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Antje Remke

Coach für Hochsensibilität

Hochsensible Erfahrungen mit Therapie

Hochsensible Erfahrungen mit Therapie

Hochsensible Erfahrungen mit Therapie 

Über die Jahre teilten viele meiner hochsensiblen Coachees auch ihre Therapieerfahrungen.  Viele berichten, dass die Hochsensibilität noch nicht bei allen Therapeuten bekannt ist und oft noch belächelt wird. Mich schmerzen die Geschichten. Ich habe Fragen gestellt. Vielleicht kann es etwas dazu beitragen, dass Hochsensibilität ernster genommen. Es wäre eine Geschenk.  Hier ist der 1. ausführliche  Erfahrungsbericht.

keiner fühlt so viel wie ich

Welche Erfahrungen hast Du mit welchen Therapien gesammelt?

Ich persönlich hatte die Diagnose Depression erhalten. Ich glaube mich zu erinnern, dass es sich um eine mittelgradige depressive Episode gehandelt hat. Ganz genau weiß ich das nicht mehr. Ich in meinem Fall bin auch der Meinung, dass diese Diagnose nicht richtig war. Diese wurde von meiner Allgemeinärztin gestellt als ich vollkommen erschöpft zu ihr ging. Keiner der darauffolgenden Fachärzte hat die Diagnose in Frage gestellt, sondern diese einfach weiter verwendet. Das hat auch etwas mit der Abrechnung mit der Krankenkasse zu tun. Es braucht eine Diagnose aus dem ICD-10 (jetzt ja 11), um Maßnahmen und Behandlungen abrechnen zu können. Ich sollte dann in eine Reha gehen, die ich nach einem Tag beendet habe. Ich sollte dort an einem Schlaftraining teilnehmen, weil ja Depressive Probleme mit dem Schlaf haben. Ich hatte aber gar kein Problem mit meinem Schaf. Es wird meiner Erfahrung nach oft eine Diagnose aufgedrückt, um somit die Leistungen bestmöglich abrechnen zu können.

Man hat mir auch Tabletten verordnet, da man das bei einer solchen Diagnose so macht. Diese haben mein Wohlbefinden in keiner Form verbessert oder verändert. Ich wollte sie auch gar nicht. Man sagte mir, ich müsse diese nehmen, damit es mir besser gehen kann. Und ich wollte ja, dass es mir wieder besser geht. Die Tabletten haben mir eher das Gefühl gegeben noch weniger Zugang zu mir selbst zu haben und wie unter einem Schleier zu leben. Aber machen wir uns nichts vor, das ist ja auch der Sinn des Ganzen: Menschen sollen schnellstmöglich wieder arbeitsfähig gemacht werden. Egal wie. Ich war meiner Meinung nach einfach erschöpft von meinem an die „normale“ Gesellschaft angepassten Leben. In einem Job, den ich furchtbar fand. Jeden Tag allein mit den Herausforderungen des alltäglichen Lebens fertig werden, ohne Pause und Rückzug. Wie eine Lok (ist ein Lied von Peter Fox-Lok auf zwei Beinen) durch mein Leben rennend. Ohne wahrzunehmen was ich möchte und brauche, ohne Grenzen zu setzen. Da hat mein Körper dann halt irgendwann gestreikt. Finde ich eine ganz normale Reaktion.

Aber keine gut abrechenbare Diagnose. Da gibt eine Depression viel mehr Spielraum. Ich habe eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht. In der ich gelernt habe, mich noch besser anzupassen. Ich habe von Modellen gehört, die ich anwenden soll was mir (außer später eine 1,0 in der klinischen Psychologie) für mein Wohlbefinden nichts gebracht hat. Ich habe die Dinge nicht gefühlt. Ich sollte den sachlichen Umgang mit meinen Emotionen lernen, um so ein angepasster Teil der Gesellschaft zu sein. Ich habe wie eine Wilde alles befolgt, bearbeitet und angewendet aber ich habe mich dadurch nur noch immer mehr verloren und mir ging es nicht besser. Ich hätte einfach mal Ruhe und Schlaf gebraucht, denke ich. Ich habe natürlich auch schon eine Reha-Maßnahme durchgezogen. Dort habe ich getöpfert, sollte Körbe flechten (was ich nicht gemacht habe, da ich da für mich keinen Sinn drin sah), Kunsttherapie, Musiktherapie, Ergotherapie im Allgemeinen, Gruppentherapie (fand ich ganz furchtbar- ich wusste immer nicht wie viel ich sagen durfte uns sollte, um nicht den anderen Teilnehmenden die Zeit wegzunehmen). Dann habe ich ganz viel Sport gemacht, da es hieß, davon würde die Erschöpfung weg gehen. Ich muss überlegen, ich bekomme glaube ich alles gar nicht mehr zusammen, was ich ausprobiert habe. Achtsamkeitstraining (MBSR und MBCT). Körperpsychotherapie, Schamanin…

Liebe Leserinnen und Leser

Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

Sensible Grüße Antje Remke

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Was hat Dir geschadet?

Die kognitive Verhaltenstherapie und die Medikamente waren meiner Meinung nach absolut nicht gut für mich. Da ich mich dadurch nur noch mehr an ge- und erwünschte Strukturen anzupassen versucht habe und mich immer weiter von mir entfernt habe und mich selbst dadurch immer mehr verloren habe. Diese Form der Therapie habe ich immer als defizitär empfunden. Mir wurde sozusagen vermittelt, dass etwas mir mir nicht stimmt und ich habe an mir zu arbeiten, um dies zu ändern. Es liegt sozusagen an mir, das ich komisch bin und, wenn ich das abstelle, wird alles gut.

Mittlerweile weiß ich, aus meinem Studium heraus, dass 50 % der kognitiven Verhaltenstherapien den Patienten nicht helfen. Ich kenne auch niemanden, der sagt, das ihm das geholfen hätte. Daher bin ich, außer bei  einigen Erkrankungen wie bestimmten Angsterkrankungen, kein großer Fan dieser Therapieform. Aber auch hier ist es so, dass diese Therapie von den KK am ehesten unterstützt wird. Auch werden die meisten Psychotherapeuten hierin noch ausgebildet. Zum Glück zeichnet sich hier langsam ein Umschwung ab (siehe Buch von Nike).

Auch geht man davon aus, dass ein Großteil der Patienten, die sich in Psychotherapie begeben, hochsensibel sind. Da diese Menschen an dem Versuch sich immer während an das erwünschte Verhalten anzupassen, ins Straucheln geraten. Nur benötigen diese oft ein ins Fühlen kommen und keinen weiteren Änderungswünsche an ihr Verhalten und keine weitere Person, die ihnen sagt, dass sie komisch sind.

Diagnosen für eine Kurzzeittherapie

Ich selbst bin auch seit 2001 Heilprakterin für Psychotherapie. Mehr dazu hierF 43.2 Anpassungsstörungen

  • F 43.0 akute Belastungsreaktion (in Übergangssituationen)
  • F 48.0 Neurasthenie (Erschöpfungssyndrom)

 

Welche Bedeutung hatte die Erkenntnis, dass Du hochsensibel bist?

 

Ich würde das aus meiner Sicht mit keiner besonderen Bedeutung sehen. Zuerst war es ein aha- Erlebnis. Für mich hat sich dadurch einiges, was mir so im Leben passiert ist und nicht gut getan hat, erklärt. Mittlerweile sehe ich es als ein Persönlichkeitsmerkmal, so wie es ordentliche und eher unordentliche Menschen gibt. Ich weiß nun, dass ich eine bestimmte Umgebung benötige, um mich wohl fühlen zu können und auch Leistung im beruflichen Kontext abrufen zu können. Durch diese Erkenntnis kann ich manches besser bewerten und einen für mich passenderen Umgang damit finden. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Haben Dich Therapeuten darauf aufmerksam gemacht?

Nein, nie. Unter Therapeuten war das Thema immer nicht so gern gesehen. Es gibt auch heute noch einige, die das etwas kritischer betrachten auch vor dem Hintergrund, dass es ein so gerade „modernes“ Thema in den Medien ist.

In wie weit wurdest Du ernst genommen?

Von den Therapeuten? Als ich Therapie machte, wusste ich noch nichts von diesem Persönlichkeitsmerkmal bei mir. Daher kann ich darauf bezogen nichts dazu sagen. Ich kann nur sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass mir die Therapie zeigen sollte, welche Defizite ich habe und wie ich diese beseitigen kann. Das war für mich im Nachhinein betrachtet ein Nicht-Ernst- Nehmen meiner Persönlichkeit und somit auch dem Merkmal der Hochsensibilität.

Seit wann weißt Du es?

Seit 2021. In meinen Aufzeichnungen konnte ich jedoch auch  Hinweise finden, dass ich mich bereits 2019 einmal damit beschäftigt hatte.

Wissen, kann ich aber eigentlich auch nicht so sagen. Ich vermute es. Ich habe den Test von Elaine Aron gemacht. Und, wenn ich Bücher und Studien zu diesem Thema lese, kann ich mich in vielem wiederfinden. Wobei der Test von Elaine Aron nicht von jedem als wirklich wissenschaftlich fundiert eingestuft wird. Es gibt auch viel Kritik daran, dass die Fragen zu allgemein formuliert seien und dadurch sehr viele Menschen zu einem hohen Ergebnis gelangen würden.

Hierzu gibt es auch eine Folge eine Podcasts von Dr. Leon Winterscheid (Betreutes Fühlen- Bin ich Hochsensibel) und Axel Schröder worin auch Kritik an dem Test geäußert wird. Ich finde nicht alles gut, was dort gesagt wird, aber ich fand es gut, um mir ein umfassenderes Bild machen zu können. Und bezüglich des Tests kann ich ihm teilweise recht geben. Ich finde ihn zum Teil auch ein wenig zu allgemein zutreffend formuliert. Es gibt aber derzeit noch nichts wirklich besseres in diesem Bereich. Daher wird er weiter verwendet.

Was hättest Du Dir von Therapeuten gewünscht? 

Von meiner Therapeutin hätte ich mir gewünscht, dass sie erkennt, dass die kognitive Verhaltenstherapie nicht die passende Therapieform für mich ist. Ich hätte mir weiterhin gewünscht nicht an den Schwächen herumzudoktern sondern die Stärken meiner Persönlichkeit herauszuarbeiten und zu nutzen.

Was sollte sich ändern?

Es sollte sich meiner Meinung nach ändern, dass Therapeuten und Krankenkassen nicht nur eine Therapieform präferieren. Sondern die passende für den Patienten suchen und finden. Das umfasst auch das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität. Es nützt nichts Geld für die 10. VT auszugeben, wenn neun schon nicht erfolgreich und hilfreich waren. Auch sollte die Therapieform nicht vom Ego des Therapeuten abhängen sondern dem Wohl und der Lebensqualität des Patienten dienen.

Hochsensible Erfahrungen mit Therapie – Fortsetzung folgt

auf Wunsch teile ich auch Deine/Ihre Geschichte 

keiner fühlt so viel wie ich
Hochsensible Erfahrungen mit Therapie

Heilpraktiker für Psychotherapie

Heilpraktiker für Psychotherapie

Heilpraktiker für Psychotherapie bin ich 2001. Mir war es bereits damals  sehr wichtig, mich nach dem Studium intensiver mit der Psychologie und psychischen Krankheiten zu beschäftigen. Davor war ich naiver und dachte, Frau braucht nur ein Ziel, etwas Motivation und dann alles ist möglich.

Diagnosen für eine Kurzzeittherapie

  • F 43.2 Anpassungsstörungen
  • F 43.0 akute Belastungsreaktion (in Übergangssituationen)
  • F 48.0 Neurasthenie (Erschöpfungssyndrom)
Mirallen

Kostenübernahme 

Die Kosten für eine Kurzzeittherapie bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie können unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise übernommen werden:

  • Wenn Sie privatversichert sind und Ihr Tarif die Behandlung durch Heilpraktiker:innen für Psychotherapie einschließt.
  • Wenn Sie eine private Zusatzversicherung abgeschlossen haben, die Leistungen für Heilpraktiker:innen im Bereich Psychotherapie abdeckt.

Bitte prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen oder sprechen Sie direkt mit Ihrer Versicherung. Bei Fragen oder zur Klärung Ihrer individuellen Situation kontaktieren Sie mich gern – ich unterstütze Sie dabei.

Gebührenverordnung

ICD 10 Abrechnung für Heilpraktiker Psychotherapie nach der Gebührenverordnung

Hochsensible Erfahrungen

Ich kam zu Antje, weil ich nicht mehr konnte.  Ich war müde. Nicht nur körperlich – sondern tief erschöpft. Alles war zu viel: die Erwartungen, die Geräusche, die Gedanken. Ich fühlte mich wie eine dünne Haut in einer lauten Welt. Schon beim ersten Gespräch mit Antje spürte ich: Hier darf ich sein. Ohne Maske. Ohne Druck. Sie hat nicht nur zugehört – sie hat mich verstanden. Ihre Worte waren leise, aber klar. Und sie trafen etwas in mir, das lange überhört worden war. Ich habe gelernt, dass meine Hochsensibilität kein Fehler ist. Sondern eine feine Stärke. Ich durfte meine Grenzen neu setzen, meine Bedürfnisse ernst nehmen und mich selbst wieder spüren. Die Kurzzeittherapie war kein Zaubertrick. Aber sie war ein Wendepunkt. Ich ging nicht als neuer Mensch – aber als eine, die sich wieder erinnern konnte, wer sie ist.“

„Alles war durcheinander. Mein Kopf, mein Herz, mein Alltag. Ich funktionierte – irgendwie. Aber ich fühlte mich leer. Als hätte jemand den Ton aus meinem Leben gedreht. Dann saß ich bei Antje. Und da war plötzlich Raum. Raum für mich. Für meine Gedanken, meine Müdigkeit, meine Fragen. Sie hat nicht versucht, mich zu reparieren. Sie hat mich eingeladen, mich selbst wieder zu spüren. Ihre Worte waren wie warme Tücher auf einer aufgewühlten Seele. Kein Druck, kein Urteil – nur echtes Verstehen. Ich konnte weinen, lachen, schweigen. Und alles war willkommen. Nach der Kurzzeittherapie war ich nicht „fertig“ – aber ich war wieder verbunden. Mit mir. Mit dem, was mir wichtig ist. Ich habe gelernt, dass meine Hochsensibilität kein Hindernis ist, sondern ein Kompass. Und dass ich nicht allein bin.

Wer ich bin – und warum ich begleite

Ich bin Diplom-Sozialarbeiterin, Coachin und hochsensibel. Über 20 Jahre arbeitete ich in einem  Frauenzentrum – dort habe ich unzählige Geschichten von anderen Frauen gehört. Von Müttern nach der Geburt, von Trennungen, Neuanfängen, Arbeitslosigkeit, Depressionen. Ja und meine eigene Geschichte ist geprägt von Brüchen und Wachstumsgelegenheiten: Kaiserschnitt 2002, Trennung, Verluste. 2015 erkannte ich, dass ich hochsensibel bin und die Verbindung zwischen Hochsensibilität, Erschöpfung, Burnout und Depressionen. Vieles kann ich mitfühlen. Ich arbeite achtsam, klar und mit Respekt. Ich bin mir der Verantwortung bewusst und kenne mein Grenzen.

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