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Trauer in Berlin und online

Trauer in Berlin und online

Trauer in Berlin und online

Auf meinem Trauerweg  sammle ich vielseitige Erfahrungen. Mir hätte es geholfen, vieles davon gleich nach dem Tod meines Vaters  zu wissen. Vielleicht erleichert es anderen,  eher Unterstützung zu finden. Die Sammlung ist sowohl aus eigenen Erfahrungen, als auch Ideen anderer und wird bestimmt wachsen. Ich biete durch meinen Weg auch Trostcoaching an.  Meine facettenreichen Entdeckungen sind alphabetisch sortiert und für mich auch ein Archiv meines Weges, den ich auf diesem Weg gerne teile.

Coaching Denken neu lenken

Entdeckungen 

Coaching Denken neu lenken
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Provokative Therapie – Im Ernstfall mit Humor

Provokative Therapie – Im Ernstfall mit Humor

Humor öffnet Türen, selbst im Ernstfall. Die provokative Therapie nach Frank Farrelly verbindet liebevolle Provokation, überraschende Impulse und meine Crossover‑Poesie. Ein Weg, der festgefahrene Muster löst, Leichtigkeit schenkt und Menschen zurück zu ihren verschlossenen inneren Schätzen führt.

Liebe Leserinnen und Leser

Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

Sensible Grüße Antje Remke

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Weitere Blogbeiträge

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Hochsensible Abschiede auf eigene Weise

Hochsensible Abschiede auf eigene Weise

Hochsensible Abschiede auf eigene Weise

Bei der ersten Beerdigung war ich 12. Da starb mein Opa. Die Trauerrede hielt ein Pfarrer, der uns vertraut war. Eine persönliche und warme Ansprache richtete sich an meinen Bruder und mich. Ich habe sie noch. Inzwischen war ich über 20 Mal bei sehr unterschiedlichen  Beisetzungen dabei. Ich hielt 4 Trauerreden. Die letzte für unseren Vater. Mehr dazu gibt es hier. Seitdem bin ich im Austausch (vor allen mit Hochsensiblen) über die vielseitigen Erfahrungen in der Gestaltung vom Abschied. Ich möchte mit unseren Beispielen ermutigen, dem Bauch zu vertrauen, auch wenn es für das Umfeld oft erstmal befremdlich ist. Viele erzählen von positiven Reaktionen. Ich entschiede mich für die ICH oder WIR Perspektive. 

Ich war im April 2026 auch wieder zu Gast im Sensiblen Podcast mit Jennifer Kersten zum Thema Hochsensibilität und Trauer.

Coaching Denken neu lenken

Was wir etwas anders machten

  • „Uns war es wichtig, den Verstorbenen nochmal zu sehen, ihn zu berühren, um zu begreifen, dass er tot ist.“
  • „Ich hatte ein Wochenende den Zugang zum Aufbewahrungsraum, um mich in Ruhe zu verabschieden. Ich fotografierte ihn, und spielte laut unser Lieblingslied ab.“.
  • „Er liebte Whisky, Wir stießen im Friedwald auf ihn an. Er bekam auch ein Glas noch ins Grab.“
  • „Auf dem Sarg stand ein Bierglas, als er zum Lied Trink, trink Brüderlein trink, lass doch die Sorgen zu Haus hinabgelassen wurde.“
  • „Ich verbánd mit ihm Rosinen und er bekam welche mit ins Grab.“
  • „Wir haben seine Urne gemeinsam getöpfert.“
  • „Wir haben die Trauerschleife individuell gestaltet.“
  • „Wir fanden ein Bestattungsunternehmen, dass uns die Urne gab und wir entschieden, wo die Asche verstreut wird.“
  • „Ich habe die Urne meines Mannes zu Hause.“
  • „Wir teilten während der Trauerfeier Zettel mit der Bitte, Erinnerungen an die Verstorbene zu teilen.“
  • „Ich sammelte vorab Erinnerungen und ließ sie in die Rede mit einfließen.“

Reaktionen nach Abschiedsfeiern

  • „So etwas Schönes noch nie erlebt.“
  • „Es war eine sehr berührende Trauerfeier und Dank dir, auch mit viel Schalk und Herzlichkeit, auch wenn sicher nicht alles eitel Sonnenschein war. Ein Mensch und doch so vielseitig. Viele schöne Erinnerungsgeschichten wurden da zusammen getragen. Danke dir für diese etwas andere Möglichkeit einer Trauerfeier.“

Sätze, die wir gern gehört hätten

Sarah Yurtöven  · Instagram Redenschirm 

  • Wie geht es dir gerade wirklich?
  • Ich bin gerade einkaufen. Was brauchst du?
  • Ich habe heute Nachmittag an (Name) gedacht. Wegen (konkreter Kleinigkeit.) Ich wollte dir sagen.
  • Ich weiß nicht, was ich sagen soll, darum sage ich dir: Ich denke an dich.
  • Ich gehe heute eine Runde spazieren. Kommst du mit?
  • Ich habe ein Foto von (Name) gefunden. Ich wollte sicherstellen, dass du es auch hast.
  • Ich will dich nur wissen lassen, dass du nicht allein bist.
  • Bitte wähle aus diesen Optionen: Kaffee  trinken diese Woche/ Essenslieferung zu dir nach Hause/ frische Blumen/ alles bitte
  • Ich bringe dir Essen vorbei – passt es für dich besser am Dienstag oder lieber Donnerstag?

Um Mithilfe wird gebeten

Weitere Erfahrungen sind willkommen. Entweder in den Kommentaren oder als Nachricht, wenn ich sie anonym veröffentlichen soll.

Provokative Therapie – Im Ernstfall mit Humor

Provokative Therapie – Im Ernstfall mit Humor

Humor öffnet Türen, selbst im Ernstfall. Die provokative Therapie nach Frank Farrelly verbindet liebevolle Provokation, überraschende Impulse und meine Crossover‑Poesie. Ein Weg, der festgefahrene Muster löst, Leichtigkeit schenkt und Menschen zurück zu ihren verschlossenen inneren Schätzen führt.

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Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

Sensible Grüße Antje Remke

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Mein Dank gilt den Toten

Mein Dank gilt den Toten

Mein Dank gilt meinen Toten

Ganz in meiner Nähe ist der Friedhof 3 in Berlin Pankow. Er ist mir sehr vertraut. Am Freitag kam mir dort die Idee, diesen Text hier zu teilen.  Gestern war der 8. Todestag meiner Mutter. Heute ist Totensonntag. Im September war dort „Tag des Friedhofs“. In der Vorbereitung gab es die Einladung Texte zu schreiben. So ist der Text entstanden. Er wurde nicht ausgewählt für die Lesung. War nicht schlimm. Mich berührte die Erinnerung an „meine“ Toten. Sie fehlen, aber ich bin ihnen auch für so viel dankbar. 23.11.2025

Maz 8.11.2023 Maz Havelland

Mein Dank gilt den Toten 

Ihr seid schon ganz schön viele. Schön ist das nicht wirklich. Aber es ist Realität. Eure Namen bleiben ungesagt, anders der vielseitige Einfluss, den ihr auf mein Leben hattet.  Für so Vieles sage ich DANKE.

Du hast mich vom Ertrinken gerettet.

Du hast mir das Schwimmen beigebracht. Leider verpasste ich die Beerdigung.

Bei Ihnen sah ich als Kind das erste Mal Farbfernsehen. Sie haben sich das Leben genommen.

Du warst eine junge Frau, bist Männern frech und selbstbewusst begegnet, und schwanger bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt.

Du hast mit mir Kindergeburtstag gefeiert. Du hattest Mukoviszidose. Deine Stimme habe ich immer noch im Ohr.

Du hast mir aus dem Westen „Emil und die Detektive“ geschenkt. Ich liebte es. Mein Sohn heißt Emil.

Du warst für mich ein etwas verrückte Kind gebliebene alte Frau, die gerne Canasta spielte und in Berlin Pankow lebte.

Du hast konsequent Frühsport gemacht. Ich mache es nicht.

Du hast meine Motivation geweckt, als Kind Englisch zu lernen und mir gezeigt, dass die Welt größer ist.

Durch Sie bekam ich als Kind Zugang zu Rüstzeitreisen. Ich erlebte kreative Workshops mit Singen, Basteln, dichtem noch viel mehr. Meine Neugierde auf Neues konnte ich so stillen.

Sie freuten sich diebisch, als sie eine Patientin mit Akupunkturnadeln wie von Zauberhand heilten.

Sie sagten zu mir. „Schwester Antje: Sie sind hier noch Mensch“. Ich war Krankenschwester in einer Rettungsstelle. Aus Liebeskummer nahm sie sich die Ärztin sich das Leben.

Sie waren ein höflicher stiller Arzt. Ich schätzte Sie sehr. Auch er starb durch einen Suizid.

Du warst ein lustiger wortgewandter Schulfreund meines Vaters. Es war ein Vergnügen mit dir dusseliges Zeug zu reden. Sein  Ende war dramatisch.

Du hast beim Schwimmen über die Havel auf mich aufgepasst, hast gekämpft mit mir, bist mit mir Tanzen gegangen, hast mich deinen Trabi fahren lassen, als mein Führerschein noch frisch war. Ende Suizid.

Sie schenkten mir einen nur kurzen, aber intensiven Blickkontakt und waren ein bekannter Schauspieler.

Wegen dir nahm ich Sprechtraining, weil ich dich mit meiner Stimme nicht erreichte.

Du warst immer für mich. Du hast mich bekocht, für mich genäht und hast mir Geborgenheit geschenkt. Du fehlst mir besonders.

Du hast oft an mich gedacht und mich immer wieder Kleinigkeiten geschenkt. Sie erinnern mich an dich. Mir war es ein Bedürfnis, die Trauerrede zu halten.

Sie waren immer für einen Scherz zu haben. Wir teilten die Freude am Dichten. Wir waren einander Publikum und vor ihrer letzten Vorstellung auf dem Friedhof lernte ich Sie von ihrer Familie viele Seiten noch kennen, die mich berührten und freuten.

Du gabst mir die Chance, mich beruflich auszuprobieren.

Du hast mir vermittelt, dass ich richtig bin. Davon zehre ich heute noch.

Nach einem traumatischen Erlebnis waren Sie für mich da und halfen so, zu heilen.

Du schenkest mir viel Aufmerksamkeit für mein Leben und Dinge, die mich oft an dich erinnern

Dir verdanke ich die Inspiration für ein Gedicht.

Durch dich lernte ich mich abzugrenzen.

Deine warme Art und Interesse ließen mein Herz höherschlagen. Ich liebte deine Kreativität.

Stopp. Vom langen Erinnerungsbad, gemeinsam mit so vielen Menschen ist meine Haut ist schon ganz schrumpelig. Dunkelbunt bleibt die Erinnerung an all die Dinge, Momente, Gefühle und Erinnerungen mit eurem Leben und Tod. Ich fühle mich reich beschenkt.  Ihr habt mich inspiriert, getröstet. motiviert, bereichert, gestärkt, bestätigt, gesehen und ermutigt. DANKE. Ich mache noch mit dem Leben  weiter hier. Ich wende mich wieder dem JETZT und der ZUKUNFT zu. Ob ich auch ein Geschenk für andere bin? Wer weiß.

Bei meinem Ende lasst es krachen
Sollt ihr weinen und auch lachen
Was gab es für verrückte Geschichten
die kann der Tod doch nicht vernichten
Kann ja sein, es ist beschissen
Vielleicht gibt’s Schmerzen des Vermissen
Dann lasst Sekt und Tränen fließen
Remember me – bitte genießen
Bitte macht lebendig weiter
neben Trauer auch viel heiter.

 

Maz 8.11.2023 Maz Havelland