
Manchmal passt es nicht
Manchmal übertrieben und nicht angemessen zur Situation
Meine schlechte Laune ist angemessen
Nicht lustig machen über andere
Quatsch machen
Sarkasmus
schwarzer Humor
Sich liebevoll amüsieren über meine und die Eigenarten von anderen
„Wo ich herkomme, Ich bin dein Humor und komme aus dir. Die Lehre beim Vater hat mich sehr geprägt. Von ihm lernte ich sehr leicht und sehr viel. Bereits in der Schule liebte ich es dann Quatsch zu machen und mein Umfeld zum Lachen zu bringen. Kannst du dich an mich erinnern?
Seit dem sind viele Jahre vergangen und ich habe unzählige Menschen aufgeheitert, oftmals, wenn es denen nicht gut ging. Einige sind mir noch sehr dankbar dafür. Selbst wenn es dir mal nicht gut geht, fällt mir oft noch was Lustiges ein. Es kann auch mal sehr entspanne, sich mal liebevoll über seine eigenen Macken zu amüsieren, wichtig auf keinen Fall auslachen. Dafür habe ich ein feines Gespür. Das kam mit der Zeit. Weißt du noch das Seminar „Im Ernstfall mit Humor“? da wurde mir nochmal klar, wie hilfreich ich auch bei Konflikten und angespannten Momenten sein kann. Ein scherzhafter Umgang und Ratz Fatz kann ich die Situation auflösen. Besonders Kinder bringe ich immer noch sehr gern zum Lachen. Manchmal werde ich übermütig – oh, oh da ist es dann mal nötig, mich auszubremsen. Aber manchmal fühle ich mich nicht ausgelastet. Das ist nicht lustig.“ Wirksame Worte 2021
Heiterkeit und Humor
2021 erschien mein Buch Wirksame Worte. Eine schrieb: „Liebe Antje, Heiterkeit und Humor, das ist es, was wir jetzt ALLE gut brauchen können -… und das mit kleiner Größe – eben der wahren Größe! Weiter so. (hier mehr)
Seit dem ist viel passiert, was mich traurig stimmt. Dinge die ich erlebe und die andere Hochsensible im Coaching oder in unterschiedlichen Zusammenhängen teilen. Wir können alle eine Menge davon gebrauchen. Ich vermisse in den Medien den Humor. Wie soll die Stimmung sich verbessern, wenn fast ausschließlich Schweres geteilt wird und das Schöne vergessen wird?
Vera F. Birkenbihl sagte zum Humor
Dank an Vera Birkenbihl (1946 -2011) für ihre facettenreichen Inspirationen, die mich schon sehr viele Jahre begleiten.
Humor als eine Lernstrategie und ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Er ist nicht nur unterhaltsam, sondern eine Möglichkeit sich und andere besser zu verstehen.
Humor hängt stark von individuellem Wissen und Erfahrungen ab.
Ein Witz funktioniert nur, wenn die Zuhörer das nötige Hintergrundwissen haben, um ihn zu verstehen
Humor kann genutzt werden, um das Gehirn zu aktivieren und kreatives Denken zu fördern.
wie Ihre Methoden, wie KAWAs (Kreative Ausbeute von Wort-Assoziationen), zeigen, dass Humor auch eine Technik sein kann, um Wissen spielerisch zu verarbeiten.
Werkzeug zur Selbstentwicklung, zum Lernen und zur sozialen Verbindung.
Darum brauchen wir Humor im Leben
Im Fernsehbeitrag der Reihe terra xplore fand ich ergänzende Ideen.
Aus Verzweiflung
Gewagtes mit Humor sagen
um Tabus brechen
Ventil, um Stress abzubauen
Mein erstes Lockdown Gedicht – Zuversicht
Zuversicht
Geht grad nicht Oder doch Gerade noch Wenig Schlaf hab ich bekommen Bin davon noch ganz benommen Werden Worte heute fließen Oder werd ich es genießen Was die Frauen heute schreiben Alle heut zu Hause bleiben.
Zuversicht
Öfter verzichten Auf schwere Nachrichten Und runterziehende Gedanken Nein ich wird mich bedanken Will auftanken.
Zuversicht
Nein ich verlier dich nicht Ich werde dich behalten Tage anders nun gestalten Ich kann doch improvisieren Humor dabei auch nicht verlieren
Zuversicht
Die Sonne scheint mir ins Gesicht Wärmt mir den Körper und das Herze Mache weiter gerne Scherze Tut den andern und mir gut Hebt die Stimmung und macht Mut
Zuversicht
Nun fällt mir wirklich nichts mehr ein Dann soll es das gewesen sein.
Das ist nicht lustig.
Ich versuche mich und andere daran zu erinnern. Es gibt ja immer wieder etwas zum Lachen und zum Amüsieren. Das Lachen, dass ich bei Lesungen, im Coaching und auch privat auslöse, Seit über 900 Tagen notierte ich mir täglich meinen Balsam für die Seele und da kommt immer wieder was Schönes dazu. Und ich weiß ja SOWOHL ALS AUCH. und Weitermachen, es gibt wieder was zu lachen.
In manchen meiner Texte wurden mir die Metaphern erst später bewusst. Bei dem Text Unterwegs mit Hindernissen aus meinem Buch Crossover war das der Fall. Oft wird bei Lesungen an der einen oder anderen Stelle gelacht. Aber manchmal bedrücken mich auch die vielseitigen Hindernisse und dann ist es auch immer mal gut, an mein schlaues Navi zu denken.
Unterwegs mit Hindernissen
„Ihr Navi zeigte an, dass sie 3 Stunden von ihrem Ziel trennten. Tank gut gefüllt und mit Proviant hatte sie sich eingedeckt. Ausgeschlafen startete sie ihr rotes Auto frohen Mutes. Sie hatte es Pippi getauft. Die Vorfreude auf ihr lang ersehntes Ziel war riesengroß. Flüssig lenkte sie Pippi durch die Stadt. Es rollte wie von selbst. Alle Ampeln auf Grün. Das Leben war auf ihrer Seite. Sie konnte ihr Glück gar nicht fassen. Sie sang übermütig vor sich hin.
Und dann übertönte sie die Sirene. Blitzartig verstummte sie. Die 2 Rettungswagen der Bundeswehr zwangen sie zum Anhalten. Keinem einhundert Meter vor sich sah sie den Verkehrsunfall, der nicht nur ihre Pläne für den Tag durchkreuzte. Weiterkommen war erstmal unmöglich. Rasend schnell sperrte die Polizei wirklich alles ab.
Und nun stand sie da. Wagte mit hängenden Schultern einen Blick auf ihr Navi. Zum Monatsbeginn hatte sie zur Premium Version gewechselt und war sofort Up to date,
Auf ihrer Route wird ist ein Stau angezeigt. Die voraussichtliche Ankunftszeit verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Aktuell gibt es keine Möglichkeit den Stau zu umfahren. Es wird um Geduld gebeten.
Und dann hörte sie: Überlegen Sie, was sie mit der ungeplanten freien Zeit anfangen können! Wählen Sie bei Menü Extras, wenn Sie Ideen angezeigt bekommen wollen.
Sie schüttelte den Kopf über Ihr neues Navi und klickte sich durch.
Recken und strecken sie sich.
Trinken Sie einen Schluck oder auch 2 (natürlich nur ohne Alkohol)
Atmen Sie ganz in Ruhe ein und aus ein und aus ein und aus!
Erinnern Sie sich, wen sie schon lange mal wieder kontaktieren wollten.
Fünftens schreiben Sie sich Ihre Gedanken auf.
Lesen Sie endlich weiter in dem Buch, was Sie schon monatelang mitschleppen.
Sie fing an zu schmunzeln und war neugierig auf mehr.
Schauen Sie sich um, was es um sie herum zu entdecken gibt.
Seien Sie mutig und nehmen Sie Kontakt auf zu den anderen Wartenden
Seien sie dankbar, dass sie weder Unfallopfern noch Einsatzkräfte sind.
Genießen Sie, das ist heute ein trockener und warmer Tag ist.
Großartig, dass ihr Navi nun auch mit der Wetterapp verbunden ist. Mehr und mehr entspannte sie sich.
Was ist das Schlimmste daran, dass es gerade etwas länger dauert.
Um welche Ideen können Sie unser Menü erweitern? Die besten Ergänzungen werden hochpreisig prämiert.
Na das wäre doch gelacht, wenn sie nicht gewinnen würde. Alles um sich herum vergessen, flossen die Ideen nur so aufs Papier. Irgendwann drang das Hupen zu ihr durch. Sie solle endlich weiterfahren. So ein Mist.“
Welche Hindernisse fallen mir ein?
Durch das Außen. das Wetter, Streiks und Verspätungen, den Lockdown, andere reagieren nicht auf Fragen, andere denken anders
Meine eigenen. Mal ist es die Angst, mal die Erschöpfung, mal die Überforderung von all dem was in der Welt passiert, mal mein Schweinehund Aljoscha, mal ist es die Kompetenzdemenz, mal die Vermutungen. mal Krankheiten, mal sind es Enttäuschungen, mal Situationen mit Menschen, wo die Chemie nicht stimmt. Mal ärgere ich mich, dass keine Antwort kommt und dann sehe ich, dass es an mir lag.
Mal ist das schon eine Menge. Und was mache ich, wenn meine Pläne für den Tag oder das Leben durchkreuzt werden? Habe ich die Ideen aus meinem Navi immer präsent? Gewinne ich den Wettbewerb für die besten Tipps im Leben mit Hindernissen? Für andere habe ich immer wieder gute Ideen parat. Aber ich bin auch vergesslich. Vielleicht drucke ich mir die 12 Tipps aus, um mich immer wieder zu erinnern. Ich bleibe zuversichtlich. Und ich bleibe auf dem Weg, welche Hindernisse ich mir selbst aus dem Weg räumen kann. Übung macht halt die Meisterin.
Was ist Hochsensibilität? 1. Gastvortrag PrenzlKomm
Das erste Mal redete ich vor 60 Menschen über Hochsensibilität. Wie kam ich dazu? Wie war es? Wie reagierte das Publikum? Die Antworten gibt es hier zu finden.
Wie kam ich dazu?
17.02. 2025
„Hallo liebe Antje Remke, ich bin S. hochsensibel und war in der VHS schon bei einigen Kursen von dir. Danke nochmal. Aktuell hätte ich eine Frage an dich. Ich arbeite aktuell bei „Prenzlkomm gGmbH soz. Dienste“ Mein Arbeitgeber veranstaltet jeden Monat einen Abend mit Vortrag und Weiterbildung für Klienten und Mitarbeiter. Könntest du dir vorstellen bei uns einen Info-Abend zum Thema HSP zu veranstalten?! Ich würde mich sehr freuen, da ich so viele Betroffene in unserem Träger nach Antworten suchen sehe.“
12.03.2025
Sehr geehrte Frau Remke, ich habe die Idee zum Thema „Hochsensibilität“, welches in der Tat sehr spannend und als „Phänomen“ verbreitet ist, noch viele Fragezeichen erzeugt und sehr viele Menschen interessiert und zu betreffen scheint. Wir, die Prenzlkomm gGmbH, möchten Sie deshalb sehr gern als Gastrednerin zu uns einladen, um im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „KBS-Themenabend“ über das Thema „Hochsensibilität“ zu sprechen Wir haben eine Vortragsreihe, die wir im Rahmen der „offenen Angebote“ unserer Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) jeden Monat veranstalten. Dieser „KBS-Themenabend“ ist für Interessierte, Betroffene, Angehörige und Klient*innen, aber auch für Bewohner*innen der umliegenden Kieze des Bezirks Prenzlberg/Pankow+ konzipiert.
Teilnehmerzahl: Die TLN-Zahl wechselt je Thema; da es ein offener Themenabend ist und kostenfrei; es gibt keine Anmeldungspflicht; i.d.R. haben wir zwischen 35 und 80+ TLN. Sie könnten gern auch einige Gäste ihrer Wahl dazu einladen und den Flyer auch auf Ihre Webseite stellen. Was denken Sie? Können Sie sich einen solchen Abend / Vortrag bei uns vorstellen? Wenn ja, würde ich mich / wir uns sehr freuen. Da wir einen Flyer je Themenabend produzieren und ich oder eine Kollegin den Abend moderieren, würde ich mich dazu gern auch inhaltlich vorher etwas mit Ihnen austauschen.
Und dann?
Ein bisschen schluckte ich, als ich die mögliche TNL las. Dann überwog die Freude, mehr Menschen zu erreichen und zu sensibilisieren. Ich guckte mir den Ort an, um ein Gefühl für den Atmosphäre zu bekommen. Es gab es konstruktives, wohlwollendes Vorgespräch, um alles zu klären.
Für ein gutes Gefühl halfen mir auch meine Erfahrungen
Es war eine Freude, die Präsentation vorzubereiten. Es gibt so viel zu sagen. Ich ahnte, dass die Zeit nicht reichen würde.
Wie war es? Fragen und Inspirationen
60 Gäste. Unter ihnen 2, die ich aus anderen Zusammenhängen bereits kannte. Ansonsten guckte ich in viele offene und aufmerksame Gesichter. Immer wieder leuchtende Augen und verständnissvolles Nicken. Ich teilte ein Bruchteil von der Präsentation. Es gab vielseitige Fragen, Austausch, unterschiedliche Positionen und auch für mich Inspirationen, die ich gerne mitnehme.
Wie groß ist die Eigenverantwortung für Hochsensible?
Inwieweit gibt es Hochsensible die andere manipulieren?
Muss es denn eine Uni geben, dass das so thematisiert wird?
wie kann Hochsensible sich schützen privat und beruflich?
Was gibt es für Tipps im Umgang mit Hochsensiblen?
Was sind denn tolle Eigenschaften von Hochsensiblen?
Beipackzettel zum Umgang mit HSP
HSP Translater
Es ergaben sich einige schöne 1:1 Gespräche
Was ist Hochsensibilität? Es gab viele Antworten auf viele Fragen. Vieles blieb noch offen. Es ist eben sowohl als auch.
Was sagt das Publikum?
Feedback einer Frau mit leuchtenden Augen : So einen Vortrag hat sie noch nicht erlebt. Sie hatte mit mehr Fakten gerechnet und war überrascht, dass es anders und zum Fühlen war.
Vielen Dank für diesen Abend in der Belle Etage von Prenzlkomm zum Thema Hochsensibilität. Mich hat einiges in Ihrem Vortrag bewegt und mich zum Nachdenken angeregt.
Liebe Antje, vielen Dank für Deinen sehr interessant-informativen Vortrag. Durch die vielen Fragen war er sehr lebendig, das fand ich sehr schön. Ich hab ich auch sehr gefreut, Dich zu sehen.
ich wollte mich auf diesem Wege erneut bedanken für den gestrigen Vortrag. Für mich war es durchaus „augenöffnend“.
Ihnen ist es gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der ich mich sicher gefühlt habe.
Ich bin buchbar
Ich war wohlig erschöpft und so dankbar, etwas mehr sensibilisieren zu können. Es arbeitet weiter in mir. Ich freue mich auf neue Gelegenheiten, Bin buchbar und gespannt, wie die Reise weitergeht. Details zu Formaten gibt es hier.
Ich sehne mich nach wirklichen Begegnungen, in denen wir uns wirklich zuhören und wir wirklich Zeit miteinander teilen. Nach Menschen, die sich ehrlich füreinander begeistern können und sich so gegenseitig inspirieren. Da kann so viel Neues wachsen. Ich sehne mich nach Menschen, die einander Fragen stellen und einander verstehen wollen. Ich sehne mich nach mehr mutigen Menschen, die aufeinander zugehen sich einander echt zeigen. Menschen, die mehr Energie und Vertrauen haben, ihre einzigen einzigartigen Ideen umzusetzen und ihren eigenen Weg zu gehen. ich sehne mich wieder nach mehr Inspirationen und der Leichtigkeit mich zu entfalten. Ich bleibe wach auf meinem Weg. Vertraue, meine Sehnsucht wird gestillt.
Geschrieben im Lockdown. Weiter unten gibt es noch mehr aus meinem 1. Buch.
Ich fühle es
Heute geht es um Un(gestillte) Resonanzsehnsucht und Ich sehe dich und die Auswirkungen, nicht gesehen zu werden. Immer wieder begegnen mir Worte und Sätze, die ich intensiv fühle, mit denen ich resoniere. Ich kenne sowohl die Geschenke und Schmerzen, die damit verbunden sind. ich weiß aus vielen Gesprächen mit anderen Hochsensiblen, dass ich damit nicht alleine bin. Bei einem Vortrag teilte eine Frau (auch hochsensibel) eine Tradition aus Südafrika. Menschen die sich sehen, sagen Ich sehe dich.Ich teile das immer wieder. Kam aber nie auf die Idee, weiter zu recherchieren. Dazu musste mich erst jemand fragen und nun bin ich dankbar für Details.
“Sawubona” Die häufigste Begrüßung im Stamm der Zulu ist “Sawubona”. Es bedeutet wörtlich “Ich sehe dich, du bist mir wichtig und ich schätze dich“. Es ist eine Möglichkeit, die andere Person sichtbar zu machen und sie mit ihren Tugenden, Nuancen und Fehlern zu akzeptieren. Auf diese Begrüßung antworten die Leute normalerweise mit „Shiboka“, was bedeutet,“Dann existiere ich für dich”. Sawubona: Meine ganze Aufmerksamkeit gilt dir. Ich sehe dich und ich erlaube mir, deine Bedürfnisse zu entdecken, deine Ängste zu sehen, deine Fehler zu erkennen und sie zu akzeptieren. Ich akzeptiere dich für das, was du bist, und du bist ein Teil von mir.
Mich berührt und begeistert die Geschichte dazu. Mehr gibt es unter anderem hier zu lesen.
Kompetenzdemenz
„Wenn in einem rationalen Klima ein sensibler Mensch immer als Weichei abgestempelt wird kann es die Prognose ungünstig beeinflussen.“ und „Oftmals reicht ein Gegenüber das an einen glaubt.“Kompetenzdemenz.
Einsamkeit
„Du weiches Herz spürst du uns nicht. Wir sind immer für dich da. Deine Hände greifen für dich zum Hörer. Deine Stimme spricht es aus. Deine Füße tragen dich weiter. Ist doch genial, oder? Liebe Grüße dein Verstand.“
Mein Stern
Er sieht und er spürt mich ganz genau, wenn ich ihn brauche. Es ist ein warmes Gefühl und so wohltuend, dass wenigstens ich ihm nicht schnuppe bin. Ja und dann unerwartet, genau im passenden Moment, schickt er mir eine seiner Schnuppen. Er erinnert mich daran, dass ich mir wieder etwas wünschen darf. Ja genau und ich soll mich ja an die Wunder erinnern, die mir schon geschehen sind. Ich weiß ja, wie wichtig es ist, dass ich euch dies euch nicht zu verraten, sonst klappt das leider nicht. Nur mein Stern weiß Bescheid und das ist auch gut so. Wirksame Worte
Meine Schmerzhafte Erfahrungen
Bei Lesungen keine Reaktionen auf meine Texte und Gedichte
keine Antworten auf Fragen
Ich werde nicht ernst genommen
Ich kann das Interesse beim anderen nicht wecken
wenn meine Begeisterung nicht ansteckt.
Traurige Folgen für Hochsensible
Aufgrund von Erfahrungen von Ablehnung, leben sie Talente nicht.
Sie erstarren in einem kaltem und engem Umfeld.
Sie schweigen, weil keiner wirklich zuhört.
Sie werden nicht ernst genommen.
Sie hören: „Was du über hast.“
Sie bekommen Depressionen.
Sie halten viel zu lange aus.
Sie trauen sich nicht, ihre Bedürfnisse zu artikulieren.
Sie misstrauen ihrer Intuition.
Sie ziehen sich zurück.
Sie überfordern sich.
Sie können nicht arbeiten.
Viele Therapeuten kennen sich damit nicht aus.
Sie verzweifeln.
Sie reden mit niemandem über ihre Hochsensibilität.
Sie leiden, weil niemand sie sieht.
Meine Resonanzgeschenke
Einer sagte: „Ich habe keine Ahnung was Hochsensibilität ist, aber erklären Sie es mir bitte.
Es gibt noch viel zu tun. Mein Weg? Ich rede und schreibe immer wieder darüber. Ich teile meine Erfahrungen. Ich unterstütze im Coaching. Ich mache auf die Hochsensibilität aufmerksam. Lese meine Texte und Gedichte. ich brauche auch immer wieder eine Erinnerung.
„…doch ich kann doch was bewegen, dem Zweifel setz ich was dagegen.„
Meine Überlegungen 1 Woche vor der Bundestagswahl 2025
Bei unserem letzten Redeclub Reden wie Rosa am 13. Februar 2025 im Frauenzentrum Paula Panke in Pankow, hatten wir anlässlich der bevorstehenden Wahl verabredet, uns vorab darüber Gedanken zu machen. Später gab es von der KI noch absurde Fragen für unpolitische Stehgreifreden.
Meine Rede
Meine Gedanken, Überlegungen und Gefühle sind vielschichtig. Sie nun zu verschriftlichen ist aufregend.
Wahl KAMPF – wie aggressiv das Wort schon klingt.
Ich habe den Wahl O Mat getestet. Bei einigen der Aussagen dachte ich: Kommt drauf an. Müsste ich mehr zu wissen, um mich eindeutig positionieren zu können.
Welchen Aussagen kann ich vertrauen?
Welchen Wahlversprechen kann ich glauben? Ob in der Politik der Spruch bekannt ist? „Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen.“ Ich schätze es sehr, wenn Worte und Taten zusammenpassen. Das ist nicht so verbreitet,
Wieviel Ressourcen könnte man sparen.
Ich vermisse in vielen von meinen Kontexten, die Bereitschaft einander zu verstehen, aufmerksames Zuhören und interessiertes Nachfragen. Ich erlebe selten, dass Menschen aufeinander zugehen.
Ob in der Politik „Zweinigen“ bekannt ist? Das Wort verdanken wir Vera F. Birkenbihl, Es beschreibt die Bereitschaft sich zu einigen, dass man sich nicht einigen kann und sich trotzdem wohlwollend begegnet. Sie prägte auch das Inselmodell. Jeder lebt auf seiner Insel mit Werten, Vorstellen, Normen, Erfahrungen… Wie weit ist Bereitschaft andere Inseln kennenzulernen? Wo gibt es Schnittmengen? In diesem Video beschreibt sie es sehr anschaulich.
Gibt es Mediatoren, Supervisoren; Coaches für den Wahlkampf?
Wieso wird der gesunde Menschenverstand oft nicht gehört?
Spielt friedliche Koexistenz keine Rolle?
Inwieweit könnte die Regierung von Hochsensiblen profitieren?
Stehgreifreden
sind kurze Reden ohne Vorbereitung. Eine von uns bringt Impulse dazu mit. Diesmal hatte die KI diese Fragen beschert. Es drehte sich um unpolitische teils absurde Themen. Ich bin in meinem Element, wenn ich spinnen kann.
Welches Tier soll als Präsident im Wald gewählt werden? Ich entschied mich relativ schnell für ein buntes Zebra. Zum einen weil ich selbst gern als ein buntes Zebra alt werden möchte. Mehr zum bunten Zebra gibt es hier. Aber auch, weil es sich in viele hineinversetzen kann.
Welcher Vergnügungspark sollte gewinnen? Über diese Frage musste ich redend länger nachdenken. Ich bin kein Fan von Vergnügungsparks. Bin ja nun mal hochsensibel. Und dann überlegte ich, wie für mich ein Park sein müsste dass es ein Vergnügen ist, für mich dort zu verweilen. Mit wenigen Menschen, die sich auch farbenfroh kleiden. Ruheinseln, an „meiner“ Havel, gesundem Essen, aufmerksamem Personal, logischen Hinweisschildern.
Wahlrecht
angetreten zur Wahl sind die Kandidaten mit ihren Wahlprogrammen
Die ANGSTHASEN: Wir sind überzeugt, dass die Welt sehr schlecht und gefährlich ist. Misstraut anderen Menschen.
Die DIKTATOREN: Alles hört auf mein Kommando.
EIER KÖPFE: Wir können uns nicht entscheiden und reden und reden und diskutieren nächtelang.
KOMPLIMENTE SCHENKER: Unser Konzept – sage den anderen etwas Nettes und dann bekommst du es zurück.
MECKERKÖPFE: Beschwert euch. Wir leben davon, dass wir andere schlecht machen. Wir sind die Besten.
NEIN SAGER: Wir sind dagegen und in wenn einer mit einer Idee kommt, lehnen wir sie alle ab.
SCHWER MACHER: Wir legen euch Steine in den Weg, damit es auch richtig anstrengend wird.
SELBSTBESTIMMER: Wir sind für freie Meinungsäußerung: Jeder sagt, was er möchte und hat die Chance es zu bekommen
ZWEINIGER: Wir respektieren andere Meinungen und suchen gemeinsam nach Ideen.
Für Hochsensible Menschen ist wählen und entscheiden eine große Herausforderung. Wir durchdenken alles 1000 fach und sind überfordert. Das findet sich auch immer wieder in meinen Texten und Gedichten.
Wenn die Welt mehr auf Hochsensible hören würde
Gemeinsame Überlegungen mit Teilnehmenden eines meiner Kurse 2024 an der Volkshochschule. Es wäre:
2023 begann ich, den 1. Blogbeitrag über Gewinnen durch Spinnen. Kürzlich aktualisierte ich diesen. Er ist so komplex, dass ich mich entschloss, alles DIGITALE dort zu entfernen und in diesem separtaten Beitrag darüber zu schreiben.
Das hochsensible Spinnen ist so vielschichtig und komplex. Manchmal schätze ich es, manchmal stresst mich das vernetzte Denken und Fühlen. Ich vergleiche es oft mit einen Mindmap. Oft blitzartig entstehen neue Vernetzungen Assoziationen und Ideen. Ich neige dazu oft verschiedene Taps auf dem Rechner offen zu haben. Bin da nicht die einzige. Es bleibt eine Herausforderung sich immer wieder zu fokussieren. Hier ist ein Versuch. Bei einiges P´s erkläre ich ein bisschen dazu.
Kurzzeittherapie Ich bin auch Heilpraktikerin für Psychotherapie (seit 2002) Details zu den Diagnosen und Möglichkeiten gibt es unter dem Link zu finden.
Mentoring – Supervision Wie ticken Hochsensible? Wie erkenne ich, ob jemand hochsensibel ist? Meine Mitarbeiter:innen sind hochsensibel. Was muss ich wissen? Welche Rahmenbedingungen brauchen Hochsensible, um gut arbeiten zu können?
Vorträge, Kurse, Schulungen, Fort – und Weiterbildungen Details dazu gibt es unter laufenden und vergangenen Eventszu finden.
Hochsensibilität in der Kinderbetreuung Fortbildung für Kindertagespflege und Kitaerzieher*innen
Oasentage für Hochsensible Eine Auszeit für und mit anderen hochsensiblen Menschen. Vieles ist möglich mitten in der Natur. Resonanz, Input, Rückzug, Stille, Schreiben, Singen, Entfalten, Wandern. Gemeinsam gestalten wir uns ein wohltuendes stärkendes Wochenende.
Mail an die Lehrerin: „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Sie sind ja im Prinzip dafür verantwortlich, dass Frau Remke bei uns war und in Ihrer Stunde den Vortrag halten durfte. Das war für mich was ganz besonderes und beschäftigt mich jetzt noch Nachhaltig. Für mich persönlich war die Stunde aufwühlend, aber dennoch bereichernd. Ich hätte gerne so viel gesagt und mich mehr beteiligt, aber am Ende konnte ich dann doch nur zuhören und in meinem Kopf sein.
Können Sie sich daran erinnern, wie Frau Remke sich darüber gefreut hat und berührt war, dass es Menschen in unserer Klasse gibt, die die Kinder sehen? Also wirklich sehen. Das gibt Hoffnung und ist von immenser Bedeutung in unserem Beruf.
Ehrlich gesagt finde ich, dass das immer, in jeder zwischenmenschlichen Beziehung so sein sollte, aber gut bevor ich jetzt weiter ausschweife beende ich lieber diesen Satz mit: Es ist wie es ist, wir Menschen sind wie wir sind, aber können zum Glück lernen. Jedenfalls hat mich Frau Remkes Reaktion so sehr berührt und gleichzeitig fertig gemacht, weil ich weiß, dass ich die Kinder ebenfalls sehe, aber nicht lange in diesem Beruf stattfinden werde, weil ich nicht kann. Also schon, aber am Ende leide ich stark darunter und dann frage ich mich, welchen Mehrwert das für mein Leben hat. Zumindest bin ich nicht für die Institution Kita oder Schule gemacht.
Und das beschäftigt mich total, weil es doch so wichtig ist und andere das anscheinend gut hinkriegen, nur ich nicht. Ich hätte Frau Remke am liebsten gefragt, wie Hochsensible Menschen überhaupt in der Kita gesund klarkommen. Meine Gedanken jetzt einfach so pur mit Ihnen zu teilen, ist hoffentlich in Ordnung und ist nicht zu viel. .“ Januar 2025
Buchbar
An welchen der Formate live oder online gibt es Interesse? Details können wir gerne telefonisch unter 03098296116 oder 0179.7932906, schriftlich oder persönlich klären. Berlin Pankow
Hochsensibilität
ist vielseitig, anstrengend, herausfordernd, stressig, komplex, inspirierend, großartig, kreativ, unterschätzt, nervig, kompliziert, ein Geschenk uvm.. Seit knapp 10 Jahren coache, kläre auf und bestärke ich:
Immer wieder erlebe ich Dankbarkeit, wenn sich Hochsensible gesehen und verstanden fühlen.
Ich genieße es, wenn andere durch mein Wirken erfahren, dass sie auch hochsensibel sind und sie sich besser annehmen können.
Ich bin dankbar, wenn Menschen wissen wollen, wie Hochsensible ticken.
Ich bin dankbar meine Erfahrungen zu teilen und selbst neue sammeln zu können.
Ich bin dankbar für die vielseitige Resonanz.
Ich bin dankbar, immer wieder gebucht und eingeladen zu werden.
gewinnen durch spinnen
Feedback zum Posten
hhhh, das stimmt, ich erinnere mich. Julia hatte sich als sehr zurückhaltend beschrieben und im Laufe des Abends hatte ich den Eindruck, dass sie sehr sensibel ist. Da ich bei meinen Workshops spontan Empfehlungen für Literatur, Youtube und Kollegen gebe, habe ich Dich empfohlen und deine Homepage mit an die Tafel geschrieben. 🤓
Jetzt schließt sich der Kreis. 👍
Es freut mich, dass Julia meiner Empfehlung gefolgt ist. anne Pake Willkommen – Anne Pake
gerne kannst Du mich mit Namen zitieren. Netzwerken ist total wichtig, auch ohne regelmäßige Treffen 🙋🏻♀️🌞
Ich bin Jobcoach seit 2015. Seitdem weiß ich auch, dass ich hochsensibel bin. Seit 2023 bin ich offizieller Coaching Partner von Erfolgspfad GmbH und arbeite sowohl live in Berlin als auch online deutschlandweit. Viele Hochsensible sind mir seitdem begegnet, die lange raus sind aus der Arbeit. Die Atmosphäre macht krank. Der Chef im Nacken stresst. Mobbing, zu viele Sinnesreize, die Schwierigkeiten Grenzen zu setzen sind oft die Ursachen. Viele sind introvertiert, haben Angst ihre Meinung zu äußern, werden überhört, übersehen und der Sinn ihrer Arbeit fehlt. Der Arbeitsweg mit zahlreichen Sinnesreizen kostet viel Energie.
Zur Stabilisierung, Aktivierung und Vermittlung gibt es die Option, bei der bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) zu beantragen, zur Unterstützung der nächsten Schritte. Schwerpunkte sind u.a. Selbstwahrnehmung und Akzeptanz & Stressmanagement & Kommunikation & Berufliche Orientierung & Stressmanagement & Kommunikation. Das Coaching wird individuell und in Absprache auf die Bedürfnisse angepasst. In Absprache mache ich im Anschluss im Beratungsbericht auf die Hochsensibilität mit den darin verbundenen Herausforderungen aufmerksam. Meine große Hoffnung ist, dass die speziellen Bedürfnisse von Hochsensiblen mehr verstanden und berücksichtigt werden.
Viele Hochsensible sind sehr kreativ und vielseitig. Oft leiden sie leider aber an „Kompetenzdemenz“, sind verunsichert und ziehen sich in sich zurück. Wenn Menschen wieder an ihre Kompetenzen, Ideen, Träume erinnert werden, können diese „wiederbelebt“ werden. Fühlt sich das vertraut an?
DOCH
„Ach nee, das geht nicht“ blockiert oft Veränderungen. Ich lade Dich ein, Dein DENKEN wieder NEU zu LENKEN. Raus aus dem eigenen Kreisverkehr. Ausfahrt – neue Möglichkeiten. Ich arbeite intuitiv, sowohl mit Feingefühl, als auch mit Humor. Ich lenke die Aufmerksamkeit mit Fragen, manchmal wohlwollend hartnäckig, um einerseits Ideen für die individuelle Ausfahrt zu finden, und anderseits auch den Blinker tatsächlich zu setzen. Wie groß ist deine Sehnsucht nach der Ausfahrt?
Andere sagen über mich
Viele schätzen, dass ich aufmerksam zuhöre, ich vieles nachvollziehen kann, dass sie sich verstanden fühlen, passende Fragen stellen, mich behutsam auf die individuelle Situation einstelle, sie weinen können. Ich sie zum Lachen bringe und sie sich sicher fühlen. Bei detaillierten Fragen gerne melden über das Kontaktformular oder telefonisch unter 0179.7932906 . Begleitung geht entweder in Berlin oder auch deutschlandweit online. Infos von der Agentur für Arbeit zum AVGS – Coaching. Einige Antworten finden Sie hier.
Geduldig, herzlich, humorvoll & provokant
Wir haben uns vor ca. 2 Jahren im Frauenzentrum MARIE in deinem Kurs „Übung macht die Meisterin“ kennen gelernt. Hier sprachen wir unter anderem über deine, meine, unsere Hochsensibilität und ich spürte eine tiefe Verbundenheit zu meinem Anderssein.
Im März 2023 begab ich mich mit dir und ein paar anderen hochsensiblen Frauen auf eine wundervolle Kurzreise nach Bad Freienwalde, in die Malche. Dort verbrachten wir ein wunderschönes OASEN-Wochenende auf ganz besondere Art. Die Erinnerungen daran lassen mich noch immer schmunzeln. Glück kann so einfach sein.
Kürzlich wurde ich von dir auf deine sehr kompetente, ehrliche, geduldige, herzliche, humorvolle, provokante und hochsensible Art, 8 Wochen über „ERFOLGSPFAD“ online gecoacht, beraten, gelenkt und auf meinem neuen Weg in die Arbeitswelt begleitet. Mit viel Taktgefühl und Gespür für meine (mich enorm einschränkenden) Vorbehalte und Ängste, hast du – auf sehr direkte oder auch sehr subtile Weise – meine Gedanken auf positivere Bahnen gelenkt.
Mir hat deine lockere und doch sehr professionelle Art mit mir zu kommunizieren sehr gefallen. Es gelang dir gut, mich mit wirkungsvoller Gestik und Mimik, mit fröhlichem Gesang, deinen eigenen Gedichten und wirksamen Worten – zum Nachdenken anzuregen. Deine regenbogenbunten Bilder, Metaphern und spannenden Anekdoten nahmen mir die Anspannungen und entkräfteten meine vielen ABER…, ABER…, ABERs … und brachten mich zum Schmunzeln.
Dafür bin ich dir sehr dankbar. Und ich bin äußerst froh darüber, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, genau DICH, liebe Antje, als meine Coachin auszuwählen. Ich empfehle dich sehr gerne weiter 🙂
Innerhalb der relativ kurzen Zeit des Job-Coachings mit dir, ist bei mir (symbolisch) ein Knoten geplatzt. Mit dir und meinem bunten MUT an meiner Seite, habe ich mich endlich wieder raus aus meiner ängstlichen Komfortzone gewagt, mich von Schmerzlichem verabschiedet und endlich vertraute berufliche Pfade verlassen. Zum Ende unseres Coachings traute ich mich, eine Initiativbewerbung zu schreiben und wurde daraufhin zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Mein Mut wurde belohnt und am 1.12.2023 begann ich meinen neuen Job. Ein Neustart für mich in einem ungelernten Tätigkeitsbereich. Vorher war ich über 30 Jahre als ausgebildete Erzieherin tätig und nun arbeite ich als Servicekraft im Frühstücksbereich in einem Hotel. Diese Arbeit gefällt mir gut und bereitet mir viel Freude.
Mein Erfolg ist auch dein Erfolg 🙂
DANKE und herzliche Grüß
Antje Remke - Mein Job - und Lebenscoach
Sie hört mir zu, versucht mir zu folgen, mich zu verstehen, um ihr Ziel zu verfolgen. Sie steht auf, läuft bis zum Fenster, deutet auf Türen, auf meine Gespenster. Dann stimmt sie mich ein auf was soll geschehen in den kommenden Jahren, die mir bevorstehen. Antje Remke ist ein besonderes Erlebnis: ein interaktiver Spiegel Orientierung suchender Menschen. Man muss sich nur darauf einlassen bzw. sich darin selbst betrachten wollen. Der Rest passiert, regeneriert und motiviert. Antje Remke ist fürsorglich, souverän und furchtlos. Von unseren inspirierenden Gesprächen und ihren zahlreichen Anregungen sowie von ihrer faszinierenden Persönlichkeit profitiere ich bis heute sowohl beruflich als auch privat. Danke. Oliver Akademiker Jobcoaching
Mit Feingefühl und voller Kraft
Wünschen wir uns nicht vor allem einen Coach, dem sein Thema am Herzen liegt? Denn schließlich ist Hochsensibilität ja auch unser Thema, sonst kämen wir nicht zu Antje. Einfühlsamkeit setzt voraus, dass die vielen Schichten, die Hochsensibilität mit sich bringt, verstanden und selbst lebendig erfahren wurden und werden. Antje hilft, weil sie mitten im Thema steckt, ihre Erfahrungen teilt und auch dadurch wertvolle Anleitungen gibt. Was ist Hochsensibilität überhaupt? Für viele ein großer AHA-Moment, dies erst einmal zu wissen. Antje unterstützt im Wiedererkennen, gibt Tipps und verschafft so Erleichterung. Denn sie zeigt großen Einsatz – im individuellen Coaching und in der Öffentlichkeit, wo sie das Thema Hochsensibilität aktiv in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Die Hochsensibilität für sich zu entdecken, dabei hilft Antje, mit Feingefühl und voller Kraft – kein Widerspruch, sondern eine wunderbare Ergänzung.“ Hier weitere Referenzen
Und nun?
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im Amt nachfragen
sich trauen, mir vermeintlich „komische“ Fragen zu stellen
eine Nacht darüber schlafen und dem Bauchgefühl vertrauen.
Ich freue mich. Antje Remke Tel. 0179.7932906 in Berlin Pankow
Mir ist es ein Bedürfnis, die öffentliche Geschichte mit meinen Büchern„Wirksame Worte“& „Crossover“ und dem Hörbuch „Ansteckend“, die 2019 begann, Revue passieren zu lassen. Das Reflektieren bewegte mich sehr. Vielschichtige Erinnerungen mit Begegnungen und Orten erwachten wieder zum Leben. Wie bei vielen anderen Hochsensiblen war wieder sehr viel präsent mit gemischten wunderschönen und auch schmerzhaften Gefühlen. Nachdem ich erst auch die Resonanzen und Leseorte in einen Beitrag zusammenfassen wollte, entschied ich mich, es auf drei Beiträge zu verteilen, weil es wirklich ziemlich umfangreich ist. Mich ermutigt das Schreiben weiterzumachen. Ein 3. Buch ist in Arbeit. Neue Lesungen sind geplant. Ich bleibe dran. Du auch?
Inhalt
Erste Schritte in die Sichtbarkeit
Die Wirksamen Worte sind da
Es braucht ein dickes Fell, Vertrauen und Zuversicht
Im Dezember 2020 im Lockdown verschickte ich die ersten Texte und Gedichte per Mail und veröffentlichte einige auf Instagram. Die vielseitigen positiven Reaktionen motivierten mich weiterzumachen und so startete ich am 18. Dezember 2020 auf Instagram. Schreiben war in den Jahren der Pandemie ein hilfreicher Weg, mit den vielseitigen Herausforderungen und Ungewissheiten klarzukommen. Ich bin in meinem Element, wenn ich inspirieren kann und inspiriert werde, wenn ich Menschen zum Schmunzeln und Nachdenken bringen kann, wenn ich Menschen zusammen und sie in einen besseren Zustand bringe. All das war ja sehr eingeschränkt. Ich schrieb mehr und anders als sonst. Mich ermutigte die Resonanz. Manche Hochsensible sagen, dass sie sich Öffentlichkeit niemals trauen würden.
Menschen, Lesungen meine eigenen Gedichte und Texte weiterzumachen. Es ist ein intensiver, vielschichtig emotionaler Mix an Emotionen. Ich sammelte vielseitige Erfahrungen, Ich bin tief berührt, amüsiert, ernüchtert, enttäuscht, dankbar, überrascht und auf dem Boden der Realität gelandet.
Die Wirksamen Worte sind da
Als im Sommer 2021 die Wirksamen Worte erschienen, hatte ich die Illusion, dass alle meine Kontakte mich tatkräftig unterstützen werden, um mein Buch in die Welt zu bringen. Ich wurde einen besseren belehrt. Bei Lesungen ging ich davon aus, dass das Publikum kommt, um konkret auf das das eine oder andere Gehörte reagiert und mich anspricht, Dies passierte so gut wie gar nicht. Ich bin jemand, der so etwas bei anderen macht. Ich weiß inzwischen, dass ich da wohl eine Ausnahme bin.
Ich musste lernen, dass ich damit klarkomme und es nicht als Ablehnung zu empfinden. Immer wieder an mein Gedicht zu denken GEFALLEN, die wachsende Zahl an positiven Rückmeldungen. Meist sind es andere Hochsensible, die „meine“ Sprache verstehen und es auch fühlen können. Mir wurde bewusst, dass es facettenreiche Selbstcoaching Impulse sind und meine Texte und Gedichte als vielseitiges Mentoring für mich dienen. Es freut mich, dass es auch bei anderen wirkt. Oft teile ich im Coaching das eine oder andere und ich genieße es, im Gegenüber Resonanz zu spüren.
Es braucht ein dickes Fell, Vertrauen und Sowohl als auch
uversicht
Es braucht viel Geduld, Lesungen zu organisieren, einzuladen, im Vertrauen zu bleiben, dass Menschen den Einladungen folgen und bei der Lesung, der Funke überspringt. Es braucht ein dickes Fell, auch mal mit wenig Publikum klar zu kommen. Es gab für mich schon Lesungen, die sehr bitter waren. Lesungen, bei denen ich in starre, unaufmerksame Gesichter guckte und merkte, dass sie nicht wirklich zuhören.
Was mir da hilft? „Weitermachen, es gibt wieder was zu lachen“ und die Erinnerung, an sehr viele schöne Momente. Manche bekommen Gänsehaut, wenn ich mitten im Gespräch ein Text oder Gedicht teile, manche fühlen sich motiviert, selbst wieder etwas zu schreiben. Bei mir selbst ist ein neues Buch in Arbeit. Es geht langsam, aber es geht voran. Und dann kam vor kurzem diese Nachricht „Liebe Frau Remke, ich habe mit Begeisterung zwei ihrer Bücher gelesen – Wirksame Worte und Crossover – und wollte Sie fragen, ob es möglich wäre, Ihnen ein paar meiner Wunschtexte für die Lesung zu geben. Herzlichen Dank und ein wunderschönes Wochenende und liebe Grüße Alexandra Mann.
Fazit
Ich bin mit dem Beitrag durch die unterschiedlichsten Erfahrungen mit vielschichtigen Emotionen gereist. So klingt es nach in Moll und in Dur. Wie viele Hochsensible merke ich mir sehr viel. Menschen, Wiedersehen, Orte, Zusammenhänge, Gänsehaut, Enttäuschungen, Resonanz, Stress und große Dankbarkeit. Dankbar für all die Menschen, die mich zu Lesungen einluden. Mir bin ich dankbar für mein Weitermachen. Ja und es gibt eine vielseitige Resonanz vom Publikum, Lesenden, Coachingkunden, Therapeuten, anderen Hochsensiblen und Menschen aus Selbsthilfegruppen. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen 2025 auf mich warten. Nun verdaue ich die komplexe Zeitreise und lasse sie nachklingen. G ewinnen durch Spinnen.
Es ist einige Zeit her, als mich eine hochsensible Frau fragte, als welches Tier ich alt werden möchte. Was für eine Frage. Angebotene Optionen waren Kuh oder Ziege. Beides gefiel mir nicht. Nach kurzem Überlegen wusste ich, dass ich als Zebra alt werden möchte. Sowohl als auch. Ich las über die Eigenschaften und das fühlte sich passend an. Das Foto hat vor vielen Jahren eins meiner Kinder im Tierpark aufgenommen. Ich liebe es.
Was sehe ich?
Mit Beginn des Lockdown 2020 fing ich an, bewusster den den Fokus auf Schönes, Leichtes, Licht und Farbe zu lenken. Ich wollte den Sorgen, der Schwere und Unsicherheit etwas dagegen setzen. Ich erinnerte mich, dass mein Coaching und Motto ja DENKEN NEU LENKEN heißt. Bei meinem Instagramprofil wächst die meist farbenfrohe Sammlung. Speziell zur farbenfrohen Gesellschaft meines Buches Wirksame Worte habe ich dazu einen Blog geschrieben und zahlreiche Bilder geteilt. Es werden immer mehr. Irgendwann im nassgrauen, kaltem Winter schmückten diese beiden Zebras das Schaufenster einer Apotheke im Prenzlauer Berg. Ich schmunzelte über die weiß gelb gestreiften wetterfest gekleideten Tiere. Da wurde mir klar, dass ich nicht nur ein schwarz weißes, sondern buntgestreift alt werden möchte. Ich genieße wirklich die Vorstellung sehr. Es ist aber gar nicht so einfach. Ich bin nicht immun gegen als das was ich höre und erlebe. Oft höre ich von anderen mehr Schweres, als Leichtes. Viele Hochsensible sind zum Schutz im Rückzug. Viele tragen ein großes Extrapaket an Herausforderungen, dass das Bunte und Leichte vergessen wird. Ich hoffe, dass sich da etwas ändert. Bei den Oasentagen für Hochsensible erlebten wir, was an Buntsein möglich ist. Davon möchte ich wieder mehr für mich und auch andere Hochsensible. Gewinnen durch Spinnen.
Was ich entdeckte
Es ist ja bekannt, dass wir plötzlich Sachen sehen, wenn wir uns mit etwas beschäftigen. Ich genieße immer wieder wenn mir farbenfrohe Zebras begegnen. Die beiden sah ich auf einer Karte. Das andere war Ende Januar 2024 Teil einer Ausstellung im Kino in Kleinmachnow in dem für ZDF Terra xplore (zu) viel gefühl- bist du hochsensibel? gedreht wurde.
Völlig verrückt oder?
Ich gebe zu, dass ich nur wenige Bücher über die Hochsensibilität gelesen habe. Vieles sammle ich über unterschiedliche Wege. im Sommer spürte ich den Wunsch, dieses Buch von Anne Heintze zu lesen – Außergewöhnlich normal. Seit Jahren gehört es zur Sammlung auf meinem E-Book. Und sie vergleicht Hochbegabte, Hochsensitive und Hochsensible mit bunten Zebras zwischen Haflingern, Pferde – die sie als außergewöhnlich liebenswert, nützlich, sozial und freundlich sind.
Ich finde das schon ziemlich verrückt. Aber vielleicht ist es ja auch nicht ungewöhnlich bei hochsensiblen Menschen. Beschäftigt mich sehr.
Es gibt Worte und Sätze, die ich einfach fühle, ich gehe mit ihnen in Resonanz. Manches bekomme ich von anderen geschenkt, manches fällt mir selber ein, wie DUNKELBUNT. Nachdem ich den Begriff im Dezember 2024 als Hashtag bei Instagram verwendete, recherchierte ich und siehe, ich bin nicht allein damit. Auch andere Hochsensible „kennen“ das Wort.
Wieso DUNKELBUNT? Es gibt immer mehr Dunkles um uns herum in verschiedenen Gestalten. Es braucht immer mehr Buntes, um als buntes Zebra alt zu werden. Ich schätze alles, was mich daran erinnert. Immer wieder umgeben sich auch andere Hochsensible mit Farben.
Der Jahresrückblick 2024 wird dieses Mal kürzer, da ich ja einen ausführlichen Beitrag nach dem ersten halben Jahr schon geschrieben habe. Es ist eine Fortsetzung von den Dingen, die mich dieses Jahr beschäftigten. Es ist das 4. Mal, dass ich mein hochsensibles Jahr hier Revue passieren lasse und so auch eine Chronik, was wächst und aber auch eingeht. Inspiriert hatte mich 2021 die Bloggerin Judith Peters. Ihr Motto: „Blog like nobody s reading.“ Das bestärkt mich darin, es auf meine Art zu machen. Wer weiß, ob es jemand liest.
Inhalt
Hochsensibilität
Coaching für Hochsensibilität
Mal so, mal so
Fortbildungen für Kursleiterinnen
Schreiben
Lesungen
Paula Panke
Übung macht die Meisterin
Kieztreff Koepjohann
Leben Sterben
Privat
Hochsensibilität
Inzwischen sind es 9 Jahre, dass ich es weiß. Ich werde empfindsamer. Die Intensität am Wahrnehmen, Fühlen und Denken nimmt zu. Ich schreibe sachlicher, als es erlebe. So versuche ich leichter klar zu kommen mit all dem was bei mir und um mich herum passiert und was mir im Coaching und privat geteilt wird. Das Bedürfnis nach Abstand von Langeweile und Belanglosigkeiten wächst. Der Wunsch nach Resonanz und gesunden Menschenverstand bleibt und wächst. Wenn ich darüber mit anderen Hochsensiblen rede, fühle ich Verbindung.
Ich rede in vielen Zusammenhängen, dass ich hochsensibel bin. Oft finden sich so andere, die sich freuen, sich mit mir austauschen zu können. Ich übe immer weiter an der Gelassenheit, dass es nur einzelne sind und die meisten mit mir nichts anfangen können. Dabei gehen Schätzungen davon aus, dass 10 bis 20 % hochsensibel sind. Ist nicht immer so leicht.
Ich genieße sie Begeisterung im Erkennen und Fühlen können. Mein Wunsch, dass es mehr Interesse, Akzeptanz und Verständnis gibt treibt mich an weiterzumachen. Es kostet mich Kraft. Dankbare Menschen im Coaching und in den Kursen motivieren mich weiterzumachen. Ab und zu wollen sich Normalsensible etwas erklären lassen. Das sind noch seltene Highlights. Ich hoffe, dass es mehr wird.
Seit dem 1. Juli gibt es eine Dokumentation in der ZDF Mediathek Terra xplore (Zu)sensibel – Bist du hochsensibel? Ganz kurz bin ich zu sehen und hören. Immer wieder einmal spricht mich jemand darauf an, dass ich entdeckt wurde. Einige finden sich darin wieder und freuen sich, dass auf die Hochsensibilität aufmerksam gemacht wird und sie sich identifizieren können. Ich finde es einen sehr sachlichen Beitrag und schade, dass mehr Sendezeit der Wissenschaft, als uns Hochsensiblen gegeben wurde. Ein ganz anderes Erlebnis war ein Podcast mit einer introvertierten hochsensiblen Studentin. Den gibt es hier zu hören.
Coaching für Hochsensibilität
Einzelcoaching: Es kamen wieder hochsensible Menschen mit vielseitigen Anliegen. Frauen, die Ermutigung brauchen, sich treu zu bleiben, welche die kündigen wollen, welche die mehr über den Umgang mit der Hochsensibilität lernen wollen, die Mut brauchen, sich zwischendurch einmal krank schreiben zu lassen, die sich nicht leicht entscheiden können, Mutter und Tochter, die ihr Miteinander verbessern wollen, und sich einander nicht genug gesehen und verstanden sehen.
Jobcoaching: Ich biete auch weiterhin Jobcoaching an für Menschen, die arbeitssuchend sind. Die meisten sind hochsensibel mit ihren besonderen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Ich habe mir angewöhnt, es in den Berichten zu vermerken, um mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich besuchte die Jobmesse, um Ideen für meine Kunden zu sammeln.
Buchbegleitung: 2 Frauen begleite ich in Abständen als Schreibcoach bei ihren Buchprojekten. Ich bin dankbar über das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.
Mal so, mal so
Im Oktober waren die erste Fortbildung geplant an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen und ein Kurs an der Volkshochschule Tempelhof Schöneberg geplant. Beide mussten abgesagt werden, da es zu wenige Anmeldungen gab. Auch gab es an der Volkshochschule in Rathenow zu wenig Interesse. 2025 starten wir neue Versuche. Die Kurse an der Volkshochschule fanden wie gewohnt statt.
Fortbildungen für Kursleiter*innen
Dieses Halbjahr lernte ich etwas dazu über KI, Krisensensibilität in den Kursen und Improvisation in den Kursen. Fühle mich inspiriert. Es wird sich zeigen, wo der Wissenszuwachs einfließt.
Schreiben
Neues Buch: Es ist ein 3. Buch in Arbeit. Vom Titel sind einige Hochsensible schon begeistert. Ich selbst auch. Es wird vielseitig hochsensibel. Mal schauen, wie ich voran komme.
Blogbeiträge: Es gibt einige neue Blogbeiträge. Manche habe ich überarbeitet. Gewinnen durch Spinnen war lange unfertig.
Balsam für die Seele: Seit Dezember 22 sind es inzwischen fast 750 tägliche digitale Notizen, was alles Balsam für die Seele ist. Es sind Begegnungen, Worte, Musik (gehört oder selbst gesungen) Inspirationen. Erkenntnisse, Farben von meinen Wirksamen Worten uvm., die mich erinnern, inspirieren, berühren, zum Schmunzeln bringen. Es hilft mir sehr, den Foccus auf Schönes zu richten. An doofen, traurigen, kranken Tagen finde ich manchmal nur wenig, aber es hilft zu vertrauen, wieviel darin sich schon gesammelt hat.
Ich las im Hertha Müller Haus in einer Freizeitstätte für SeniorenInnen in Zehlendorf. Eine Frau erkannte mich aus aus dem Fernsehen. Schon verrückt.
Aufgeregt war ich vor meiner ersten Lesung im Caritas Hospiz in Pankow. Welche Texte und Gedichte werden passen? Wie würde es sein, mit diesem besonderen Publikum. Musikalisch begleite mich die Pianistin Annette Wiszisla. Sie kann wunderbar improvisieren. gemeinsam mit ihr wurde es ein sehr schöner Nachmittag mit Blick in leuchtende Augen.
Zum 3. Mal war ich in meiner alten Heimat in Döberitz in der Dorfkirche. Dort ist immer wieder schön auch das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern.
Dank einer Vernetzung las ich das erste Mal in Zehlendorf in der neuen Galerie von Alexandra Mann. Umgeben von farbenfrohen Objekten, die an die Kindheit erinnerten, passte es wunderbar zusammen.
Gruppe für Hochsensible: bewusst in kleiner Gruppe gibt es monatlich einen geschützten Raum, sich unter introvertierten Frauen auszutauschen. Es gibt noch viel zu wenige Orte für so viele Hochsensible.
Kreatives Schreiben: monatlich leite ich dort weiterhin die Gruppe. Es ist immer wieder eine Überraschung, welche Frauen was aufs Papier bringen.
Reden wie Rosa seit 4 Jahren bin ich regelmäßig mit dabei, wir üben Reden zu halten, unterstützen uns durch wohlwollendes Feedback und genießen die Achtsamkeit, mit der wir uns dort begegnen. Herzliche Einladung, es auch mal auszuprobieren.
Im Oktober war ich zu Gast bei der Vernissage der Fotografin Walerija Weiser über Berliner Fenster. Mehr dazu hier.
Übung macht die Meisterin
Im November „feierte“ ich 15 Jahre Übung macht die Meisterin. Es ist etwas ganz besonders, die Vertrautheit, die Offenheit untereinander und jedes Mal zu sehen, was entsteht, wenn wir zusammen über vielseitige Themen nachdenken. Neue Frauen sind uns immer willkommen (14 tägig mittwochs).
Kieztreff Koepjohann
Seit vielen Jahren leite ich monatlich einen Ein Eltern Treff für die Koepjohannche Stiftung. Trotz vielseitiger Öffentlichkeitsarbeit ist dieser nicht so gut besucht. Mal schauen, wie es sich entwickelt. Wir haben beschlossen, das Treffen erst einmal auszusetzen.
Leben und Sterben
Caritas Hospiz: Nach meiner Lesung war ich Gast zum Sommerfest. Wieder begleitete Annette Wiszisla musikalisch den Nachmittag. Ich genoss den Austausch und einfach die Atmosphäre. Im Advent war ich wieder bastelnd dabei. Wie gesagt, ist es nicht meine Kernkompetenz. Es hatte was, mit vielen Naturmaterialen zu experimentieren und die Mitglieder vom Förderverein waren sehr tolerant.
Beerdigung: Im Dezember war ich zu einer Beerdigung einer Sängerin aus einem früheren Chor. Neben der Trauer und dem Singen am Grab, tat das Wiedersehen mit einigen Menschen sehr gut.
Privat
Im Sommer nahm ich an einem 2 tägigen Fotoworkshop in der Dorfkirche Döberitz teil. Es hat mich sehr bereichert, die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Ich kenne nun neue Funktionen und bin begeistert, anders zu fotografieren. Ich genieße es im Chor und anderen Zusammenhängen zu singen. Immer wieder genieße ich es und erinnere schmerzlich an die Zeit, an der dies gemeinsam verboten war.
Fazit
Wieder ein Jahr mit SOWOHL ALS AUCH. Es braucht viel Geduld. Ich lenke immer wieder den Focus auf alles was im Wachsen ist. Deshalb halte ich es auch schriftlich fest. Ich brauche immer wieder den Rückzug zwischendurch.
Im Sommer 2023 brachte mich das Frauenzentrum Paula Panke mit der Fotografin Walerija Weiser zusammen, mit der Idee für ein gemeinsames Projekt. Wir trafen uns und setzten 2 Ideen um.
Zum einen fotografierte mich Walerija Weiser an meinem Berliner Ort, zum anderen leiteten wir einenWorkshop Worte für Orte. Bei diesem zeigte Walerija Frauen mit Orten und ihren Geschichten und ich leitete zum Schreiben an. Wir genossen den Abend, Zu dem Zeitpunkt war klar, dass es eine Ausstellung bei Paula Panke geben wird.
Im Oktober 2024 gab es eine sehr gutbesuchte Vernissage. Ich genoss die Begegnungen und die anderen Geschichten. In einem Begleitheft sind die Geschichten der einzelnen Frauen nachzulesen. Meine ist hier.
Nicht mehr möglich – das ist sehr traurig
Nach der Vernissage verspürte ich das große Bedürfnis, der Kreißsaal Gynäkologin nochmal zu danken. Das geht nicht mehr. Ich fand im Netz, dass sie 2023 leider verstorben ist. Es bleibt ein bitteres Gefühl. Daneben aber auch eine tiefe wärmende Dankbarkeit, dass sie einen riesigen Anteil daran hatte, mich von meinem ersten Geburtstrauma zu heilen.
ANTJE UND DIE KLINIK „MARIA HEIMSUCHUNG“ IN PANKOW
„Mein Ort in Berlin, verbunden mit vielseitigen Erinnerungen an besondere Situationen, Begegnungen und intensiven Gefühlen. 2001 begann es. Gerade schwanger, besichtigten wir den Kreißsaal. Es fühlte sich passend an, dort zu entbinden. Emotional komplett aus der Bahn warf mich dann völlig unvorbereitet der Kaiserschnitt. Ich nahm später meinen Mut zusammen und schrieb dem Krankenhaus. Es folgte ein Gespräch, bei dem meine Kritik ernst genommen wurde. Es gab in der Physiotherapie lateinamerikanischen Tanz zur Rückbildung. Die Idee das beides miteinander zu verknüpfen, fand ich großartig.
Ich entschied mich auch beim zweiten Mal in der Maria Heimsuchung zu entbinden. Dieses Mal fühlte ich mich hervorragend vom Personal umsorgt. Mit der Spontanentbindung meiner Tochter fühlte ich mich von meiner traumatischen Erfahrung geheilt. Ich genoss meine Mobilität und die Willkommensbesuche.
Später waren wir immer wieder dabei, wenn Sommerfest im Krankenhaus gefeiert wurde. Mein Interesse für das Gesundheitswesen ist auch der Tatsache geschuldet, dass ich gelernte Krankenschwester bin. Obwohl ich schon viele Jahre nicht mehr in dem Bereich arbeite, fühlen sich Krankenhäuser für mich immer sehr vertraut an.
Ab und zu bekam ich Hilfe in der Rettungsstelle. Es war nie etwas Dramatisches. Viele Jahre später musste ich als Patientin stationär sein. Ich teilte mir die Zimmer mit Frauen, mit denen ich mich teilweise immer noch verbunden fühle. Wir trösteten einander, redeten und lachten. Ich schätze es sehr, dass ich gesund bin. Im Patientenfunk gab es Texte aus meinen Büchern zu hören. Es hat mich zu einem Gedicht motiviert. In der Kapelle fand ich immer wieder Trost.
Ich genieße es immer wieder einmal in der Cafeteria und im Krankenhauspark zu sitzen. Bin gespannt, wie unsere Geschichte weitergeht.“ Für mich ist das Krankenhaus in Laufentfernung und ich bin immer wieder berührt, wenn ich vorbeikomme.
Wozu dienten meine Erfahrungen?
Ich leitete 20 Jahre ein Frühstück für Mütter in Elternzeit. Mich hat mein Kaiserschnitt sensibilisiert für Geburtsgeschichten, die nicht rosarot verliefen. Immer wieder motivierte ich Mütter, sich auch an die Krankenhäuser zu wenden. Ich teilte, dass ich psychologische Unterstützung bei Tanja Sahib nutzte und eine Selbsthilfegruppe gründete für Kaiserschnitt – Mütter. Sie bat bei der Entstehung ihrer Buches „Es ist vorbei – ich weiß es nur noch nicht – Bewältigung traumatischer Geburtserfahrungen“ um meine Meinung. Das freut und berührte mich sehr.
2023 schrieb sie mir: „Ich denke, dass Du einen Anteil an meiner Spezialisierung „Traumatische Geburt“ hattest, weil Du damals dir von unserem Familienzelt eine „Kaiserschnitt-Gruppe“ gewünscht hast. Ich weiß nicht mehr, wie viele Frauen in diese Gruppe gekommen sind. Jetzt melden sich ja manchmal bis zu 20 Frauen für eine Gruppensitzung an, so dass ich dann zwei Gruppen mache. Also Danke. Mein Buch „Es ist vorbei-ich weiß es nur noch nicht“ ist 2013 herausgekommen und hat seitdem unzähligen Frauen im deutschsprachigen Raum geholfen.“
Vielleicht finde ich noch den Brief, den ich damals nach dem Kaiserschnitt ans Krankenhaus schrieb. Während des Lockdowns motivierte mich der Kontakt zum Patientenradio zum Gedicht Pfleger Klaus.
In der Zwischenzeit war ich öfter zum Krankenbesuch in der Maria Heimsuchung. Der Tag der offenen Tür lockte mich auch wieder einmal dorthin. Es gab wieder vielseitige Eindrücke.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
Maria Heimsuchung ist für mich ein Ort, an dem Schmerz und Heilung nebeneinanderstehen. Hier begann meine Mutterschaft, hier wurde ein Trauma sichtbar – und 2 Jahre später geheilt. Dieser Ort hat mich geprägt, gestärkt und begleitet. Deshalb ist er mein Ort in Berlin.
Ich folge meinem Bedürfnis zusammenzufassen, was im 1. Halbjahr so los war. Für mich ein Weg zu reflektieren und zu sehen, was sich durch das Öffnen neuer Türen ergeben hat. Das war so vielschichtig. Ich versuche es zu strukturieren nach Themen und Orten. Nicht so ganz leicht, da sich einiges überschneidet. Es ist mit sehr vielschichtigen Emotionen verbunden. Dankbarkeit, Begeisterung, Unsicherheit, Stress uvm.
Inhalt
Hochsensibilität
Coaching für Hochsensibilität
Volkshochschulen Berlin, Brandenburg
Fortbildungen für Kursleiter:innen
Schreiben
Lesungen
Paula Panke
Übung macht die Meisterin
Koepjohann
Leben und Sterben
Privat
Fazit
Hochsensibilität
Sichtbarkeit Hochsensibilität: Es ist mir ist ein großes Anliegen, auf die Hochsensibilität aufmerksam zu machen. Einige neue Chancen gab es. Einiges ist noch offen. Immer wieder muss ich es aber auch aushalten, dass auf meine Ideen und Anfragen nicht reagiert wird. Da ist nicht immer einfach.
Terra xplore (Zu)sensibel – Bist du hochsensibel? Im Februar war ich eine von 6 Menschen, die für eine ZDF Dokumentation über Hochsensibilität für das Format Terra xplore vor der Kamera befragt wurden. im Herbst soll die Sendung ausgestrahlt werden. Ich bin sehr gespannt. PS: 1. Juli 1 Stunde nach Veröffentlichung des Blogbeitrags, kam die Mail, dass die Doku in der Mediathek zu sehen gibt. Schade, dass nicht mehr von unseren Antworten zu sehen und hören ist.
Fibromyalgie: Eine Selbsthilfegruppe von Menschen, die an Fibromyalgie erkrankt sind, hatten mich für ein Treffen gebucht, um mehr über Hochsensibilität zu erfahren.
Ehrenamtsschulung: Eine Schulung gab ich für Ehrenamtliche von Wellcome, die Familien im ersten Jahr nach der Geburt unterstützen.
Evangelische Familienbildung; Ich leitete auch wieder eine Fortbildung für die Evangelische Familienbildung für Tagespflegepersonen. Wieder war eine Tagesmutter dabei, der bewusst wurde, dass sie selbst hochsensibel ist.
Weiterbildung Hochsensibilität Katholische Hochschule für Sozialwesen Bis 1998 studierte ich Sozialarbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin Karlshorst. Später besuchte ich dort u. a. 2 Fortbildungen. Einmal ging es um Achtsamkeit, das andere Mal hieß es: Im Ernstfall mit Humor. Dieses hinterließ einen bleibenden Eindruck. Ich fragte an, ob sie ihr Programm um die Hochsensibilität erweitern möchten und im Oktober starten wir dort. Ich bin sehr gespannt auf die Resonanz.
Tag des Nachbarn Zum Tag des Nachbarn bei Sinnergie e.V. teilte ich in einer Gruppe meine hochsensiblen Erfahrungen.
Oasenwochenende für Hochsensible Dieses Mal war es im Januar in der Malche. Der Bahnstreik erschwerte die Anfahrt. Es fand sich eine Lösung, so dass einige Hochsensible sich begegnen, austauchen und erholen konnten. Ende Juli ist das nächste geplant. Noch gibt es Plätze.
Zukunft gestalten Zum 2. Mal stand ich auf der Bühne bei Your Story on stage und ich redete über meine hochsensible Geschichte. Es fühlt sich richtig an, dass noch soviel zu tun ist für unsere Sichtbarkeit.
Coaching für Hochsensibilität
Einzelcoaching: Es kamen wieder hochsensible Menschen mit vielseitigen Anliegen. Frauen, die Ermutigung brauchen, sich treu zu bleiben, welche die kündigen wollen, welche die mehr über den Umgang mit der Hochsensibilität lernen wollen, die Mut brauchen, sich zwischendurch einmal krank schreiben zu lassen, die sich nicht leicht entscheiden können, Mutter und Tochter, die ihr Miteinander verbessern wollen, und sich einander nicht genug gesehen und verstanden sehen.
Jobcoaching: Ich biete auch weiterhin Jobcoaching an für Menschen, die arbeitssuchend sind. Die meisten sind hochsensibel mit ihren besonderen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Ich habe mir angewöhnt, es in den Berichten zu vermerken, um mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich besuchte die Jobmesse, um Ideen für meine Kunden zu sammeln.
Buchbegleitung: 2 Frauen begleite ich in Abständen als Schreibcoach bei ihren Buchprojekten. Ich bin dankbar über das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.
Berlin Live oder online
Volkshochschulen Berlin, Brandenburg
Kursleitung Berlin: Weiterhin gebe ich Kurse in Pankow und Friedrichshain. Die meisten Kurse fanden statt. Ist jedes Mal unsicher. Ab und zu fiel auch was aus. Ich fragte auch andere Volhkshochschulen an und es wird im Oktober in der der Alten Mälzerei (einem Standort der VHS Tempelhof Schöneberg) geben
Im nächsten Halbjahr leite ich dann eine Fortbildung zur Hochsensibilität. Ich bin der Auffassung, dass mehr Kursleitende wissen sollten, woran man Hochsensible erkennt.
Rathenow: An der Volkshochschule leitete ich diesem Mal im Abstand von 4 Wochen 2 Mal Tageskurse. Einige kamen zu beiden Terminen. Das fand ich großartig. Es war schön, an etwas anzuknüpfen. Es war hilfreich sich über 2 herausfordernden Menschen des 1. Treffen auszutauschen. Nicht alle Hochsensible gehen behutsam mit ihrem Umfeld um, und können destruktiv die Einfluss auf die Atmosphäre beeinflussen. Da wir ja Stimmungen spüren, braucht es eine gute Abgrenzung.
Brandenburg an der Havel: Ein Kurs fand statt. Beim anderen gab es nicht genügend Anmeldungen. Einerseits war es schade, anderseits konnte ich in Berlin an dem Kurs Mnemotechniken teilnehmen und hatte keinen Stress vor einem Auftritt mit dem Chor.
Kursleiter*innen-Tag Ende Juni nahm ich das erste Mal am Fachübergreifenden Landesweiten Kursleiter*innen-Tag der Erwachsenenbildung des Brandenburger Volkshochschulenverband in Potsdam teil. Lernte neues über die Leichte Sprache und 2 hochsensible Frauen kennen.
Fortbildungen für Kursleiter*innen
Ich genieße es immer, etwas dazuzulernen. In 4 Bereiche habe ich reingeschnuppert.
Keine Angst vor KI. Ich hatte sehr große Vorbehalte und wollte aber mehr wissen, um mir eine Meinung zu bilden. Vor Ort bat ich die KI, ein dramatisches Gedicht über die KI zu schreiben. Ein Blogbeitrag ließ ich über mein DENKEN NEU LENKEN schreiben. Ab und zu finde ich es für die Recherche und Formulierungen schon hilfreich.
„Mnemotechniken und mehr: Kreatives Potential entdecken, erweitern und einsetzen“ war eine sehr kreativer Tag.
„Tutorials und Unterrichtsvideos schneiden für Einsteiger*innen“ Mein Kopf qualmte. Bis jetzt habe ich es für meinen Youtube Kanal genutzt. Angedacht ist es auch für Powerpoint Prätentionen.
„Alles nur ein Traum(a)? Traumasensibilität im Unterricht“ Diese Fortbildung wirkt emotional am meisten nach. Zum einen genauer bei Kursteilnehmenden hinzuschauen, zum anderen auch zu reflektieren, was mich selbst traumatisiert und geprägt hat
Schreiben
Blogbeiträge: Meine Produktivität hielt sich hier in Grenzen. Vielleicht wird es ja zukünftig etwas mehr. Dieser Beitrag ist deshalb etwas länger als gewöhnlich.
Balsam für die Seele: Seit Dezember 22 notiere ich mir täglich digital, was alles Balsam für die Seele ist. Es sind Begegnungen, Worte, Inspirationen. Erkenntnisse uvm. Es hilft mir sehr, den Foccus auf Schönes zu richten. An doofen, traurigen, kranken Tagen finde ich manchmal nur wenig, aber es hilft zu vertrauen, wieviel darin sich schon gesammelt hat.
Vergissmeinnichtsalon: Im Vergissmeinnichtsalon las ich 2023 im Rahmen spirituelle Musik trifft Lyrik. Ich bekam so Zugang zur muslimischen Welt und bin dankbar für die Begegnung mit sehr herzlichen Frauen. Im Mai war ich eingeladen zum ersten Autorinnentag und genoss die Inspiration und den Austausch.
Böllstiftung: Im Januar lud die Böllstiftung für ein Wochenende zu einer Kreativen Schreibwerkstatt ein. Ich habe einen tieferen Einblick bekommen, was ein Poetry Slam ist und habe mal in einem anderen Stil geschrieben. Begegnete vielseitigen Menschen, bei denen ich als Ossi, Jahrgang 68, Mutter und weiß eine Ausnahme war. Spannende Erfahrung.
EWA Frauenzentrum dort gab es an 3 Abenden Kreatives Schreiben. Ich genoss es, von jemanden inspiriert zu werden.
Gruppe für Hochsensible: bewusst in kleiner Gruppe gibt es monatlich einen geschützten Raum, sich unter introvertierten Frauen auszutauschen. Es gibt noch viel zu wenige Orte für so viele Hochsensible.
Kreatives Schreiben: monatlich leite ich dort weiterhin die Gruppe. Es ist immer wieder eine Überraschung, welche Frauen was aufs Papier bringen.
Reden wie Rosa seit 4 Jahren bin ich regelmäßig mit dabei, wir üben Reden zu halten, unterstützen uns durch wohlwollendes Feedback und genießen die Achtsamkeit, mit der wir uns dort begegnen. Mich hat es wieder bestärkt, auf andere Bühnen zu gehen.
Begegnungscafe: Einige Zeit leitete ich dort ein Begegnungscafe. Es kamen Frauen zusammen, die sich über verschiedene Themen manchmal kontrovers austauschten, und ich weiß, dass einige weiter im Kontakt sind.
Winterlesebühne: Es gab auch wieder eine Winterlesebühne, bei der ich dieses Mal meinen Text über die Blockade teilte, der in der Kreativwerkstatt der Böllstiftung entstand.
Ab ins B: Im April machte ich bei der Aktion mit AB ins B es war schön neben meinem Lesen mich mit dem Publikum auszutauschen.
Im letzten Jahr lernte ich die Fotografin Walerija Weiser kennen. Sie fotografierte auch mich für ihr Projekt Berliner Fenster. Nachdem wir zusammen einen Workshop leiteten WORTE für ORTE, freue ich mich, dass sie ihre Bilder bei Paula Panke ausstellen wird. Angedacht ist, dass wir dann auch wieder Fotos, Geschichten und Schreiben miteinander verbinden werden
Übung macht die Meisterin
Inzwischen sind es 15 Jahre, die ich diese Gruppe im Frauenzentrum Marie leite. Es ist etwas ganz besonders, die Vertrautheit, die Offenheit untereinander und jedes Mal zu sehen, was entsteht, wenn wir zusammen über vielseitige Themen nachdenken.
Kieztreff Koepjohann
Ein Eltern Treff Seit vielen Jahren leite ich monatlich einen Ein Eltern Treff für die Koepjohannche Stiftung. Trotz vielseitiger Öffentlichkeitsarbeit ist dieser nicht so gut besucht. Mal schauen, wie es sich entwickelt.
Leben und Sterben
Caritas Hospiz: Das erste Mal machte ich mit bei der Bastelei von Osterdekoration im Caritashospiz Pankow. Gestalten ist nicht meine Kernkompetenz. Die Menschen vom Förderverein waren sehr tolerant. Vor kurzem lauschte ich dort einem Flurkonzert von 2 Cellisten. War sehr berührend. Und ich bin dankbar, dass wir einen Termin fanden, an dem ich lesen und von Annette Wiziszla zwischendurch am Klavier begleitet werde.
Lazarus Hospiz: Immer am 2. Montag im Monat gibt es im Lazarushospiz einen Forumabend zu unterschiedlichen Themen um Tod und Sterben. Einiges hat mich sehr bereichert, wie Humor in der Sterbebegleitung.
Beerdigung: Ich „musste“ zu zwei Beerdigungen. Eine Mitsängerin aus dem Chor verstarb zum Jahreswechsel. In Erinnerung an sie suchte unser Chorleiter ein berührendes Stück heraus. Im Mai sangen wir es das erste Mal.
Und
Ich war bei einer Zukunftsparty, in der es um unsere Vision vom Jahr 2030 ging. Ein sehr energetisierender Abend.
Ich habe ein You Grow Frauennetzwerk kennengelernt. Über 100 Frauen kamen zusammen. Das war schon sportlich. „Zufällig“ saßen links und rechts von mir 2 introvertierte hochsensible Frauen. Wir hatten unsere kleine Insel und sind nun im Kontakt.
„Zufällig“ entdeckte ich die Stille Stunde, die sich für Weniger Reiz. Mehr Inklusion – entspannteres Einkaufen einsetzen. Ich bin dort auch als Coach gelistet.
Privat
Mutter sein: Meine 19 jährige Tochter reiste nach ihrem Abitur ein halbes Jahr durch Asien. Meldete sich selten, ich beschloss mir keine Sorgen zu machen und war dankbar, dass sie Anfang Juni zurück kam.
Beide Kinder (Sohn 22) wohnen hoch zu Hause, ist als Hochsensible nicht immer einfach. Ich werde geräuschempfindlicher und die beiden haben ihren eigenen jugendlichen Rhythmus.
Klassentreffen: Nach 10 Jahren trafen wir uns im Havelland wieder zum Klassentreffen. Vor 40 Jahren endete unsere 10 jährige gemeinsame Schulzeit an der Werner – Seelenbinder – Oberschule Premnitz. Unsere inzwischen 86 jährige Grundschullehrerin war wieder dabei. Wiedersehen war schön, es blieb aber wenig Raum sich in Ruhe zu unterhalten. Meine Entscheidung, damals nach Berlin zu gehen, war richtig.
Berlin entdecken: Ich war das erste Mal in der Kapelle der Versöhnung. Ich bin immer mal wieder an der Bernauer Straße. Unglaublich, dass mir diese vorher übersehen hatte.
Fazit
Viele, die mich kennen, sagen, dass ich sehr viel mache. Ich bin eine hochsensibler Scanner. Ich bin immer wieder neugierig auf Neues. Wenn ich es mir angucke, ist es schon eine Vielfalt. Einerseits genieße ich es sehr. Aber es stresst auch. Und immer wieder ist es eine Herausforderung, mich auf eine Sache zu fokussieren. Ich bin noch nicht so gut im Warten, bis andere reagieren. Es gibt nicht immer die Resonanz, die ich mich wünsche. Zwischendurch wächst mein Rückzugsbedürfnis. Ich habe mir in meinen Büchern über viele Dinge Gedanken gemacht, Über Konstantin Wecker wird gesagt, dass seine Lieder schlauer sind als er. Meine Texte und Gedichte sind auch weiter als ich. Ist gut, immer wieder mal nachzulesen, um mein Denken neu zu lenken. Übung macht die Meisterin.
Für Kursleiter*innen der Volkshochschulen gibt es umfangreiches Fortbildungsprogramm. Es ist eine Chance zur Horizonterweiterung (denken neu lenken) und für vielseitige Inspirationen. Mit riesengroßer Skepsis und Bauchschmerzen nahm ich Anfang April am Kurs Teil „Kein Angst vor der KI“. Ich bin dankbar, dass ich ein Grundverständnis gewonnen habe. Mal schauen, wann es passt, die KI zu nutzen. Im Kurs beauftragte ich sie, ein Gedicht über sie selbst zu schreiben.
Das sagt Bing Copilot zu DENKEN NEU LENKEN.
ein kraftvoller Aufruf, der uns dazu einlädt, unsere Gedankenmuster zu hinterfragen und bewusst in neue Richtungen zu lenken. In diesem Prozess entdecken wir neue Perspektiven, erweitern unsere Ziele und gestalten unser Leben aktiv.
Als hochsensible Menschen tragen wir eine besondere Wahrnehmung in uns. Doch manchmal verstricken wir uns in Denkweisen, die uns einschränken. Lass uns gemeinsam einige dieser hinderlichen Gedankenmuster beleuchten und sie mit einem Augenzwinkern betrachten:
Ignoriere deine Intuition: Warum auf die innere Stimme hören? Sie spinnt doch nur! 🤔
Lautstärke und vielseitige Geräusche sind kein Problem: Wer braucht schon Pausenzeiten? 🙉
Verstecke deine Emotionen: Denn Fühlen ist eine Schwäche, oder? 😶
Zweifle an deiner Wahrnehmung: Um die Ecke denken? Bloß nicht! 🤨
Erfülle immer die Erwartungen anderer: Deine Begeisterung? Verabschiede dich davon! 😔
Aber Moment mal! Hoffentlich nicht. Denn wir können denken, wie wir es möchten. Wir können uns ermutigen, stolz auf unsere Sensibilität zu sein. Wir dürfen Masken fallen lassen, echt sein und auf den Ball des Lebens tanzen – unverkleidet und frei.
Ich bin schon fasziniert, was die KI aus den Inhalten meiner Seite und Karrierebibel zusammengebastelt hat. Mal schauen, wo es für mich sinnvoll ist. Direkt im Kurs wünschte ich mir ein dramatisches Gedicht über die künstliche Intelligenz.
Das macht Copilot aus meinen Worten.
„Ich bin bereits fasziniert von dem, was die KI aus den Inhalten meiner Webseite und der Karrierebibel kreiert hat. Ich bin gespannt, wo es für mich nützlich sein könnte. Im Rahmen des Kurses würde ich mir ein dramatisches Gedicht über künstliche Intelligenz wünschen.“
Dramatisches Gedicht über Künstliche Intelligenz
wir leben ach, in einer technisierten Zeit, in der nach Nutzen stellt die Welt wo Menschlichkeit gedankenlos verfällt und kalt bewertet wird des Menschen Leid
künstlicher Schöpfergeist floriert im Netz bar jeder Fantasie und Leidenschaft KI Intelligenz ist wenig schmeichelhaft Erscheint in Schrift und Wort bloß als Geschwätz.
Kein Zauber wohnt den künstlich ‘Versen inne Da sie errechnet, nicht geschmiedet sind. Für Sinnlichkeiten sind die Zeilen blind Unechte Kunst schafft geistlose Gewinne.
Wie liebe ich den Melodienbogen Den Schubert und Chopin einst aus Papier gebracht KI Musik ist laut und lustlos stöhnend Für Videos und Social Media erdacht.
Wir leben, ach in einer technisierten Zeit Bar jeder Fantasie und Leidenschaft Wo jeder nach den eigenen Wünschen schreit Der Mensch Sein aber oft vergisst.
Mein Eindruck
Ich bin schon fasziniert, was die KI aus den Inhalten meiner Seite und Karrierebibel zusammengebastelt hat. Mal schauen, wo es für mich sinnvoll ist. Direkt im Kurs wünschte ich mir ein dramatisches Gedicht über die künstliche Intelligenz.
Das macht Copilot aus meinen Worten.
„Ich bin bereits fasziniert von dem, was die KI aus den Inhalten meiner Webseite und der Karrierebibel kreiert hat. Ich bin gespannt, wo es für mich nützlich sein könnte. Im Rahmen des Kurses würde ich mir ein dramatisches Gedicht über künstliche Intelligenz wünschen.“
KI „Denken neu lenken“ 22.09.2025 BING
Denken neu lenken ist ein Coaching Ansatz, der sich auf die Unterstützung von hochsensiblen Menschen konzentriert, um ihre Herausforderungen zu bewältigen und ihr volles Potenzial zu entfalten.
Coaching-Philosophie
Der Ansatz von Antje Remke, die hinter „Denken neu lenken“ steht, zielt darauf ab, Menschen zu helfen, die oft stagnieren und Unterstützung benötigen, um voranzukommen. Sie bietet einfühlsames, kreatives Coaching, das auf die besonderen Bedürfnisse hochsensibler Personen eingeht. Ihr Coaching umfasst Themen wie:
Mut und Klarheit: Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und Motivation.
Im Oktober 2023 lud mich Sarah Smalltalkexpertin zu einem Live über Instagram ein, um über Hochsensibilität und Kommunikation zu sprechen. Das war mir bereits eine Große Freude.
Ihrem Wunsch, einen Gastbeitrag zum Thema Feinfühlig im Smalltalk -Erfahrungen aus der Welt der Hochsensiblen zu schreiben, kam ich sehr gern nach.
Was ich über die Kommunikation von und mit Hochsensiblen bis jetzt gelernt habe.
Es ist facettenreich. So trifft einige auf einige zu, anderes aber nicht. Das habe ich beobachtet.
Smalltalk wird vermieden. Oberflächlichkeit nervt, der Wunsch nach Tiefe und Intensität ist riesengroß.
Es wird sich häufig hinter einer Maske versteckt, die als arrogant und unnahbar versteckt. Auf Grund von schmerzhaften Erfahrungen ist das Schutzbedürfnis riesengroß Weiterlesen
Reaktionen auf den Beitrag
Sehr schöner Artikel, gefällt mir erkenne Dich und mich sehr darin wieder
Liebe Antje, ich danke dir sehr für diesen Beitrag. Seit ich dich und dein Thema kenne. stelle ich mir die Frage, ob ich hochsensibel bin. Da ist schon lange dieses subtile, innere JA in mir. jedoch bin ich der Antwort bisher in der Tiefe nicht nachgegangen. Vielleicht aus der Scham, mich so klar zu äußern, wie du es in deinem Beitrag so wundervoll auf den Punkt gebracht hast. Ich erkenne mich in allem wider und fühle mich durch dich und deine Worte sehr verstanden. Ich glaube, es ist an der Zeit hier klar zu mir zu stehen. Von Herzen danke für diesen Denkanstoß.
Super Beitrag von dir im Status, hab ich gleich weiter geleitet 👍
DANKE für die tollen Worte, ich finde mich in jedem wieder.
Guten Morgen liebe Antje, würdest du mir bitte den Link zum Blog nochmal schicken. Bessere Worte zum „Erklären meines Seins“ gibt es kaum und darum möchte ich sie gerne ganz nah bei mir haben.
Ich übernehme das Motto vom letzten Jahr. Sowohl als auch. Mein Jahr war wieder sehr facettenreich. Dieses Mal teile ich den Blog auf in Dinge, die das 1. Mal bzw. nach Unterbrechung waren und Dinge, die sich Fortsetzen. Ja und was habe ich neu dazugelernt? Um einen Abstand zu der Intensität der Momente zu bekommen, ist es sachlicher geschrieben, als ich es erinnere.
Das erste Mal
Hochsensibel im Land Brandenburg: Ich habe in Brandenburg an der Havel (meiner Geburtsstadt) und Rathenow (meiner alten Heimat) je einen Kurs an den Volkshochschulen angeboten. War sehr dankbar, dass die Verantwortlichen sich auf das für sie neue Thema Hochsensibilität eingelassen haben. Es gibt noch so wenige Angebote bei für so viele Hochsensible. 2024 mache ich dort weiter.
Schule für Soziales: Im November schulte ich in der Schule für Soziales in Berlin Pankow eine Doppelstunde bei Heilpädagogen. Viele hörten das erste Mal von Hochsensibilität. Ich finde es so wichtig, dass Menschen, die mit anderen arbeiten, dafür sensibilisiert werden. Bin gespannt, wann und wie es weiter geht.
AVGS Jobcoaching: Nach einigen Jahren Pause biete ich jetzt auch wieder Jobcoaching an, was durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter anbieten. Es gibt so viele Hochsensible, für die es nicht leicht ist, passende Arbeit zu finden.
Worte für Orte: Paula Panke hat Walerija Weiser und mich zusammengebracht. Sie hatte Frauen als Fotografin poträitiert und gebeten, etwas über ihre Orte in Berlin zu schreiben. Ich stimmte zu, auch mitzumachen. Mein emotionalster Ort ist das Krankenhaus Maria Heimsuchung in Berlin Pankow. Im November ließen wir uns von den Geschichten inspirieren, schreibend in unsere Erinnerungen einzutauchen – Worte für Orte.
Your Story on stage: 3 Frauen haben eine Idee umgesetzt. Eine Bühne, auf der meist Frauen, ihre Geschichten zu einem Thema teilen können. Your Story on stage. Im Oktober war das Thema „Gänsehautmomente.“ Da war ich ein von 9, die reden konnten. Ich genoss es sehr.
Youtubekanal: Manche Ideen dauern, bis sie umgesetzt werden. Ich habe meinen Youtube Kanal gestartet. Plan war, regelmäßig etwas von meinen Gedichten und Texten zu teilen. Es stagniert, weil mir die Muße fehlte. Aber wird zum passenden Moment wieder belebt.
MitdichtenInstagram hat Layla und mich dieses Jahr verbunden. Sie lädt ab und zu zum Mitdichten ein. Bin begeistert von der Inspirationen.
Trauerrede Aus dem privatem Umfeld wurde ich angefragt, eine Trauerrede zu halten. Das Vertrauen in mich, hat mich tief berührt. Das war ein sehr intensive Erfahrung. Ohne den Redeclub Reden wie Rosa hätte ich bestimmt nicht zugestimmt.
Die erste Spritze Meine Nachbarin wurde nach einer Op. unvorbereitet aus dem Krankenhaus entlassen. Verordnet waren Heparin Spritzen. Vor über 30 Jahren als Krankenschwester war es ja selbstverständlich für mich. Bisschen komisch war es schon, aber es ging noch.
Biber gesehen In Tegelort sah ich zu Silvester einen Biber. Er saß erst fast bewegungslos einem Stamm. Er ließ mich nah an sich ran. Bis er dann gemütlich in die Havel eintauchte. Hat mich sehr beeindruckt.
Sophienkirche Vor über 25 Jahren fing ich an in der Großen Hamburger Straße zu arbeiten. Kam über Jahre nicht auf die Idee, mir die Stadt von oben dort mal anzuschauen. Bei einem Fest stieg ich die Stufen hoch in der Sophienkirche.
Weiterhin
Coaching für Hochsensible Hochsensible kamen wieder mit unterschiedlichen Anliegen. Oft ist eine Erinnerung wichtig, dass sie ihrer Intuition vertrauen und sie genießen es, dass sie verstanden werden. Mehrmals kamen Paare, die Unterstützung im Miteinander wünschen.
Volkshochschulkurse: Ich genieße es immer wieder Kurse zur Hochsensibilität an Volkshochschulen zu leiten. Immer wieder höre ich, dass es für viele der erste Kontakt mit anderen ist und sie dankbar sind, Menschen zu treffen, die einen verstehen.
Lesungen: An 9 Orten las ich. Immer wieder sind die Planung, die Organisation, die Werbung und die Fragezeichen, zum Publikum aufregend. Ich werde immer wieder belohnt und bin dankbar für die Begegnungen, die damit verbunden sind.
Kreatives Schreiben Weiterhin leite ich im Frauenzentrum Paula Panke monatlich die Gruppe Kreatives Schreiben. Es ist immer wieder spannend, was wir zu Papier bringen. Neue Frauen sind willkommen.
Schreibbegleitung: Seit längerer Zeit begleite ich eine Frau dabei, ihre eigene Biographie zu schreiben. Regelmäßig bekomme ich was zu lesen und wir treffen uns zum Austausch. Finde es wunderbar, dass sie mir dies anvertraut. Hätte ich nie gedacht, dass ich das auch mal machen werde. Wie das bei vielen Hochsensiblen nun aber ist, schätze ich die Abwechslung und genieße, den Prozess zu begleiten.
Übung macht die Meisterin Seit 2009 darf ich inzwischen eine offene Gruppe im Frauenzentrum Marie e.V. in Berlin Marzahn leiten. Es ist ein Geschenk, 14 tägig dort die Gruppe zu leiten. Durch Impulse und das Teilen der Erfahrungen inspirieren sich die Frauen miteinander. Manche kommen viele Jahre, andere kommen nur eine kurze Phase. Ich liebe diese Runde. Es gibt eine Offenheit für andere Ansichten und neue Gesichter. Auch dort finden sind einige Frauen hochsensibel. Es gibt Themen, die wir von vielen Perspektiven betrachteten. Unterschiedliche Standpunkte konnten diskutiert werden und nebeneinander stehen bleiben. Immer wieder inspirierend, was wir dort zusammentragen. Angedacht ist es, dies mal zu teilen.
Trauerreden Ich bot 2 Familien im näheren Umfeld an, die Trauerreden zu halten. Es war mir ein Bedürfnis. Beide Male nahmen die Familien es dankend an.
Extrareime: Am besten war dieses Jahr der Auftrag für eine 90 Jährige ein Gedicht zum Geburtstag zu schreiben.
Reden wir Rosa Seit 2020 bin ich monatlich beim Redeclub Reden wie Rosa mit dabei. Wir können uns ausprobieren, lernen miteinander und durch konstruktives Feedback. Wir lernen mehr über uns voneinander. Wir teilen Dinge, die uns berühren und beschäftigen. Wir haben viel Spaß miteinander und ermutigen uns gegenseitig.
Oasentage für Hochsensible: Zum 2. Mal leitete ich eine Auszeit für Hochsensible in der Malche. Mehr dazu hier
Was habe ich dazugelernt
Bei manchen wünschte ich mir, dass es schneller geht, aber es dauert. Es lohnt sich weiterzumachen. Manche Kontakte haben sich intensiviert, andere abgebrochen. Mir fällt auf, dass weniger Menschen Kapazitäten und/ oder Interesse haben, wirklich zuzuhören. Ich genieße es, wieder viel gesungen zu haben. ich habe noch bewusster Oasen eingeplant. Es ist sehr hilfreich, dass ich mir täglich mein Balsam für die Seele notiere. Anderen empfehle ich oft zu überlegen, was ihr Anteil ist, an den dem, wofür sie dankbar sind. Vielleicht mache ich es auch mal für mich. Ich bin emotional beeinflussbar. Das Üben geht weiter.
Ich habe einen 2 tägigen Kurs mitgemacht zum Mental Health First Aid Ersthelfer und nahm teil an einem Workshop für Zivilcourage. Beides hat mich sehr bereichert.
Ich spinne sehr gerne. Dieses Motto gibt es von mir als Magnet. Ich genieße immer die Freude bei meinen Kunden:innen, wenn sie ihn geschenkt bekommen. Ich finde „SPINNEN“ großartig. Vor den Tieren habe ich keine Angst. Etwas Wolle spann ich auch schon mal.
Es schenkt mir neue Ideen.
Ich bringe andere gern zum Lachen. Bei Kindern geht es oft einfacher.
Im Coaching teile ich spontane teils absurde Einfälle mit meinen Kund:innen. Immer wieder passen diese.
Ich vernetze Menschen.
Ich tobe mich schreibend kreativ aus.
Ich genieße Menschen, mit denen ich spinnen kann.
Ich bin live und online vielseitig vernetzt.
Ich finde es wunderbar, wenn ich die Vielfalt meiner Interessen und Orte, an denen ich bin verknüpfen kann.
Im Austausch brachten mich viele Menschen auf hilfreiche Ideen.
Ich las an vielen Orten aus meinen Büchern.
Es gib neue Aufträge.
Manchmal rettet es mich.
Es distanziert mich emotional von Herausforderungen.
Auswirkungen der letzten Jahre
Bei Hochsensiblen hallt ja vieles was wir erleben, lange nach. Das kann einerseits ein Geschenk, andererseits auch eine Last sein. Ein Geschenk, wenn ich mich an die intensiven schönen Momente erinnere.
Eine Last, ob all der Dinge, die sich in den letzten Jahren geändert haben. Es passiert so vieles Verrücktes, dass die Leichtigkeit manchmal verloren geht. Es ist so ein Geschenk, andere zu treffen – meist sind es Hochsensible – die einander erinnern. Wir sind anders und damit nicht allein.
„Herrlich, ich bin verrückt, ich begeistere mich noch, spreche noch Menschen an. Ich stelle noch Fragen, denke kreuz und quer und mache Quatsch. Wo sind die anderen Verrückten? Schon alle eingesperrt in der Psychiatrie, weil die Normalen sich vor den Verrückten fürchten? Werde ich auch bald eingewiesen? Wie kann ich das verhindern? Sicherheitshalber doch selbst auch normal sein? Vorsichtig halte ich Ausschau nach anderen Verrückten. Ganz selten finde ich sie. Es ist zum Verrücktwerden.“ Der Text ist aus meinem Buch Crossover. Ich arbeitete täglich daran, nicht verrückt zu werden.
Ja ich spinne
by Antje Remke | Ansteckend
SPINNEN – Menschen – Netzwerke die mich prägten
Australische Verwandtschaft motivierte mich als Kind im Osten englisch zu lernen, ohne zu ahnen, dort einmal hinreisen zu können.
Mein kreativer und humorvoller Vater
Katechetin fragte mich, ob ich Lust habe, mal zu einer Rüste (Freizeit der Evangelische Kirche) zu fahren. Ich war neun, sehr begeistert und die Welt wurde so Jahr für Jahr bunter und größer.
Durch das Gespräch mit einer Sozialfürsorgerin kam ich auf die Idee, Krankenschwester zu werden, als Voraussetzung, um später ihren Beruf zu erlernen.
Ein Freund studierte ohne Abitur Sozialarbeit und brachte mich dazu, es ihm gleich zu tun.
In einem Seminar waren wir eingeladen, unseren idealen Arbeitsplatz zu visualisieren. Ich bekam tatsächlich exakt die passende Stelle. sie tatsächlich angeboten. Ich nutze ich bei meinen Coachingkund*innen oft diese „Methode“ zum SPINNEN.
Als ich arbeitslos wurde, kam der Tipp: Mach dich doch selbständig. Ich resonierte und entschied mich dafür.
Eine die lange eine Schreibgruppe leitete und aufhören wollte, bot mir an, die Gruppe zu übernehmen.
Eine machte mich aufmerksam auf das Frauenzentrum Marie. Seit 2009 leite ich dort die Gruppe Übung macht die Meisterin.
Eine „sah“ mich und lud mich ein zu einem Abend über die Hochsensibilität. Seit 2015 weiß ich es.
Einer meinte mit Blick auf meine Webseite, die sieht aber ziemlich nüchtern aus. Mit ihm entstand dieses Design, was sich immer weiterentwickelt. Das meiste kann ich inzwischen selbständig bearbeiten.
Meinen jetzigen Chor Weinberg Voices fand ich auf Empfehlung. (Anmerkung 2025 verlassen)
Eine fragte, willst du nicht ein Buch herausbringen? 2021 erschien mein Buch Wirksame Worte.
Mein Sohn fand durch mein Netzwerk einen Job.
Ja ich spinne
by Antje Remke | Ansteckend
Es ist ein Genuss, dies zu reflektieren und Zusammenhänge zu entdecken. Es hat aber auch einen bitteren Beigeschmack, weil einiges vorbei ist. Es anders läuft, als ich spinne und es mir vorstelle. Ich spinne aber weiter. Hier ist noch eine Auswahl meiner Ideen.
In Gesellschaft spinnt es sich manchmal leichter. Bei der Sehnsucht danach gerne bei mir melden. Es geht live in Berlin Pankow oder auch digital.
„Frau Remke war mir eine wichtige Begleiterin. Sie hat meine Gedanken angeregt und mir einfühlsam, herzlich und humorvoll zur Seite gestanden. Sie hat ein aufmerksames Wesen und ich konnte alle meine Fragen loswerden. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, dass ich angenommen wurde wie ich bin, das sie mir Denkanstöße in die richtige Richtung gegeben hat und ich in kurzer Zeit gute Lösungen finden konnte!“
Als hochsensible Menschen können wir uns an unzählige Situationen, Menschen, Erlebnisse, Gespräche, Namen, Lieder, Gefühle uvm. erinnern. Das, was wir erleben, erleben wir meist sehr intensiv und so ist oft ewig gespeichert. Wir haben nicht alles präsent. Wir wären damit ja komplett überfordert, da ja immer wieder Neues dazukommt und verarbeitet werden muss.
Netzwerk Hochsensibilität
In dem Beitrag geht es bewusst um die Heilsame Kraft des Erinnerns, auch wenn ich die schmerzhafte Seite von mir und anderen Hochsensiblen durchaus kenne.
Heilsames Erinnern – ich las es vor kurzem (Ankündigung eines Forumabend im Lazarus Hospiz Berlin) und bekam ein warmes Gefühl. Ich erlebe immer wieder, wie es durch das Teilen von Erinnerungen, durch Fragen, Erkenntnisse, Sprüchen, Liedern, Filmen, bei anderen ihre Erinnerungen geweckt werden kann.
Dieser Beitrag ist seit Anfang Juni 2023 im Diskussionsforum Netzwerk Hochsensibilität veröffentlicht.
2022 startete ich mit einer Frau in die ersten Oasentage, die ich vorher ausschließlich telefonisch im Coaching begleitet hatte. Es war ein wertvoller Testlauf. 2023 verbrachten wir zu sechst ein Wochenende. Ein Wochenende in der Malche im Oderbruch. Ein Ort, den ich sehr empfehlen kann. Es werden Veranstaltungen angeboten, man kann die Häuser für Gruppen mieten, selbst etwas anbieten, alleine eine Auszeit machen.
Ich bin im Rückzug
by Antje Remke | Ansteckend
Einladung
„Eine Auszeit für und mit anderen hochsensiblen Menschen. Vieles ist möglich mitten in der Natur. Resonanz, Input, Rückzug, Stille, Schreiben, Singen, Entfalten, Wandern. Gemeinsam gestalten wir uns ein wohltuendes stärkendes Wochenende.“ Mir war und ist es wichtig, dass Hochsensible mehr spüren und ernst nehmen, was sie brauchen. Einerseits kann uns Fülle reizen, anderseits auch schnell überfordern. Ich hatte vieles vorbereitet, aber keinen festen Plan, über die Zeiten und Inhalte.
Eine reagierte
„Über eine kurze Auszeit würden sich Körper und Seele sehr freuen… Ich bin hochsensibel und trage dem aber viel zu selten Rechnung – um mich herum und darum in mir selbst ist immer „Action“. Vielleicht bietet sich ja eine Möglichkeit, mal etwas mit Gleichgesinnten herunterzufahren.“ Ich bat vorab die Frauen, Wünsche zu äußern. „Inhaltlich wünsche ich mir Austausch und vielleicht neue Erkenntnisse zum Thema HSP und den einen oder anderen Tipp zum Thema „Grenzsetzung“ und „Akzeptanz des ‚Andersseins‘ “ Ansonsten gern (Atem)Meditationen einbauen, die Seele über den Körper tanzen lassen… Waldluft tanken und wenn möglich auch Sonne Und ganz viel Lachen.„
Gedanken machen
by Antje Remke | Ansteckend
Gedanken machen
Ich gebe zu, dass ich mir schon Gedanken machte und kurz bevor es losging, etwas Bammel hatte.
Wird mir der Kopf qualmen bei soviel gemeinsamer Zeit?
Wird meine Aufmerksamkeit reichen?
Ob die Frauen miteinander klar kommen?
Ob mein Konzept, das Wochenende situativ zu gestalten aufgehen?
Wird es Frauen gehen, die mich überfordern, weil sie wohlmöglich zu viel Aufmerksamkeit von mir benötigen?
Inwieweit bin ich für was alles verantwortlich?
Welche Erwartungen haben die anderen an mich?
Das Wochenende
Zum entspannten Ankommen starteten wir am Freitag bereits um 15 Uhr. Nicht alle schafften es pünktlich. Machte gar nichts. Gemeinsam war bei allen die Erschöpfung, nicht nur von der letzten Arbeitswoche. Im Überfordern und Grenzen ignorieren und Hintenanstellen der eigenen Bedürfnisse sind Hochsensible sehr talentiert. Da haben wir alle viele Erfahrungen gesammelt. An dem Abend war dementsprechend allen nach zeitigem Rückzug und Stille.
Der Samstag begrüßte uns überraschenderweise schneeweiß – das Mitte März. Alle wollten raus. Die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Wir konnten gar nicht aufhören mit Fotografieren und Staunen. Ja und drei Schneeengel mussten einfach sein. Ich schmunzelte, dass später gleich 4 Frauen in ihrem Whatsappstatus ihre weißen Bilder teilten.
Miteinander teilen
Ich war dankbar, dass alle was mit einbrachten. Sie freuten sich, dass es möglich war. „Au Ja, da lassen wir uns drauf ein.“
Wir habenSteine bemalt & an Aromaölen geschnuppert & in noch unbekannten Büchern geblättert & selbst gebackene Brötchen genossen & meditiert & etwas Yoga gemacht & einen Einblick in die Feldenkrais – Methode bekommen & unsere Tierkarte gezogen & miteinander gesungen & viel gelacht und geredet & ein paar Tränen fließen lassen & sehr lecker und viel gegessen & Dagmar schrieb ein Gedicht über unsere temporäre Oase & eine bastelt gern anspruchsvolle Perlenketten & uns wurde eins Gewichtsdecke vorgestellt & uvm.
Wir hätten uns viel mehr Zeit gewünscht. Ich genoss, dass sich meine anfänglichen Bedenken in Luft aufgelöst hatten. Die Frauen dachten mit, waren sehr aufmerksam untereinander, kamen pünktlich, zogen sich bei Bedarf zurück. Sagten, was sie brauchten. Brachten sich ein, ließen sich auf die Angebote der anderen ein. Ich habe nichts von Spannungen mitbekommen.
Morgens in der Malche
„Guten Morgen ihr Lieben und lieben Dank für die wunderschönen Worte, Impulse und Lieder. Das erste Mal seit gefühlten 100 Jahren sitze ich früh Morgens auf meinem Bett und singe….und mir laufen die Tränen vor Freude…weil ich mich wieder spüre…und weil ihr so wichtig für mich seid 😘 Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Stunden heute.“
Nach dem Wochenende
„Hallo ihr Lieben, Ich bin auch gut zuhause angekommen. Jetzt lasse ich erstmal alle schönen Oasen-Eindrücke, Erlebnisse und Informationen sacken. Oh ja 😄…und dann singe ich nochmal unsere wunderschönen Lieder…Au ja, und dann lese ich noch einmal eure liebevollen Zeilen und mein Herz hüpft vor Freude, weil es so glücklich darüber ist. Oh ja, ich wünsche mir so sehr, für euch und auch für mich, dass die Kraft, das Vertrauen, die Wertschätzung, die Freude, die Achtsamkeit und vor allem die Liebe, uns zukünftig auch weiterhin verbindet und uns auch im Alltag zu Oasen-Schwestern macht. Wann immer eine von uns Unterstützung und liebe Worte braucht, hier im WA-Chat sind wir füreinander da.“
„Ihr Lieben, jetzt bin ich wieder zu Hause, habe mir das Tütchen rausgeholt und all eure herzlichen Worte gelesen… Habt vielen vielen Dan Ich fühle mich wie eine Pflanze, die gaaanz lange zwar Wasser, aber keinen Dünger bekommen hat – JETZT kann ich (wieder) wachsen (nur nach oben ) und mich entfalten! Danke für all das Erinnern, für Lieder, Umarmungen, Düfte, kreative Impulse. Ich freue mich auf nächstes Jahr, dann ganz sicher auch von mir mit einem Beitrag.“
„Liebe Antje, die Fotos sind super geworden – ganz lieben Dank! Beim Steinemalen war ich so konzentriert, dass ich den kleinen Paparazzo gar nicht registriert habe. Dir sage ich nochmals von ganzem Herzen DANKE für die Oasenidee und die Umsetzung. Alles kam genau im richtigen Moment.“
„Liebe liebe Antje es war ein wunderschönes Wochenende so herrlich mit dir und von dir organisiert geleitet getragen so wunderbar entspannt.“
„Ich zehre energetisch noch sehr von unserer Oase, versuche Balance zu wahren und würde mich gern für länger mal ausklinken, um für mich(!) zu sorgen. Aber alles hat seine Zeit 😉 Fühlt euch umarmt.“
„Hallo ihr Lieben, meine Woche hat wieder etwas turbulent begonnen, aber so langsam lichtet sich der Nebel. Die Lieder haben mich bisher durch die Woche getragen!
„Guten Morgen, anbei das Rezept für die Cranberry-Brötchen…habt alle einen schönen Tag 👋“
Und ich?
Ich bin dankbar, dass die Malche (speziell Gundula) es mir so einfach mit der Organisation gemacht hat. Sie arbeitet in der Malche. 1993 starterten wir gemeinsam unser Studium für Soziale Arbeit in Berlin. Seit dem kreutzten sich unsere Wege immer wieder und gerade in den letzten Jahren hat sich unsere Verbindung vertieft.
Ich bin dankbar, dass ich eine neue Erfahrung machen durfte.
Ich bin dankbar für die vielen schönen Momente, die wir geteilt haben.
Ich bin dankbar für die vielen Inspirationen, die ich bekommen habe.
Ich bin dankbar für das Vertrauen der Frauen.
Ich bin dankbar für die Reaktionen der Frauen.
Mich ermutigt es, weiter Räume für Hochsensible zu schaffen und mit der Thematik immer wieder raus zu gehen.
Mai 2023 ludt Judith Peters Sympateyxter ein, sich über die eigene Bestimmung Gedanken zu machen und dazu einen Blogbeitrag zu schreiben. Sie sagt, Wege unsere Bestimmung zu finden, sind u.a. Ungerechtigkeit, Schicksalsschläge, Talente, Visionen, Glück und Spaß.
Mich hat sie sehr inspiriert und es dreht sich selbstverständlich um den Umgang mit der Hochsensibilität. Was es braucht, für mehr Selbstbewusstsein und bessere Bedingungen.
Was es braucht, dass Hochsensible nicht mehr so als Alien leiden
Als Hochsensible verfügen wir oft über eine intensive Sinneswahrnehmung und eine spezielle Art des Denkens und Fühlens. Viele haben eine ausgeprägte Intuition, sind sehr mitfühlend und in den unterschiedlichsten Bereichen sehr kreativ. Leider haben sehr viele die Erfahrung gemacht, dass dies weder frühzeitig gesehen, noch wertgeschätzt wurde. Viele zweifeln an sich und gehen in den Rückzug.
Immer wieder erlebe und höre ich, was es für eine Erleichterung es ist, dass es einen Begriff für das Anderssein gibt – Hochsensibilität. Es gibt viele andere und sie sind damit nicht allein. Viele trauen sich nicht, öffentlich darüber sich austauschen, weil sie sich vor Reaktionen fürchten.
Mein Wunsch ist es, dass sich das Image verbessert und das es mehr selbstbewusste Hochsensible gibt. Ich rede in unterschiedlichen Kontexten darüber und immer wieder gibt es andere, die mir dafür dankbar sind. Ich unterstütze einzeln im Coaching und biete Kurse an Volkshochschulen an, um Hochsensiblen den Rücken zu stärken.
Wünsche und Ideen
Es ist eine Mischung aus Wünschen und Ideen. Manches ist vielleicht noch eine Illusion. Einiges ist sehr persönlich, anderes stammt aus dem, was ich in zahlreichen Gesprächen mit Hochsensiblen gesammelt habe.
Aufklärung
Es braucht mehr Ärzte und Psychotherapeuten, die sich mit Hochsensibilität auskennen und die uns ernst nehmen.
Menschen die Menschen begleiten in Kitas, Schulen usw. sollten Hochsensible erkennen.
Unsere Meinungen sind wertvoll und gefragt.
Anstatt Vorurteile zu pflegen, braucht es mehr Interesse und Wissen, was Hochsensibilität für jeden bedeutet.
Es wird selbstverständlich, über Hochsensibilität zu reden.
Bitte hört uns zu und nehmt uns ernst.
Stellt uns bitte Fragen, wir trauen uns oft nicht, den Anfang zu machen.
Wir erklären, was es für uns bedeutet, hochsensibel zu sein.
Reduktion der Reize
Bitte nicht so viele Spams an Eindrücken, Worten, Werbung
Kommt bitte auf den Punkt.
Wir brauchen eine Atmosphäre, ums uns sicher und vertraut fühle.
Wir brauchen Zeit und Raum für unseren Rückzug.
Bitte fühlt euch dann nicht abgelehnt.
Uns stressen viele Gerüche. Nehmt bitte Rücksicht.
Wir wünschen uns Reiz arme Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Wir genießen Gänsehautmomente und wollen mehr berühren und berührt werden durch alles unsere Sinne.
Selbstbewusstsein – es wäre wunderbar
Wir begegnen uns auf Augenhöhe, endlich Schluss mit dem Niedrigstatus.
Wir nehmen vieles anders wahr. Ihr könnt davon profitieren.
Wir bekommen Wertschätzung für das wir sind und tun.
Wir wollen nicht aufgeben, nur weil wir nicht gehört werden.
Wir sind eine Bereicherung mit unserer Intuition.
Wir wollen uns ausgelassen entfalten und nicht das Gefühl haben, zu viel und zu intensiv zu sein.
Wir begrenzen uns nicht.
Wir vertreten selbstbewusst unsere Standpunkte.
Wir vertrauen unserer Intuition.
Verbunden
Wir wollen uns verstanden fühlen und nicht immer das Gefühl haben, ein Alien zu sein.
Wir haben mehr Orte, an denen sich HSP austauschen und sich gegenseitig stärken können
Mehr HSP gründen und organisieren regelmäßig Gruppen.
Wir genießen, was möglich ist, wenn es Resonanz gibt.
Anstatt in falschen Berufen zu erkranken, wollen wir gerne unsere Bestimmung leben.
Wir verzweifeln nicht und erkranken erst an Burnout. Depressionen usw., bevor wir erfahren, was mit uns los ist.
Sinnentleerte Routineaufgaben fallen oft so schwer. Entlastet uns.
Resümee
Es ist mühsam, und vieles auch (noch) realitätsfern. Ich will aber meine Zuversicht behalten. Mir sind leider schon so viele begegnet, die sich im geschützten Rahmen mit ihren Talenten zeigen, viel lachen und das Miteinander genießen. Im Alltag ist das oft nicht möglich. Ich mache weiter und freue mich, wenn ich andere auch ermutigen, inspirieren und anstecken kann.
Zum Jahresbeginn 2022 hatte ich die Zuversicht und Vertrauen, dass es endlich mal wieder ein leichteres Jahr werden würde. Aber durch die Ungewissheit bedingt durch Corona stellte eine große Herausforderung dar. Wenn ich jetzt im Februar 2023 auf Situationen, Momente und Begegnungen zurückschaue, erinnere ich mich an einen Gefühlsmix von zuckersüß, sauer und auch bitter. Vieles war intensiver in alle Richtungen. Die tiefe Dankbarkeit für manche gerade hochsensible Verbindungen, die Enttäuschungen, die riesengroße Aufregung, die Unsicherheit, etwas zu machen, die Vielzahl der Erkenntnisse uvm. Einerseits überfordert mich die Vorstellung, es in eine sinnvolle Form zu bringen, anderseits will ich es formulieren.
Inhalt
Hochsensibel
Lesen und Schreiben
Und
Oasen
Was habe ich dazugelernt?
Hochsensibel
Coaching: Ich begleite inzwischen fast ausschließlich hochsensible Menschen. Vermehrt kamen auch Kund*innen, deren Angehörige das Coaching finanzierten. Weiterhin ist die Hemmschwelle noch hoch für den ersten Schritt. Umso mehr freue ich mich auch über mutige sensible Männer, die sich Begleitung suchen. Highlight war, dass die ersten hochbegabten Kinder von einer Grundschule zum Coaching kamen. Da ich ab und zu auf hochbegabte Menschen traf, machte ich im Dezember einen Test. Hier mehr dazu
KurzzeittherapieSeit 2001 bin ich inzwischen auch Heilpraktikerin für Psychotherapie. Bei einigen Diagnosen darf ich neben dem Coaching auch Psychotherapie anbieten. Das erste Mal fragte eine Kundin danach. Ihr Vertrag mit der privaten Krankenversicherung beinhaltet die teilweise Kostenübernahme für eine Psychotherapie durch einen Heilpraktiker. Weitere Kundinnen folgten inzwischen.
SupervisionDankbar war ich auch über Einladungen zu Supervisionen. Familientherapeutinnen wünschten sich Informationen und Ideen zum Umgang mit hochsensiblen Familien. Großartig, dass sie überlegen, zukünftig bei Erstkontakten Familien danach zu fragen.
Oasenwochende für HochsensibleIm März fand das Oasenwochenende in der Malche für Hochsensible statt. Wir starteten mit einer kleinen Gruppe. Die Frauen genossen sehr die Zeit. Ein neues ist geplant.
Symposium Hochsensibilität Ich reiste das erste Mal nach Bad Kissingen zum Symposium für Hochsensible. Es war eine wertvolle Erfahrungen, Expert*innnen und viele Hochsensible an einem Ort zu erleben. Besonders freut mich auch, dass mit einer Berlinerin die Chemie stimmt und wir uns ab und zu austauschen.
Kurse Volkshochschule Weiter fanden ab und zu Abend oder Tageskurse an zwei Volkhochschulen statt. Besonders berührten mich Mutter und Tochter, die extra aus Leipzig anreisten, weil es dort keine Angebote gibt. Für mich immer wieder schwer vorstellbar. Ja und ich genieße in den Kursen immer wieder die Aufmerksamkeit für die Thematik und auch aneinander. Und immer wieder höre ich, dass Menschen vorher noch nie einem anderen hochsensiblen begegneten und es genießen, sich verstanden zu fühlen. Das ist für mich euch eine Motivation, weiterzumachen
FortbildungenIch bot auch Fortbildungen für Tagesmütter an. Es ist großartig, wenn diese offen und interessiert an der Hochsensibilität sind. Einige erkennen, dass sie doch selbst sind.
Lesen und Schreiben
Crossover Im März erschien mein 2. Buch Crossover im Selbstverlag bei BoD. Bin sehr zufrieden, Es ist schön, dass es über jeden Buchladen und viele Onlineshops zu bestellen ist. Zahlreiche Leser*innen schätzen das sehr. Im September lud BoD nach Bad Hersfeld zu einem Workshop und einer Werksbesichtigung ein. Großartig mal zu sehen, wie und wo meine und viele andere Bücher gedruckt werden.
Lesungen Ich genoss es auch wieder an einigen Orten aus meinen Büchern zu lesen. Das Planen und Einladen stresst mich immer mal wieder. Ich muss dazu in der Stimmung sein. Es bleibt ja immer die Ungewissheit. Ich lernte und lerne, es nicht persönlich zu nehmen, wenn Menschen absagen oder viele gar nicht reagieren. Bei so vielen erfuhr ich später, dass eigene Krankheiten oder von Angehörigen dazwischen kamen. Mich tröstete auch zu hören, dass auch viele andere damit zu tun haben. Ich werde immer besser darin. Ich bin dankbar für besondere Momente. Im Publikum saßen in meiner Heimat Freudinnen aus der Schulzeit und ein Lehrerehepaar, an anderen Orten eine Mutter, die vor über 20 Jahren zum Frühstück für Mütter in Elternzeit kam. Hochsensible Kund*innen und viele mehr. Mehr…
Extrareime weiterhin übernahm ich Gedichte zu schreiben. Mehr dazu gibt es hier.
Kreatives SchreibenIm Sommer starteten wir im Frauenzentrum Paula Panke mit einer Gruppe Kreatives Schreiben.
Schreibbegleitung Seit längerer Zeit begleite ich eine Frau dabei, ihre eigene Biographie zu schreiben. Regelmäßig bekomme ich was zu lesen und wir treffen uns zum Austausch. Finde es wunderbar, dass sie mir dies anvertraut. Hätte ich nie gedacht, dass ich das auch mal machen werde. Wie das bei vielen Hochsensiblen nun aber ist, schätze ich die Abwechslung und genieße, den Prozess zu begleiten.
Hochsensible BlogbeiträgeIch beschäftigte mich auch immer wieder mal schreibend mit der Hochsensibilität.
Buchmesse BerlinDas 1. Mal besuchte ich die Buchmesse in Berlin. Eine wichtige Erfahrung mal zu beobachten, wie andere Autor*innen sich präsentieren. Zu sehen womit ich überhaupt nichts anfangen kann. Bei einem Stand lockte mich magisch der Titel und ein ruhige Aufmachung. Nicht wirklich überraschend, dass die Autorin bejahte, dass sie auch hochsensibel ist.
Und
Übung macht die MeisterinSeit 2009 darf ich inzwischen eine offene Gruppe im Frauenzentrum Mariein Berlin Marzahn leiten. 2022 konnten wir uns erst ab dem Sommer treffen, da bis dahin die Finanzierung stagnierte. Ich liebe diese Runde. Es gibt eine Offenheit für andere Ansichten und neue Gesichter. Auch dort finden sind einige Frauen hochsensibel. Es gibt Themen, die wir von vielen Perspektiven betrachteten. Unterschiedliche Standpunkte konnten diskutiert werden und nebeneinander stehen bleiben. Immer wieder inspirierend, was wir dort zusammentragen.
Paula Panke Das Frauenzentrum Paula Panke wurde immer mehr zu einer meiner wertvollen Oasen Orte. Es gab immer wieder Veranstaltungen, die mich lockten. Ich durfte mit den Gruppen für Hochsensible wie auch schreibende Frauen starten. Ganz besonders schätze ich auch den Redeclub Reden wie Rosa. Seit 2020 bin ich dabei. Ohne die Erfahrungen, die ich da sammeln durfte, hätte ich mir vermutlich nicht zugetraut, die erste Trauerrede zu halten.
Oasen
by Antje Remke | Ansteckend
Oasen
Doch es gab immer wieder Oasen. Weniger als erhofft, aber es gab und gibt sie. Immer wichtiger wurde mir, immer wieder aufzutanken und auch andere immer wieder daran zu erinnern.
Einige meiner Oasen: Singen & Schreiben & Wiedersehen & Lesen Treffen mit anderen Hochsensiblen & Inspirieren & Lachen & Verbundensein & Fotografieren & Paula Panke
Ich übe mich auch selbst, immer wieder einen Umgang mit der Hochsensibilität zu finden. Das klappt mal besser und mal schlechter. Übung macht eben die Meisterin. Ich empfinde eine noch größere Dankbarkeit, dass ich gesund bin und ich mich verbunden fühle. Wir alle bekommen immer neue Zusatzaufgaben zum Wachsen. Wir brauchen viel Geduld miteinander. Mein Energietank ist auch nicht so voll. Ich muss täglich gucken, was ich geben kann und wie ich ihn wieder regelmäßig auffüllen kann. Gerade weil wir mit Schweren konfrotiert werden. Auch ich muss mich immer wieder an meine eigenen Inspirationen und erinnern, so wie ich andere darin begleite. Ich umgebe mich mehr mit Farben, Nehme mein Bedürfnis nach Rückzug ernst. Ich bringe Menschen weiter zum Lachen. Und Ich nehme es an. Versuche ich jedenfalls.
Bin ich auch hochbegabt? gehört für viele Menschen genau in diese Kategorie: ein Gedanke, der irritiert, neugierig macht, vielleicht sogar ein wenig Angst auslöst. Es hat mich Mut gekostet, dieses Thema überhaupt anzuschauen, weil Hochsensibilität ohnehin schon ein intensives Erleben mit sich bringt. Es ist Raum für Zweifel, Aha‑Momente, Begegnungen und die leise Hoffnung, sich selbst ein Stück besser zu verstehen. Eine Einladung, der eigenen Spur zu folgen – ohne Anspruch, aber mit ehrlicher Neugier.
Inhalt
Meine Erfahrungen mit der Hochsensibilität
Mensa Netzwerk für Hochbegabte
17 Dinge, die nur Hochbegabte tun (Martin Wehrle)
Meine hochbegabten Erlebnisse
Fazit
Meine Erfahrungen mit der Hochsensibilität
Weil mir nur selten Hochsensible begegnen, die es leicht haben. Ich schließe mich da nicht aus. So viele sind im Rückzug. So viele leiden, weil sie sich nicht verstanden fühlen. So viele haben mit Burnout und Depressionen zu tun. So viele verstecken ihre Talente. Mir hilft mein Schreiben, mich selbst immer wieder zu erinnern. Klappt nicht immer. Meine Bücher sind schlauer als ich. Die Formulierung hörte ich bei Konstantin Wecker, der es über sich und seine Songtexte sagt.
Ja und einige sind durch mich erst drauf aufmerksam geworden, weil ich es so wichtig finde, dass mehr Menschen sich richtig fühlen können und nicht an sich verzweifeln. Es gibt immer wieder berührende Momente, wenn bei Kursen Menschen das erste Mal anderen Hochsensiblen begegnen. Ich genieße die besondere Aufmerksamkeit füreinander.
Mensa Netzwerk für Hochbegabte
Mit gemischten Gefühlen meldete ich mich Dezember 2022 bei Mensa für einen Test an. Ich entschied mich auch dafür, um die Erfahrung mit meinen Kund*innen teilen zu können. Schlecht geschlafen fuhr ich zum Test. Die anderen waren meist viel jünger. Es war purer Stress. Manche Aufgaben konnte ich lösen, andere nicht. Fühlte, wie mein Hirn in manchen Bereichen eingerostet ist. Paar Tage später besuchte ich einen offenen Stammtisch für Hochbegabte. Dort gab es sowohl Mitglieder der Mensa IQ ab 135 als auch noch nicht getestete. Es war sehr hilfreich, Perspektiven und Erfahrungen zu teilen. Es ist wie bei den Hochsensiblen. Da ist die Vielfalt auch riesengroß. Mit manchen passt es, mit anderen weniger. Mal gucken, wie es weiter geht.
Im Januar 2023 kam der Brief von Mensa IQ 100%. Es geht mir sehr gut mit diesem Ergebnis und der Erfahrung. Einer meinte, wer hochkreativ ist, ist eher nicht hochbegabt.
Seit Mai 2023 teile ich immer wieder mit Kundi:nnen und Kursteilnehmeri:nnen diese für mich wertvolle Erfahrung. Ich ermutige damit andere, darüber zu reden. Oft ist es noch ziemlich schambehaftet.
7 Dinge, die nur Hochbegabte tun
Ich fand von Martin Wehrle 17 Merkmale für eine Orientierung.
Kinder
großer Wortschatz
Gedächtnis
Frühes Interesse für erwachsene Themen
Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
Schnell gelangweilt wegen Unterforderung
Jugendliche
Spezielle Interesse wie Naturwissenschaft Philosophie
Besondere Sensibilität Lärm, Gerüchte, Sehen
Große Lernbereitschaft
Tiefer eintauchen in Themen
Kritische Haltung gegenüber Regeln und Autoritäten
Erwachsene
Hohe Denk- und Sprechgeschwindigkeit
Hohes Sprech- und Ausdrucksvermögen
Diskussionsfreude
Freude am Querdenken
Kein Anpassen an Mainstream
Ausgeprägte Spezialinteressen
Sensibel und feinfühlig
Hohe Selbstansprüche
Langeweile bei Unterordnung
Anders sein stark empfunden
Meine hochbegabten Erlebnisse
Ich finde mich in einigen Punkten wieder. Schule fiel mir sehr leicht. Im Zeugnis der 1. Klasse schrieb meine Lehrerin, dass ich eine schnelle Auffassungsgabe und logisches Denkvermögen. Es gibt Überschneidungen zur Hochsensibilität.
Ein Kursteilnehmer stellte im Sommer 2022 die Frage in den Raum. Sie löste etwas aus, aber ich schob sie vor mich her bis 17. Dezember 2022. Da überzeugte mich der Mann mit seinen Argumenten einen Kursteilnehmer einen Hochbegabtentest bei Mensa zu machen.
Bei einem meiner Workshop erzählte eine Hochsensible/ Hochbegabte, das sie auf Arbeit ihr Wissen und ihre Kompetenz sehr häufig versteckt, um andere nicht „dumm“ da stehen zu lassen. Sie hat Lösungen oft schneller parat und muss sich ausbremsen.
Im Coaching guckte ich in die strahlenden Augen eines hochbegabtem 12 jährigen Mädchen, was sich von mir verstanden fühlte. Sie beschäftigt sich in rasender Geschwindigkeit mit vielen Themen und fühlt sich von mir verstanden.
Ein hochsensibler Mann bat mich um Ideen, seine Idee zu realisieren. Auch ihm liegen gerade hochsensible, hochbegabte Kinder und Jugendliche sehr am Herzen. Da bin ich in meinem Element.
Es gibt 2 Frauen, von denen ich weiß, dass sie auch hochbegabt sind. Wenn wir uns austauschen, geht das in einem anderen Tempo als gewöhnlich.
Fazit
Es gibt so viele Vorurteile. Es wird Hochbegabten oft empfohlen, nicht mit anderen darüber zu reden. Kann ich einerseits nachvollziehen, anderseits finde ich die Auswirkungen fatal, wenn sich alle in der Öffentlichkeit verstecken und schweigen. Die, die ich kenne, sind in dem was sie tun (müssen) komplett unterfordert, was sie emotional aber stark überfordert. Mein großer Wunsch ist, dass sich da etwas ändert. Wie das aussehen kann, weiß ich noch nicht. Was ich dazu beitragen kann? Der Blogbeitrag ist ein Schritt.
Vor vielen Jahren war die Auffassung verbreitet, dass es als Selbständige ungünstig ist, mit einem Bauchkasten an Angeboten unterwegs zu sein. Für mich fühlte sich das immer nicht richtig an (noch vor dem Wissen um meine Hochsensibilität und dem, dass ich zu den Scannerpersönlichkeiten gehöre. Inzwischen schätze ich, wie ich aus der Vielfalt schöpfen kann.
Inhalt
Mein Bauchkasten
Miniaturlesung beim Coaching
Dankbarkeit
Mein Bauchkasten
1998 begann ich Workshops mit einer Vielfalt an Themen rund um Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation zu leiten.
2013 übernahm ich die erste Schreibgruppe. Die Schreibimpulse drehten sich mit der Zeit immer mehr um Themen, die auch mit Persönlichkeitsentwicklung und immer wieder DENKEN NEU LENKEN zusammenhingen.
2020 mit der Pandemie, die alles auf den Kopf stellte, gewann das Schreiben an Bedeutung. Mein erstes Gedicht Zuversicht. Viele Bunte Buchstabenbegegnungen folgten, die mich immer wieder erinnern, und ich immer wieder Gänsehaut bekomme, wenn ich nur an einige denke. Über manche amüsiere ich mich. Ich fing an, sie auf Instagram zu posten, bis ich mich traute, sie als Bücher und als Hörbuch zu veröffentlichen.
Schrei nach Pause
by Antje Remke | Wirksame Worte
Miniaturlesung beim Coaching
Das genieße ich immer wieder ganz besonders. Die meisten meiner Kund*innen sind auch hochsensibel. Wenn sie etwas von sich und ihrem Anliegen teilen, biete ich immer wieder mal an etwas vorzulesen aus meinen Wirksamen Worten oder Crossover.
Immer wieder fühle ich mich dann beschenkt, wenn ich an den Blicken spüre, dass sie sich darin wiederfinden. Dass es ausdrückt, was sie sich auch wünschen und wo ihnen die Worte manchmal fehlen.
Dankbarkeit
Mein Herz hüpft, dass viele meiner hochsensiblen Kund*innen zu Hause beide Bücher haben, immer wieder darin lesen und es an andere verschenken. Das I Tüpfelchen ist es, wenn ich höre, dass auch zahlreiche Coaches, Therapeut*innen und Seminarleitungen meine Bücher als Baustein in Ihrer Arbeit immer wieder vielseitig einsetzen und auch viele andere begeistert sind.
Ich schätze meinen wachsenden Bauchkasten und bin selbst gespannt, was ich damit noch machen werde.
Annette Schade hat mich gerade mit ihrer Frage zur Blogparade inspiriert, mir Gedanken zu machen. Mein Akku war heute Morgen leer. Alle – so dass ich einen Morgenspaziergang zur Praxis machen musste. Hatte mein Ladeteil vergessen und genoss die Bewegung und Atmosphäre. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, die Vögel singen leise Lieder, ganz friedlich mitten in Berlin.
Maskenball
by Antje Remke | Wirksame Worte
Sichtbarkeit
In meinem 1. Buch WIRSAME WORTE gibt es ein Kapitel Sichtbarkeit. Ich kann mich auch sehr gut verstecken gerade hinter Humor und anderen „Masken“. Schreibend zeige ich etwas mehr von mir. Bei Lesungen umgehe ich es aber noch meist sehr geschickt, von diesen Texten und Gedichten zu teilen. Schreibend habe ich Ideen, immer ehrlicher zu sein. Live gelingt es auch mit der Zeit besser. Es gibt da dann ganz besondere Momente. Ich möchte mehr davon.
Mehr Mut sich ehrlich mitzuteilen. Mehr Aufmerksamkeit füreinander. Mehr Menschen, die dem Gegenüber wirklich zuhören, ohne nur dem Bedürfnis eigentlich nur das Eigene teilen zu wollen. Mehr Menschen, die Fragen stellen und echtes Interesse aneinander haben. Mehr Menschen, die den Mut haben und die Initiative ergreifen, auf andere zuzugehen.
Ich werde weitermachen und mir geht es gerade sehr gut, da ich mir schreibend Gedanken über eine Frage gemacht habe, die mir selbst sehr am Herzen liegt.
Hochsensible reagieren schneller auf Stresshormone – und brauchen deshalb mehr Sicherheit, Pausen und Regulation. Wer versteht, wie Adrenalin, Cortisol und der Vagusnerv wirken, kann früher gegensteuern und leichter in innere Ruhe zurückfinden.
„Fake it till you make it“ las ich kürzlich. „Tu so lange als ob, bis du es geschafft hast.“ bzw. „Tu als ob, bis du es kannst.“ Oder „Tu so, dann wirst du so.“ Die Idee dahinter begeisterte und inspirierte mich zum Weiterspinnen. Ein Ergebnis sind die „Fake News über Hochsensible“. Davon auszugehen, dass wir den wünschenswerten Zustand bereits erreicht haben, ist für mich eine spannende Perspektive. Ich habe es bereits eingesetzt im Coaching. Viele Kunden*innen sind selbst so kreativ und finden so leichter einen Zugang zu ihren Wünschen und Visionen. Wenn es passt, machen wir uns so mit viel Humor auf den Weg. Es geht mir nicht darum, etwas vorzutäuschen, sondern ausschließlich um die Förderung der Entwicklung.
Inhalt:
Wünsche und Visionen
Emotionsreich
Nur eine Vision für Hochsensible?
Einfach
Im Miteinander
Kreativität
Sinn
Wertvoll
1000 Meilen
Kontakt
Wünsche und Visionen
Es mischen sich in den „Fake News“ meine persönlichen mit den Wünschen und Visionen meiner Kunden*innen und all den Hochsensiblen, die mir in den unterschiedlichsten Zusammenhängen immer wieder begegnen. Einige sind noch am Beginn ihres Weges. Sie sind noch Krabbelkinder. Es gibt auch Grundschüler*innen unter ihnen. Andere haben fast ihr Diplom für „Hochsensibilität“ in der Tasche. Wieder andere gehen bereits seit Jahren souverän mit ihrer Gabe um. Für sie sind vielleicht einige Fake News gar kein Fake mehr.
Emotionsreich
Das Schreiben war für mich aufregend, erschöpfend, erkenntnisreich, berührend, stressig, lustig und vieles mehr. Ich liebe es zu inspirieren und freue mich, wenn es mir auch auf diesem Weg gelingt. Die Fake News sind sortiert nach Aspekten, die mir sinnvoll erscheinen. Ich freue mich über jede Ergänzung, die mich und andere auch bereichern kann. Vielleicht gibt es dann ja eine Fortsetzung. Den Blogbeitrag schrieb ich bereits Ende 2020. Nun kommt er endlich in die Welt.
Nur eine Vision für Hochsensible?
Einfach
Erlauben sich alle Gefühle.
Es fällt ihnen leicht, ihre Ideen umzusetzen.
Es wird Rücksicht genommen.
Fragen nach, was los ist.
Leben in ihrem Rhythmus.
Können abschalten und erholsam schlafen.
Können ohne schlechtes Gewissen Grenzen setzen.
Können sich fokussieren.
Können sich regulieren.
Machen es einfach.
Nehmen ihre Bühne.
Vertrauen ihrer Intuition.
Zeigen sich auch verletzlich und finden Trost.
Im Miteinander
Alle Welt weiß, was Hochsensibilität ist und es gibt einen gesunden Umgang miteinander.
Andere schätzen den intensiven, belebenden erfrischenden Austausch mit Ihnen.
Bestärken sich gegenseitig.
Es gibt Wohlfühlatmosphäre.
Es gibt Zeit und Aufmerksamkeit für wirklichen Austausch.
Geben und Nehmen ist in Balance.
Im Austausch entsteht Großartiges.
Kennen und teilen ihre Bedürfnisse.
Lachen und Weinen miteinander.
Lassen sich nicht mehr von schlechter Stimmung beeinflussen.
Nehmen Verhalten anderer nicht persönlich.
Schätzen andere und werden geschätzt.
Sehen einander.
Sind und umgeben sich mit Mutmacher*innen.
Vernetzen großzügig Menschen miteinander .
Wachsen im bunten Resonanzfeld.
Kreativität
Erlauben sich Ungewöhnliches zu kombinieren.
Genießen und leben ihre Vielfalt.
Gestalten sich ihren Raum.
Improvisieren mit dem, was ihnen begegnet.
Können sich entfalten.
Schöpfen aus ihrer eigenen Fülle.
Sinn
Bewegen was.
Genießen es, hochsensibel zu sein.
Kennen und leben ihre Berufung.
Lassen sich nicht mehr einengen von Normen und Traditionen.
Müssen nicht mehr mit eintönigen Tätigkeiten ihre Zeit vergeuden.
Verabschieden sich von einschränkenden Überzeugungen.
Wertvoll
Beleben andere.
Erfahren Wertschätzung.
Erkennen, was sinnvoll ist und was nicht.
Finden ungewöhnliche Lösungen.
Ihr seelisches Immunsystem ist stabil.
Ihr vernetztes und schnelles Denken ist genial.
Lassen sich berühren.
Merken sich sehr viel.
Sind dankbar.
Sind geschätzte Experten*innen bei kniffligen Fragestellungen.
Spüren was gebraucht wird.
1000 Meilen
Ich weiß, dass es noch eine lange Reise sein wird. Auch dieses Lied erinnert mich, Schritt für Schritt für viele andere Hochsensible weiterzugehen.
Wenn ich heute auf meinen Lebensweg schaue, erkenne ich vieles, was mir früher rätselhaft erschien. Situationen, in denen ich intensiver fühlte als andere, Begegnungen, die mich tief berührten, Entscheidungen, die ich aus dem Bauch heraus traf – all das ergab erst Sinn, als ich verstand, dass Hochsensibilität ein Teil von mir ist. Auf dieser Seite erzähle ich meinen Weg: ehrlich, suchend, manchmal stolpernd, oft staunend. Ein Weg, der mich gelehrt hat, meine Feinfühligkeit nicht länger als Schwäche zu sehen, sondern als etwas, das mich trägt, verbindet und meine Arbeit prägt. Vielleicht findest du dich in manchen Momenten wieder. Vielleicht öffnet es dir einen neuen Blick auf deine eigene Geschichte. In jedem Fall: Schön, dass du hier bist.
Inhalt:
Die kleine Antje
Das Schulkind
Was soll ich werden?
1989 Die Wende
Sozialarbeit
Mein Wissensdurst
Ende und Neuanfang
Die kleine Antje
Ich bin 1968 im Havelland in Brandenburg in der DDR geboren. Als Baby war ich aus Erzählungen zeitweise so krank, dass ich krippenuntauglich war. Unsere Eltern arbeiteten und so war ich unter der Woche bei meinen Großeltern. Das Gefühl, dass sie immer für mich da sind – ab 1980 nur noch meine Oma – da mein Opa starb, wärmt mich immer noch in der Erinnerung. Mit unseren Eltern waren wir viel in der Natur. Einerseits war ich mir dort oft selbst überlassen, anderseits gab es viel Zeit im und auf dem Wasser und Menschen, mit denen ich mich immer noch verbunden fühle. Anders als viele Hochsensible durfte ich frech sein als Kind. In manchen Situationen war ich auch schüchtern und brauchte Zeit zum Auftauen.
Das Schulkind
Ich habe viel Quatsch gemacht. Später verstand ich, dass es mein Weg war, um die Stimmung zu heben und mich nicht zu langweilen. Schule fiel mir sehr leicht. Ich bin später nie auf Hochbegabung getestet worden. Finde mich aber in einigen der Merkmale wider. Sicher spielte auch eine große Rolle, dass meine Lehrerin, mich sah und mochte. Ich spüre eine tiefe Dankbarkeit, wenn ich an sie denke. Wir freuen uns immer noch, wenn wir uns ab und zu begegnen. Das letzte Mal war es 2021 bei meiner Lesung in meiner alten Heimat im Havelland.
Ich wollte immer wieder neue Eindrücke und verreiste liebend gern mit immer wieder neuen Gruppen. Ich genoss auch das Wissen, in der Ferne Verwandte zu haben, die mich motivierten, englisch zu lernen. Auch wenn es damals nie denkbar war, diese jemals zu besuchen. Wenn Menschen aus anderen Ländern kam, war ich immer hellauf begeistert.
Um das Abitur zu machen, hätte ich bereits in der 9. Klasse entscheiden sollen, was ich später mal studieren werde. Die Auswahl fand ich furchtbar. Tränen liefen, weil da nichts zu mir passte. Leider war da keiner, der mich ermutigte, erstmal ABI machen und dann weiter zu sehen. In manchen Kreisen hatte ich noch jahrelang Minderwertigkeitsgefühle, so ohne Abitur. Mein Selbstvertrauen brauchte viel Zeit , um zu wachsen.
Was soll ich werden?
Mir war in einer Poliklinik in Premnitz eine Sozialberaterin begegnet. Da zog es mich mit 16 hin. Voraussetzung war die Ausbildung zur Krankenschwester. So begann ich im Krankenhaus. Es gab sehr viel Abwechslung, erst durch die Ausbildung auf verschiedenen Stationen und dann durch die Arbeit in der Rettungsstelle im Krankenhaus in Rathenow.
Ich traf Menschen mit denen ich etwas anfangen konnte, aber mit vielen auch nicht. Ich erinnere mich an intensive schöne und schmerzhafte Momente. Durch den Schichtdienst überforderte mich die Vorstellung, parallel das Abitur nachzuholen und weiter zu lernen.
1989 die Wende kam
Viele Schwestern gingen in den Westen. Ich wollte da nicht dazuzugehören. Zwei Jahre später dann konnte ich mir selbst nicht mehr zuhören. Es fühlte sich nicht mehr stimmig an, Patient*innen in der Rettungsstelle alles Gute zu wünschen, mit der Aussicht, dass sie mir sehr wahrscheinlich nicht mehr begegnen. Es zog mich nach Potsdam.
Dort suchten sie zu dieser Zeit kein Personal und so fuhr ich doch in den Westen Berlin Zehlendorf. Da gab es Bedarf an Krankenschwestern. 1991 begann so meine Zeit als Berlinerin. Nun begleitete ich Menschen über einen längeren Zeitraum, aber mich langweilte relativ bald die tägliche Routine. Beim ersten Team stimmte die Chemie auch nicht.
Ich wechselte die Station. Dort hatten viele Schwestern viel Humor, so dass wir viel zu lachen hatten. Trotzdem musste sich was ändern. Erst 2019 erfuhr ich, dass es ganz typisch für Hochsensible ist, immer wieder beruflich etwas zu verändern. Ich beobachte das Bedürfnis inzwischen bei ganz vielen meiner meist Coachingkund*innen, die alle meist einen abwechslungsreichen Lebenslauf vorzuweisen haben.
Berlin, Brandenburger Tor November 1989
Sozialarbeit
Freunde studierten in Berlin Karlshorst Sozialarbeit. Spontan fuhr ich hin. Gleich bei der ersten Begegnung mit einer Dozentin stimmte die Chemie. Sie hatte vorher auch im Gesundheitswesen im Osten gearbeitet. Menschen mit Berufserfahrungen seien sehr willkommen und ich bekam die Chance, auch ohne Abitur dort zu zeigen, ob ich studieren kann.
Es klappte, auch wenn ich merkte, dass ich keine wirkliche Theoretikerin bin. Mich interessieren Menschen mit ihren Geschichten. In einem Seminar sollten wir uns unsere Traumstelle visualisieren. Ich wünschte mir eine Mischung aus Arbeit mit Einzelnen, mit Gruppen und am Schreibtisch. Nach Beendigung des Studiums meldete ich mich arbeitslos.
Einen Monat später kam Post vom Arbeitsamt mit dem Vorschlag, mich in einem Frauenzentrum vorzustellen. Die Chemie stimmte und ich konnte mich dort sehr viele Jahre entfalten. Ich empfand es als riesiges Geschenk. Ich bin in den Jahren so vielen tollen Frauen begegnet, die ich in vielseitigen Lebenslagen begleiten konnte, mich ausprobieren, eine Schreibgruppe übernehmen uvm..
Mein Wissensdurst
Neben dem lernte 1999 ich das Neurolingustische Programmieren kennen. Ich lernte vieles und weiß inzwischen – typisch hochsensibel.
Ich wurde 2002 das erste, 2004 das zweite Mal Mutter. Die beiden veränderten schon so einiges. Ist ja Eltern sehr vertraut, oder?
Ende und Neuanfang
Ganz überraschend wurde mir 2008 aus Sparmaßnahmen gekündigt. Kein Jobvorschlag vom Arbeitsamt fühlte sich stimmig an. Als dann eine zu mir sagte: „Antje, mach dich doch selbständig“, schlug mein Herz wild. Bereits in Festanstellung hatte ich bereits viele Jahre Entscheidungs – und Orientierungsberatung angeboten. Bei der Recherche fand und entschied ich mich für Metaforum für die Cochingausbildung und startete Ende 2008 mit meinem Denken neu lenken.
Im Lockdown hatte ich das große Bedürfnis mit meinen Texten und Gedichten auch das Klinikpersonal und Patient*innen zu unterstützen. Beim 2. Versuch reagierte der Verantwortliche vom Patientenfunk der Maria Heimsuchung. Ich stellte eine Auswahl zusammen. Conrad Neugebauer vom Patientenfunk war begeistert und bat mich, ihm mp3 Aufnahmen zu schicken. Meine Tochter half mir dabei. Es klappte, die Patienten konnten so einiges Aufmunterndes von mir hören. Meine besondere Verbindung zum Krankenhaus in Berlin Pankow gibt es hier. (2024 ergänzt)
Schwanger mit Hörbuch
Es war ein sehr aufregende, mühsame „Schwangerschaft“. Nun ist es da – ANSTECKEND, mein erstes Hörbuch. Wie bei Menschen dauerte es 9 Monate bis zur Entbindung. Und nun denke ich an meinen Text von der Geburt und finde er passt zu diesem Prozess. Oder? Ich möchte sehr gerne meine Erfahrungen mit Euch teilen.
ANSTECKEND
Ich fragte nur eine vertraute hochsensible Person nach ihrer Meinung zum Titel. Ihre Zustimmung reichte und so hatte das Kind auch einen Namen. Aber wie weiter? Zeitgleich war ich mit den letzten Korrekturen für mein 2. Buch CROSSOVER beschäftigt, das im Ende März 2022 erschien. Ich konnte mich nicht gedanklich mit 2 für mich großen Sachen beschäftigen. Ob ich das noch mal hinbekomme?
Von den Aufnahmen zum Hörbuch
Immer wieder recherchierte ich und fragte vergeblich, ob jemand Ahnung hat zum Veröffentlichen von Hörbüchern. Ich war müde weiterzumachen und auch mein Schweinhund Aljoscha tat das seinige. Die Vorstellung, die Idee zu realisieren, überforderte mich eine sehr lange Zeit. Ende September gab ich mir endlich wieder einen Ruck. Ich kontaktierte Marta | Die Hörbuch-Göttin. Ihrem Kanal liberaudio folgte ich bereits aufmerksam schon über einen längeren Zeitraum auf Instagram. Ich bat sie um Unterstützung. Sie empfahl mir XinXii – eine Selfpublishing-Plattform für eBooks und Hörbücher. Ich meldete mich an. Bin begeistert. Es ist benutzerfreundlich, so dass ich alles auf Anhieb verstehen konnte.
Tonstudio
Und dann kam die Idee mit dem Hörbuch. Mitte Januar bat ich mein Netzwerk um Unterstützung. Von einer Musikerin wurde mir Dieter Petzold von www.tonusarcus.com wärmstens empfohlen. Er hat ein Tonstudio in Panketal. Ich brauchte für mich die Sicherheit, dass die Chemie zwischen uns beiden stimmt. Er nahm sich die Zeit, alle meine Fragen zu beantworten. Mit einem guten Gefühl verabredeten wir uns Anfang Februar für die Aufnahmen. Ich war schon ziemlich aufgeregt. Das legte sich, da er eine Ruhe ausstrahlte, ich mich immer mehr entspannte. Seine Anregungen waren sehr wertvoll. Innerhalb von 2 Tagen waren die 60 Texte und Gedichte gelesen, die ich alle seit dem Lockdown im März 2020 geschrieben habe.
Einfach machen
Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Innerhalb von 10 Tagen habe ich mich:
für Foto entschieden. Meine Tochter stimmte meiner Wahl zu. Nicht nur, weil sie die Fotografin ist.
Ich bin überrascht, wie einfach es plötzlich ging. Kompetenzdemenz ist schon hartnäckig. Das muss ich erstmal verarbeiten. Wie groß mein Talent doch ist, Hürden zu dramatisieren. Ich hoffe, dass ich noch lernfähig bin und ich es mir zukünftig einfacher mache. Kann ja nicht sein, dass ich jedes Mal 9 Monate brauche, bis zur „Entbindung“. Ich bin schon ziemlich aufgeregt, die „Geburtsanzeige“ zu teilen.
Veröffentlichung für den 22. Oktober festgelegt. An dem Tag ist die 2. Lesung in der Dorfkirche in Döberitz meiner alten Heimat. ANSTECKEND – mehr Details gibt es hier nachzulesen. Es ist bereits vorzubestellen.
Heute gibt es den überarbeiteten Beitrag. Der erste vom Januar war plötzlich unauffindbar. Ich frage mich, wie und warum das so passiert ist? Wer weiß, wer weiß?
In welchen Kontexten sind Fragen ein Gewinn? Was sind meine Vermutungen, warum andere Menschen nichts fragen? Wann frage ich nichts? Was für Fragen gibt es alles? Fragen über Fragen.
Fragen
by Antje Remke | Crossover
Reden wie Rosa
Im September 2020 gründete das Frauenzentrum Paula Panke in Berlin Pankow den Redeclub „Reden wie Rosa“. (Namensgeberin Rosa Luxenburg). Es drängte mich, eine Rede über DAS/ DIE FRAGEN zu schreiben und zu halten. Ich stelle schon immer gerne Fragen über Fragen. Keine Ahnung, welche Rolle in meiner Kindheit die Sesamstraße mit ihrem Titelsong spielte. WER, WIE, WAS.
Alltägliches
Alltägliches klären: Kaufst Du die Milch oder ich?
Bedürfnisse artikulieren Mir ist es zu laut, kannst du bitte leiser reden
Berühren: Was ist mit los, du guckst so traurig?
Den anderen gut dastehen lassen. „Großartig, Wie hast du das geschafft?“
Die Wissenschaft voranbringen
Frage hinter der Frage Wie sind deine Pläne? Wann habe ich endlich meine Ruhe?
Für Diagnosen: Wo genau sind Ihre Schmerzen?
Interesse zeigen: Das ist ja lecker. Verrätst du bitte mir das Rezept
Kreativität anregen
Welche Wörter kennt ihr nur mit dem Vokal A?
Masken fallen lassen: Du bist so schweigsam. Wie geht es dir wirklich? Kennt ihr es, wenn kein Mensch da ist, der das wirklich wissen will?
Meinung einholen Wie hat es dir gefallen?
Missverständnisse aufklären. Du hast dich lange nicht gemeldet, was ist los?
Motivieren: Was machst du als nächstes?
Nerven. Mama wie geht das? Mama was macht die Frau da?
Nicht alle Lösungen selber finden Wie hast du das damals gemacht, als sich der Kindesvater getrennt hat?
Positionieren geht es dir als Hochsensible*r so, dass dich Wiederholungen langweilen?
Pro und Kontra
Pro und Kontra abwägen Was ich wichtig bei der Wahl der Schule?
Reflektieren
Schwarmwissen nutzen Ich suche einen Frisör, kennt jemand, der jemanden kennt, der momentan Haare schneidet?
Sich besser kennenlernen Hast du schon mal was von Hochsensibilität gehört?
Täter überführen: Sie sagen, dass Sie beim Bankraub im Kino waren. Wo sind die Tickets und wer hat Sie begleitet?
Überraschen durch Geschichten merken. Du hast erzählt, dass du den Hund wieder zurückgeben willst. Was ist aus der Idee geworden?
Unbewusstsein sein fragen Pregunta, question, Wapros
Uns unsagbar viel Wissen aneignen: Wie hat es angefangen mit dem Club Reden wie Rosa?
Unterstützung bekommen
Unterstützung bekommen: Ich kann nicht weiter. Hilfst du mir bitten
Verbindung herstellen. Darf ich mich zu Ihnen setzen?
Verletzen und verunsichern: Im Negativen, um den anderen schlecht da stehen zu lassen, gewollt und mit Absicht: Hast du da wieder nicht dran gedacht? Wie oft muss ich das noch sagen?
Manipulieren Kochst du mir bitte auch einen Tee, wenn Du gleich in die Küche gehst?
Von Oberfläche in die Tiefe gehen was mich begeistert, und was noch
Von sich selbst ablenken. Bei mir ist alles okay, aber erzähle doch, wo drückt dir der Schuh?
Vorträge von zu Hause digital aus dem Wohnzimmer halten. Was brauche ich dafür?
Wohlwollend provozieren. Was kannst du alles machen, dass sich wirklich gar nichts an deinem Zustand verbessert?
Zweinigen: Kompromis finden Gemeinsam Lösungen finden
Vermutung, warum andere nicht fragen
Angst vor Ablehnung
die Auswirkungen der Pandemie
Menschen geht es nicht gut und sie haben soviel mit sich zu tun.
Menschen haben Angst anderen zu nahe zu treten
Menschen haben ein unterschiedliches Grundinteresse an Dingen und anderen Menschen
Menschen wachsen auf mit „Sei nicht so neugierig, man fragt anderen Leuten nicht Löcher in den Bauch.“
Menschen, die wenig Aufmerksamkeit bekamen oder bekommen, können dies nicht so leicht anderen Menschen entgegenbringen
Ich frage nicht, wenn…
Es mich einfach nicht interessiert
Ich bin so in meinem eigenen Film, dass ich nichts mehr hören kann.
Ich das Gefühl habe, mich in Bereiche zu begeben, die mir zu heikel sind
Ich manche Stimmen unerträglich finde. Das wird immer schlimmer.
Im Privaten, wenn es nicht in Balance ist zwischen Fragen und Zuhören
Wenn ich wiederholt auf Fragen, keine Antworten bekomme.
Meine Angst Doof dazustehen Was, das weißt du nicht?
Wenn ich die Konsequenzen der Fragen befürchte. An mir bleibt die alleinige Umsetzung der Idee hängen.
Wenn ich weiß, dass Menschen nicht mehr aufhören zu reden, wenn ich den Raum gebe.
Denken neu lenken
Es ist ja klar, dass ich es als Coach liebe, Fragen zu stellen. Eine Kundin meinte mal, dass meine Fragen pieksen und das ist gut so. Ich kann damit die Aufmerksamkeit lenken. Ich finde es großartig. Ja und es gibt so viele Arten der Fragen. Rhetorische Fragen, Alternativfragen uvm. Das Internet ist voll davon. Die hier alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Seit meinem Vortrag bin ich noch aufmerksamer für den für mich fraglichen Umgang mit Fragen. Ich frage mich, wo das noch hinführen wird. Ich werde FRAGEN immer wieder thematisieren, vielleicht gelingt es mir ja, jemanden zu sensibilisieren.
„Der, die, das Wer, wie, was Wieso weshalb warum? Wer nicht fragt bleibt dumm. 1000 Tolle Sachen die gibt es ueberall zu sehen Manchmal muss man fragen um sie zu verstehen.“
Die Tasse bekam ich von einer knapp Frau geschenkt, die sie schön fand, aber nichts von der Sesamstraße wusste (ostsozialisiert). Schon verrückt. Ich stelle ja mir und anderen schon immer gerne Fragen. Ich überlege, welchen Einfluss die Titelmelodie Datei hatte.
„Der, die, das Wer, wie was Wieso, weshalb, warum Wer nicht fragt bleibt dumm?“
2022 schrieb ich einen Blogbeitrag. Wer nicht fragt bleibt dumm. Ja und gerade Erni und Bert. Nun genieße ich meine neue Tasse für ein wohliges Gefühl. Instagram 04.September
Es ist kein Scherz. Am 1. April 2022 um 12 Uhr hielt ich mein zweites Buch „Crossover“ endlich in den Händen. 10 Monate nach dem erstem. Wieder wählte ich über 80 inspirierende Texte und Gedichte aus. Es fühlt sich gut. Das Cover hat mein 20 Jähriger Sohn Emil gestaltet. Motive, die es im Buch zu entdecken gibt. Wenn ich blättere, denke ich an viele Menschen, Situationen und Emotionen. Die letzten 2 Jahre haben auch mich und mein Schreiben beeinflusst. Erst wenige Menschen wissen von meinem „Neugeborenen“. Ich genieße eine stille Freude, so ein bisschen wie im Wochenbett.
Einfluss meines Vaters
Ich fand dieses Gedicht meines Vaters erst vor Kurzem wieder. Einerseits grinse ich breit und bin gerührt, andererseits sehr traurig, wenn ich an ihn denke. Er ist dement und kann nicht mehr erleben, wie sehr er mich kreativ mit seinem Humor beeinflusst hat. Ich bin ihm so dankbar und fühle mich ihm schreibend sehr verbunden. (Ein cooler Elefant) Die Gedichtsform nennt sich Haufenreim. Ich liebe sie. Davon gibt es inzwischen einige mehr.
Machen Mut
Die Texte und Gedichte von Antje Remke sind unheimlich vielseitig. Mich haben die verschiedenen Werke berührt, zum Nachdenken gebracht und auch erheitert. Sie sind so ehrlich und herzerwärmend und machen Mut, sich selbst treu zu bleiben. Mehr hier
Gedicht meines Vaters an mich
Geld auf der Bank niemals krank alle Tassen im Schrank immer schlank Anlage blank CDs mit gutem Klang Wein und Gesang beim Angeln guten Fang mit Kollegen keinen Zank Weihnachtsbaum mit Behang Urlaub schön lang beim Feiern mittenmang nicht vom 4. in den Rückwärtsgang und immer Benzin im roten Tank und nun sagen deine Eltern verbindlichsten Dank.
Ein mega cooler Elefant
kaufte sich vom Flaschenpfand ein quergestreiftes Festgewand wusste dass es ihm sehr stand fand sich furchtbar elegant wählte Cabriotrabant ein paar meinten zu extravagant die meisten sind da tolerant fuhr sehr lange bis zum Strand in ein weit entferntes Land hat sich super dort entspannt nur den Rüssel sich verbrannt da half nur ein Gipsverband so wirkte er sehr interessant die Leute außer Rand und Band verfolgten ihn ganz penetrant das war zu viel und so verschwand er blitzeschnell und ganz galant.
Aufbau des Buches
Dieses Mal ist die Reihenfolge chronologisch. Das Leben mit dem Virus hat auch bei mir etwas verändert. Vieles fordert mich wie alle anderen heraus. Es ist so aktuell, das Denken immer wieder neu zu lenken. Immer wieder weitermachen bei all der Schwere und der Unsicherheit. Immer wieder kreativ sein. Viele sind wie ich so vergesslich. Ich will mich und meine Leser immer wieder an die Zuversicht, das Vertrauen, das Lachen und die Gemeinsamkeiten erinnern. Erlebe, wie wir das alle so dringend brauchen. Es ist großartig, dass auch andere Coaches, Lehrer und Therapeuten meine Texte und Gedichte in ihrer Arbeit sehr gerne verwenden. Hier die Übersicht von A bis Z.
Inhaltsverzeichnis
Am Anfang war das Wort Auf ins Unglück Auf Kur Aufregung Aushalten Begegnungen Bewegen Buchstaben und Worte Da wackelt mir die Wirbelsäule Das Gewehr Das Leben Das Virus Teil 1 Das Virus Teil 2 Die Rechte der Kinder
Die vier Besten – Tagesresümee Die Wahl Digitale Feier Dunkelheit Düstere Aussichten Ein cooler Elefant Einladung 30. Geburtstag Entscheiden Erinnern an Eisdielen Erste Hilfe Ertragen Fernbedienung Fragen Freudenfalten Gedanken machen Geduld
Gesund Gesundheit Gleich geht es los Gleichschenklige Bausteine Haus Spätlese Herbstglück Herrlich, ich bin verrückt Hilfe, ich bin normal Hochsensibel Ich bin ein Gemälde Ich bin im Rückzug Ich habe ein Kind von Dir In der Kurve Interesse wecken Karl und Gustav
Kinderfrei Klang Kreativität macht schlank Kreisverkehr Leben Loslassen Mein Bauch Mein farbenfroher Tag Menschen von A bis Z Musikalisch Neubeginn Ode an die Zitrone Ordnung Pfleger Klaus
Pharmareferent Polizist und Mönch Rechtwinklige Perspektive Regen du Rotes Ampelmännchen Schreiben vergessen Selber schuld Sinnsibel Stimme-stimmlich-stimmhaft Talente Talentesupermarkt Tenöre
Treffsicher Umfangvermessung und Taillenmaß Unglaublich Unsre Mutter Unter dem Schädel Unterwegs mit Hindernissen Verschlossen Vorstellung/ Einstellung Wahlrecht Warterei Was nährt mich – Speisekarte für die Seele Werbung – Sowohl als auch Worte Wut Wütend Zeit
„Es gibt nichts schlimmeres oder angsteinflößendes, als nicht gehört zu werden“ (Francis Underwoood). Ich kenne diese unschöne Erfahrung und höre von vielen, dass auch sie oft überhört werden, weil auch sie oft leise sind. Im März 2022 wählte ich dieses Thema für meinen 4. Vortrag im Redeclub „Reden wie Rosa“ im Frauenzentrum Paula Panke. Mit großer Aufregung hatte ich mich vorbereitet. Persönliches zu teilen, ist nicht so einfach für mich. Ich spüre, wie wichtig ist, gerade introvertierten hochsensiblen Menschen eine Stimme zu geben. Die Zuhörerinnen waren berührt und dankbar, weil ich einigen aus der Seele und das ermutigt mich, es an dieser Stelle auch zu teilen.
Raum nehmen
Mich kotzt es an, mal bin ich müde, mal frustriert, mal sauer, mal sprachlos, weil sich laute Menschen leicht den Raum nehmen und die Stillen schweigen.
Introvertierte erleben immer wieder, dass andere Menschen:
Ihnen ins Wort fallen
kein Interesse zeigen
Immer meinen zu wissen wo es lang geht und 200 % von sich überzeugt sind
oft zu laut, schrill und hektisch sind
inhaltslos viel reden können
Dafür werben, den einzig wahre Lösung zu kennen
Oft unüberlegt handeln
Sich sensationell in Szene setzen können und versprechen: „ Wenn ihr es so macht, wie ich es sage, dann werdet ihr erfolgreich.“
Sie empfindsam reagieren, wenn sie nicht es sich nicht ausschließlich um sie dreht.
Schweigespirale
Ich beobachte dieses Verhalten bei mir und anderen leisen Menschen. Mich berührte es, als meine Tochter von der Schweigespirale erzählte. Es stammt aus der Meinungsbildung „Schweigespirale nennt sich ein Teil der in den 1970er-Jahren von Elisabeth Noelle-Neumann formulierten Theorie der öffentlichen Meinung. Demnach hängt die Bereitschaft vieler Menschen, sich öffentlich zu ihrer Meinung zu bekennen, von der Einschätzung des Meinungsklimas ab. Widerspricht die eigene Meinung der als vorherrschend betrachteten Meinung, so gibt es Hemmungen, sie zu äußern, und zwar umso stärker, je ausgeprägter der Gegensatz wird; daher der Begriff der Spirale.“ Ich finde die Vorstellung gruselig, dass Stille Menschen komplett aufhören, ihre Meinung zu äußern. Dagegen möchte ich leise und beharrlich die Stimme erheben. Ich will mich und andere ermutigen, uns zu zeigen. Die erste Rede hielt ich im vertrauten wohlwollenden Rahmen. Vielleicht ist das ja auch für andere eine Option. Ich wünsche, dass auch Ihr Orte findet.
Stille Menschen
Stille Menschen werden unterschätzt.
Stille Menschen werden nicht ernst genommen.
Stille Menschen werden übersehen.
Stillen Menschen wird nicht zugehört.
Stille Menschen denken und handeln oft nachhaltiger.
Stille Menschen haben ein unendliches Potential, dass entdeckt werden will.
Stille Menschen werden immer stiller, wenn andere lauter werden.
Wenn sie sich verstecken
Es gab unzählige Begegnungen mit großartigen stillen Menschen. Künstlerinnen, die nie Fotos von sich auf Instagram posten, Mitarbeiterinnen, die in der Firma, ihre Meinungen, Bedenken, ihre oft innovativen Ideen für sich behalten. Viele, die niedrig stapeln und es verabscheuen, Gewese um sich zu machen.
Wenn sie gesehen werden
Sprühen vor Leidenschaft bei dem was sie tun.
Können sie so schön singen, dass ich Gänsehaut bekomme.
Laufen sie auf Hochtouren und können die Bühne rocken.
Entpuppen sie sich als geniale erfolgreiche Geschäftsfrauen.
Improvisieren sie mit Melodien, die zum Tanzen verführen.
Teilen sie ihre Gedanken.
Stellen sie ihre Bilder.
Leuchten die Augen
Können sie über sich selbst hinauswachsen
Stecken sie mit ihrer Begeisterung an.
Angenehm zurückhaltend und präsent
Mehr und mehr mag ich Menschen, die angenehm zurückhaltend und präsent sind. Mich interessieren Menschen, die mich berühren mit dem was sie teilen. Mich ziehen Menschen in den Bann, wenn sie mich überraschen. Wenn es intensiv, originell, gefühlvoll, humorvoll, und/ oder intelligent ist. Viele meiner berührenden Menschen erlebe ich mit introvertierten Menschen, wenn sie sich wirklich zeigen. Ja auch wenn ich mich zeige.
Was ich will
Ich will ermutigen, versuchen Modell zu sein. Mir und anderen den Rücken stärken. Ich will Menschen emotional erreichen. Ich will Blockaden lösen. Ich will uns hörbarer und sichtbarer machen. Ich habe Sehnsucht nach mehr Überraschungen. Mein Wunsch nach mehr Sensibilität wächst. Ich will die vielenSchätze mit ans Licht bringen. Ich will, dass unsere Qualitäten mehr geschätzt werden.
Wie
Sie behutsam und liebevoll mit Fragen provozieren, um sie aus ihren Verstecken zu locken. „Wie was ist der Mehrwert, wenn du deine Talente der Welt weiter vorenthältst?“ Sensible Menschen sensibel erreichen. Ich werde teilen, was meine Herausforderungen sind. Sie wertschätzen und sie ermutigen, sich zu zeigen. Mit meiner Leidenschaft für das Thema anstecken. Ihnen von meinen hilfreichen Erfahrungen aus dem Redeclub Reden wie Rosa vorschwärmen und sie motivieren, es selbst auszuprobieren. An passender Stelle weiterhin meine inspirierende Gedichte und Texte teilen.
In meinem erstem hochsensiblem Blog geht es erst einmal um diese drei Fragen. Ich möchte mich und meine Leser*innen nicht überfordern.
Es dauerte länger als geplant. Aber wie viele andere bin ich vielseitig. Es kreisen immer unzählige Ideen, Gedanken und Gefühle durch mich. Es gibt Termine, den Alltag, die Kinder, viele Menschen und immer andere wieder Ablenkungen. Auch ich bin immer wieder gestresst. Nebenbei ist mein zweites Buch fast fertig. Die Überarbeitungen strengen mich an. Wenn ich zaubern könnte, würde ich das fertige Exemplar gern schon in den Händen halten. aber ich bin keine Fee und so muss ich da selbst mich bewegen. Aber heute mache ich Pause.
Wie bin ich? Im verflixten 7. Jahr
Sieben Jahre kennen wir uns inzwischen – meine Hochsensibilität und ich. Nein – wir stecken in keiner Krise. Wir haben viel miteinander gelernt. Vieles hat uns dabei unterstützt. Andere teilten ihre Erfahrungen. Wir haben viel ausprobiert. Austausch mit unzähligen anderen Menschen anderen tat und tut so gut.
Vieles ähnelt sich, die Erfahrung, sich schon als Kind anders zu fühlen, kreativ zu sein und ein großes Ruhebedürfnis. Ich selbst brauchte in der ersten Klasse nach dem Unterricht meinen Mittagsschlaf, weil die Luft nach paar Stunden raus war. Das Lernen viel mir sehr leicht.
Freches Kind
Selten traf ich bis jetzt auf andere Hochsensible, die als Kind so frech waren, wie ich. Die meisten hörten, dass sie viel zu empfindsam sind. Ich selbst hatte und habe immer noch Humor. Inzwischen weiß ich, dass ich zeitig gelernt habe, meine Emotionen damit sicher zu verstecken. Kann ich immer noch, aber immer mehr zeige ich mich authentischer. Das bleibt aufregend, fühlt sich aber richtig an.
Maskenball
by Antje Remke | Wirksame Worte
Masken fallen lassen
In meinem erstem Buch Wirksame Worte mit Texten und Gedichten, gibt es ein Kapitel das heißt Sichtbarkeit. Diese empfindsame Seite öffentlich von mir zu zeigen, ist nicht eine meiner leichtesten Übungen. Anders als viele andere, halte ich nicht hinter dem Berg, dass ich hochsensibel bin. Ich kann auch Smalltalk. Mütterlicherseits bin ich geprägt, auf unbekannte Menschen zuzugehen.
Hochsensibel
by Antje Remke
Ich und die anderen
So oft höre ich, wie andere Hochsensible privat und beruflich leiden. Aus eigener Erfahrung haben sie mein größtes Mitgefühl. Es drängt mich, Menschen zu ermutigen. Und wenn es gelingt, hüpft mein Herz vor Freude. „Vielen Dank das du für mich da bist und jetzt kann ich für das erste mal in meinem Leben, auf mein Geburtstag sagen : „ Ich bin stolz eine sensible Frau zu sein !“
Ich bin nicht allein
So oft höre ich im Coaching oder in meinen Kursen, dass sie noch keine anderen Hochsensible kennen, die sie verstehen und sich so oft alleine fühlen. So oft erlebe ich, wie sie aufblühen, wenn es Resonanz gibt. Wenn sie durch Fragen an ihre Talente und Wünsche erinnert werden. Die Erkenntnis „Ich bin nicht allein.“ nahm neulich eine Frau als Erfahrung aus einem Kurs mit anderen Hochsensiblen mit. Dies treibt mich immer wieder an, weiterzumachen, auch wenn ich selbst auch meine Herausforderungen habe.
Inzwischen weiß ich, dass ich Erfahrungen sammeln darf, von denen viele andere später profitieren. Diese Sicht erleichtert es mir, es so anzunehmen.
Oasentage für Hochsensible
Ich sammele auch heilsame Erfahrungen, die ich immer wieder sehr gerne mit anderen Hochsensiblen teile. Immer wieder höre ich, wie dankbar mir viele sind, dass ich neben den Informationen auch einen Rahmen schaffe, unter sich zu sein. Ich genieße es so sehr zu inspirieren und die intensive Aufmerksamkeit zu beobachten und gemeinsame Lebendigkeit zu spüren.
Im März lade ich ein zu einem neuen Format und freue mich auf ein gemeinsames Wochenende zum Auftanken. Von Freitag bis Sonntagnachmittag nehmen wir uns die Zeit für unsere Oase. Eine Auszeit für und mit anderen hochsensiblen Menschen. Vieles ist möglich mitten in der Natur. Resonanz, Input, Rückzug, Stille, Schreiben, Singen, Entfalten, Wandern. Gemeinsam gestalten wir uns ein wohltuendes stärkendes Wochenende. Die Oase ist die Malche. Es ist ein Missions – und Gästehaus und liegt östlich von Berlin. Wer auch noch dabei sein möchte, meldet sich sehr gern bis zum 1. März bei mir an. Wenn es vorab Fragen gibt, sehr gerne bei mir melden.
Ich vertraute heute meiner Intuition, dass ich mich heute focusieren kann und der Blog fertig wird. Nichts konnte mich ablenken. Großartig. Ich wünsche allen immer wieder den Raum, das Vertrauen und die Muße. Ich lasse mich überraschen, wann mich meine wieder küsst.
Als hochsensibler Mensch überfordern mich selbst oft lange Beiträge. Fasse mich schreibend und redend meist sehr knapp. Denke bei anderen oft: Komm bitte auf den Punkt! Ausnahmsweise sind es nun mal mehr Worte geworden. Beim Jahresrückblog habe ich versucht, mich zu begrenzen. Sorry. Aber es ist das erste Mal, dass ich ein Buch veröffentlicht habe. Da gäbe es so viel zu schreiben.
Focus auf das Buch
Ich habe mich auf einige Puzzlestückchen rund um meine Wirksamen Worte beschränkt. Es ist eine Mischung aus dem chronologischen Weg des Buches, meinen vielseitigen Emotionen, Erfahrungen, Erkenntnissen und Erlebnissen. Am Ende gibt es einen frischen hochsensiblen introvertierten Text. Ich bin im Rückzug. Großartig Dank des Jahresrückblog mit Judith Peters das Jahr Revue passieren zu lassen.
Mut und Unsicherheit
Als sich eine liebe hochsensible Bekannte nicht traute, ihre Texte in einem digitalen Schreibraum mit einer Gruppe von schreibenden Frauen zu teilen, wollte ich von ihr wissen: „Willst du uns tatsächlich deins vorenthalten?“ Damit ermutigte ich sie und die Frage klang bei mir lange nach.
Ich bekam selbst im Dezember 2020 einen Mutanfall und fing an Gedichte und Texte von mir sowohl auf Instagram Wirksame Worte, als auch per Mail zu teilen. Ich erinnere mich an die mulmige Aufregung. Auf Instagram gestaltete ich die Posts und bekam wenig Resonanz. Mit der ersten Mail im Januar erreichte ich viele Menschen, die begeistert reagierten ob der Vielseitigkeit meiner Wirksamen Worte. Es gab auch gleich die erste Anfrage für eine Onlinelesung. Das bestärkte mich und ließ mich weitermachen. Bis März blieb ich dran und dann entstand die Idee, ein Buch zu veröffentlichen. Eine Rolle spielte auch, dass ich im Coaching öfter etwas Passendes vorlesen wollte. Es aber nicht parat hatte und meinen Kund*innen es im Nachhinein schicken musste.
Aufregung
Im Frühling 2021 sortierte ich einerseits meine 8 jährige Sammlung, anderseits schrieb ich auch weiter. Zögerlich teilte ich mit einigen die Idee zum Buch und verschiedene Menschen halfen mir praktisch, emotional und mit wertvollen Informationen.
„Antje bei Amazon kann man Bücher veröffentlichen.“ Da erschien es dann auch im Sommer.
Miriam Tamayo „Antje, guck du kannst dir eine Grafik für dein Buch aussuchen.“ Ich war gleich schockverliebt in dieses eine farbenfrohe karierte Muster. Ich holte mir eine Zustimmung einer Freundin ab und dann stand der Entschluss fest. Ich bekomme immer wieder begeisterte Reaktionen und werde selbst nicht müde, es anzuschauen.
„Antje wenn du willst, lese ich Korrektur“ Mitte Mai schickte ich einer Freundin meinen Entwurf und erinnere mich, dass ich soooooo aufgeregt war, es so erstmalig sichtbar machte. Eine Woche geduldete ich mich.
Dankbarkeit
„Liebe Antje nochmals Danke für das Teilen deiner Wirksamen Worte. Ein großes Werk hast du da geschrieben. Hut ab. Ich sehe Dich beim Lesen Deiner Worte und sehe auch uns in unserem Austausch wieder, über so manches Thema während wir umherspazieren. Es lebt, wovon du da schreibst und das berührt mich sehr du lebendige Antje. DANKE DIR und Gratulation von Herzen, wirklich. Der Aufbau gefällt mir besonders gut, die Einteilung der Themen und auch die Absätze, die geben Luft zum atmen und kurz inne halten. Ich wollte Dir meine Favoriten schrieben, aber die Liste wurde zu lang: Der grüne Bereich, Wahlrecht, Schweigepflicht, Einsamkeit….“
In bester Gesellschaft
Mir wurde klar, dass ich in bester Gesellschaft bin mit unzähligen Menschen, mit Musiker`*innen, die hoffen, dass ihre Alben gut ankommen, mit Parteien, dass sie gewählt werden, mit Händler*innen, dass sich Menschen für ihre Produkte entscheiden usw. usw. Das ist schon eine große Aufgabe, da geduldig und im Vertrauen zu bleiben.
Warten auf Reaktionen
Naiv wie ich war, dachte ich, dass mein Buch ganz ohne mein Zutun einfach in die Welt wandern würde. So ganz von allein würde es vor Rezensionen nur so wimmeln. Ich wurde schmerzhaft eines Besseren belehrt. Nur sehr wenige reagierten anfangs konkret auf die Inhalte der Texte und Gedichte. „Ungefragt gibt man kein Feedback“ erzählte eine. Ich sollte mich ganz frei machen, von dem was rund um das Buch passiert.
Wachstumsgelegenheiten
Ich werde besser darin, die Stille die mir oft begegnet, besser anzunehmen und mich in Geduld zu üben. Wie das geht? Ich notiere all die tollen und zahlreichen Momente, die sich ergeben haben und die stetig wachsende Liste an Rezensionen und Lesungen. Manche waren riesen Geschenke für mich, verbunden mit Wiedersehen und berührenden Begegnungen. Ich bin gespannt, welche Überraschungen noch auf mich warten. Um mich an alles Schöne zu erinnern, sammele ich alles was ums Buch passiert. Immer wieder kann ich da etwas hinzufügen.
Lesungen analog und digital
Tatsächlich las ich im März das erste Mal bei der Koepjohannschen Stiftung online. Erst kurz vorher erfuhr ich von den Anmeldungen. Strahlte wie ein Honigkuchenpferd, dass u.a. Freundinnen aus meiner Heimat dem Havelland lauschten. Eine lebt inzwischen in Schottland. Schön Vertrauten und neuen Menschen einen erfrischenden Abend zu schenken.
An mehreren Orten las ich inzwischen, sowohl analog als auch digital. Highlight war die Lesung im September in der Dorfkirche in meiner alten Heimat. Vor 30 Jahren zog ich von dort nach Berlin. Und nun wieder einmal da zu sein – großartig. 40 Menschen kamen, so viele leuchtende Augen. Es berührte mich, wer alles kam. Verwandte, Freunde unserer Eltern, Schulfreundinnen, Lehrerinnen. Am wichtigsten war meine inzwischen 83 jährige Grundschullehrerin, der ich mich sehr verbunden fühle und für vieles dankbar bin.
Ich bin im Rückzug
by Antje Remke
Hochsensibel sowohl als auch
Für die introvertierte Antje ist es immer wieder Stress in die Sichtbarkeit zu gehen. Das glaubt mir selten jemand. Ich mache nicht gerne so ein Gewese um mich und fände es genial, wenn das Buch ganz ohne mein Zutun in der Welt wirken würde. Aber die Realität sieht ja nun mal anders aus. Ich aktualisiere immer wieder mein Leben als Autorin.
Die extrovertierte Antje liest so gerne anderen aus dem Buch und neuen Sachen vor. Freut sich über die Interaktion mit dem Publikum, wenn sie sehen kann, wie das Publikum schmunzelt und wenn sie anderen Menschen so begegnen kann.
„Die Mischung aus Ernst und Witz finde ich überzeugend. Der Humor und die Ermutigung. Immer wieder leuchtet mal eine Idee hervor oder eine Frage. Spannend auch, wie du es vorträgst. Toll.“
Es gibt Wünsche nach einem Hörbuch, die Idee auf YouTube aus den Wirksamen Worten zu lesen. Ich habe Kontakt aufgenommen zu einem Krankenhausradio in Berlin Pankow. Sie sind interessiert daran, dass ich ihnen Aufnahmen schicke, um dies mit Patient*innen zu teilen. Auf das Projekt freue ich mich riesig. Da brauche ich noch etwas technische Unterstützung. Ist in Aussicht. Aktuell ist mir nach meinem Rückzug.
Sichtbarkeit
NEIN. Ich will meine Inspirationen, Texte und Gedichte der Welt nicht weitervorenthalten. Ich mache weiter, auch wenn es nicht immer einfach ist, in die Sichtbarkeit zu gehen meinen Wirksamen Worten und mir zu vertrauen. Ich will andere auch damit ermutigen.
Seit 1968 lerne und unternehme ich privat und beruflich sehr viel. Es mangelte nicht an Wachstumsgelegenheiten. Ich liebe es, andere Menschen zu inspirieren. Es gibt unzählige Menschen, die mir dankbar sind und sehr gerne zum Coaching und anderen Events kommen. Der Content wächst und wächst in zahlreichen Ordnern und Dateien.
Und doch bin ich nicht immun gegen die Kompetenzdemenz.
Inspirationen
Neuer Input von anderen ist so hilfreich, mein eigenes Denken immer wieder neu zu lenken. Bei mir wächst die Freude am Schreiben. Im Sommer 2021 erschien mein erstes Buch WIRKSAME WORTE – Bunte Buchstabenbegegnungen mit über 80 Texten und Gedichten. Meine Leidenschaft, auch schriftlich zu inspirieren wächst und wächst. Deshalb werde ich hier zukünftig Vielseitiges teilen.