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Antje Remke

Coach für Hochsensibilität

Jobcoaching für Hochsensible Teil 2

Jobcoaching für Hochsensible Teil 2

Jobcoaching für Hochsensible (Teil 2) 

Warum ein sensibler Blick den Unterschied macht

Viele hochsensible Menschen tragen eine enorme Stärke in sich: Tiefgang, Empathie, Genauigkeit, Kreativität, Verantwortungsgefühl. Und gleichzeitig erleben sie den Arbeitsmarkt oft als Ort, der zu laut, zu schnell, zu fordernd oder zu widersprüchlich ist. Besonders dann, wenn jemand seit Jahren nicht mehr im Arbeitsleben war, entsteht ein Gefühl von Unsicherheit: Wo gehöre ich hin? Was kann ich noch? Was ist realistisch? Und wie schaffe ich den Wiedereinstieg, ohne mich zu überfordern?

Gut zu wissen

Das Coaching kann für Sie komplett kostenfrei sein. Wenn das Jobcoaching über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit gefördert wird, ist die Teilnahme für Kund*innen vollständig kostenfrei. Der AVGS kann unkompliziert beantragt werden — hier sind weitere Details.

Warum ein spezielles AVGS Coaching für Hochsensible?

Hochsensibilität ist keine Schwäche und keine Diagnose – aber sie beeinflusst, wie Menschen arbeiten, denken, fühlen und Entscheidungen treffen. Viele meiner Coachees berichten:

  • „Ich fühle mich schnell überfordert.“
  • „Ich nehme zu viel wahr.“
  • „Ich zweifle an mir, obwohl ich eigentlich viel kann.“
  • „Ich weiß nicht, welcher Job wirklich zu mir passt.“
  • „Ich habe Angst, wieder in alte Muster zu rutschen.“

Ein klassisches Jobcoaching greift hier oft zu kurz. Hochsensible brauchen einen anderen Zugang: mehr Ruhe, mehr Tiefe, mehr Verständnis für innere Prozesse – und weniger Druck.  

Was kann das Ziel eines Jobcoachings sein?

Die Ziele sind so individuell wie die Menschen, die zu mir kommen. Häufig geht es um:

  • Selbstvertrauen zurückgewinnen nach langer Arbeitslosigkeit
  • Stärken sichtbar machen, die oft überdeckt sind
  • berufliche Orientierung: Welche Tätigkeiten passen zu meiner Sensibilität?
  • Überforderung reduzieren und innere Stabilität aufbauen
  • realistische Perspektiven entwickeln, die nicht überfordern
  • Bewerbungsunterlagen, die authentisch und professionell wirken
  • Vorbereitung auf Gespräche, ohne sich zu verstellen
  • ein berufliches Selbstbild, das trägt und stärkt

Viele hochsensible Menschen brauchen nicht „mehr Aktivierung“, sondern mehr Klarheit. Nicht mehr Druck, sondern mehr Selbstwirksamkeit.

 

Erfolspfad Offizieller Coachingpartner

Warum bei einem hochsensiblen Coach?

Weil ich die innere Logik der Hochsensibilität kenne. Ich weiß, wie es ist, wenn:

  • Reize zu viel werden
  • Perfektionismus blockiert
  • Selbstzweifel laut werden
  • alte Erfahrungen nachwirken
  • sich nicht verstanden zu fühlen
  • nicht ernst genommen zu werden
  • man sich fragt, ob man „zu empfindlich“ ist

Ich arbeite achtsam, strukturiert und ohne Überforderung. Ich nehme Zwischentöne wahr. Und ich helfe Menschen, ihre Sensibilität nicht als Hindernis zu sehen, sondern als Kompetenz. Gerade nach mehreren Jahren ohne Arbeit ist es entscheidend, dass jemand nicht nur „aktiviert“, sondern verstanden wird. 

Wie läuft das Coaching ab?

    • Erstgespräch und Zielklärung
    • Stärkenanalyse und biografische Reflexion
    • Erarbeitung passender Tätigkeitsfelder
    • Umgang mit Stress, Reizüberflutung und Unsicherheiten
    • Strukturaufbau und kleine Schritte
    • Bewerbungscoaching, wenn gewünscht
    • Begleitung im eigenen Tempo

    Das Coaching findet in Berlin Pankow oder online statt.  

Für wen ist das Coaching geeignet? 

  • Für Menschen, die:

    • seit langer Zeit nicht arbeiten
    • sensibel, feinfühlig oder introvertiert sind
    • sich im Arbeitsleben oft fehl am Platz fühlten
    • unter Ängsten, Erschöpfung oder Selbstzweifeln leiden
    • neue berufliche Wege suchen
    • Unterstützung brauchen, um wieder Mut zu fassen

    Fazit: Hochsensibilität braucht einen eigenen Raum

    Ein Jobcoaching für hochsensible Menschen ist kein „Spezialprogramm“, sondern eine notwendige Form der Unterstützung, die die Realität dieser Menschen ernst nimmt. Es schafft einen Raum, in dem Entwicklung möglich wird – ohne Druck, ohne Überforderung, aber mit Klarheit, Struktur und echter Stärkung.

Liebe Leserinnen und Leser

Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

Sensible Grüße Antje Remke

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Hochsensibilität – warum Fachkräfte mehr Wissen brauchen

Hochsensibilität – warum Fachkräfte mehr Wissen brauchen

Warum Fachleute mehr Wissen über Hochsensibilität brauchen

Was fehlt, wenn Fachkräfte nicht lernen, Hochsensibilität zu erkennen? Mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Seit 2015 weiß ich, dass ich hochsensibel bin – und seitdem erlebe ich in Coaching, Supervisionen, Fortbildungen für Tagesmütter und Kitas, in Schulen, Elternakademien, Hochschulen und Volkshochschulen immer wieder dasselbe Muster: Hochsensible Kinder, Jugendliche und Erwachsene begegnen uns überall, doch in Ausbildung und Studium kommt das Thema kaum vor.

In Kitas, Schulen, Kliniken, Beratungsstellen und Praxen arbeiten engagierte Menschen, die täglich mit hochsensiblen Persönlichkeiten zu tun haben – ohne je gelernt zu haben, woran man sie erkennt, was sie brauchen und wie man Überforderung vermeidet. Das führt zu Missverständnissen, unnötigen Konflikten und zu Belastungen auf beiden Seiten.

Dass Hochsensibilität in pädagogischen und therapeutischen Kontexten noch immer kaum eine Rolle spielt, ist kein kleines Detail. Es prägt Biografien. Menschen, die sich nie gesehen fühlten, lernen auch nicht leicht, andere zu sehen. Und es kostet: Kraft, Zeit, Nerven – und manchmal die Freude an der Arbeit mit kleinen und großen Menschen.

Dieser Beitrag zeigt, warum sich das dringend ändern muss.

    Was passiert, wenn Fachkräfte Hochsensibilität nicht kennen?

    1. Fehlinterpretationen Hochsensibilität wird verwechselt mit:

    • ADHS
    • Autismus
    • Trotz
    • Schüchternheit
    • Vermeidungsverhalten
    • mangelnder Belastbarkeit

    Das führt zu falschen Zuschreibungen und unnötiger Pathologisierung.

    2. Überforderung auf beiden Seiten Fachkräfte verstehen das Verhalten nicht – hochsensible Kinder und Erwachsene fühlen sich falsch, schwierig oder „zu viel“.

    3. Verletzungen, die sich ein Leben lang fortsetzen Ein scharfer Satz, ein übersehenes Bedürfnis, ein zu lauter Raum, ein ungeduldiger Blick – all das prägt bei Hochsensiblen tiefer.

    4. Stille Kinder werden übersehen Sie melden sich nicht. Sie stören nicht. Sie funktionieren. Und genau deshalb erkennt niemand, wie viel sie innerlich leisten.

    5. Lernfreude geht verloren Ohne passende Bedingungen entstehen Stress, Rückzug, Leistungsabfall und Selbstzweifel.

    6. Erwachsene landen später in Therapie – wegen früher Missverständnisse Nicht, weil sie „krank“ sind, sondern weil sie nie verstanden wurden.

    Was sind die Folgen, wenn Fachkräfte HSP nicht kennen und ernst nehmen?

    1. Biografische Brüche Unwissen über Hochsensibilität prägt Lebenswege – oft über Jahrzehnte.

    2. Scham und Selbstabwertung Viele Betroffene entwickeln früh das Gefühl: „Mit mir stimmt etwas nicht.“

    3. Beziehungsschäden Wenn Fachkräfte nicht verstehen, warum jemand weint, dichtmacht oder überfordert wirkt, entstehen Abwertung, Druck und Distanz statt Verbindung.

    4. Erschöpfung und Burnout – bei Betroffenen und Fachkräften Hochsensible brauchen andere Rahmenbedingungen. Fachkräfte brauchen Wissen, um nicht selbst auszubrennen.

    5. Verpasste Potenziale Hochsensible bringen enorme Ressourcen mit – Wahrnehmungsschärfe, Empathie, Beziehungsfähigkeit. Ohne Wissen darüber bleiben diese Stärken unsichtbar.

      Das ist nicht lustig

      Warum dieses Wissen in Ausbildung & Studium fehlt – und warum das ein Problem ist

      In Erzieherinnen‑Ausbildung, Pädagogik, Sozialarbeit, Therapie und Medizin kommt Hochsensibilität kaum vor. Dabei begegnen Fachkräfte hochsensiblen Menschen jeden Tag:

      • in Kitas
      • in Schulen
      • in Jugendhilfe
      • in Beratung
      • in Therapie
      • in Medizin
      • in Familienarbeit

      Ohne Grundlagenwissen entstehen Missverständnisse, Überforderung und unnötige Konflikte.  

      Fortbildungsanbieter Hochsensibilität – Deutschland

      Bei meiner Recherche fand ich bis jetzt diese Anbieter. 

      • IFHS – Institut für Hochsensibilität (Online & Präsenz) Fortbildungen, Zertifikatskurse, Fachwissen für Pädagogik, Beratung, Therapie. https://www.institut-hochsensibilitaet.de
      • Aurum Cordis – Kompetenzzentrum für Hochsensibilität (Norddeutschland & Online) Seminare, Fachfortbildungen, neurobiologische Grundlagen, Praxiswissen. https://www.aurum-cordis.de
      • Zart im Herz – Akademie für Hochsensibilität (Online) Weiterbildungen für Coaches, Pädagoginnen, Therapeutinnen; HSP‑Coach‑Ausbildung. https://www.zartimherz.de
      • Deutscher Fachverband Hochsensibilität (DFH) Fachtage, Workshops, Fortbildungen für psychosoziale Berufe. https://www.dfh-verband.de
      • HSP‑Akademie (Online) Praxisorientierte Weiterbildungen für Beratung, Coaching, psychosoziale Arbeit. https://www.hsp-akademie.de
      • Paracelsus Schulen (Deutschlandweit) Seminare zu Hochsensibilität im therapeutischen Kontext. https://www.paracelsus.de
      • Volkshochschulen (z. B. Berlin, Hamburg, München) Zunehmend Kurse zu Hochsensibilität für pädagogische Fachkräfte. https://www.vhs.de (bundesweite Suche)
      • Hochsensibilitätsnetzwerk (verschiedene Anbieter) Workshops, Fachseminare, regionale Angebote. https://www.hochsensibilitaet-netzwerk.com

      Liebe Leserinnen und Leser

      Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

      Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

      Sensible Grüße Antje Remke

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      Beispiele aus meiner Praxis

      • bei Fortbildungen erkennen Tagemütter dass sie auch hochsensibel sind
      • eine Schülerin erzählt, dass ihre Lehrerin sie auf eine mögliche Hochsensibilität angesprochen hat
      • die Supervision regt an, in der Familenberatung Tests auf Hochsensibilität mit zur Anamnese einzufügen
      • „Ihnen ist es gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der ich mich sicher gefühlt habe.“
      • „Vielen Dank für diesen Abend in der Belle Etage von Prenzlkomm zum Thema Hochsensibilität. Mich hat einiges in Ihrem Vortrag bewegt und mich zum Nachdenken angeregt.“
      • Einige meiner Coachingkundinnen erzählen, dass sie sich von Therapeuten unverstanden fühlten. Die Erkenntnis, dass sie hochsensibel sind hat bei vielen etwas verändert. 

      6 + 14 =

      Wünsche hochsensibler Menschen an Fachkräfte

      An Ärztinnen und Ärzte

      • Wir wünschen uns, dass Sie uns aufmerksam zuhören und uns Zeit geben, unsere Wahrnehmungen zu schildern.
      • Wir wünschen uns eine ruhige, klare Kommunikation und transparente Informationen zu jedem Untersuchungsschritt.
      • Wir wünschen uns, dass Sie unsere Empfindsamkeit ernst nehmen, auch wenn sie nicht messbar ist.
      • Wir wünschen uns einen ganzheitlichen Blick, der körperliche und seelische Faktoren verbindet.

      An Erzieherinnen und Erzieher

      • Wir wünschen uns, dass Sie unsere Signale feinfühlig wahrnehmen, bevor Sie unser Verhalten bewerten.
      • Wir wünschen uns Rückzugsorte, wenn uns die Reize zu viel werden.
      • Wir wünschen uns langsame, gut begleitete Übergänge im Tagesablauf.
      • Wir wünschen uns, dass unsere starken Gefühle respektiert und nicht abgetan werden.

      An Pädagoginnen, Pädagogen und Lehrer*innen

      • Wir wünschen uns eine strukturierte, möglichst reizärmere Lernumgebung.
      • Wir wünschen uns Zeit, um Informationen tief zu verarbeiten.
      • Wir wünschen uns, dass Sie unsere leisen Stärken sehen: Empathie, Kreativität, Genauigkeit.
      • Wir wünschen uns klare, ruhige Anweisungen und wertschätzende Rückmeldungen.

      An Therapeutinnen und Therapeuten

      • Wir wünschen uns ein behutsames Tempo, das unserer emotionalen Tiefe gerecht wird.
      • Wir wünschen uns, dass unsere Wahrnehmungen validiert werden, ohne sie zu pathologisieren.
      • Wir wünschen uns Transparenz über den therapeutischen Prozess.
      • Wir wünschen uns einen sicheren, reizarmen Raum, in dem wir uns öffnen können.

      Übergreifende Wünsche an alle Fachkräfte

      • Wir wünschen uns Empathie statt Etiketten.
      • Wir wünschen uns Respekt für unsere Grenzen und unser Tempo.
      • Wir wünschen uns einen sensiblen Umgang mit Kritik, da wir sie intensiv verarbeiten.
      • Wir wünschen uns, dass unsere Sensibilität als Ressource gesehen wird – nicht als Schwäche.

       

      Fazit

      Hochsensibilität zu übersehen ist kein Randthema, sondern ein blinder Fleck in vielen pädagogischen, medizinischen und therapeutischen Arbeitsfeldern. Wenn Fachkräfte nicht lernen, hochsensible Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu erkennen, entstehen Fehlinterpretationen, unnötige Konflikte und Verletzungen, die sich oft über Jahre fortsetzen. Stille Kinder bleiben unsichtbar, Lernfreude geht verloren, Erwachsene landen später in Therapie – nicht, weil sie krank sind, sondern weil sie nie verstanden wurden. Gleichzeitig bleiben wertvolle Potenziale wie Empathie, Wahrnehmungsschärfe und Beziehungsfähigkeit ungenutzt.

      Der Beitrag zeigt, dass fehlendes Wissen über Hochsensibilität nicht nur einzelne Situationen erschwert, sondern ganze Biografien prägt. Fachkräfte brauchen deshalb fundiertes Wissen, um Überforderung zu vermeiden, Beziehungen sicher zu gestalten und die Stärken hochsensibler Menschen sichtbar zu machen. Erst wenn Hochsensibilität in Ausbildung, Studium und Praxis selbstverständlich mitgedacht wird, können alle Beteiligten – Fachkräfte wie Betroffene – ihre Arbeit und ihr Leben mit mehr Klarheit, Leichtigkeit und gegenseitigem Verständnis gestalten.  

       

      Hochsensibilität – was frühe Erfahrungen mit uns machen

      Hochsensibilität – was frühe Erfahrungen mit uns machen

      Hochsensibilität: Was frühe Erfahrungen mit uns machen

      Durch meine Trauer um meinen Vater kam ich mit verschiedenen Menschen ins Gespräch. Der Austausch war ehrlicher, offener, tiefer, verletzlicher. Alle teilten ihre  Verlusterfahrungen. Mir wurde der Zusammenhang zwischen facettenreichen Herausforderungen als Kind und dem hochsensiblen Erwachsensein noch deutlicher. Ich möchte weiter auf die Hochsensibilität aufmerksam machen. Vielleicht wächst so etwas das Verständnis für unser Anders Sein. Vielleicht wird mehr Rücksicht genommen.

      Das ist nicht lustig

      Kind sein, ohne gesehen zu werden

      Das ist eine Sammlung von Kindheitserfahrungen aus meinem eigenen Erleben und dem anderen hochsensiblen Menschen aus meinem beruflichen und privaten Umfeld die uns prägten. Beim Schreiben fühle ich meine und die Geschichten unzähliger Kinder. Das berührt mich, stimmt mich traurig und motiviert mich, darüber zu schreiben. 

      • Bedürfnisse, die niemand erkannte.
      • behinderte Geschwister, die besondere Fürsorge brauchten.
      • Depression der Eltern
      • Eltern, die durch den Schmerz und die eigene Trauer Kinder nicht trösten konnten.
      • Eltern, die selbst so verletzt waren, dass sie ihre Kinder nicht trösten konnten.
      • „Heul nicht!“
      • keine Bezugspersonen, die ihnen Stabilität und Schutz boten
      • keine Eltern, die ehrlich ihre Gefühle teilten
      • Krankheit der Eltern
      • Mutter in der Psychiatrie
      • narzisstische Eltern
      • Scheidung
      • „Sei nicht so laut.“
      • Tod eines Elternteils (Suizid)

      Viele Kindern wurde vermittelt, dass mit ihnen  stimmt etwas nicht. Sie lernten nicht ihrer Intuition zu vertrauen. Die kindliche Neugierde wurde gebremst.  Viele bauten Mauern auf, um sich zu schützen. Bei mir war es der Humor. In meiner Kindheit gab es  2 ältere Frauen, in deren Gegenwart ich mich sicher fühlte und mich entspannen konnte.

      Ich beobachte unterwegs, dass ganz selten Eltern ihre Kinder sehen, mit ihnen im Austausch sind.

        Aus hochsensiblen Kindern werden Erwachsene

        Eine Auswahl aus Erfahrungen

        • Beziehungen mit narzisstischen Partnern
        • Beziehungen, die plötzlich abkühlen oder abbrechen.
        • Einsamkeit
        • Eltern, die einen nicht verstehen
        • Experten (Ärzte, Therapeuten etc.) die einen nicht ernst nehmen)
        • Fehlende verbindliches Netzwerk
        • Fehlgeburten
        • Ideen, die ignoriert werden.
        • Kaiserschnitt
        • Keine Menschen, die wirklich sehen, was in ihnen vorgeht
        • keine Mentoren
        • Kontaktabbruch vom Kind
        • Mobbing, Kündigungen, Abwertung
        • Rückzug
        • Tod eines Partners
        • unerhörte Trauer
        • Unverbindlichkeit
        • Zerstörerischer Einfluss emotionaler Kälte

        Theater, Theater Katja Ebstein 1980 

        Inzwischen weiß ich, warum das Lied  mir in Erinnerung blieb. Es waren diese zwei Zeilen. 

        „Und der Clown, der muss lachen, auch wenn ihm zum Weinen ist
        Und das Publikum sieht nicht, dass eine Träne fließt.“

        Wie schön du bist Sarah Corner“ 

        Doch wenn du lachst, kann ich es seh’n
        Ich seh dich
        Mit all deinen Farben und deinen Narben
        Hinter den Mauern, ja, ich seh dich.“

        Liebe Leserinnen und Leser

        Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

        Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

        Sensible Grüße Antje Remke

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        Die Auswirkungen

        • Einsamkeit: „Es gibt niemanden, mit dem ich darüber reden kann.“
        • Erschöpfung
        • Flucht aus der Großstadt
        • Gefühl, anders zu sein – ohne Sprache dafür
        • Schwierigkeiten, sichere Beziehungen aufzubauen
        • Verlust von Selbstvertrauen
        • Viele Jahre Therapie, um „wieder zu funktionieren“
        • Zweifel an der eigenen Wahrnehmung
        • Sie werden übersehen, weil sie oft leise sind.
        • Sie gelten als „anders“ oder „zu empfindlich“.
        • Ihre Wahrnehmung als Übertreibung.
        • Fehlende Bereitschaft zur Verständigung
        • Ihre Verletzlichkeit als Schwäche.
        • Ihre Bedürfnisse werden als  Zumutung empfunden
        • Missverständnisse
        • eine verbindlichen Verbindungen.
        • Keine Sicherheit
        • Rückzug
        • Suizid aus meiner Zeit als Krankenschwester erinnere ich mich an 2 sanfte introvertierte Ärzte
        • siehe auch Hochsensibel in Berlin
        • Überforderung

        Ich habe das auch erlebt. Meine Ideen wurden ignoriert, Ablehnung, Abkühlung und Abbruch von Beziehungen die mal nah und intensiv waren. Unverbindlichkeit, fehlende Bereitschaft zur Verständigung

        Was Hochsensible wirklich brauchen

        • Sicherheit.
        • Menschen, die zuhören, statt bewerten.
        • Räume, in denen Tränen fließen dürfen.
        • Mentoren, die Halt geben.
        • Beziehungen, die nicht weglaufen.
        • Das Gefühl: „Du bist richtig.“
        • Menschen, die wie Momo zuhören.
        • „Wie geht es dir?“
        • Resonanz 
        • Orte, an denen sie Menschen treffen, die sie wirklich sehen Oasenwochenende, Oasennachmittag, Treffen mit Hochsensiblen.
        • Im Coaching zeigt sich das sofort: Menschen entspannen, weinen, kommen bei sich an. Wenn Seelen sich erkennen, entsteht ein Geschenk
        • den Menschen das Gefühl zu geben dass sie richtig sind
        • „Ich weiß genau, was du meinst
        • andere, die sich auf einer tiefen Ebene austauschen
        • Interesse aneinander
        • tröstende Arme

        Wenn Seelen sich erkennen

        „Ich sehe dich und du siehts mich und du siehst dich und du siehst mich, wir sehen uns, und dass genießen wir.“ 

        Dankbarkeit, Entspannung, Lachen, Weinen, Gänsehaut, Spinnen, Wärme, Wachsen, Zeigen sich 

         

         

        Resonanzsehnsucht

        Resonanzsehnsucht

        Ein berührender Text über Resonanzsehnsucht, echtes Gesehenwerden und die Kraft von Begegnungen. Mit Impulsen zu „Sawubona“, Einsamkeit, Kompetenzdemenz und den Geschenken, die entstehen, wenn Hochsensible sich sicher fühlen und aufblühen

        WIE GEHT ES DIR WIRKLICH?

        WIE GEHT ES DIR WIRKLICH?

        Ein persönlicher Beitrag über die Frage „Wie geht es dir – wirklich?“: über echtes Interesse, Erschöpfung, Rückzug und die Sehnsucht nach aufmerksamen Begegnungen. Mit Gedanken zu Sichtbarkeit, Hochsensibilität und dem Mut, sich ehrlich mitzuteilen.

        Oase

        Was fehlt, wenn Fachkräfte nie lernen, Hochsensibilität zu erkennen?

        Dass Hochsensibilität in Kitas, Schulen, im Studium, in Therapie und Medizin noch immer kaum eine Rolle spielt, ist kein kleines Detail – es prägt Biografien. Menschen, die sich nie gesehen fühlten, lernen auch nicht leicht, andere zu sehen. Im nächsten Blogbeitrag schreibe ich darüber, warum genau das so folgenreich ist – und was sich dringend ändern muss.“

        Fazit

        Frühe Erfahrungen prägen hochsensible Menschen tief – besonders dann, wenn ihre Bedürfnisse übersehen, ihre Wahrnehmung abgewertet oder ihre Gefühle nicht gehalten wurden. Wer als Kind keinen sicheren Platz hatte, trägt diese Unsicherheiten oft bis ins Erwachsenenleben weiter: in Beziehungen, in die Arbeit, in die eigene Selbstwahrnehmung.

        Doch genau darin liegt auch die Chance: Wenn Hochsensibilität verstanden und ernst genommen wird, können alte Muster heilen. Menschen finden Worte für das, was sie lange allein getragen haben. Sie erleben Resonanz statt Zweifel, Zugehörigkeit statt Rückzug.

        Hochsensibilität sichtbar zu machen bedeutet deshalb mehr als Aufklärung – es bedeutet, Biografien zu entlasten und Räume zu schaffen, in denen Menschen sich endlich richtig fühlen dürfen.

        Poesie für Traumatherapie

        Poesie für Traumatherapie

        Poesie für Traumatherapie 

        Das Schreiben war und ist für mich auch Poesietherapie 

        Ich schreibe schon seit vielen Jahren. Vieles ist lustig. Ich reime sehr gern. Irgendwann beim Leiten einer Schreibgruppe, wählte ich als Impulse oft etwas, was in Verbindung zum Coaching war. Da veränderte sich die Qualität. Mit dem Beginn des Lockdowns konnte ich mich nicht so entfalten und meine Inspirationen live teilen. So dachte und  fühlte ich schreibend. Die Texte und Gedichte fanden ihren Weg in Bücher Wirksame Worte und Crossover. Einiges lese ich vor im Hörbuch Ansteckend  Immer wieder teile ich intuitiv im Coaching das eine oder andere. Immer wieder gibt es dann Tränen, strahlende Augen, Nicken und Gänsehautmomente. Mir war nicht klar dass sich gerade hochsensible und traumatisierte Menschen, sich darin wieder finden. Bei einer Lesung kam jemand auf mich zu und sagte: „Es ist immer wieder eine Heldenreise. Du beschreibst das Problem und es gibt aber eine Idee zur Lösung.“ Eine Frau machte mich mit der Poesietherapie vertraut. Da fühlte ich, welch therapeutische Wirkung auch mein Schreiben hat. Das teile ich sehr gerne. 

        Die Texte erfüllen zentrale Wirkprinzipien der Poesietherapie:

        Sie arbeiten mit Metaphern statt Überwältigung Metaphern schaffen Distanz und ermöglichen Zugang zu Gefühlen, ohne sie direkt benennen zu müssen. Sie aktivieren Selbstwahrnehmung Kurze, klare Bilder helfen Menschen, innere Zustände zu spüren, ohne überfordert zu werden. Sie regulieren das Nervensystem. Ruhige Sprache, Rhythmus, Wiederholungen → wirken stabilisierend und erdend. Sie ermöglichen Identifikation ohne Retraumatisierung Betroffene erkennen sich wieder, aber in einem sicheren, poetischen Rahmen. Es ist Sprache als sanftes Werkzeug für Selbstkontakt. Sie öffnen sichere Resonanzräume. Das bedeutet: behutsamer Zugang zu Gefühlen, kein Überwältigt werden, ein Gefühl von „Ich bin nicht allein“, erste Schritte aus emotionaler Taubheit. Manchmal öffnet ein einzelnes Gedicht oft mehr als lange Gespräche.

        Bespiele:

        Wie Poesie in der Traumatherapie wirken kann

        behutsam – heiter – kreativ 

        Poesie kann in der Traumatherapie wie ein sanfter, sicherer Begleiter wirken. Gedichte sprechen in Bildern und Metaphern, schaffen Abstand und ermöglichen es, belastende Themen zu berühren, ohne sie direkt aussprechen zu müssen. Das gibt Menschen mit Trauma ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit.

        Die poetische Sprache wirkt regulierend auf das Nervensystem: Rhythmus, Ruhe, klare Bilder und eine heitere, manchmal humorvolle Leichtigkeit helfen, Überforderung zu vermeiden. Poesie aktiviert Ressourcen, erdet, beruhigt und öffnet einen Raum, in dem Gefühle spürbar werden dürfen, ohne dass sie sofort benannt oder erklärt werden müssen.

        Weil traumatische Erfahrungen oft sprachlos machen, bieten Gedichte eine Sprache, die nicht verletzt, sondern öffnet. Sie spiegeln innere Prozesse warmherzig und nicht wertend, stärken Selbstwahrnehmung und Selbstmitgefühl und erlauben kleine, dosierte Schritte — ideal für Menschen, die schnell überflutet werden.

        Gemeinsames Lesen schafft Resonanz und Verbindung: Viele erleben erstmals, dass sie mit ihren Empfindungen nicht allein sind. Metaphern öffnen neue Bedeutungsräume und unterstützen Reframing, Integration und Sinnfindung.

        Extrareime schreiben

        Themen in den Texten und Gedichten  

        • Überforderung & Reizflut Wie zu viel wird, was andere kaum bemerken.
        • Nicht‑Gesehen‑Werden Die stille Wunde, wenn Resonanz fehlt.
        • Scham & Selbstzweifel Innere Stimmen, die klein machen.
        • Bindung & Verlust Frühe Erfahrungen, die bis heute wirken.
        • Körpergedächtnis Wie der Körper erinnert, bevor Worte kommen.
        • Zartheit & Stärke Die paradoxe Kraft der Sensibilität.
        • Heilung & Selbstmitgefühl Wege zurück zu sich selbst.
        • Grenzen & Selbstschutz Die Kunst, sich nicht zu verlieren.
        • Natur & Stille Orte, an denen Nervensysteme sich regulieren.

        Diese Themen sind traumasensibel, sprachlich reduziert, emotional präzise – ideal für therapeutische Kontexte.

         

        Extrareime schreiben

        Verbindung zur Heldenreise

         

        Die Texte spiegeln viele Stationen der Heldenreise wider – aber in einer leisen, sensiblen, nicht‑heroischen Form:

        • Ruf: Das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. „Ich fühle mich gesehen.“
        • Schwelle: Mut, sich der eigenen Geschichte zuzuwenden. „Ich traue mich, hinzuschauen.“
        • Prüfungen: Überforderung, alte Muster, innere Kritiker. „Ich erkenne Muster und Fassade.“
        • Helferinnen*: Resonanz, Worte, Natur, therapeutische Beziehung. „Deine Worte begleiten mich.“
        • Abstieg: Kontakt mit Schmerz, Scham, alten Wunden.
        • Wandlung: Selbstmitgefühl, neue Bedeutung, Integration. „Ich entdecke neue Perspektiven.“
        • Rückkehr: Ein Leben, das sich stimmiger anfühlt. „Ich nehme Sätze mit in meinen Alltag.“

        Die Poesie begleitet Menschen durch diese inneren Stationen, ohne Druck, ohne Pathos – sondern mit Zartheit, Klarheit und Würde.

        Extrareime schreiben
        Extrareime schreiben
        Wirksame Worte und Crossover

        3 + 12 =

        Liebe Leserinnen und Leser

        Ich teile in meinen Blogbeiträgen die seit 2021 unregelmäßig erscheinen, facettenreiche Gedanken, Erfahrungen Gefühle, Beobachtungen und Beobachtungen von meinem Weg als hochsensibler Coach, Mensch und Autorin. Vielleicht inspiriert oder ermutigt davon etwas dem eigenen Weg. Über den Newsletter informiere ich wenn es neue Blogs oder Termine gibt.

        Der 1. Beitrag Kompetenzdemenz 2021

        Sensible Grüße Antje Remke

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        Fazit

        Poesie kann in der Traumatherapie ein sanfter, wirksamer Begleiter sein. Gedichte schaffen Abstand, ohne zu distanzieren, und Nähe, ohne zu überfordern. Durch Metaphern, klare Bilder und eine ruhige, warmherzige Sprache öffnen sie Räume, in denen Gefühle spürbar werden dürfen – behutsam, heiter, manchmal humorvoll, und dennoch tief ernsthaft.

        Die poetische Form reguliert das Nervensystem, stärkt Selbstwahrnehmung und ermöglicht Identifikation, ohne zu retraumatisieren. Sie schafft Resonanzräume, in denen Menschen erleben: Ich bin nicht allein. Oft öffnet ein Gedicht mehr als viele Worte – weil es Zartheit, Klarheit und Würde verbindet.

        Poesie begleitet Menschen durch innere Prozesse wie eine leise Heldenreise: vom ersten Spüren über das Erkennen bis hin zu neuen Bedeutungen und einem stimmigeren Alltag. Sie ist ein sanftes Werkzeug für Selbstkontakt, Heilung und Integration – gut dosierbar, traumasensibel und tief menschlich.

         

        Was es kostet, Hochsensible zu übersehen

        Was es kostet, Hochsensible zu übersehen

        Was es kostet, Hochsensible zu übersehen

        Hochsensibilität und Arbeit – dieses Thema hat viele Schichten. In meinem letzten Beitrag ging es darum, wie wenig Raum hochsensible Menschen in der Arbeitswelt oft bekommen und wie sehr ihnen Verständnis und passende Bedingungen fehlen. Danach stellte sich mir eine weitere, drängende Frage: Was bedeutet es eigentlich finanziell, wenn all die Kompetenzen hochsensibler Menschen ungenutzt bleiben?

        Denn dort, wo Sensibilität nicht verstanden wird, verkümmern Fähigkeiten (Kompetenzdemenz), die Unternehmen und Gesellschaft dringend brauchen. Und das hat Folgen – menschlich, kulturell und ganz konkret volkswirtschaftlich.

        In diesem Beitrag geht es darum, was es kostet, Hochsensible zu übersehen – und was Arbeitgeber tun können, um dieses Potenzial nicht länger zu verlieren.

        Inhalt: 

        • Was es kostet, Hochsensible zu übersehen
        • Was Arbeitgeber für Hochsensible Menschen tun können
        • Kompetenzdemenz
        • Fazit

        Was es kostet, Hochsensible zu übersehen

        Verlust eines enormen Kompetenzpotenzials

        Hochsensible Menschen bringen Fähigkeiten mit, die in modernen Arbeitswelten dringend gebraucht werden:

        • Empathie
        • Präzision
        • ethisches Denken
        • Kreativität
        • Konfliktsensibilität

        Feine Wahrnehmung von Risiken und Stimmungen

        Wenn diese Menschen ausfallen, verliert die Volkswirtschaft genau jene Kompetenzen, die Teams stabilisieren, Innovation ermöglichen und Qualität sichern

        Steigende Gesundheitskosten

        Unverständnis, Überforderung und fehlende passende Arbeitsbedingungen führen bei Hochsensiblen überdurchschnittlich oft zu:

        • Burnout
        • Depressionen
        • Angststörungen
        • psychosomatischen Erkrankungen

        Das verursacht hohe Kosten:

        • Langzeittherapien
        • Reha
        • Krankengeld
        • Erwerbsminderungsrenten

        Viele Hochsensible berichten von Jahren in Therapie, nur um „wieder zu funktionieren“. Das ist teuer – und vermeidbar.

        Produktivitätsverluste durch Fehlbesetzung

        Wenn hochsensible Menschen in Arbeitsumfeldern landen, die nicht zu ihrem Nervensystem passen, entstehen:

        • hohe Fehlzeiten
        • innere Kündigung
        • Leistungsabfall
        • häufige Jobwechsel
        • Abbrüche von Ausbildungen und Studiengängen

        Das kostet Unternehmen und Volkswirtschaft Milliarden

        Fachkräftemangel verschärft sich

        Gerade in sozialen, pädagogischen, therapeutischen und kreativen Berufen sind Hochsensible überdurchschnittlich vertreten. Wenn sie ausfallen, fehlen genau dort Menschen, wo:

        • Beziehung
        • Feinfühligkeit
        • Präzision
        • Verantwortung
        • ethische Haltung

        entscheidend sind. Innovationskraft sinkt

        Hochsensible sind oft:

        • Querdenker*innen
        • Visionär*innen
        • kreative Problemlöser*innen
        • Menschen, die früh Risiken erkennen

        Wenn sie nicht arbeiten können, verliert die Gesellschaft jene Stimmen, die früh warnen, anders denken und neue Wege sehen.

        Soziale Folgekosten steigen

        Wer sich nicht gesehen fühlt, verliert Vertrauen in Systeme. Das führt zu:

        • Rückzug
        • Isolation
        • geringerer Teilhabe
        • höherem Unterstützungsbedarf
        • Verlust von Lebensqualität

        Auch das hat volkswirtschaftliche Folgen.

        Fehlende Rahmenbedingungen kosten mehr als sie sparen

        Es wäre günstig und einfach:

        • reizärmere Arbeitsplätze
        • flexible Arbeitszeiten
        • klare Kommunikation
        • wertschätzende Führung
        • psychologische Sicherheit

        Verständnis für unterschiedliche Nervensysteme Doch weil dieses Wissen fehlt, entstehen hohe Folgekosten – für Unternehmen und Gesellschaft.

        Was Arbeitgeber für hochsensible Menschen tun können

        Reizarme Arbeitsbedingungen schaffen

        • ruhige Arbeitsplätze oder Rückzugsorte
        • Homeoffice‑Optionen
        • klare Strukturen statt ständiger Unterbrechungen
        • Meetings bündeln statt dauernd ad hoc

        Klare, wertschätzende Kommunikation

        • eindeutige Erwartungen
        • transparente Abläufe
        • Feedback respektvoll und konstruktiv
        • keine Ironie, kein „stell dich nicht so an“

        Stärken bewusst nutzen

        Hochsensible glänzen besonders in:

        • Qualitätssicherung
        • Empathie‑basierten Aufgaben
        • Konfliktwahrnehmung
        • kreativen Prozessen
        • Beratung, Begleitung, Teamkultur

        Arbeitgeber können diese Stärken gezielt einsetzen.

        Pausen und Regeneration ermöglichen

        • kurze, regelmäßige Pausen
        • flexible Arbeitszeiten
        • keine Dauer‑Erreichbarkeit
        • Erlaubnis, sich kurz zurückzuziehen

        Psychologische Sicherheit fördern

        • Raum für leise Stimmen
        • Ideen ernst nehmen
        • keine Abwertung sensibler Reaktionen
        • Fehlerkultur statt Schuldkultur

        Führungskräfte sensibilisieren

        • Schulungen zu Hochsensibilität
        • Verständnis für unterschiedliche Nervensysteme
        • Erkennen von Überlastung
        • wertschätzende Gesprächsführung

        Teamkultur stärken

        • ruhige, respektvolle Meetingkultur
        • klare Rollen
        • verbindliche Absprachen
        • weniger Multitasking, mehr Fokus

        Individuelle Lösungen anbieten

        • Job‑Crafting (Aufgaben an Stärken anpassen)
        • flexible Arbeitsmodelle
        • klare Prioritäten statt Dauerstress
        • Coaching oder Mentoring ermöglichen

        Kurz gesagt

        Arbeitgeber müssen Hochsensible nicht „schützen“ – sie müssen sie verstehen. Dann werden sie zu Mitarbeitenden, die Teams stabilisieren, Konflikte früh erkennen, Qualität sichern und Kultur prägen.

        Kompetenzdemenz

         

        Viele leiden leider darunter.  Das Krankheitsbild ist noch nicht umfassend erforscht. Über die Ursachen gibt es bis jetzt erste Vermutungen.  Der Einfluss vom Umfeld der Patienten ist ausschlaggebend. Besonders anfällig sind per se unsichere Menschen.

        Vorhandene Kompetenzen werden angezweifelt, so dass sich der Patient selbst in Frage stellt. In einer unmusikalischen Familie wird das Gesangstalent eines Kindes nicht erhört.  Wenn in einem rationalen Klima ein sensibler Mensch immer als Weichei abgestempelt wird, kann es die Prognose ungünstig beeinflussen. Die Unterstellung es sowieso nicht zu können, ist nicht unerheblich. Andersseits wird diese Form der Demenz gefördert durch ein jahrelanges Nichtnutzen der Kompetenzen.  Wenn Menschen permanent gehindert sind Ihrs zu leben, ist ein chronischer Verlauf wahrscheinlicher.

        Die Auswirkungen sind fatal. Kompetenzen verstecken sich und vergessen selbst, wie genial sie sind.  Ungepflegt verkümmern und vertrocknen sie. die Menschen resignieren, verstummen verzweifeln. Grausam diesen Verlauf mit anzusehen.

        Chance auf Heilung? In einer Studie sind erste Erfolge dokumentiert. therapeutisch wirksam waren folgende Ansätze.Wechsel  der Umgebung. Umgang mit zuversichtlichen positiven Menschen.  auch Kompetenzunterstellung stärkte zahlreiche Patienten. Oftmals reichte ein Gegenüber, dass an einen glaubte.  Manche reagierten positiv auf Hypnose. Sie fanden so wieder Zugang zu ihren Kompetenzen.

        Am besten halfen Gelegenheiten, in denen Menschen wieder einmal ihr Können zeigen konnten.  ach ja, einige reagierten auch auf liebevolle Provokation, um der Erinnerung wieder auf die Sprünge zu helfen. Es wird unterstellt, dass die Krankheit als heilbar bewertet wird.  die Vorfreude auf bahnbrechende Erfolge wächst.

        Wirksame Worte 

        Erfolspfad Offizieller Coachingpartner

        Fazit

        Hochsensible Menschen sind kein Kostenfaktor – sie sind ein ungenutzter Gewinn. Doch solange ihre Bedürfnisse übersehen werden, entstehen stille Verluste: Kompetenzen verkümmern, Gesundheit leidet, Teams verlieren Qualität und die Volkswirtschaft trägt die Folgekosten. Dabei wäre es so einfach, Sensibilität als Ressource zu begreifen: durch passende Rahmenbedingungen, wertschätzende Kommunikation und Führung, die unterschiedliche Nervensysteme versteht.

        Ich stärke Hochsensible auf ihrem Weg und runterstütze Unternehmen dabei, genau diesen Perspektivwechsel zu ermöglichen – mit Vorträgen, Workshops und Impulsen, die Wissen schaffen, Zusammenarbeit erleichtern und Räume öffnen, in denen Hochsensible zeigen können, was in ihnen steckt. Denn wenn sie gesehen werden, profitieren alle: Menschen, Teams und Organisationen.  

        9 + 5 =

        Test Hochsensibilität

        Was es kostet, Hochsensible zu übersehen

        Hochsensibilität und Arbeit

        Hochsensibilität und Arbeit

        Herausforderungen verstehen – Potenziale erkennen

        Hochsensible Menschen sind keine Ausnahmeerscheinung. Etwa 15–20 % der Bevölkerung verfügen über eine erhöhte Wahrnehmungs- und Verarbeitungstiefe. In der Arbeitswelt bleiben sie jedoch oft unsichtbar – und werden missverstanden. Viele Arbeitgeber kennen das Persönlichkeitsmerkmal noch nicht oder verwechseln es mit „Empfindlichkeit“, „Schwierigkeit“ oder „mangelnder Belastbarkeit“.

        Dabei ist Hochsensibilität keine Schwäche, sondern eine neurobiologische Besonderheit, die – richtig eingesetzt – ein enormer Gewinn für Teams und Unternehmen sein kann. 

         

        Inhalt:

        • Typische Herausforderungen hochsensibler Mitarbeitender
        • Talente
        • Berühmte Hochsensible
        • Was hochsensible Mitarbeitende Unternehmen schenken können
        • Neurodivergente Varianten kurz erklärt
        • AVGS – Jobcoaching
        • Konkrete Wünsche hochsensibler Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber
        • Konkrete Wünsche an Kolleginnen und Kollegen
        • PraxisBeispiel: Die Herausforderung einer Hochsensiblen in der Arbeitswelt 
        • Fazit
        Terra XPLORE

        Talente 

        Jente
        die konsequente
        Quietscheente
        hat viele Talente
        leider verpennte
        sie bis zur Rente
        coole Momente.

        Ich beobachte, dass viele Hochsensible leider coole Momente verpennen „müssen“. 

        Typische Herausforderungen hochsensibler Mitarbeitender

         

        Diese Punkte sind keine Defizite, sondern Hinweise darauf, wie ihr Nervensystem arbeitet:

        • Reizüberflutung durch Großraumbüros, Lärm, ständige Unterbrechungen
        • Überstimulation bei Multitasking oder hohem Tempo
        • starke emotionale Reaktionen auf Konflikte, Unstimmigkeiten oder ungerechte Situationen
        • Perfektionismus und hoher eigener Anspruch
        • Erschöpfung bei dauerhaftem Druck oder fehlenden Pausen
        • starre Hierarchien und aufgesetztes Verhalten wirken verunsichernd
        • fehlende Rückzugsmöglichkeiten erschweren konzentriertes Arbeiten
        • körperliche Sensitivität (Licht, Gerüche, Geräusche)

        Diese Reaktionen sind keine „Überempfindlichkeit“, sondern das Ergebnis einer intensiveren Reizverarbeitung. Hochsensible nehmen mehr wahr, denken tiefer und fühlen stärker.

        Berühmte hochsensible Menschen

         

        • Albert Einstein – sehr sensibel, empathisch und innerlich stark bewegt.
        • Johann Wolfgang von Goethe – reizoffen, natur- und gefühlsintensiv.
        • Frida Kahlo – Tiefe Wahrnehmung, starke innere Bildwelt.
        • Charlie Chaplin – Perfektionistisch, tief reflektiert, extrem reizempfindlich beschrieben.
        • Vincent van Gogh – Intensive Wahrnehmung, emotionale Tiefe, extreme Reizoffenheit.
        • Maya Angelou – Hoch empathisch, tiefgründige Beobachterin menschlicher Erfahrungen
        • Lady Diana – Hohe Empathie, starke emotionale Resonanz.
        • Robin Williams – Intensives emotionales Erleben, hohe Sensitivität.

        Was hochsensible Mitarbeitende Unternehmen schenken können

        Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind sie außergewöhnlich wertvoll:

        • hohe Empathie und feines Gespür für Stimmungen im Team
        • Akribie, Genauigkeit und Qualitätsbewusstsein
        • originelle Ideen, Kreativität und ungewöhnliche Lösungswege
        • analytische Tiefe und schnelles Erkennen von Systemlücken
        • hohe Loyalität, Zuverlässigkeit und Verantwortungsgefühl
        • starke soziale Kompetenz
        • differenzierte Wahrnehmung, die Risiken früh erkennt
        • hohe Leistungsbereitschaft, wenn sie sinnvoll arbeiten dürfen

        Es finden sich  unter den Hochsensiblen Scannerpersönlichkeiten, mehr Introvertierte als High Sensation Seeker und Synästhetinnen*. Immer wieder auch in Kombination mit Hochbegabung, ADHS und Autismus 

        Warum sich Offenheit lohnt 

        Ein hochsensibler Mensch im Team bedeutet:

        • mehr Menschlichkeit
        • mehr Qualität
        • mehr Innovation
        • mehr Verantwortungsbewusstsein
        • mehr Feinfühligkeit in Konflikten
        • mehr Tiefe in Entscheidungen

        Unternehmen, die Hochsensibilität verstehen, gewinnen Mitarbeitende, die mitdenken, mitfühlen und mittragen.

        Scannerpersönlichkeit

        Eine Scannerpersönlichkeit ist ein Mensch mit vielen Interessen, hoher Lernfähigkeit und großer Neugier. Scanner arbeiten nicht eindimensional, sondern breit, vernetzend und kreativ. Sie sind  Vielbegabte, die schnell verstehen, querdenken und Innovationen anstoßen.

        Was Arbeitgeber wissen sollten

        Scannerpersönlichkeiten …

        • lernen extrem schnell
        • bringen frische Ideen und neue Perspektiven
        • verknüpfen Wissen aus verschiedenen Bereichen
        • arbeiten motiviert, wenn Abwechslung und Sinn vorhanden sind
        • sind ideal für Projekte, Entwicklung, Kommunikation, Kreativ‑ und Schnittstellenrollen

        Was sie brauchen, um gut zu arbeiten

        • klare Ziele, aber Freiheit im Weg dorthin
        • Abwechslung statt monotone Daueraufgaben
        • die Möglichkeit, Neues auszuprobieren
        • Wertschätzung für ihre Vielseitigkeit

        Warum sie ein Gewinn sind

        Scannerpersönlichkeiten bringen Innovation, Flexibilität, Kreativität und Problemlösungskompetenz ins Unternehmen. Sie sehen Chancen, bevor andere sie sehen – und verbinden Bereiche, die sonst getrennt bleiben.

        Introvertierte Hochsensible

        Introvertierte hochsensible Mitarbeitende sind ruhig, gründlich und sehr fein wahrnehmend. Sie arbeiten am besten in strukturierten, ruhigen Umgebungen und liefern hohe Qualität.

        Was sie auszeichnet

        • denken tief und sorgfältig
        • nehmen Stimmungen und Details früh wahr
        • arbeiten konzentriert und zuverlässig
        • brauchen weniger Small Talk, mehr Klarheit

        Was sie brauchen

        • ruhige Arbeitsbereiche
        • klare Kommunikation
        • Zeit zum Nachdenken
        • respektvollen Umgang

        Warum sie wertvoll sind

        Sie bringen Tiefe, Genauigkeit, Empathie und vorausschauendes Denken ins Team – leise, aber wirkungsvoll.

        High Sensation Seeker

        Ein High Sensation Seeker (HSS) ist ein Mensch, der hochsensibel UND neugierig auf neue Erfahrungen ist. Er braucht geistige Anregung, Abwechslung und sinnvolle Herausforderungen – sonst langweilt er sich schnell.

        Was Arbeitgeber wissen sollten

        High Sensation Seeker …

        • lernen schnell und denken kreativ
        • bringen frische Ideen und Innovationskraft
        • arbeiten motiviert bei neuen Projekten
        • mögen Abwechslung statt monotone Routine
        • sind sensibel, brauchen aber gleichzeitig Input

        Was sie brauchen

        • klare Ziele
        • Gestaltungsspielraum
        • abwechslungsreiche Aufgaben
        • Pausen zur Reizverarbeitung

        Warum sie ein Gewinn sind

        Sie verbinden Mut + Sensibilität, Kreativität + Tiefgang und bringen Teams dadurch spürbar voran.

        Hochbegabte

        Hochbegabte Mitarbeitende denken schneller, vernetzter und analytischer als der Durchschnitt. Sie erfassen komplexe Zusammenhänge in kurzer Zeit, stellen kluge Fragen und finden oft ungewöhnlich effiziente Lösungen.

        Was sie auszeichnet

        • sehr schnelle Auffassungsgabe
        • starkes analytisches und logisches Denken
        • hohe Lernfähigkeit
        • ausgeprägte Kreativität und Problemlösungskompetenz
        • Bedürfnis nach geistiger Herausforderung

        Was sie brauchen

        • klare, sinnvolle Aufgaben
        • Raum für eigenständiges Denken
        • Abwechslung statt monotone Routine
        • wertschätzende, offene Kommunikation

        Warum sie wertvoll sind

        Hochbegabte bringen Innovation, Präzision, strategisches Denken und Qualität ins Unternehmen – besonders in Rollen, die Tiefe, Struktur oder Kreativität verlangen.

        Synästhetinnen

        Synästhetinnen erleben Sinnesreize gekreuzt: Ein Klang kann eine Farbe auslösen, ein Wort kann einen Geschmack haben, Zahlen können räumlich erscheinen. Ihr Gehirn verknüpft Informationen automatisch auf mehreren Ebenen.

        Was sie auszeichnet

        • außergewöhnlich kreative und bildhafte Wahrnehmung
        • starke Detailgenauigkeit
        • oft hohe Merkfähigkeit
        • ungewöhnliche Ideen und Perspektiven

        Was sie brauchen

        • klare Kommunikation
        • ruhige Arbeitsumgebung
        • Raum für kreative oder analytische Aufgaben

        Warum sie wertvoll sind

        Synästhetinnen bringen originelle Lösungen, präzise Wahrnehmung und kreative Verknüpfungen ins Team – ein Gewinn für Innovation, Gestaltung und komplexes Denken.

        ADHS

        ADHS ist keine „Unruhe-Störung“, sondern eine neurobiologische Besonderheit, bei der Aufmerksamkeit, Impulssteuerung und Aktivierung anders geregelt sind. Viele Erwachsene mit ADHS sind kreativ, schnell denkend, lösungsorientiert und energiegeladen – brauchen aber passende Rahmenbedingungen.

        Was ADHS auszeichnet

        • schnelles, vernetztes Denken
        • hohe Kreativität und Problemlösungskraft
        • starke Fokussierung bei Interesse („Hyperfokus“)
        • Schwierigkeiten mit Routine, Monotonie und langen Wartezeiten
        • Ablenkbarkeit in reizintensiven Umgebungen

        Was sie brauchen

        • klare, kurze Anweisungen
        • strukturierte Abläufe
        • ruhige Arbeitsbereiche
        • Aufgaben mit Sinn und Abwechslung
        • ehrliche, wertschätzende Kommunikation

        Warum sie wertvoll sind

        Menschen mit ADHS bringen Innovation, Tempo, Ideenreichtum und unkonventionelle Lösungen ins Team – besonders in dynamischen, kreativen oder projektorientierten Bereichen.

        Autismus

        Autismus ist eine neurobiologische Variante. Autistische Mitarbeitende denken oft logisch, klar, direkt und strukturiert. Sie nehmen Details präziser wahr, arbeiten konzentriert und zuverlässig – besonders in ruhigen, gut strukturierten Umgebungen.

        Was sie auszeichnet

        • klare, direkte Kommunikation
        • starke Detailgenauigkeit
        • hohe Konzentrationsfähigkeit
        • Verlässlichkeit und Ehrlichkeit
        • tiefes Fachwissen bei Interessen

        Was sie brauchen

        • klare Anweisungen und Erwartungen
        • ruhige Arbeitsbereiche
        • transparente Abläufe
        • wenig spontane Änderungen
        • respektvollen, direkten Umgang

        Warum sie wertvoll sind

        Autistische Mitarbeitende bringen Präzision, Fokus, analytische Stärke und Loyalität ins Team – oft mit außergewöhnlicher Qualität.

        Wenn du möchtest, formuliere ich dir auch eine Mini‑Version in einem Satz oder eine Gegenüberstellung für Arbeitgeber.

        Kurze Orientierungshilfe

        Diese Beschreibungen sind nur kurze Orientierungshilfen. Sie ersetzen keine umfassende Auseinandersetzung mit den jeweiligen neurodiversen Profilen. Arbeitgeber, die mit hochsensiblen, hochbegabten, neurodivergenten oder synästhetischen Mitarbeitenden arbeiten, sollten sich selbstständig weiter informieren, um ein wirklich passendes, respektvolles und professionelles Arbeitsumfeld zu schaffen.

        Was Arbeitgeber tun können

         

        Oft reichen kleine Anpassungen, um großes Potenzial freizusetzen:

        • klare Kommunikation statt unausgesprochener Erwartungen
        • Einzelbüro, Homeoffice oder ruhige Arbeitszonen
        • realistische Zeitvorgaben und Prioritäten
        • Pausen und Rückzugsmöglichkeiten
        • wertschätzender Umgangston
        • Transparenz bei Veränderungen
        • Möglichkeit, Aufgaben selbständig, eigenverantwortlich, konzentriert und ohne ständige Unterbrechungen zu erledigen
        • offene Haltung gegenüber neurodiversen Arbeitsstilen

        Hochsensible brauchen keine Sonderbehandlung – nur passende Rahmenbedingungen, die ohnehin allen Mitarbeitenden guttun.

        Konkrete Wünsche hochsensibler Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber

        • Klare, ruhige Kommunikation: Bitte sagen Sie mir deutlich, was Sie brauchen – ohne Andeutungen oder zwischen den Zeilen. Geben Sie mir Informationen frühzeitig, damit ich sie in Ruhe verarbeiten kann. Feedback gern wertschätzend und konkret, nicht zwischen Tür und Angel.
        • Realistische Aufgaben & Prioritäten: Bitte sagen Sie mir, was wirklich wichtig ist – und was warten kann. Multitasking überfordert mein Nervensystem. Ich arbeite besser, wenn ich Dinge nacheinander erledigen darf. Ich brauche klare Prioritäten statt ständiger spontaner Zusatzaufgaben.
        • Ein ruhiger Arbeitsplatz Ein Einzelbüro oder ein ruhiger Bereich hilft mir, konzentriert und fehlerfrei zu arbeiten. Lärm, ständige Unterbrechungen oder hektische Umgebungen erschöpfen mich schnell.
        • Pausen, die wirklich Pausen sind Ich brauche kurze Momente der Ruhe, um Reize zu verarbeiten. Das macht mich nicht weniger leistungsfähig – im Gegenteil: Danach arbeite ich präziser und kreativer.
        • Transparenz bei Veränderungen Plötzliche Änderungen stressen mich. Wenn möglich, informieren Sie mich vorher, damit ich mich innerlich darauf einstellen kann.
        • Wertschätzender Umgang Ich nehme Stimmungen, Tonfall und unausgesprochene Spannungen sehr intensiv wahr. Ein respektvoller Umgangston hilft mir, mein Potenzial voll einzubringen.
        • Raum für Tiefe Ich arbeite am besten, wenn ich Sinn in meiner Aufgabe sehe. Geben Sie mir gern Projekte, bei denen Qualität, Menschlichkeit oder Kreativität gefragt sind.

        Konkrete Wünsche an Kolleginnen und Kollegen

        • Bitte nehmen Sie es nicht persönlich, wenn ich mich zurückziehe und Pausen alleine verbringe Ich brauche manchmal Ruhe, um mich zu sortieren – das hat nichts mit Ablehnung zu tun.
        • Sagen Sie mir offen, wenn etwas unklar ist Ich nehme viel wahr, aber ich kann keine Gedanken lesen. Direkte Kommunikation erleichtert uns beiden das Miteinander.
        • Hektik und Lautstärke sind für mich anstrengend Ich arbeite besser, wenn wir uns gegenseitig Rücksicht schenken.
        • Ich mag echte Gespräche Small Talk fällt mir schwer, aber ich liebe ehrliche, tiefe Gespräche, wenn die Zeit passt.
        • Bitte sagen Sie mir freundlich, wenn ich etwas falsch verstanden habe Ich denke viel nach und nehme Kritik schnell zu Herzen – ein wertschätzender Ton hilft mir sehr.
        • Ich sehe oft Dinge, die andere übersehen Wenn ich Hinweise gebe, ist das nie Kritik, sondern ein Beitrag zur Qualität.

        Warum diese Wünsche kein „Extra“ sind Sie sind keine Sonderbehandlung, sondern schaffen Bedingungen, unter denen hochsensible Menschen konzentrierter, kreativer, zuverlässiger, empathischer und nachhaltiger arbeiten können.  Das kommt dem ganzen Team zugute.

         

        Praxis Beispiel: Die Herausforderung einer Hochsensiblen in der Arbeitswelt 

        Das Jobcoaching zeigt exemplarisch, wie komplex die Situation hochsensibler Menschen im Berufsleben sein kann. Die Klientin bringt enorme Stärken mit – Empathie, Kreativität, Tiefgang, Verantwortungsbewusstsein, analytische Fähigkeiten – und gleichzeitig kämpft sie mit Belastungen, die viele Hochsensible kennen: Reizüberflutung, Perfektionismus, starke emotionale Reaktionen, Erschöpfung, familiäre Verantwortung, fehlende Grenzen und ein Nervensystem, das schnell in Alarmbereitschaft geht.

        Über Monate wurde sichtbar:

        • Dauerstress und Überforderung hatten ihren Akku nahezu leer gemacht.
        • Familiäre Verantwortung (Pflege, Unterstützung, ständige Bereitschaft) führte zu chronischer Anspannung.
        • Hochsensibilität zeigte sich in tiefer Verarbeitung, starker Empathie, intensiven Reaktionen auf Konflikte und Ungerechtigkeit.
        • Berufliche Erfahrungen im sozialen Bereich waren sinnvoll, aber gleichzeitig überfordernd – ein typisches „Sowohl als auch“.
        • Bürokratie, Zeitdruck und starre Strukturen lösten Stress und Blockaden aus.
        • Multitasking, Lärm, Tempo und Erwartungen führten zu Überstimulation.
        • Selbstzweifel und alte Muster („Ich muss alles halten“, „Ich darf nicht zu viel sein“) erschwerten Entscheidungen.
        • Trauer und Erschöpfung hatten keinen Raum gefunden und wirkten im Hintergrund weiter.

        Gleichzeitig zeigte das Coaching eindrucksvoll:

        wie wichtig klare Grenzen, realistische Arbeitszeiten, ruhige Arbeitsumfelder, wertschätzende Kommunikation, strukturierte Aufgaben, Pausen und Rückzugsmöglichkeiten sind.

        Erst durch diese Rahmenbedingungen kann eine hochsensible Person ihre besonderen Fähigkeiten wirklich einbringen: analytische Tiefe, Kreativität, Empathie, Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen.

        Dieses Beispiel macht deutlich: Hochsensible scheitern nicht an der Arbeit – sie scheitern an Arbeitsbedingungen, die nicht zu ihrem Nervensystem passen. Mit passenden Rahmenbedingungen werden sie zu hochwertigen, loyalen, kreativen und tief denkenden Mitarbeitenden, die Teams bereichern und Qualität sichern.

        Fazit

        Ganz selten erzählen mir hochsensible Menschen bislang von wirklich positiven Erfahrungen in der Arbeitswelt. Vieles wird noch nicht verstanden. Oft fehlt es an Bereitschaft, sich einzulassen, zuzuhören und Rücksicht zu nehmen. Und viele scheuen sich noch immer, offen zu sagen, dass sie hochsensibel sind – aus Sorge vor Missverständnissen oder Nachteilen.

        Gerade deshalb ist Aufklärung so wichtig. Ich unterstütze Unternehmen dabei, Sensibilität als Ressource zu erkennen: mit Vorträgen, Workshops und Impulsen, die Verständnis schaffen, Zusammenarbeit erleichtern und neue Perspektiven öffnen. Firmen können mich dafür buchen – für mehr Wissen, mehr Miteinander und mehr Raum für unterschiedliche Nervensysteme.