Erfahrungen aus vielen Abschieden zeigen: Hochsensible finden tröstliche Wege, wenn sie ihrer Intuition folgen. Diese Seite sammelt Mut, Inspirationen und persönliche Beispiele, die ermuntern, Abschiede auf die eigene, stimmige Weise zu gestalten
Hochsensible Abschiede auf eigene Weise
Hochsensible Abschiede auf eigene Weise
Bei der ersten Beerdigung war ich 12. Da starb mein Opa. Die Trauerrede hielt ein Pfarrer, der uns vertraut war. Eine persönliche und warme Ansprache richtete sich an meinen Bruder und mich. Ich habe sie noch. Inzwischen war ich über 20 Mal bei sehr unterschiedlichen Beisetzungen dabei. Ich hielt 4 Trauerreden. Die letzte für unseren Vater. Mehr dazu gibt es hier. Seitdem bin ich im Austausch (vor allen mit Hochsensiblen) über die vielseitigen Erfahrungen in der Gestaltung vom Abschied. Ich möchte mit unseren Beispielen ermutigen, dem Bauch zu vertrauen, auch wenn es für das Umfeld oft erstmal befremdlich ist. Viele erzählen von positiven Reaktionen. Ich entschiede mich für die ICH oder WIR Perspektive.
Ich war auch wieder zu Gast im Sensiblen Podcast mit Jennifer Kersten zum Thema Hochsensibilität und Trauer.
Was wir etwas anders machten
„Uns war es wichtig, den Verstorbenen nochmal zu sehen, ihn zu berühren, um zu begreifen, dass er tot ist.“
„Ich hatte ein Wochenende den Zugang zum Aufbewahrungsraum, um mich in Ruhe zu verabschieden. Ich fotografierte ihn, und spielte laut unser Lieblingslied ab.“.
„Er liebte Whisky, Wir stießen im Friedwald auf ihn an. Er bekam auch ein Glas noch ins Grab.“
„Auf dem Sarg stand ein Bierglas, als er zum Lied Trink, trink Brüderlein trink, lass doch die Sorgen zu Haus hinabgelassen wurde.“
„Ich verbánd mit ihm Rosinen und er bekam welche mit ins Grab.“
„Wir haben seine Urne gemeinsam getöpfert.“
„Wir haben die Trauerschleife individuell gestaltet.“
„Wir fanden ein Bestattungsunternehmen, dass uns die Urne gab und wir entschieden, wo die Asche verstreut wird.“
„Ich habe die Urne meines Mannes zu Hause.“
„Wir teilten während der Trauerfeier Zettel mit der Bitte, Erinnerungen an die Verstorbene zu teilen.“
„Ich sammelte vorab Erinnerungen und ließ sie in die Rede mit einfließen.“
Entdeckungen
Trauerbegleitung Mutter Schirmer
Interview mit Trauerbegleiterin Regina Ehm: „Zusammen finden wir einen Weg“
Sätze, die ich gern gehört hätte von Sarah Yurtöven · Instagram Redenschirm
- Wie geht es dir gerade wirklich?
- Ich bin gerade einkaufen. Was brauchst du?
- Ich habe heute Nachmittag an (Name) gedacht. Wegen (konkreter Kleinigkeit.) Ich wollte dir sagen.
- Ich weiß nicht, was ich sagen soll, darum sage ich dir: Ich denke an dich.
- Ich gehe heute eine Runde spazieren. Kommst du mit?
- Ich habe ein Foto von (Name) gefunden. Ich wollte sicherstellen, dass du es auch hast.
- Ich will dich nur wissen lassen, dass du nicht allein bist.
- Bitte wähle aus diesen Optionen: Kaffee trinken diese Woche/ Essenslieferung zu dir nach Hause/ frische Blumen/ alles bitte
- Ich bringe dir Essen vorbei – passt es für dich besser am Dienstag oder lieber Donnerstag?
Reaktionen nach Abschiedsfeiern
„So etwas Schönes noch nie erlebt.“
„Es war eine sehr berührende Trauerfeier und Dank dir, auch mit viel Schalk und Herzlichkeit, auch wenn sicher nicht alles eitel Sonnenschein war. Ein Mensch und doch so vielseitig. Viele schöne Erinnerungsgeschichten wurden da zusammen getragen. Danke dir für diese etwas andere Möglichkeit einer Trauerfeier.“
Um Mithilfe wird gebeten
Weitere Erfahrungen sind willkommen. Entweder in den Kommentaren oder als Nachricht, wenn ich sie anonym veröffentlichen soll.

