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Oasentage für Hochsensible

by | Mai 29, 2023 | Hochsensibel, Termine

Oasentage für Hochsensible

Die Oasentage sind ein Wochenende als wohltuende Auszeit für und mit anderen hochsensiblen Menschen, mitten in der Oderbruch in der Malche. Es gibt Raum für Resonanz, Input, Rückzug, Stille, Schreiben, Singen, Entfalten und Wandern. Gemeinsam gestalten wir ein wohltuendes, stärkendes Wochenende. Geleitet werden sie von Antje Remke, Coach für Hochsensibilität in Berlin-Pankow.

Mir war und ist es wichtig, dass Hochsensible mehr spüren und ernst nehmen, was sie brauchen. Einerseits kann uns Fülle reizen, andererseits auch schnell überfordern.

Antje und Co

Was geschieht an einem Oasenwochenende?

  • Ankommen, Austausch und Rückzug nach Bedarf
  • Natur erleben und Wandern, auch Waldluft tanken
  • Singen
  • kreative Angebote, zum Beispiel Steine bemalen oder Schreiben
  • Impulse der Teilnehmerinnen, zum Beispiel Aromaöle, Feldenkrais, Tierkarten oder eine Gewichtsdecke
  • gemeinsames Essen
  • Zeit für Fragen wie Grenzsetzung und die Akzeptanz des „Andersseins”

Für wen sind die Oasentage?

  • hochsensible Menschen, die erschöpft sind und Ruhe suchen
  • Menschen, die Grenzen ignorieren und die eigenen Bedürfnisse oft hintenanstellen
  • alle, die sich Austausch mit Gleichgesinnten wünschen
  • alle, die Natur, Stille, Kreativität und Gemeinschaft verbinden möchten

Teilnehmerinnen vorab wünschten sich

Ich bat die Frauen vorab, Wünsche zu äußern. Eine schrieb: „Über eine kurze Auszeit würden sich Körper und Seele sehr freuen. Ich bin hochsensibel und trage dem aber viel zu selten Rechnung – um mich herum und darum in mir selbst ist immer ‚Action’.” Andere wünschten sich Austausch, neue Erkenntnisse zum Thema HSP, Tipps zu Grenzsetzung und zur Akzeptanz des Andersseins, Atemmeditationen, Waldluft und ganz viel Lachen.

Wie war das Oasenwochenende 2023?

2022 startete ich mit einer Frau in die ersten Oasentage, die ich vorher ausschließlich telefonisch im Coaching begleitet hatte. Es war ein wertvoller Testlauf. 2023 verbrachten wir zu sechst ein Wochenende in der Malche im Oderbruch. Die Malche ist ein Ort, den ich sehr empfehlen kann: Es werden Veranstaltungen angeboten, man kann die Häuser für Gruppen mieten, selbst etwas anbieten oder alleine eine Auszeit machen.

Meine Gedanken vorher.

Ich gebe zu, dass ich kurz vor dem Start etwas Bammel hatte:

  • Wird mir der Kopf qualmen bei so viel gemeinsamer Zeit?
  • Wird meine Aufmerksamkeit reichen?
  • Ob die Frauen miteinander klarkommen?
  • Ob mein Konzept, das Wochenende situativ zu gestalten, aufgeht?
  • Wird es Frauen geben, die mich überfordern, weil sie womöglich zu viel Aufmerksamkeit von mir benötigen?
  • Inwieweit bin ich für was alles verantwortlich?
  • Welche Erwartungen haben die anderen an mich?

Puzzleteile vom Wochenende

Freitag. Zum entspannten Ankommen starteten wir bereits um 15 Uhr. Nicht alle schafften es pünktlich, das machte gar nichts. Gemeinsam war bei allen die Erschöpfung, nicht nur von der letzten Arbeitswoche. Im Überfordern, Grenzen ignorieren und Hintenanstellen der eigenen Bedürfnisse sind Hochsensible sehr talentiert. Am Abend war allen nach zeitigem Rückzug und Stille.

Samstag. Der Samstag begrüßte uns überraschend schneeweiß, mitten im März. Alle wollten raus. Die Sonne strahlte mit uns um die Wette, wir konnten gar nicht aufhören zu fotografieren und zu staunen. Drei Schneeengel mussten einfach sein. Später teilten gleich vier Frauen ihre weißen Bilder im WhatsApp-Status.

Miteinander teilen. Ich war dankbar, dass alle etwas einbrachten und sich auf die Angebote der anderen einließen. Wir haben Steine bemalt, an Aromaölen geschnuppert, in noch unbekannten Büchern geblättert, selbst gebackene Brötchen genossen, meditiert, etwas Yoga gemacht, einen Einblick in die Feldenkrais-Methode bekommen, unsere Tierkarte gezogen, gesungen, viel gelacht und geredet und ein paar Tränen fließen lassen. Dagmar schrieb ein Gedicht über unsere temporäre Oase. Eine Teilnehmerin bastelt gern anspruchsvolle Perlenketten, und uns wurde eine Gewichtsdecke vorgestellt.

Wir hätten uns viel mehr Zeit gewünscht. Meine anfänglichen Bedenken lösten sich in Luft auf: Die Frauen dachten mit, waren sehr aufmerksam untereinander, kamen pünktlich, zogen sich bei Bedarf zurück, sagten, was sie brauchten, und brachten sich ein. 

Schneeengel März 2023 Oasentage für Hochsensible

Was Teilnehmerinnen sagen

Morgens in der Malche
„Das erste Mal seit gefühlten 100 Jahren sitze ich früh morgens auf meinem Bett und singe … und mir laufen die Tränen vor Freude, weil ich mich wieder spüre.”

Nach dem Wochenende

  • „Ich fühle mich wie eine Pflanze, die ganz lange zwar Wasser, aber keinen Dünger bekommen hat – JETZT kann ich (wieder) wachsen und mich entfalten! Danke für all das Erinnern, für Lieder, Umarmungen, Düfte, kreative Impulse.”
  • „Ich wünsche mir so sehr, dass die Kraft, das Vertrauen, die Wertschätzung, die Freude, die Achtsamkeit und vor allem die Liebe uns auch im Alltag zu Oasen-Schwestern macht.”
  • „Alles kam genau im richtigen Moment.”
  • „So herrlich mit dir und von dir organisiert, geleitet, getragen, so wunderbar entspannt.”
  • „Ich zehre energetisch noch sehr von unserer Oase.”
  • „Die Lieder haben mich bisher durch die Woche getragen.”

Weitere Stimmen findest du in den Referenzen.

Mein Resümee

Ich bin dankbar, dass die Malche, besonders Gundula, mir die Organisation so einfach gemacht hat. Wir starteten 1993 gemeinsam unser Studium der Sozialen Arbeit in Berlin. Seitdem kreuzten sich unsere Wege immer wieder, und in den letzten Jahren hat sich unsere Verbindung vertieft.

  • Ich bin dankbar, dass ich eine neue Erfahrung machen durfte.
  • Ich bin dankbar für die vielen schönen Momente, die wir geteilt haben.
  • Ich bin dankbar für die vielen Inspirationen.
  • Ich bin dankbar für das Vertrauen der Frauen.
  • Ich bin dankbar für ihre Reaktionen.

Mich ermutigt es, weiter Räume für Hochsensible zu schaffen und mit der Thematik immer wieder rauszugehen.

Die Malche

Die Malche ist ein Gäste- und Tagungshaus im Oderbruch, getragen vom Missionshaus Malche e.V., einem freien Werk innerhalb der Evangelischen Kirche. Es wurde 1898 gegründet und liegt in einem Tal mit parkartigem Garten, alten Obstbäumen, einer Kirche und mehreren Gästehäusern. Das Gästehaus bietet 25 Betten in Einbett-, Zweibett- und Dreibettzimmern sowie eine voll ausgestattete Wohnküche. Von Berlin aus sind es etwa eine Stunde mit Auto oder Bahn, und direkt an der Malche beginnen Wanderwege.

Gundula und Antje

Kontakt

Interesse an den Oasentagen? Schreib mir gern.
Antje Remke · Pestalozzistraße 14, 13187 Berlin Pankow
info@denken-neu-lenken.de · Tel., WhatsApp, Telegram, SMS: 0179 7932906

Steine

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