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Antje Remke

Coach für Hochsensibilität

Jahresrückblog Hochsensibel sowohl als auch 2023

by | Dez. 18, 2023 | Hochsensibel, Jahresrückblog

Jahresrückblog Inhalt

  • Das erste Mal
  • Weiterhin
  • Was habe ich dazugelernt?

 

Jahresrückblog 2023 Sowohl als auch

Ich übernehme das Motto vom letzten Jahr. Sowohl als auch. Mein Jahr war wieder sehr facettenreich. Dieses Mal teile ich den Blog auf in Dinge, die das 1. Mal bzw. nach Unterbrechung waren und Dinge, die sich Fortsetzen. Ja und was  habe ich neu dazugelernt?  Um einen Abstand zu der Intensität der Momente zu bekommen, ist es sachlicher geschrieben, als ich es erinnere. 

Das erste Mal

Hochsensibel im Land Brandenburg: Ich habe in Brandenburg an der Havel (meiner Geburtsstadt) und Rathenow (meiner alten Heimat) je einen Kurs an den Volkshochschulen angeboten. War sehr dankbar, dass die Verantwortlichen sich auf das für sie neue Thema Hochsensibilität eingelassen haben. Es gibt noch so wenige Angebote bei für so viele Hochsensible. 2024 mache ich dort weiter.

Schule für Soziales: Im November schulte ich in der Schule für Soziales in Berlin Pankow eine Doppelstunde bei Heilpädagogen. Viele hörten das erste Mal von Hochsensibilität. Ich finde es so wichtig, dass Menschen, die mit anderen arbeiten, dafür sensibilisiert werden. Bin gespannt, wann und wie es weiter geht.

AVGS Jobcoaching: Nach einigen Jahren Pause biete ich jetzt auch wieder Jobcoaching an, was durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter anbieten. Es gibt so viele Hochsensible, für die es nicht leicht ist, passende Arbeit zu finden.

Worte für Orte: Paula Panke hat Walerija Weiser und mich zusammengebracht. Sie hatte Frauen als Fotografin poträitiert und gebeten, etwas über ihre Orte in Berlin zu schreiben. Ich stimmte zu, auch mitzumachen. Mein emotionalster Ort ist das Krankenhaus Maria Heimsuchung in Berlin Pankow. Im November ließen wir uns von den Geschichten inspirieren, schreibend in unsere Erinnerungen einzutauchen – Worte für Orte.

Your Story on stage: 3 Frauen haben eine Idee umgesetzt. Eine Bühne, auf der meist Frauen, ihre Geschichten zu einem Thema teilen können. Your Story on stage.   Im Oktober war das Thema „Gänsehautmomente.“ Da war ich ein von 9, die reden konnten. Ich genoss es sehr.

Youtubekanal: Manche Ideen dauern, bis sie umgesetzt werden. Ich habe meinen Youtube Kanal gestartet. Plan war, regelmäßig etwas von meinen Gedichten und Texten zu teilen. Es stagniert, weil mir die Muße fehlte. Aber wird zum passenden Moment wieder belebt.

Mitdichten Instagram hat Layla und mich dieses Jahr verbunden. Sie lädt ab und zu zum Mitdichten ein. Bin begeistert von der Inspirationen.

Trauerrede Aus dem privatem Umfeld wurde ich angefragt, eine Trauerrede zu halten. Das Vertrauen in mich,  hat mich tief berührt. Das war ein sehr intensive Erfahrung. Ohne den Redeclub  Reden wie Rosa hätte ich bestimmt nicht zugestimmt.

Die erste Spritze Meine Nachbarin wurde nach einer Op. unvorbereitet aus dem Krankenhaus entlassen. Verordnet waren Heparin Spritzen.  Vor über 30 Jahren als Krankenschwester war es ja selbstverständlich für mich. Bisschen komisch war es schon, aber es ging noch.

Biber gesehen In Tegelort sah ich zu Silvester einen Biber. Er saß erst fast bewegungslos einem Stamm. Er ließ mich nah an sich ran. Bis er dann gemütlich in die Havel eintauchte. Hat mich sehr beeindruckt.

Sophienkirche Vor über 25 Jahren fing ich an in der Großen Hamburger Straße zu arbeiten. Kam über Jahre nicht auf die Idee, mir die Stadt von oben dort mal anzuschauen. Bei einem Fest stieg ich die Stufen hoch in der Sophienkirche.  

Pustblume
Biber an der Havel 2023
Kette rund

Weiterhin

Coaching für Hochsensible Hochsensible kamen wieder mit unterschiedlichen Anliegen. Oft ist eine Erinnerung wichtig, dass sie ihrer Intuition vertrauen und sie genießen es, dass sie verstanden werden. Mehrmals kamen Paare, die Unterstützung im Miteinander wünschen.

Volkshochschulkurse: Ich genieße es immer wieder Kurse zur Hochsensibilität an Volkshochschulen zu leiten. Immer wieder höre ich, dass es für viele der erste Kontakt mit anderen ist und sie dankbar sind, Menschen zu treffen, die einen verstehen.

Lesungen:  An 9 Orten las ich. Immer wieder  sind die Planung, die Organisation, die Werbung und die Fragezeichen, zum Publikum aufregend. Ich werde immer wieder belohnt und bin dankbar für die Begegnungen, die damit verbunden sind.

Kreatives Schreiben Weiterhin leite ich im Frauenzentrum Paula Panke monatlich  die Gruppe Kreatives Schreiben.  Es ist immer wieder spannend, was wir zu Papier bringen. Neue Frauen sind willkommen.

Schreibbegleitung: Seit längerer Zeit begleite ich eine Frau dabei, ihre eigene Biographie zu schreiben. Regelmäßig bekomme ich was zu lesen und wir treffen uns zum Austausch. Finde es wunderbar, dass sie mir dies anvertraut.  Hätte ich nie gedacht, dass ich das auch mal machen werde. Wie das bei vielen Hochsensiblen nun aber ist, schätze ich die Abwechslung und genieße, den Prozess zu begleiten.

Übung macht die Meisterin Seit 2009 darf ich inzwischen eine offene Gruppe im Frauenzentrum Marie e.V.  in Berlin Marzahn leiten.  Es ist ein Geschenk, 14 tägig dort die Gruppe zu leiten. Durch Impulse und das Teilen der Erfahrungen inspirieren sich die Frauen miteinander. Manche kommen viele Jahre, andere kommen nur eine kurze Phase. Ich liebe diese Runde. Es gibt eine Offenheit für andere Ansichten und neue Gesichter. Auch dort finden sind einige Frauen hochsensibel. Es gibt Themen, die wir von vielen Perspektiven betrachteten. Unterschiedliche Standpunkte konnten diskutiert werden und nebeneinander stehen bleiben. Immer wieder inspirierend, was wir dort zusammentragen. Angedacht ist es, dies mal zu teilen.

Trauerreden Ich bot 2 Familien im näheren Umfeld an, die Trauerreden zu halten. Es war mir ein Bedürfnis. Beide Male nahmen die Familien es dankend an.

Extrareime: Am  besten war dieses Jahr der Auftrag für eine 90 Jährige ein Gedicht zum Geburtstag zu schreiben.

Reden wir Rosa Seit 2020 bin ich monatlich beim Redeclub Reden wie Rosa mit dabei. Wir können uns ausprobieren, lernen miteinander und durch konstruktives Feedback. Wir lernen mehr über uns voneinander. Wir teilen Dinge, die uns berühren und beschäftigen. Wir haben viel Spaß miteinander und ermutigen uns gegenseitig.

Oasentage für Hochsensible: Zum 2. Mal leitete ich eine Auszeit für Hochsensible in der Malche. Mehr dazu hier

 

Lesung
Antje und Co

8 + 12 =

Was habe ich dazugelernt

Bei manchen wünschte ich mir, dass es schneller geht, aber es dauert. Es lohnt sich weiterzumachen. Manche Kontakte haben sich intensiviert, andere abgebrochen.  Mir fällt auf, dass weniger Menschen Kapazitäten und/ oder Interesse haben, wirklich zuzuhören. Ich genieße es, wieder viel gesungen zu haben. ich habe noch bewusster Oasen eingeplant. Es ist sehr hilfreich, dass ich mir täglich mein Balsam für die Seele notiere. Anderen empfehle ich oft zu überlegen, was ihr Anteil ist, an den dem, wofür sie dankbar sind. Vielleicht mache ich es auch mal für mich. Ich bin emotional beeinflussbar. Das Üben geht weiter.

Ich habe einen 2 tägigen Kurs mitgemacht zum Mental Health First Aid Ersthelfer und nahm teil an einem Workshop für Zivilcourage. Beides hat mich sehr bereichert.