Kreative Kraftquellen
Hier sind einige meiner kreativen Kraftquellen aus Literatur, Kunst und Musik. Meine Seele findet sich in der Kreativität wieder. Die Erklärungen, die die Ki in Verbindung mit der Hochsensibilität beschreibt, berühren mich. Es hätte den Rahmen gesprengt, bei jedem Lied meiner musikalischen Hausapotheke die KI zu interviewen. Vieles Schöne gestalteten, schrieben, komponierten sie in schwierigen Zeiten. Das inspiriert und stärkt mich. Ich brauche die Erinnerung immer wieder, bei all dem was Negatives passiert und geteilt wird. Einiges verbinde ich auch mit meinem kreativen Vater verbunden. Sowohl als auch.
Christian Morgenstern
In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat’s niemand nicht.
Sie hör’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
Christian Morgenstern
Erklärung
Es zeigt Wärme in einer kalten Welt
Das Gedicht beschreibt drei kleine Spatzen, die eng zusammengerückt im Regen sitzen – ein Bild von Geborgenheit trotz widriger Umstände. Hochsensible spüren solche Kontraste besonders stark: Kälte draußen, Wärme drinnen.
Es feiert das Kleine, Zarte, Unscheinbare
Morgenstern richtet den Blick auf etwas, das viele übersehen: drei winzige Wesen, die füreinander da sind. Hochsensible fühlen sich oft genau dort zu Hause – im Feinen, im Leisen, im Unaufdringlichen.
Es zeigt Verbundenheit ohne Worte. Die Spatzen reden nicht, sie halten einander. Für hochsensible Menschen ist das ein tiefes Motiv: Nähe ohne Überforderung. Gemeinschaft ohne Lautstärke.
Es ist ein Gedicht über Resilienz Trotz Regen, Wind und Kälte bleiben die Spatzen zusammen. Das ist ein stilles Bild für das, was viele Hochsensible kennen: Wir überstehen viel – wenn wir nicht allein sind.
Morgenstern schreibt mit einer zarten, humorvollen Klarheit. Seine Sprache ist leicht, aber nicht flach. Warm, aber nicht kitschig. Genau die Mischung, die hochsensible Menschen oft als „endlich passend“ empfinden.
Erich Kästner für Hochsensible
Er sieht die Verletzlichkeit hinter dem Alltag Kästner schreibt oft über das scheinbar Normale — aber er zeigt die feinen Risse, die Sehnsucht, die stille Traurigkeit. Hochsensible spüren diese Zwischentöne sofort.
Seine Melancholie ist sanft, nicht erdrückend Er kann Traurigkeit so formulieren, dass sie tragbar wird. Nicht dramatisch, sondern menschlich. Das ist für Zarte Seelen ein Raum zum Atmen.
Er verbindet Humor mit Tiefgang Kästner lacht nie über Menschen, sondern mit ihnen. Sein Humor ist warm, schützend, nie verletzend — genau die Art von Leichtigkeit, die Hochsensible brauchen, um schwere Themen zu halten.
Er nimmt Kinder ernst Wie Lindgren, aber anders: Er sieht Kinder als kluge, fühlende Wesen, die die Welt oft klarer erkennen als Erwachsene. Das ist ein Echo für Menschen, die als Kinder „zu viel fühlten“ und „zu viel sahen“.
Er schreibt über Mut ohne Heldentum Kästners Figuren sind keine Helden, sondern Menschen, die trotz Angst handeln. Das ist die Art von Mut, die Hochsensible kennen: leise, aber echt.
Er zeigt, dass Sensibilität eine Form von Wahrheit ist Seine Texte sagen: „Wer genau hinsieht, erkennt mehr.“ Das ist ein Geschenk für alle, die sich wegen ihrer Feinfühligkeit lange falsch gefühlt haben.
Mehr im Blog auch über ihn hier Alltagslyrik
Astrid Lindgren für Hochsensible
Sie schreibt aus dem Inneren heraus Ihre Figuren leben aus Gefühl, nicht aus Fassade. Das entspricht der Wahrnehmung Hochsensibler: die Welt wird von innen nach außen erlebt.
Sie würdigt Verletzlichkeit als Stärke Pippi, Ronja, Madita – sie sind wild und empfindsam zugleich. Das ist die Balance, die Hochsensible suchen: Mut ohne Härte.
Sie schafft Geborgenheit ohne Kitsch Ihre Geschichten halten, ohne zu überfordern. Sie zeigen, dass Nähe und Freiheit sich nicht ausschließen.
Sie erkennt Einsamkeit als Quelle von Fantasie Das „Anderssein“ wird bei ihr nicht geheilt, sondern verwandelt – in Kreativität und Würde.
Ihre Sprache ist Resonanz Leise, klar, liebevoll – sie überfordert nicht, sondern öffnet. Für Zarte Seelen ist das wie ein Zuhause in Worten.
Der Film von Ronja Räubertochter (1984) ist einer meiner schönsten Filme
Michael Ende – Momo
Momo ist für Hochsensible wie ein heimlicher Verbündeter. Sie zeigt, was möglich wird, wenn jemand wirklich zuhört – ohne Eile, ohne Urteil, ohne Agenda. Dieses Zuhören ist kein Werkzeug, sondern ein Raum.
Viele Hochsensible kennen dieses feine Spüren: das Lauschen zwischen den Worten, das Wahrnehmen von Stimmungen, das vorsichtige Ausstrecken der Fühler, das Bedürfnis nach Sicherheit, bevor Nähe entsteht.
Momo erinnert uns daran, dass leise Menschen nicht leise sind. Sie sprechen anders. Tiefer. Wahrer. Und wenn sie sich sicher fühlen, beginnen sie zu leuchten.
Hochsensible Menschen spüren früh, ob ein Raum sicher ist. Sie ziehen sich zurück, wenn es laut, hart oder schnell wird. Und sie blühen auf, wenn jemand ihnen mit echter Aufmerksamkeit begegnet.
Friedensreich Hundertwasser
ist für Hochsensible fast wie ein visueller Bruder von Morgenstern – seine Bilder sprechen dieselbe Sprache der Lebendigkeit, nur in Farbe und Form.
Er bricht die Geraden Hundertwasser misstraute der Linie, die „zu perfekt“ ist. Er liebte das Organische, Unregelmäßige, Lebendige – genau das, was Hochsensible spüren: dass Leben nicht gerade verläuft, sondern fließt.
Er malt mit Gefühl, nicht mit Konzept Seine Formen entstehen aus Intuition und Resonanz, nicht aus Planung. Das entspricht der inneren Logik hochsensibler Menschen: erst fühlen, dann denken.
Er verbindet Mensch und Natur Fenster, Bäume, Spiralen – alles lebt miteinander. Für Hochsensible ist das eine visuelle Bestätigung ihrer Empfindung, dass alles verbunden ist.
Er feiert Individualität Hundertwasser sagte: „Die gerade Linie ist gottlos.“ Damit meinte er: Authentizität ist wichtiger als Anpassung. Ein Satz, der vielen Zarten Seelen Mut macht.
Seine Farben sind Emotionen Gold, Türkis, Rot, Grün – sie schwingen wie Gefühle. Er malt nicht Objekte, sondern Zustände des Seins.
Musikalische Hausapothke
Musik die mich manchmal zu Tränen rührt, mich schüttelt, erinnert, ermutigt, amüsiert und entspannt. Ich genieße, wenn es manchmal meine hochsensible Coachingkunden auch fühlen und Tränen fließen. Meine Geschichten dazu teile ich erstmal nicht. Ist zu intensiv. Einfach hören und Resonanz fühlen oder auch nicht.
- Adel Tawel: Ist da jemand
- Arne Kopfermann: Allergie (Juli 2026 durch Instagram entdeckt)
- Dietrich Bonhoeffer: Siegfried Fietz singt ‚Von guten Mächten wunderbar geborgen‘
- Gabriellas Song
- George Winston: December
- Keith Jarrett: The Köln Concert
- Ich nehme es an
- Ozzy Osbourne Dreamer
Pavarotti and Tracy Chapman Live Baby Can I Hold You Tonight - Sarah Connor: Wie schön du bist
- Silbermond: Leichtes Gepäck (Juli 2026 machte ein Post von Arne Kopfermann mich neugierig, dieses Lied bewusster zu hören)
- Udo Lindenberg. Ich trag dich durch die schweren Zeiten
- Ute Ullrich: Lieb dich und leb
- Wenn du mal vergisst
Josef Reding Die Macke
Deine Puppe fiel auf die Backe.
Jetzt hat sie ‘ne Macke
und jetzt sagst du „Kacke!“
Und: Aus ist‘s mit dem Schöngesicht!
Nun wein mal nicht!Um Macken und Wunden,
um Narben und Schrunden,
um Dellen und Beulen
soll man nicht heulen.
In einem Puppen-Großkaufhaus
sieht eine wie die andre aus.
Doch mit ‘ner Macke irgendwo
am Kopf, am Bein oder Popo
und mit ‘nem Riss im Seidenkleid
ist sie eine Besonderheit.Auch bei uns Menschen ist es so:
Hast du ‘ne Macke, dann sei froh,
dann kannst du hier auf Erden
kaum mehr verwechselt werden!
Josef Reding 1929 bis 2020
Fazit
Kreative Kraftquellen erinnern uns daran, wie viel Stärke in kleinen, stillen Impulsen steckt. Sie öffnen Räume, in denen Hochsensible und Vielspürende wieder Zugang zu ihrer eigenen Tiefe finden – ohne Druck, ohne Bewertung, nur mit freundlicher Neugier.
Wenn wir uns erlauben, zu lauschen, zu spielen, zu fühlen, entsteht etwas Wesentliches: eine leise Klarheit, die trägt. Eine innere Bewegung, die nicht laut sein muss, um wirksam zu sein.
Diese Sammlung ist ein Einladung: zurück ins Spüren, zurück ins Eigene, zurück in die Kraft, die schon da ist.
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