Antje Remke – Hochsensibles Coaching

Denken neu lenken

Wer nicht fragt bleibt dumm

Wer nicht fragt bleibt dumm

Reden wie Rosa Ablauf

Im September 2020 gründete das Frauenzentrum Paula Panke  in Berlin Pankow den Redeclub „Reden wie Rosa“. (Namensgeberin Rosa Luxenburg). Die Idee ist Frauen zu bestärken, Bühnen zu betreten. Ich war von Anfang an dabei. Habe viel über mich dazugelernt, mich inzwischen mit 3 Reden ausprobiert und fühle mich durch ehrliches Feedback sehr beschenkt.   Es macht Lust auf mehr. Mit Lesungen aus meinem Buch kamen auch einige Bühnenerfahrungen dazu.

Reden wie Rosa Ablauf

Ja und ich stelle schon immer gerne Fragen über  Fragen. Keine Ahnung, welche Rolle in meiner Kindheit die Sesamstraße mit ihrem Titelsong spielte. 

WER, WIE, WAS

Das war Inhalt meiner 2. Rede im Redeclub. Irgendwann beim Wandern kam mir die Idee dazu, wie das so ist mit den Fragen.

  1. In welchen Kontexten ist es von Vorteil Fragen zu stellen?
  2. Was sind meine Vermutungen, warum andere Menschen nichts fragen?
  3. Wann frage ich nichts?
  4. Was für Fragen gibt es alles?

 

Vorsätze

In welchen Kontexten ist es entscheidend und von Vorteil Fragen zu stellen?

Auf Anhieb kamen mir über 30  gemischte Gründe ein:

 

  • Die Wissenschaft voranbringen
  • Vorträge von zu Hause digital aus dem Wohnzimmer halten. Was brauche  ich dafür?
  • Für  Diagnosen: Wo genau sind Ihre Schmerzen?
  • Täter überführen: Sie sagen, dass Sie beim Bankraub im Kino waren. Wo sind die Tickets und wer hat Sie begleitet?
  • Alltägliches klären: Kaufst Du die Milch oder ich?

  • Uns unsagbar viel Wissen aneignen: Wie hat es angefangen mit dem Club Reden wie Rosa?
  • Verletzen und verunsichern: Im Negativen, um den anderen schlecht da stehen zu lassen, gewollt und mit Absicht: Hast du da wieder nicht dran gedacht? Wie oft muss ich das noch sagen?
    Manipulieren Kochst du mir bitte auch einen Tee, wenn Du gleich in die Küche gehst?
  • Interesse zeigen: Das ist ja lecker. Verätst du bitte mir das Rezept?
  • Nicht alle Lösungen selber finden Wie hast du das damals gemacht, als sich der Kindesvater getrennt hat?

  • Schwarmwissen nutzen Ich suche einen Frisör, kennt jemand, der jemanden kennt, der momentan Haare schneidet?
  • Den anderen gut dastehen lassen. „Großartig, Wie hast du das geschafft?“
  • Verbindung herstellen. Darf ich mich zu Ihnen setzen?
  • Nerven. Mama wie geht das? Mama was macht die Frau da?
  • Missverständnisse aufklären. Du hast dich lange nicht gemeldet, was ist los?

  • Meinung einholen Wie hat es dir gefallen?
  • Von sich selbst ablenken. Bei mir ist alles okay, aber erzähle doch, wo drückt dir der Schuh?
  • Wohlwollend provozieren. Was kannst du alles machen, dass sich wirklich gar nichts an deinem Zustand verbessert?
  • Motivieren: Was machst du als nächstes?
  • Unterstützung bekommen: Ich kann nicht weiter. Hilfst du mir bitte?

  • Masken fallen lassen: Du bist so schweigsam. Wie geht es dir wirklich? Kennt ihr es, wenn kein Mensch da ist, der das wirklich wissen will?
  • Berühren: Was ist mit los, du guckst so traurig?
  • Überraschen durch Geschichten merken. Du hast erzählt, dass du den Hund wieder zurückgeben willst. Was ist aus der Idee geworden?
  • Kreativität anregen Welche Wörter kennt ihr nur mit dem Vokal A?
  • Von Oberfläche in die Tiefe gehen was mich begeistert, und was noch

 

  • Zweinigen: Kompromis finden Gemeinsam Lösungen finden
  • Bedürfnisse artikulieren Mir ist es zu laut, kannst du bitte leiser reden?
  • Pro und Kontra abwegen Was ich wichtig bei der Wahl der Schule?
  • Positionieren Wie findest du das, wie die und die sich verhält. Tolles Gefühl, wenn ich mich herauswage mit meiner Meinung und den anderen auch dazu motiviere.
  • Unbewusstsein sein fragen Pregunta, question, Wapros

  • Sich besser kennenlernen Hast du schon mal was von Hochsensibilität gehört?
  • Frage hinter der Frage Wie sind deine Pläne? Wann habe ich endlich meine Ruhe?
  • Reflektieren

Ergänzungen sind immer willkommen

Wirksame Worte

Meine Vermutungen, warum andere nicht soviel fragen, wie ich es oft mache

  • Menschen wachsen auf mit „Sei nicht so neugierig, man fragt anderen Leuten nicht Löcher in den Bauch.“
  • Menschen haben Angst anderen zu nahe zu treten
  • Menschen, die wenig Aufmerksamkeit bekamen oder bekommen, können dies nicht so leicht anderen Menschen entgegenbringen
  • Menschen haben ein unterschiedliches Grundinteresse an Dingen und anderen Menschen
  • Menschen geht es nicht gut und sie haben soviel mit sich zu tun.
  • Angst vor Ablehnung
  • die Auswirkungen der Pandemie
Wirksame Worte

Meine eigenen Gründe, nicht zu fragen

  • Sei nicht unverschämt. In meiner Kindheit,  war es meinen Eltern mal sehr unangenehm, als ich Gastgeber auf die Frage, was ich trinken möchte, um ein exotisches  Getränk bat.
  • Meine Angst Doof dazustehen Was, das weißt du nicht?
  • Manchmal resigniere ich, wenn ich auf Fragen, keine Antworten bekomme.
  • Wenn ich die Konsequenzen der Fragen befürchte. An mir bleibt die alleinige Umsetzung der Idee hängen.
  • Ich manche Stimmen unerträglich finde. Das wird immer schlimmer.
  • Ich bin so in meinem eigenen Film, dass ich nichts mehr hören kann.
  • Wenn ich weiß, dass Menschen nicht mehr aufhören zu reden, wenn ich den Raum gebe.
  • Im Privaten, wenn es nicht in Balance ist zwischen Fragen und Zuhören
  • Es mich einfach nicht interessiert
  • Ich das Gefühl habe, mich in Bereiche zu begeben, die mir zu heikel sind
Lesung Paula Panke

Coaching Denken neu lenken

Es ist ja klar, dass ich es als Coach liebe, Fragen zu stellen. Eine sagte mal, meine Fragen sind manchmal unbequem und das ist gut so. Ich kann damit die Aufmerksamkeit lenken. Ich finde es großartig. Ja und es gibt so viele Arten der Fragen. Rhetorische Fragen, Alternativfragen uvm.Das Internet ist voll davon. 

Die hier alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.

Seit meinem Vortrag bin ich noch aufmerksamer geworden für den für mich fraglichen Umgang mit Fragen. Meine Kund*innen und Kursteilnehmer*innen klagen, dass noch weniger Menschen Interesse haben.  Im Oktober 2021 schrieb ich..

„Der, die, das
Wer, wie, was
Wieso weshalb warum?
Wer nicht fragt bleibt dumm.
1000 Tolle Sachen die gibt es ueberall zu sehen
Manchmal muss man fragen um sie zu verstehen.“

Also ich frage weiter. Und Du, noch Fragen`?

 

Jahresrückblog 2021- Sowohl als auch

Jahresrückblog 2021- Sowohl als auch

Wirksame Worte

In der Kürze liegt die Würze

Als hochsensibler Mensch überfordern mich selbst oft lange Beiträge. Fasse mich schreibend und redend meist sehr knapp. Denke bei anderen oft: Komm bitte auf den Punkt! Ausnahmsweise sind es nun mal mehr Worte geworden. Habe dabei versucht, mich zu begrenzen. Sorry. Aber es ist das erste Mal, dass ich ein Buch veröffentlicht habe. Da gäbe es so viel zu schreiben.

Ich habe mich auf einige Puzzlestückchen rund um meine Wirksamen Worte beschränkt. Es ist eine Mischung aus dem chronologischen Weg des Buches, meinen vielseitigen Emotionen, Erfahrungen, Erkenntnissen und Erlebnissen. Am Ende gibt es einen frischen hochsensiblen introvertierten Text. Ich bin im Rückzug. Großartig dank des Jahresrückblog mit Judith Peters das Jahr Revue passieren zu lassen.

Gefallen

Mut und Unsicherheit

Als sich eine liebe hochsensible Bekannte nicht traute, ihre Texte in einem digitalen Schreibraum mit einer Gruppe von schreibenden Frauen zu teilen, wollte ich von ihr wissen: „Willst du uns tatsächlich deins vorenthalten?“ Damit ermutigte ich sie und die Frage klang bei mir lange nach.

Ich bekam selbst im Dezember 2020 einen Mutanfall und fing an Gedichte und Texte von mir sowohl auf Instagram Wirksame Worte, als auch per Mail zu teilen. Ich erinnere mich an die mulmige Aufregung. Auf Instagram gestaltete ich die Posts und bekam wenig Resonanz. Mit der ersten Mail im Januar erreichte ich viele Menschen, die begeistert reagierten ob der Vielseitigkeit meiner Wirksamen Worte. Es gab auch gleich die erste Anfrage für eine Onlinelesung. Das bestärkte mich und ließ mich weitermachen.

Bis März blieb ich dran und dann entstand die Idee, ein Buch zu veröffentlichen. Eine Rolle spielte auch, dass ich im Coaching öfter etwas Passendes vorlesen wollte. Es aber nicht parat hatte und meinen Kund*innen es im Nachhinein schicken musste.

Vorsätze

Aufregung

Im Frühling 2021 sortierte ich einerseits meine 8 jährige Sammlung, anderseits schrieb ich auch weiter. Zögerlich teilte ich mit einigen die Idee zum Buch und verschiedene Menschen halfen mir praktisch, emotional und mit wertvollen Informationen.

„Antje bei Amazon kann man Bücher veröffentlichen.“ Da erschien es dann auch im Sommer.

„Antje, guck du kannst dir eine Grafik für dein Buch aussuchen.“ Ich war gleich schockverliebt in dieses eine farbenfrohe karierte Muster. Ich holte mir eine Zustimmung einer Freundin ab und dann stand der Entschluss fest. Ich bekomme immer wieder begeisterte Reaktionen und werde selbst nicht müde, es anzuschauen.

„Antje wenn du willst, lese ich Korrektur“ Mitte Mai schickte ich einer Freundin meinen Entwurf und erinnere mich, dass ich soooooo aufgeregt war, es so erstmalig sichtbar machte. Eine Woche geduldete ich mich.

Wirksame Worte

„Liebe Antje nochmals Danke für das Teilen deiner wirksamen Worte. Ein großes Werk hast du da geschrieben. Hut ab. Ich sehe Dich beim Lesen Deiner Worte und sehe auch uns in unserem Austausch wieder, über so manches Thema während wir umherspazieren. Es lebt, wovon du da schreibst und das berührt mich sehr du lebendige Antje. DANKE DIR und Gratulation von Herzen, wirklich. Der Aufbau gefällt mir besonders gut, die Einteilung der Themen und auch die Absätze, die geben Luft zum atmen und kurz inne halten. Ich wollte Dir meine Favoriten schrieben, aber die Liste wurde zu lang: Der grüne Bereich, Wahlrecht, Schweigepflicht, Einsamkeit….“

Dann war mein hochsensibles System bei der Vorstellung überfordert, es alleine bei Amazon Wirksame Worte hochzuladen. Ich bat um Mithilfe, bekam sie und nach 4 Stunden war es erstmal vollbracht. Dann gab es Fehlermeldungen, es waren zu wenige Seiten (und nicht durch 4 teilbar), um den Buchrücken zu bedrucken. Etwas mühsam korigierte ich es. Und nach einigen Versuchen war es druckreif.

Anfang Juni brachte mir Amazon das erste Exemplar. Einige liebe Menschen schickten mir Fotos, dass auch sie es in den Händen hielten. Dann der Schock, dass das Inhaltsverzeichnis nicht vollständig ist. Das war mir so peinlich. Konnte es nicht mit Humor und gelassen sehen. Begegnete aber Vertrauten, die mich trösteten und dank praktischer Hilfe war zeitnah, war der Fehler bald behoben.

Wirksame Worte

Warten auf Reaktionen

Naiv wie ich war, dachte ich, dass mein Buch ganz ohne mein Zutun einfach in die Welt wandern würde. So ganz von allein würde es vor Rezensionen nur so wimmeln. Ich wurde schmerzhaft eines Besseren belehrt. Nur sehr wenige reagierten anfangs konkret auf die Inhalte der Texte und Gedichte. „Ungefragt gibt man kein Feedback“ erzählte eine. Ich sollte mich ganz frei machen, von dem was rund um das Buch passiert.

Mir wurde klar, dass ich in bester Gesellschaft bin mit unzähligen Menschen, mit Musiker`*innen, die hoffen, dass ihre Alben gut ankommen, mit Parteien, dass sie gewählt werden, mit Händler*innen, dass sich Menschen für ihre Produkte entscheiden usw. usw. Das ist schon eine große Aufgabe, da geduldig und im Vertrauen zu bleiben.

Ich werde besser darin, die Stille die mir oft begegnet, besser anzunehmen und mich in Geduld zu üben. Wie das geht? Ich notiere all die tollen und zahlreichen Momente, die sich ergeben haben und die stetig wachsende Liste an Rezensionen und Lesungen. Manche waren riesen Geschenke für mich, verbunden mit Wiedersehen und berührenden Begegnungen. Ich bin gespannt, welche Überraschungen noch auf mich warten. Um mich an alles Schöne zu erinnern, sammele ich alles was ums Buch passiert. Immer wieder kann ich da etwas hinzufügen. So wie das hier.

Im Oktober die Frage: „Antje hast du ein Gedicht über die Liebe?“ Eine Mutter brauchte etwas für die Hochzeit der Tochter. Ich musste passen, bot aber an, ein individuelles zu schreiben. Mit einigen Stichworten entstand eins. Liebe Antje, das Gedicht ist super angekommen, die Kinder waren entzückt. Und ich super glücklich. War ein gutes Gefühl“. Es folgten weitere, die auf den Firmenseiten sichtbar werden. Bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Habe große Lust auf mehr.

Lesung Paula Panke

Lesungen analog und digital

Tatsächlich las ich im März das erste Mal bei der Koepjohannschen Stiftung online. Erst kurz vorher erfuhr ich von den Anmeldungen. Strahlte wie ein Honigkuchenpferd, dass u.a. Freundinnen aus meiner Heimat dem Havelland lauschten. Eine lebt inzwischen in Schottland. Schön Vertrauten und neuen Menschen einen erfrischenden Abend zu schenken.

An mehreren Orten las ich inzwischen, sowohl analog als auch digital. Highlight war die Lesung im September in der Dorfkirche in meiner alten Heimat. Vor 30 Jahren zog ich von dort nach Berlin. Und nun wieder einmal da zu sein – großartig. 40 Menschen kamen, so viele leuchtende Augen. Es berührte mich, wer alles kam. Verwandte, Freunde unserer Eltern, Schulfreundinnen, Lehrerinnen. Am wichtigsten war meine inzwischen 83 jährige Grundschullehrerin, der ich mich sehr verbunden fühle und für vieles dankbar bin.

Meine Grundschullehrerin und ich

Hochsensibel sowohl als auch

Für die introvertierte Antje ist es immer wieder Stress in die Sichtbarkeit zu gehen. Das glaubt mir selten jemand. Ich mache nicht gerne so ein Gewese um mich und fände es genial, wenn das Buch ganz ohne mein Zutun in der Welt wirken würde. Aber die Realität sieht ja nun mal anders aus.
Die extrovertierte Antje liest so gerne anderen aus dem Buch und neuen Sachen vor. Freut sich über die Interaktion mit dem Publikum, wenn sie sehen kann, wie das Publikum schmunzelt und wenn sie anderen Menschen so begegnen kann.

„Die Mischung aus Ernst und Witz finde ich überzeugend. Der Humor und die Ermutigung. Immer wieder leuchtet mal eine Idee hervor oder eine Frage. Spannend auch, wie du es vorträgst. Toll.“

Es gibt Wünsche nach einem Hörbuch, die Idee auf YouTube aus den Wirksamen Worten zu lesen. Ich habe Kontakt aufgenommen zu einem Krankenhausradio in Berlin Pankow. Sie sind interessiert daran, dass ich ihnen Aufnahmen schicke, um dies mit Patient*innen zu teilen. Auf das Projekt freue ich mich riesig. Da brauche ich noch etwas technische Unterstützung. Ist in Aussicht. Aktuell ist mir nach meinem Rückzug.

Meine Grundschullehrerin und ich

NEIN. Ich will meine Inspirationen, Texte und Gedichte der Welt nicht weitervorenthalten. Ich mache weiter, auch wenn es nicht immer einfach ist, in die Sichtbarkeit zu gehen meinen Wirksamen Worten und mir zu vertrauen.

Kompetenzdemenz

Kompetenzdemenz

Ich bin so vergesslich

Seit 1968  lerne und unternehme  ich privat und beruflich sehr viel. Es mangelte nicht an Wachstumsgelegenheiten. Ich liebe es, andere Menschen zu inspirieren. Es gibt unzählige Menschen, die mir dankbar sind und sehr gerne zum Coaching  und anderen Events kommen. Der Content wächst und wächst in zahlreichen Ordnern und Dateien.

Und doch bin ich nicht immun gegen die Kompetenzdemenz.

Neuer Input von  anderen ist so hilfreich, mein eigenes Denken immer wieder neu zu lenken. Bei mir wächst die Freude am Schreiben. Im Sommer 2021 erschien mein erstes Buch WIRKSAME WORTE – Bunte Buchstabenbegegnungen  mit über 80 Texten und Gedichten. Meine Leidenschaft, auch schriftlich zu inspirieren wächst und wächst. Deshalb werde ich hier zukünftig Vielseitiges teilen.

  • Hochsensibles
  • Impulse
  • Texte und Gedichte nicht nur aus dem aktuellem Buch
  • Fragen stellen und beantworten
  • Uvm.

Ich mache es gegen meine eigene Vergesslichkeit. Vielleicht kennt es ja noch jemand.

Kompetenzdemenz

Viele leiden leider darunter. Das Krankheitsbild ist noch nicht umfassend erforscht.  Über die Ursachen gibt es bis jetzt erste Vermutungen. Der Einfluss vom Umfeld der Patienten ist ausschlaggebend. Besonders anfällig sind per se unsichere Menschen. Vorhandene Kompetenzen werden angezweifelt, so dass sich der Patient selbst in Frage stellt. In einer unmusikalischen Familie wird das Gesangstalent eines Kindes nicht erhört. Wenn in einem rationalen Klima ein sensibler Mensch immer als Weichei abgestempelt wird, kann es die Prognose ungünstig beeinflussen. Die Unterstellung es sowie etwas nicht zu können, ist nicht unerheblich. Andererseits wird diese Form der Demenz gefördert durch ein jahrelanges Nichtnutzen der Kompetenzen. Wenn Menschen permanent gehindert sind  Ihrs zu leben, ist es ein chronischer Verlauf wahrscheinlicher.

Die Auswirkungen sind fatal. Kompetenzen verstecken sich und vergessen selbst, wie genial sie sind. Ungepflegt verkümmern und vertrocknen sie. Die Menschen resignieren, verstummen, verzweifeln. Grausam, diesen Verlauf mit anzusehen.

Chance auf Heilung? In einer Studie sind erste  Erfolge dokumentiert. Therapeutisch wirksam  waren folgende Ansätze: Wechsel der Umgebung. Umgang mit zuversichtlichen positiven  Menschen. Auch Komtenenzunterstellung stärkte zahlreiche Patienten. Oftmals reichte ein Gegenüber, dass an einen glaubte. Manche reagierten positiv auf Hypnose. Sie fanden so wieder Zugang zu ihren Kompetenzen. Am besten halfen Gelegenheiten, in denen Menschen wieder einmal ihr Können zeigen konnten.  Ach ja, einige reagierten auch auf liebevolle Provokation um der Erinnerung wieder auf die Sprünge zu helfen.

Es wird unterstellt, dass die Krankheit als heilbar bewertet wird. Die Vorfreude  bahnbrechende Erfolge wächst.

Aus meinem Buch WIRKSAME WORTE. Fortsetzung folgt.

Kompetenzdemenz

by Antje Remke | Wirksame Worte