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Antje Remke

Coach für Hochsensibilität

Bin ich auch hochbegabt?

Bin ich auch hochbegabt?

Bin ich auch hochbegabt?

Bin ich auch hochbegabt? gehört für viele Menschen genau in diese Kategorie: ein Gedanke, der irritiert, neugierig macht, vielleicht sogar ein wenig Angst auslöst. Es hat mich Mut gekostet, dieses Thema überhaupt anzuschauen, weil Hochsensibilität ohnehin schon ein intensives Erleben mit sich bringt. Es ist Raum für Zweifel, Aha‑Momente, Begegnungen und die leise Hoffnung, sich selbst ein Stück besser zu verstehen. Eine Einladung, der eigenen Spur zu folgen – ohne Anspruch, aber mit ehrlicher Neugier.  

Inhalt

  • Meine Erfahrungen mit der Hochsensibilität
  • Mensa Netzwerk für Hochbegabte
  • 17 Dinge, die nur Hochbegabte tun (Martin Wehrle)
  • Meine hochbegabten Erlebnisse
  • Fazit

Meine Erfahrungen mit der Hochsensibilität

Weil mir nur selten Hochsensible begegnen, die es leicht haben. Ich schließe mich da nicht aus. So viele sind im Rückzug. So viele leiden, weil sie sich nicht verstanden fühlen. So viele haben mit Burnout und Depressionen zu tun. So viele verstecken ihre Talente. Mir hilft mein Schreiben, mich selbst immer wieder zu erinnern. Klappt nicht immer. Meine Bücher sind schlauer als ich. Die Formulierung hörte ich bei Konstantin Wecker, der es über sich und seine Songtexte sagt.

Ja und einige sind durch mich erst drauf aufmerksam geworden, weil ich es so wichtig finde, dass mehr Menschen sich richtig fühlen können und nicht an sich verzweifeln.  Es gibt immer wieder berührende Momente, wenn bei Kursen Menschen das erste Mal anderen Hochsensiblen begegnen. Ich genieße die besondere Aufmerksamkeit füreinander.

 

Mensa Netzwerk für Hochbegabte

Mit gemischten Gefühlen meldete ich mich Dezember 2022 bei Mensa für einen Test an. Ich entschied mich auch dafür, um die Erfahrung mit meinen Kund*innen teilen zu können. Schlecht geschlafen fuhr ich zum Test. Die anderen waren meist viel jünger. Es war purer Stress. Manche Aufgaben konnte ich lösen, andere nicht. Fühlte, wie mein Hirn in manchen Bereichen eingerostet ist. Paar Tage später besuchte ich einen offenen Stammtisch für Hochbegabte. Dort gab es sowohl Mitglieder der Mensa IQ ab 135 als auch noch nicht getestete. Es war sehr hilfreich, Perspektiven und Erfahrungen zu teilen. Es ist wie bei den Hochsensiblen. Da ist die Vielfalt auch riesengroß. Mit manchen passt es, mit anderen weniger. Mal gucken, wie es weiter geht.

Im Januar 2023 kam der Brief von Mensa IQ 100%. Es geht mir sehr gut mit diesem Ergebnis und der Erfahrung.  Einer meinte, wer hochkreativ ist, ist eher nicht hochbegabt.

Seit Mai 2023  teile ich immer wieder mit Kundi:nnen und Kursteilnehmeri:nnen diese für mich wertvolle Erfahrung. Ich ermutige damit andere, darüber zu reden. Oft ist es noch ziemlich schambehaftet.  

7 Dinge, die nur Hochbegabte tun 

Ich fand von Martin Wehrle 17 Merkmale für eine Orientierung.

Kinder 

  • großer Wortschatz
  • Gedächtnis
  • Frühes Interesse für erwachsene Themen
  • Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
  • Schnell gelangweilt wegen Unterforderung

 

Jugendliche 

  • Spezielle Interesse wie Naturwissenschaft Philosophie
  • Besondere Sensibilität Lärm, Gerüchte, Sehen
  • Große Lernbereitschaft
  • Tiefer eintauchen in Themen
  • Kritische Haltung gegenüber Regeln und Autoritäten

Erwachsene

  • Hohe Denk- und Sprechgeschwindigkeit
  • Hohes Sprech- und Ausdrucksvermögen
  • Diskussionsfreude
  • Freude am Querdenken
  • Kein Anpassen an Mainstream
  • Ausgeprägte Spezialinteressen
  • Sensibel und feinfühlig
  • Hohe Selbstansprüche
  • Langeweile bei Unterordnung
  • Anders sein stark empfunden

 

Kinderbild Antje
Kinderbild Antje

Meine hochbegabten Erlebnisse

  • Ich finde mich in einigen Punkten wieder. Schule fiel mir sehr leicht. Im Zeugnis  der 1. Klasse schrieb meine Lehrerin, dass ich eine schnelle Auffassungsgabe und logisches Denkvermögen. Es gibt Überschneidungen zur Hochsensibilität. 

    Ein Kursteilnehmer stellte im Sommer 2022 die Frage in den Raum. Sie löste etwas aus, aber ich schob sie vor mich her bis 17. Dezember 2022. Da überzeugte mich der Mann mit seinen Argumenten einen  Kursteilnehmer einen Hochbegabtentest bei Mensa zu machen.
  • Bei einem meiner Workshop erzählte eine Hochsensible/ Hochbegabte, das sie auf Arbeit ihr Wissen und ihre Kompetenz sehr häufig versteckt, um andere nicht „dumm“ da stehen zu lassen. Sie hat Lösungen oft schneller parat und muss sich ausbremsen.
  • Im Coaching guckte ich in die strahlenden Augen eines hochbegabtem 12 jährigen Mädchen, was sich von mir verstanden fühlte. Sie beschäftigt sich in rasender Geschwindigkeit mit vielen Themen und fühlt sich von mir verstanden.
  • Ein hochsensibler Mann bat mich um Ideen, seine Idee zu realisieren. Auch ihm liegen gerade hochsensible, hochbegabte Kinder und Jugendliche sehr am Herzen. Da bin ich in meinem Element.
  • Es gibt 2 Frauen, von denen ich weiß, dass sie auch hochbegabt sind. Wenn wir uns austauschen, geht das in einem anderen Tempo als gewöhnlich.

Fazit

Es gibt so viele Vorurteile.  Es wird Hochbegabten oft empfohlen, nicht mit anderen darüber zu reden. Kann ich einerseits nachvollziehen, anderseits finde ich die Auswirkungen fatal, wenn sich alle in der Öffentlichkeit verstecken und schweigen. Die, die ich kenne, sind in dem was sie tun (müssen) komplett unterfordert, was sie emotional aber stark überfordert. Mein großer Wunsch ist, dass sich da etwas ändert. Wie das aussehen kann, weiß ich noch nicht. Was ich dazu beitragen kann? Der Blogbeitrag ist ein Schritt.

 

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