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Antje Remke

Coach für Hochsensibilität

Jahresrückblog Hochsensibel sowohl als auch 2024

by | Dez. 28, 2024 | Hochsensibel, Jahresrückblog | 0 comments

Jahresrückblog 2024

Der Jahresrückblick 2024 wird dieses Mal kürzer, da ich ja einen ausführlichen Beitrag nach dem ersten halben Jahr schon geschrieben habe. Es ist eine Fortsetzung von den Dingen, die mich dieses Jahr beschäftigten. Es ist das 4. Mal, dass ich mein hochsensibles Jahr hier Revue passieren lasse und  so auch eine Chronik, was wächst und aber auch eingeht. Inspiriert hatte mich 2021 die Bloggerin  Judith Peters. Ihr Motto: „Blog like nobody s reading.“ Das bestärkt mich darin, es auf meine Art zu machen. Wer weiß, ob es jemand liest.

Inhalt

  • Hochsensibilität
  • Coaching für Hochsensibilität
  • Mal so, mal so
  • Fortbildungen für Kursleiterinnen
  • Schreiben
  • Lesungen
  • Paula Panke
  • Übung macht die Meisterin
  • Kieztreff Koepjohann
  • Leben Sterben
  • Privat

Hochsensibilität

Inzwischen sind es 9 Jahre, dass ich es weiß. Ich werde empfindsamer. Die Intensität  am Wahrnehmen, Fühlen und Denken nimmt zu. Ich schreibe sachlicher,  als es erlebe. So versuche ich leichter klar zu kommen  mit all dem was bei mir und um mich herum passiert und was mir im Coaching und privat geteilt wird. Das Bedürfnis nach Abstand von Langeweile und Belanglosigkeiten wächst. Der Wunsch nach Resonanz und gesunden Menschenverstand bleibt und wächst. Wenn ich darüber mit anderen Hochsensiblen rede, fühle ich Verbindung.

Ich rede in vielen Zusammenhängen, dass ich hochsensibel bin. Oft finden sich so andere, die sich freuen, sich mit mir austauschen zu können. Ich übe immer weiter an der Gelassenheit, dass es nur einzelne sind und die meisten mit mir nichts anfangen können. Dabei gehen Schätzungen davon aus, dass 10 bis 20 % hochsensibel sind. Ist nicht immer so leicht.

Ich genieße sie Begeisterung im Erkennen und Fühlen können.  Mein Wunsch, dass es mehr Interesse, Akzeptanz und Verständnis gibt treibt mich an weiterzumachen. Es kostet mich Kraft. Dankbare Menschen im Coaching und in den Kursen motivieren mich weiterzumachen. Ab und zu wollen sich Normalsensible etwas erklären lassen. Das sind noch seltene Highlights. Ich hoffe, dass es mehr wird.

Seit dem 1. Juli gibt es eine Dokumentation in der ZDF Mediathek Terra xplore (Zu)sensibel – Bist du hochsensibel? Ganz kurz bin ich zu sehen und hören.  Immer wieder einmal spricht mich jemand darauf an, dass ich entdeckt wurde. Einige finden sich darin wieder und freuen sich, dass auf die Hochsensibilität aufmerksam gemacht wird und sie sich identifizieren können. Ich finde es einen sehr sachlichen Beitrag und schade, dass mehr Sendezeit der Wissenschaft, als uns Hochsensiblen gegeben wurde. Ein ganz anderes Erlebnis war ein Podcast mit einer introvertierten hochsensiblen Studentin. Den gibt es hier  zu hören. 

Terra xplore Hochsensibel ZDF
Podcast Hocsensibilität

Coaching für Hochsensibilität 

  • Einzelcoaching: Es kamen wieder hochsensible Menschen mit vielseitigen Anliegen. Frauen, die Ermutigung brauchen, sich treu zu bleiben, welche die kündigen wollen, welche die mehr über den Umgang mit der Hochsensibilität lernen wollen, die Mut brauchen, sich zwischendurch einmal krank schreiben zu lassen, die sich nicht leicht entscheiden können, Mutter und Tochter, die ihr Miteinander verbessern wollen, und sich einander nicht genug gesehen und verstanden sehen.
  • Jobcoaching: Ich biete auch weiterhin Jobcoaching an für Menschen, die arbeitssuchend sind. Die meisten sind hochsensibel mit ihren besonderen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Ich habe mir angewöhnt, es in den Berichten zu vermerken, um mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich besuchte die Jobmesse, um Ideen für meine Kunden zu sammeln.
  • Buchbegleitung: 2 Frauen begleite ich in Abständen als Schreibcoach bei ihren Buchprojekten. Ich bin dankbar über das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit.  
Coaching Denken neu lenken

Mal so, mal so

Im Oktober waren die erste Fortbildung geplant an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen und ein Kurs an der Volkshochschule Tempelhof Schöneberg geplant. Beide mussten abgesagt werden, da es zu wenige Anmeldungen gab. Auch gab es an der Volkshochschule in Rathenow zu wenig Interesse. 2025 starten wir neue Versuche. Die Kurse an der Volkshochschule fanden wie gewohnt statt. 

Fortbildungen für Kursleiter*innen 

Dieses  Halbjahr lernte ich etwas dazu über KI, Krisensensibilität  in den Kursen und Improvisation in den Kursen. Fühle mich inspiriert. Es wird sich zeigen, wo der Wissenszuwachs einfließt. 

Hertha Müller Haus

Schreiben

  • Neues Buch: Es ist ein 3. Buch in Arbeit. Vom Titel sind einige Hochsensible schon begeistert. Ich selbst auch. Es wird vielseitig hochsensibel. Mal schauen, wie ich voran komme. 
  • Blogbeiträge: Es gibt einige neue Blogbeiträge. Manche habe ich überarbeitet. Gewinnen durch Spinnen war lange unfertig.
  • Balsam für die Seele: Seit Dezember 22 sind es inzwischen fast 750 tägliche digitale Notizen, was alles Balsam für die Seele ist. Es sind Begegnungen, Worte, Musik (gehört oder selbst gesungen) Inspirationen. Erkenntnisse, Farben von meinen Wirksamen Worten  uvm., die mich erinnern, inspirieren, berühren, zum Schmunzeln bringen. Es hilft mir sehr, den Foccus auf Schönes zu richten. An doofen, traurigen, kranken Tagen finde ich manchmal nur wenig, aber es hilft zu vertrauen, wieviel darin sich schon gesammelt hat.
  • Kreatives Schreiben siehe Paula Panke 
Extrareime schreiben

Lesungen

  • Ich las im Hertha Müller Haus in einer Freizeitstätte für SeniorenInnen in Zehlendorf. Eine Frau erkannte mich aus aus dem Fernsehen. Schon verrückt.
  • Aufgeregt war ich vor meiner ersten Lesung im Caritas Hospiz in Pankow. Welche Texte und Gedichte werden passen? Wie würde es sein, mit diesem besonderen Publikum. Musikalisch begleite mich die Pianistin Annette Wiszisla. Sie kann wunderbar improvisieren. gemeinsam mit ihr wurde es ein sehr schöner Nachmittag mit Blick in leuchtende Augen.
  • Zum 3. Mal war ich in meiner alten Heimat in Döberitz in der Dorfkirche. Dort ist immer wieder schön auch das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern.
  • Dank einer Vernetzung las ich das erste Mal in Zehlendorf in der neuen Galerie von Alexandra Mann. Umgeben von farbenfrohen Objekten, die an die Kindheit erinnerten, passte es wunderbar zusammen.

Termine gibt es hier

Bunte Buchstabenbegegnungen Lesung

Paula Panke

Gruppe für Hochsensible: bewusst in kleiner Gruppe gibt es monatlich einen geschützten Raum, sich unter introvertierten Frauen auszutauschen. Es gibt noch viel zu wenige Orte für so viele Hochsensible.

Kreatives Schreiben: monatlich leite ich dort weiterhin die Gruppe. Es ist immer wieder eine Überraschung, welche Frauen was aufs Papier bringen.

Reden wie Rosa   seit 4 Jahren bin ich regelmäßig mit dabei, wir üben Reden zu halten, unterstützen uns durch wohlwollendes Feedback und genießen die Achtsamkeit, mit der wir uns dort begegnen. Herzliche Einladung, es auch mal auszuprobieren.

Im Oktober war ich zu Gast bei der Vernissage der Fotografin Walerija Weiser über Berliner Fenster. Mehr dazu hier

Übung macht die Meisterin

Im November „feierte“ ich 15 Jahre Übung macht die Meisterin.  Es ist etwas ganz besonders, die Vertrautheit, die Offenheit untereinander und jedes Mal zu sehen, was entsteht, wenn wir zusammen über vielseitige Themen nachdenken. Neue Frauen sind uns immer willkommen (14 tägig mittwochs).

Kieztreff Koepjohann

Seit vielen Jahren leite ich monatlich einen Ein Eltern Treff für die Koepjohannche Stiftung. Trotz vielseitiger Öffentlichkeitsarbeit ist dieser nicht so gut besucht. Mal schauen, wie es sich entwickelt. Wir haben beschlossen, das Treffen erst einmal auszusetzen.

Leben und Sterben

Caritas Hospiz: Nach meiner Lesung war ich Gast zum Sommerfest. Wieder begleitete Annette Wiszisla musikalisch den Nachmittag. Ich genoss den Austausch und einfach die Atmosphäre. Im Advent war ich wieder bastelnd dabei. Wie gesagt, ist es nicht meine Kernkompetenz. Es hatte was, mit vielen Naturmaterialen zu experimentieren und  die Mitglieder vom Förderverein waren sehr tolerant.

Beerdigung: Im Dezember war ich zu einer Beerdigung einer Sängerin aus einem früheren Chor. Neben der Trauer und dem Singen am Grab,  tat das Wiedersehen mit einigen Menschen sehr gut.

Privat 

Im Sommer nahm ich an einem 2 tägigen  Fotoworkshop in der Dorfkirche Döberitz teil. Es hat mich sehr bereichert, die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Ich kenne nun neue Funktionen und bin begeistert, anders zu fotografieren. Ich genieße es im Chor und anderen Zusammenhängen zu singen. Immer wieder genieße ich es und erinnere schmerzlich an die Zeit, an der dies gemeinsam verboten war. 

Fazit

Wieder ein Jahr mit SOWOHL ALS AUCH. Es braucht viel Geduld. Ich lenke immer wieder den Focus auf alles was im Wachsen ist. Deshalb halte ich es auch schriftlich fest. Ich brauche immer wieder den Rückzug zwischendurch.